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Finanz- und Invest (Subject) / Wiederholungsfragen 5 (Lesson)

Fragen 101 - 137

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  • Wer kann alles einem externen Rating unterzogen werden? Grundsätzlich alle Schuldner, um den Marktteilnehmern einen Maßstab zur Bonitätsprüfung zu ermöglichen; vor allem für UN auf internationalen Finanzmärkten
  • Welche Rolle spielt das Rating für den Eigenkapitalbedarf von Banken? Das durch Basel festgelegte Eigenkapital (Eigenkapitalunterlegung), welches die Bank vor der Insolvenz schützen soll, orientiert sich an den Risikoeinschätzungen der Kreditnehmer
  • Welche Rolle spielt das Rating für die Kreditbanken? Feststellung des Zinsausfallrisikos; Anlehnung des Zinssatzes des Kredits an diesen Werten; Intensität der Überwachung; Höhe der zu stellenden Sicherheiten
  • Was sind Personalsicherheiten und was Realsicherheiten? Personalsicherheiten: Neben dem FK-Nehmer haftet eine dritte Person für das FK: Bürgschaft (akzessorisch), Garantie (abstrakt), Kreditauftrag, Schuldbeitritt Realsicherheiten: Sachwerte werden vom Kreditnehmer zur Sicherung bereitgestellt: Eigentumsvorbehalt, Pfandrecht, Sicherungsabtretung, Sicherungsübereignung, Hypothek, Grundschuld
  • Was ist der Unterschied zwischen einer Bürgschaft und einer Garantie? Bürgschaft: akzessorisch; Schuldhaftung über die gesamte Verbindlichkeit Garantie: abstrakt, Erfolgshaftung für den eventuellen Eintritt einer Verbindlichkeit
  • Was ist eine Sicherungsabtretung (Zession)? Der Kreditnehmer tritt Forderungen an den Kreditgeber durch einen formlosen Vertrag ab
  • Was gehört zu den Aufgaben des Finanzmanagements? ·         Gestaltung des gesamten finanziellen Entscheidungsfeldes, das sich auf alle betrieblichen Organisationsstufen bezieht, d.h. auf Planung,  Beschaffung, Verwaltung und Disposition der Finanzmittel Vorbereitung/Durchführung Kreditaufnahme Aufzeigen von Finanzierungsmöglichkeiten
  • Von welchen Faktoren hängt die Eigenkapitalrentabilität eines Unternehmens ab? Verzinsung des EK innerhalb einer Rechnungsperiode: JÜ nach Steuern/Eigenkapital Kommt FK hinzu und steigt hierdurch der Gewinn, so steigt auch die Eigenkapitalrentabilität --> Leverage Effekt
  • Warum ist auch dann eine übermäßige Fremdfinanzierung nicht sinnvoll, wenn der Zinssatz unter der Gesamtrentabilität des Unternehmens liegt? Durch steigenden FK-Einsatz steigen die Zinsrisiken und die Gewinnschwelle --> Bei Beschäftigungsschwankungen drohen Verluste
  • Was ist die goldene Bilanzregel? Das langfristige Vermögen soll auch langfristig finanziert sein. Ausschlaggebend ist das Verhältnis vom Eigenkapital zum Anlagevermögen --> Eigenkapital / Anlagevermögen --> wenn über 1 dann wird die Regel eingehalten
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  • Was drückt der „Cash-Flow“ eines Unternehmens aus? Nettozufluss liquider Mittel innerhalb einer Periode = Saldo der Ein- und Auszahlungen; Erträge und Aufwendungen, die nicht in der Periode zahlungswirksam sind werden nicht beachtet Auskunft: Wie viele Mittel haben aus dem Umsatzprozess zur Investition, Tilgung, Gewinnausschüttung etc. zur Verfügung gestanden 
  • Was versteht man unter „Fristenkongruenz“? Übereinstimmung der Fristen von Kapitalbindung und Kapitalüberlassung von Aktiva und Passiva -->Anlagendeckungsgrade 
  • Was versteht man unter einem Liquiditätsstatus? Feststellung der aktuellen Zahlungsfähigkeit (Gegenüberstellung von Zahlungsmitteln und Zahlungsverpflichtungen); Lenkung der Zahlungen unter Berücksichtigung der Guthaben und Kreditlinien Erstellung vielfach täglich oder min. wöchentlich
  • Was versteht man unter horizontalen und was unter vertikalen Finanzierungsregeln? Horizontal = Goldene Bilanzregel; Langfristiges Vermögen soll auch langfristig finanziert werden (Kongruenz) Vertikal = Verschuldungsgrad; Eigenkapital soll mindestens so hoch sein wie das Fremdkapital
  • Was ist das „working capital“? Die Differenz aus dem UV und den kurzfristigen Verbindlichkeiten à Kennzahl für potenzielle Liquidität Wenn positiv = ein Teil des UV wird mir langfristigem Kapital gedeckt Wenn negativ = das UV ist nicht ausreichend um alle kurzfristigen Verbindlichkeiten begleichen zu können, d.h. ein Teil des AV ist kurzfristig finanziert
  • Welche Aufgaben gehören zum Liquiditätsmanagement? Alle Maßnahmen der kurzfristigen Finanzdisposition im Unternehmen; Sicherung der Liquidität
  • Was sind Liquiditätsgrade? Liquiditätsgrade messen die statische, zeitpunktbezogene Liquidität und sollen als Kennzahlen darüber Aufschluss geben, ob das Unternehmen liquide ist oder ob Zahlungsschwierigkeiten zu erwarten sind. Dabei werden verschiedene Werte stets in das Verhältnis zu den kurzfrisitigen Verbindlichkeiten gesetzt, um festzustellen, ob diese durch die Mittel gedeckt werden können.
  • Was ist ein „Ebit“ und was will man damit beschreiben? Gewinn vor Zinsen und Steuern = operatives Ergebnis ermöglicht den direkten Vergleich des betrieblichen Gewinns verschiedener Geschäftsjahre ohne Verzerrung durch schwankende Steuersätze/Zinssätze
  • Wie berechnet sich der Return on Investment (ROI)? Umsatzrendite * Kapitalumschlag   Umsatzrendite = Gewinn / Nettoumsatz Kapitalumschlag = Nettoumsatz / Gesamtkapital   Messung der Rendite einer unternehmerischen Tätigkeit, gemessen am Gewinn im Verhältnis zum eingesetzten Kapital
  • Welche Determinanten bestimmen die Vorteilhaftigkeit einer Investition? Höhe der Ein- und Auszahlungen, zeitliche Verteilung der Ein- und Auszahlungen und der Kapitalkostensatz des Investors
  • Was ist der Unterschied zwischen dynamischen und statischen Verfahren der Investitionsrechnung? dynamisches Verfahren = basiert auf den Ein- und Auszahlungen und den Zeitpunkten dieser, die durch die Auf- und Abzinsung berücksichtigt werden ·         Kapitalwertmethode ·         Interne Zinsfußmethode ·         Annuitätenmethode   statisches Verfahren = legen die durchschnittlichen Leistungs- und Kostengrößen der Investition zugrunde und beschränken die Rechnung auf eine repräsentative Periode (Einperiodenmodell) ·         Kostenvergleichsrechnung ·         Gewinnvergleichsrechnung ·         Rentabilitätsvergleichsrechnung ·         Amortisationsrechnung
  • Wie berechnet man die Kapitalkosten einer Investition bei statischen Verfahren? Kapitaldienst = kalkulatorische Abschreibungen + kalkulatorische Zinsen durchschnittliche kalkulatorische Abschreibung = (Anschaffungswert - Liquierlös) / Nutzungsdauer durchschnittliche kalkulatorische Zinsen = ((Anschaffungswert - Liquierlös) / 2 + Liquierlös) * Kalkulatorischer Zinssatz
  • Wann kann man die Kostenvergleichsrechnung anwenden? ·         Auswahl unter mehreren zur Verfügung stehenden Investitionen ·         Die Investitionen müssen gleich große zu erwartende Umsatzerlöse haben oder eine ähnliche/gleiche Erzeugnisqualität vorweisen (damit diese bei der Berechnung ignoriert werden können)
  • In welchen Fällen sind statt der Gesamtkosten die Stückkosten zu ermitteln? Wenn die Ausbringung (Umsatz) der Investitionen unterschiedlich hoch ist, unter Berechnung der Ausbringungsauslastung 
  • Wie berechnet man die Kapitalkosten einer vorhandenen, alten Anlage, wenn es um die Entscheidung zu einer Ersatzinvestition geht? Konzept des Alternativenvergleichs = Verglichen werden die Kosten des bisherigen, alten Verfahrens mit den Kosten der Ersatzinvestition / Rationalisierungsinvestition. Zur Ermittlung der Kapitalkosten des „alten Verfahrens“ werden der Restliquidationswert und die Restnutzungsdauer zum Zeitpunkt der Rechnung als „Anschaffungswert“ genommen.
  • Wann wendet man die Gewinnvergleichsrechnung an? Wenn die erzielbaren Umsätze der Alternativen unterschiedlich sind oder die Leistungen der Investitionsalternativen sich unterscheiden Verschiedene Erlöse können durch Unterschiede in der Ausbringungsmenge oder auch durch verschiedene Produktqualitäten und hierfür unterschiedlichen Preisen bedingt sein
  • Wie berechnet sich die Rentabilität im statischen Verfahren? Verhältnis vom Gewinn einer Investition zum Kapitaleinsatz der Investition Rendite pro Periode = (durchschnittliche Erlöse - durchschnittliche Kosten) / durchschnittlicher Kapitaleinsatz pro Periode wenn kalk. Zinsen, dann Nettoverzinsung, sonst Bruttoverzinsung
  • Für welche Investoren ist die Amortisationsrechnung interessant? Bestimmung der erforderlichen Zeit, die es benötigt, um das eingesetzte Kapital zurückzugewinnen (Anko - Liquierlös) / (jährlicher Gewinn + jährliche Abschreibungen) --> für unsichere Personen, da eine höhere Amortisationsdauer für ein höheres Risiko steht
  • Wie ist grundsätzlich ein Barwert definiert? Der Wert, den zukünftige Zahlungen in der Gegenwart besitzen; Abzinsung der zukünftigen Zahlungen und anschließendes Summieren
  • Was ist der Unterschied zwischen dem Barwert und dem Endwert einer Investition? Endwert = Wert der sich durch Aufzinsung ergibt; stellt fest welchen Wert verschiedene Einzahlungen am Ende einer Betrachtungsperiode haben Somit beschreibt der Endwert von Ein- und Auszahlungen den Betrag, welchen der Investor bei der Durchführung der Investition am Ende (t = T) mehr zur Verfügung hat. Der Barwert geht von einem festen Zukunftswert aus und zinst diesen ab, um zu sehen welchen Wert dieser Gegenstand in der Gegenwart besitzt
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  • Wie bestimme ich den Barwert einer Investition mit gleich hohen Einzahlungen und unendlicher Laufzeit? Barwert = gleichhohe Einzahlung / Kapitalkostenzinssatz (Kalkulationszinssatz)
  • Wie kann man mit der Barwertmethode die optimale Nutzungsdauer einer Anlage bestimmen? Bestimmung der Kapitalwerte = Barwert verschiedener Nutzungsdauern; die optimale Nutzungsdauer ist erreicht wenn der Kapitalwert am höchsten ist
  • Wie lautet der allgemeine Ansatz zur Bestimmung des internen Zinsfußes? Der interne Zinsfuß, die interne Verzinsung des Objektes ist derjenige Kapitalkostensatz, bei dem der Kapitalwert der Investition Null wird à kritischer Kapitalkostensatz
  • Welche Aussage über eine Investition erhält man, wenn man die Annuitätenmethode anwendet? Gibt Betrag an, der dem Investor nach Verzinsung und Tilgung aus dem Investitionsobjekt als jährlich gleichbleibender Erfolg zufließt
  • Wie unterscheidet sich die dynamische von der statischen Amortisationsmethode? Als dynamische Amortisationszeit bezeichnet man die Rückflussdauer, die unter Einbeziehung des Zinseffektes (durch Abzinsung) benötigt wird. Der Anfangsauszahlungwerden die diskontierten Rückflüsse gegenübergestellt. statische Amortisation = Rücklflussdauer ohne Abzinsung