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Berufliche Rehabilitation (Subject) / Onkologie (Lesson)
- 37. Nennen Sie Gründe warum der Rehabedarf für Krebspatienten ansteigt - des Wandels vom Kliniksozialdienst hin zum Akutkrankenhaus- der hohen Lebenserwartung- Zunahme von Tumorerkrankungen- Chronifizierung von Tumorkrankheiten- Längere Überlebenszeit- Längere Lebensarbeitszeit
- 38. Es werden 5 Ziele der psycho-onkologischen Reha unterschieden (Heim, 2008; Folie 12). Nennen Sie die 5 Bereiche und jeweils auch mindestens 3 Ziele in diesen Bereichen. Somatische Reha-Ziele:- Verminderung von Ermüdung/Erschöpfung- Verbesserung der Leistungsfähigkeit- Verminderung von Schmerzen Funktionsbezogene Reha-Ziele- Förderung der Aktivität des täglichen Lebens- Verbesserung der kognitiven Leistungsfähigkeit- Minderung von fatiguebedingten Symptomen Ziele im psychischen Bereich- Abbau von Ängsten- Verminderung depressiver Zustände- Verminderung von Schlafstörung Ziele im sozialen Bereich- Verbesserung der sozialen Integration- Berufliche Wiedereingliederung- Teilhaben am geselligen/kulturellen Leben Edukative Ziele- Information über Erkrankung und Therapien- Erlernen von Entspannungstechnik- Rückenschule
- 39. Der Erfolg der beruflichen Rehabilitation bei onkologischen Patienten hängt mit mehreren Faktoren zusammen. Diskutieren Sie kurz die Faktoren die für RTW (Return to Work) als relevant betrachtet werden (Mehnert, 2010) Arbeitsbezogene Faktoren:Pro: Entgegenkommen durch Vorgesetzte, flexible ArbeitsbedingungenContra: nicht-unterstützende Arbeitsbedingungen, körperliche Tätigkeiten, nicht sitzende TätigkeitenDemographische Faktoren:Pro: Alter (je jünger desto besser) u. Ausbruchsalter, höherer Bildungsgrad, männliches GeschlechtContra: hohes Alter, niedriger Bildungsgrad, weibliches GeschlechtSchwierig änderbare Behandlungs-und Krankheitsfaktoren:Pro: weniger physikalische SymptomeContra: fortgeschrittenes Tumorstadium, Hormontherapie, bestimmte Krebsarten, Chemo-und Radiotherapie, Verschlechterung/Beeinträchtigungen aufgrund des voranschreitenden KarzinomwachstumsEvtl. beeinflussbare Behandlungs-und Krankheitsfaktoren:Pro: psychologische Beratung, Training, niedrige Ausfallzeit, Einhaltung von WeiterbehandlungenContra: Auftreten komorbider StörungenDiskussion- bei demographischen Faktoren schwierig was zu ändern, evtl. möglich den Bildungsgrad zu erhöhen, falls das während Therapie möglich ist (wenn der Patient nicht arbeiten kann)- Krankheitsfaktoren/Behandlungsfaktoren, die nicht änderbar sind, muss man so akzeptieren- wichtig ist vorallem das Entgegenkommen der Vorgesetzten in Bezug auf die Arbeitsbedingungen und flexiblen Arbeitszeiten, weil dies stark mit der weiteren Behandlung zu tun hat evtl ist es möglich für den Patienten die Ausfallzeit so gering wie möglich zu halten, indem er den Bezug zu seiner Arbeit durch eine kleinere Tätigkeit nicht verliert; Chef muss akzeptieren, dass Weiterbehandlungen bei Wiederaufnahme der Arbeit nötig sind; Depressionen etc. sind so evtl. auch vermeidbar, weil der Patient schnell wieder im richtigen Leben ist.
- 40. In welchen allgemeinen Lebensbereichen können nach Tumortherapie Beeinträchtigungen auftreten? Nennen Sie einige Beratungs-/Informationsthemen.Welche psychosoziale Probleme sind überwiegend? Beeinträchtigungen- Berufsleben und Ausbildung (körperlich, mentale Funktion)- Kommunikation (z.B. nach Operation bei HNO-Tumoren)- Mobilität (Schwäche, Einschränkungen, Fatiguesyndrom)- Soziale Beziehungen ( Familie und Partner: Psychosoziale Störungen, Anpassungsstörung, Depression und Ängste)- Gemeinschaftsleben, Kultur, Sport (Störungen körperlicher, psychosozialer, mentaler Funktionen) Beratungs-/Informationsthemen in Schulungen- multiprofessionelles Rehateam unter Leitung eines Rehaarztes Psychologen, Physiotherapeuten, Ergo- und Kunsttherapeuten, Berufsberater, Pfleger, Familie, Selbsthilfegruppen Medizinische Info zur Tumorentstehung, Diagnostik, Therapie, Spätfolgen und Nachsorge; Ernährungsberatung; Schmerzbewältigung bzw. Aushalten; Leben mit der Diagnose Krebs; Selbstkontrollestrategien wie Stressreduktion, Entspannungstechniken und Verbesserung der Krankheitsbewältigung Psychosoziale Probleme- Emotionale Probleme (Ängste, Depression, Aggression, Hoffnungslosigkeit, Sinnverlust, Selbstwert- und Identitätsprobleme etc.) - Probleme in der Partnerschaft und in der Familie (Kommunikations- und Beziehungsprobleme, Rollenveränderung, Sexualität etc.) - Berufliche Probleme (Einschränkungen und Veränderungen der beruflichen Situation, Frühberentung etc.) - Soziale Probleme (Isolation, Unsicherheit im Umgang mit Freunden und Bekannten, Veränderung von Freizeitverhalten etc.)
- 41. Auch psychische Probleme können bei Krebspatienten entstehen. Welche und nennen Sie mögliche Interventionsmaßnahmen Psychische Probleme:- Anpassungsstörungen- depressive Störungen- Angst- sowie Schlafstörungen- Müdigkeit und Erschöpfung (Fatiguesyndrom)- PartnerkonflikteInterventionsmaßnahmen:- offene Gesprächsgruppen,- Entspannungstraining,- Stressreduktion,- Kunst-, Musik- oder Gestaltungstherapie,- psychoedukative Konzepte,- kognitive Verhaltenstherapie
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