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MedienKE (Subject) / V_7z3 (Lesson)

7z3

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  • KI- Grundidee Enkodierspezifitättransferangemessene Verarbeitung möglichst viele Abrufhinweise zur Verfügung stellen
  • KI - 4 komponenten Enkodierkontext vergegenwärtigen: Umgebung, Gefühle,Gedanken, eigene Reaktionen Alles (auch nur teilweise Erinnertes) berichten, auch wenn es bedeutungslos erscheint Erzählreihenfolge variieren: Normal, umgekehrt, Beginn in der Mitte Aus unterschiedlichen Perspektiven beschreiben: Aus eigener Sicht, aus der Sicht anderer beteiligten Personen
  • Studie zur Effektivitäe des KI Standard-Vernehmung Zuerst freier Bericht, dann spezifische Nachfragen Hypnose Zuerst freier Bericht dann Hypnose, dann erneut Bericht dann spezifische Nachfragen KI Zuerst verbale Erläuterung der Erinnerungstechniken, Erläuterungen als Gedankenstütze schriftlich vor den Teilnehmern fixiert, dann wie Standardvernehmung Ergebnisse: Hypnose u KI:Erhöhte Erinnerung an korrekte Details, kein Effekt auf falsch erinnerte Details undKonfabulationen
  • Enhanced KI Revidierte Fassung: Ausführlichere Erklärung, Einbeziehung von Gesprächstechniken offene Fragen, keine “führenden„ Fragen, keine Wertungen, Pausen erlauben, Sprache der des Zeugen anpassen,...) Metaanalytisch kein vorteil des e.KI in derv Studie der VL mehr korrekte Details als unrevidierte Fassung, minimal mehr falsche Details
  • Metaanalyse zur Effektivität des KI y-achse Effektstärke d(KI vs Kontrollinterviews x-achse: korrekte details (d=1.2)inkorrekte details (d=0.3)konfabulierte Details (d=0.1, n.s.)
  • Kognitives Interview -- Nachteile Dauert länger als Standardbefragung Erfordert relativ hohe Konzentration Bei nicht kooperierenden Zeugen sinnlos Vorteile: Korrekte Erinnerungen steigen stärker als falsche Einfache Technik, schnell zu erlernen (4 · 1 h reicht) minimaler theoretiscer Hintergrund notwendig nicht auf Zeugenaussagen beschränkt
  • Erstellen von Phantombildern: Nachteile Das Erstellen des Phantombilds beeinträchtigt die Erinnerung: (a) Identifikationen werden eher gemieden, (b) es werden häufiger Distraktoren identifiziert, (c) wenn erzwungen, wird nur selten das richtige Gesicht identifiziert.
  • Sehen von Phantombildern: Nachteile Das Phantombild gesehen zu haben verunsichert. Identifikationen werden gemieden. Unter „Zwang“ kann aber das Gesicht erinnert werden.
  • Studie Phantombilder Teilnehmer sehen Gesicht einer Person (3 min) 3 Gruppen „Phantombild erstellen“-Gruppe (mittels FACES) „Phantombild sehen“-Gruppe: Sehen Phantombild, das ein Teilnehmer der ersten Gruppe erstellt hat Kontrollgruppe: Gehen direkt nach Hause Zwei Tage später: Gegenüberstellung aus 6 Fotos, die das Originalfoto der Person enthält Ergebnisse: Das Erstellen des Phantombilds beeinträchtigt die Erinnerung: (a) Identifikationen werden eher gemieden, (b) es werden häufiger Distraktoren identifiziert, (c) wenn erzwungen, wird nur selten das richtige Gesicht identifiziert. Das Phantombild gesehen zu haben verunsichert. Identifikationen werden gemieden. Unter „Zwang“ kann aber das Gesicht erinnert werden.
  • Erklärung für Probleme durch Phantombilder Erklärung: Notwendig ist eine Merkmals-basierte Analyse des Gesichts, die der üblichen holistischen Gesichtsverarbeitung/-erinnerung entgegensteht Vergleichbar mit „Verbal Overshadowing“: Sehr detaillierte Beschreibung des Täters verschlechtert das spätere Wiedererkennen
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  • Empfehlung für den Umgang mit Phantombildern Empfehlung: Falls mehrere Zeugen vorhanden sind, erstellt ein Zeuge das Phantombild, die anderen identifizieren den Täter in der Gegenüberstellung
  • Welche Varianten von Gegenüberstellungen? Modell 1:Eine Personist verdächtig Modell 2:Alle Personensind verdächtig
  • Gegenüberstellungen u Anzahl Distraktoren Wahrscheinlichkeit der falschen Identifikation eines Verdächtigen sinkt mit der Anzahl (sicher unschuldiger) Distraktoren
  • Wodurch kann man die identifikation eines Unschuldigen bei Gegenüberstellungen senken? Wahrscheinlichkeit der falschen Identifikation eines Verdächtigen sinkt mit der Anzahl (sicher unschuldiger) Distraktoren Faire GegenüberstellungenVerdächtiger sollte nicht herausstechen, zB durch perzeptuelle MM
  • Faire Gegenüberstellungen Verdächtiger sollte nicht herausstechen
  • Funktionale Größe Urteil von Kontrollzeugen sollte sich in etwa gleich über die Personen in der Gegenüberstellung verteilen  Index: N/NS N: Anzahl KontrollzeugenNS: Anzahl Kontrollzeugen, die Verdächtigten wählen
  • Ähnlichkeit von Distraktoren bei Gegenübersetllungen Modell 1: Ähnlichkeit zur TäterbeschreibungNcht beschriebene MM varrieren Modell2: Ähnlichkeit zur verdächtigen PersonNicht beschriebene MM varriieren nicht
  • Ähnlichkeit von Distraktoren in Gegenüberstellungen - Studie Teilnehmer erleben eine (gespielte) Diebstahlszene.geben Täterbeschreibung abdanach erfolgt einen Gegenüberstellung mit Fotos 2Bedingungen des Lineups:ähnlichket zur Täterbeschreibungähnlich zum Verdächtigen y-% korrekt identifiziert x Täter anwesend vs Täter abwesend Täter anwesend: 70% bei ähnlich zur beschreibung, 20% bei ähnlich zum verdächtigenTäter Abwesend: beide gruppen gleich wenig, 10%
  • Instruktion bei gegeüberstellung sollte wie sein? neutrale instruktion
  • Neutrale Instruktionen Hinweis: Es ist möglich, dass der Täter nicht in der Gegenüberstellung ist Ideal: Durchführender Ermittler sollte entweder den Verdächtigen oder die Positiondes Verdächtigen in der Gegenüberstellung nicht kennen
  • Gegenüberstellungen -- Hilfreiche Metapher: Experiment Hypothese: Verdächtiger ist der Täter Stichprobe: Mit der Größe steigt die Sicherheit, oft haben wir aber nur N = 1 Kontrollbedingungen: Leere Gegenüberstellungen, Kontrollzeugen Doppelblind-Studien Kontrolle von Störvariablen (perzeptuelle Auffälligkeit, Tipps der Ermittler, andere Zeugen, ...)
  • Simultan versus sequenziell Simultane Durchführung: lineup von 8 Personen Sequenziele Durchführung: Einzelpräsentation der Täter von unbekannter Länge
  • Gegenüberstellungen: Simultan versus sequenziell Konservativeres Antwortverhalten bei sequenzieller Variante: weniger korrekte Täteridentifikationen (H) weniger falsche Identifikationen eines Verdächtigen (FA) Unter Bedingungen, die reale Verhältnisse abbilden sollen, sind falsche Identifikationen niedriger bei der sequenziellen Variante, korrekte Täteridentifikationen unterscheiden sich nur geringfügig zwischen beiden Varianten Daraus ergibt sich ein Vorteil der sequenziellen Variante, wenn die Güte der Gegenüberstellung über die so genannte Diagnostizität (H/FA) gemessen wird.
  • Problem des Diagnostizitäts-Maß (H/FA) Diagnostizität = H/FA;Maß wird durch Antwortverhalten beeinflusst (je konservativer, desto höher der Wert) d' = z(H) – z(FA);reines Maß der Sensitivität Manipulation der Antworttendenz über Konfidenzurteile (hat keinen Einfluss auf  Sensitivität)
  • Empirischer Test simultaner vs sequenzielle Gegenüberstellungen mittels Signalentdeckungstherorie (ROC) ROC-Analysen neuerer Daten weisen keine Überlegenheit (höhere Sensitivität) der sequenziellen Gegenüberstellung auf, zum Teil schneidet die simultane Variante sogar signifikant besser ab (linke Grafik).
  • Metaanalyse: Simultan versus sequenziell Kein Unterschied in der Sensitivität, lediglich eine Verschiebung des Antwortkriteriums
  • Genauigkeit und Konfidenz -- allgemein Identifikationen wirken vor Gericht umso glaubhafter, je bestimmter sie vertreten werden Die subjektive Sicherheit einer Identifikation korreliert aber oft nur gering mit der Korrektheit der Identifikation
  • Genauigkeit und Konfidenz • Ursachen für die geringe Übereinstimmung Jede Person liefert nur einen Datenpunkt Unsichere machen oft keine Identifikation Der Zusammenhang wird zwischen, nicht innerhalb von Personen gemessen Augenzeugensituationen sind meist neuartig, so dass ein Vergleichsmaßstab fehlt Dissonanzreduktion: Wenn ich jemanden identifiziert habe, dann muss ich auch sicher sein
  • Genauigkeit & Konfidenz • Moderatorvariablen Validität des Konfidenzurteils nimmt mit der Zeit zwischen der ersten Aussage und dem Konfidenzurteil ab (insbesondere bei wiederholten Testungen) Validität des Konfidenzurteils wird durch Feeback nach der Identifikation (durch Ermittler, andere Zeugen) reduziert Art der Entscheidung (Identifikation oder Zurückweisung)
  • Genauigkeit und Konfidenz Wofür ergibt sich ein deutlicher Zusammenhang + Erklärung Nur für Identifikationen ergibt sich ein deutlicher Zusammenhang, nicht für Zurückweisungen Erklärung: Eine Zurückweisung kommt zustande, wenn der Zeuge oder die Zeugin den Täter nicht identifizieren kann der Zeuge oder die Zeugin sich unsicher ist ➡ Heterogene Ursachen für Zurückweisungen verdecken den Zusammenhang
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  • Weiterer Prädikor neben Konfidenzschätzung für Genauigkeit Ist Geschwindigkeit ein besserer Indikator für die Korrektheit der Entscheidung als subjektive Sicherheit? < 10-12 Sekunden: fast 90% korrekt> 10-12 Sekunden: 50% korrekt➡ gilt nur für Identifikationen, nicht für Zurückweisungen
  • Genauigkeit und Geschwindigkeit 0-12 Sekunden Regel ist nicht allgemeingültig: Die Zeitgrenze, die am besten zwischen richtigen und falschen Antworten diskriminiert, variiert als Funktion der Schwierigkeit der Identifikationsaufgabe Die gefundene Zeitgrenze diskriminiert oft nicht gut zwischen richtigen und falschen Antworten Eine Kombination aus Geschwindigkeit (z.B. 10-12 Sekunden-Regel) und subjektiver Sicherheit (z.B. 90-100%) ist ein besserer Indikator als jedes Maß für sich genommen