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Gesundheitspsychologie (Subject) / 7 KS 25-28 Faktoren der Gesundheit 3 (Lesson)

Persönlichkeit (2) Soziale Unterstützung

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  • Salutogenetischer Ansatz: Resilienz • Warum sind einige Personen trotz hoher Risikofaktoren resistent gegenüber Krankheiten oder deren Folgen? • Warum sind einige Personen trotz hoher Risikofaktoren resistent gegenüber Krankheiten oder deren Folgen? resiliente Persönlichkeit: -salutogenetischer Ansatz ->weniger Risikofaktoren, mehr Schutzfaktoren und Möglichkeit diese zustärken -> Forschungsfrage: Wie und Warum sind einige Personen, die ein hohes Risikoprofil aufweisen, resistent gegenüber Manifestation von Krankheiten oder deren negative Folgen?
  • Salutogenetischer Ansatz: Resilienz Psychische Widerstandsfähigkeit = Resilienz Psychische Widerstandsfähigkeit = Resilienz -> Personen verfügen über Schutzfaktoren, die sie mehr oder weniger nach Ausprägung vor den negativen Auswirkungen gesundheitsschädlicher Einflüsse bewahren • Wiederherstellung nach Trauma -> Wiederherstellung normaler Funktionsfähigkeit • Erhalt der Funktionsfähigkeit trotz beeinträchtigender Umstände wie: ( -> Beeinträchtigende Umstände = Gesundheitsrisiken) – Genetische Prädisposition – Akutem Stress – Armut – Schädliche Umweltfaktoren (Lärm, Staub) – Verhalten (Rauchen, Alkoholkonsum, Übergewicht…)
  • Resilienz als Personeigenschaft: Der personenzentrierte Ansatz in der Resilienzforschung Modell                                     Aufrechterhaltung/ Wiederherstellung von Gesundheit                                                            Ja                                            Nein Gesundheitsrisiko gering                                                               Vulnerabel Gesundheitsrisiko hoch                  Resilient          <----------->       Nicht resilient personzentrierter Ansatz hat Ziel: -Typen von stressresistenten und widerstandsfähigen Personen zu identifizieren -Methodisch wird Gesundheitsrisiko identifiziert zB Übergewicht und Kriterium wie kardiovaskuläres Risikoprofil - Grundidee in jeder Risikogruppe ein gewisser Prozentsatz von Personen den Risikofaktor aufweist, aber über definierten Zeitraum hinweg verschont bleibt - Resilienzgruppe an diese Personengruppe interessiert und an Merkmalen, die an nicht resiliente Personen unterscheiden
  • Die resiliente Persönlichkeit • Resilienz: gelungene Anpassung unter schwierigen Bedingungen, Wiederherstellung gelungener Anpassung nach temporärer Krankheit oder Trauma • Risiko: Wahrscheinlichkeit des Auftretens eine best. Krankheit • Risikokaktoren: erhöhen ein Krankheitsrisiko • Protektive Faktoren: senken die Auftretenswahrscheinlichkeit einer best. Krankheit
  • Arten von Risiko- und Schutzfaktoren 1. biologische (z.B. Hirnschädigung, Krankheiten, genetische Disposition) 2. psychosoziale (z.B. Vernachlässigung, Eheprobleme, Gewalt, soziale Unterstützung, schulisches Umfeld) 3. behaviorale (z.B. Rauchen, Bewegungsmangel, einseitige Ernährung) 4. Persönlichkeit (z.B. Neurotizismus, SWE, Kohärenzsinn, Hardiness) 5. Umwelt (z.B. Staub, Lärm, Radioaktivität)
  • Resilienz • = stabile • situationsübergreifende Eigenschaft • Synonym „Invulnerabilität“ Persönlichkeitskonstrukte mit stressimmunisierenden Merkmalen: 1. Kohärenzsinn 2. Hardiness
  • Kohärenzsinn (Sense of Coherence, Antonovsky, 1979) • Zunächst: individuelle globale Anpassungsfähigkeit individuelle Fähigkeit sich an verändernde Gegebenheiten anzupassen und angesicht von Stressoren gesund zu bleiben - später = KOhärenzsinn als Grundvertrauen • Später: Grundvertrauen 1. dass internale und externale Stimuli strukturiert, vorhersagbar und erklärbar sind (Verstehbarkeit) 2. dass man über Ressourcen zur Bewältigung stressreicher Situationen zu verfüget (Handhabbarkeit) 3. dass Anforderungen aus der Umwelt als herausforderungen gesehen werden, die es wert sind, sich ihnen zu stellen (Sinnhaftigkeit)
  • Messung Kohärenzen SOC-29 Interviews mit 51 Personen, die schwere Belastungen und traumatische Erfahrungen ausgesetzt waren und gleichzeitig ihr Leben nach Einschätzung von Bezugspersonen bemerkenswert gut meisterten - aus Fragebogen wurde SOC-29 herausgearbeitet, dessen 29 Items je einer der drei KOmponenten des KOhärenzsinns zugeordnet werden - empirisch keine Trennung der DRei Faktoren gefunden werden, so dass Generalfaktor Kohärenzsinn gebildet wird 1*Wenn Sie mit anderen Leuten reden, haben sie dann das Gefühl, dass sie nicht verstanden werden? (habe nie dieses Gefühl - habe immer dieses Gefühl) V 2* Wenn Sie in der Vergangenheit etwas tun mussten, das von der Zusammenarbeit mit anderen Menschen abhängig war, hatten sie dann das Gefühl es würde...(sicher nicht erledigt werden - sicher erledigt werden) H 3* Einmal abgesehen von den Menschen, die ihnen am nächsten stehen: Wie gut kennen sie die meisten Leute, mit denen sie täglich zu tun haben? (sie sind ihnen völlig fremd - sie kennen sie sehr gut) V
  • Kohärenzsinn • Personen mit hohem Kohärenzsinn zeigen • Personen mit hohem Kohärenzsinn zeigen ein günstigeres Bewältigungsmuster • Mehr subjektives Wohlbefinden Kritik: • überraschend: negativer Alterstrend • Überlappung mit anderen Konstrukten wie SEW, Optimismus, Kontrollüberzeugungen Personen mit hohem Kohärenzsinn über höheres subjektives Wohlbefinden und über bessere körperliche Gesundheit verfügen -> geringe Anzahl von Beschwerden, wenige somatoforme Symptome,geringe Beeinträchtigung des Alltagslebens -Personen mit hohem KOhärenzsinn in belastenden Situationen ein günstigeres Bewältigungsverhalten zeigen
  • Hardiness • Kobasa (1979) untersuchte • Kobasa (1979) untersuchte extrem gestresste Personen, die eine geringe Krankheitsinzidenz hatten • „cognitive hardiness“: 1. Glaube an Kontrolle über die eigene Lebenssituation (control) 2. Hohes Engagement für Pläne und Handlungen(commitment) 3. Suche nach Herausforderungen in neuen Situationen (challenge) Personen, die diese Eigenschaftskombination aufweisen haben Gefühl ihr Leben zu überschauen und kontrollieren zu können - negative Ereignisse als weniger stressreich eingeschätzt - höhere Selbstsicherheit
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  • Haupteffekt-Modell und Stresspuffer-Modell Hardiness  Minus <----> Minus vermeidende Bewältigung Hardiness Plus <---> Plus Problemfokussierte Bewältigung Problemfokussierte Bewältigung <-> Vermeidende Bewältigung Problemfokussierte Bewältigung Minus ---->Subjektiver Stress Hardiness Minus ---> Subjektiver Stress Vermeidende Bewältigung ---> subjektiver Stress Subjektiver Stress Plus --> Krankheitssymptome Hardiness Minus -----> Hrankheitssymptome Kombination aus Haupteffektmodell und Stresspuffermodell: Hardiness vermindert subjektiven Stress und vermeidendes Bewältigungsverhalten,stärkt problemfokussierte Bewältigung und hat gleichzeitig  einen direkten Einfluss auf Krankheitssymptome Kombination aus Stresspuffermodell und Haupteffekt-Modell -Teil der stresspuffernden Wirkung von Hardiness ->Personen mit hoher Hardiness-Ausprägung mehr problemfokussierte Bewältigungsstrategien anwenden - Studie Vollzeitberufstätige Testung beider Modelle ->in beiden Stichproben wurde Zusammenspiel von subj Stressbelastung, Hardiness, Bewältigungsstrategien untersucht - AV waren selbstberichtete Krankheitssymptome über Zeitraum mehrerer Wochen -Ergebnisse unterstützen beide Modelle:  -> bei Berufstätigkeit wurde ein stresspuffer als auch Haupteffekt von Hardiness auf Krankheitssymptome gefunden -Bei Studierenden wurden alle symptommindernden Effekte von Hardiness über Bewältigungsverhalten und eine geringere Stresswahrnehmung vermittelt -beide Stichprobe Personen mit hoher Ausprägung von Hardiness mehr problemfokussiertes und weniger vermeidendes Bewältigungsverhalten -Zusammenfassend: Hardiness mehr proaktive Bewältigungsverhalten als auch mit weniger subjektivem Stress assoziiert ist und ZUsammenhänge zum Teil erklären, warum Hardiness einen Schutzfaktor für Gesundheit darstellt methodisches Problem der Studie: querschnittlich dh über kausale Zusammenhänge können Aussagen gemacht werden - vllt haben gesündere Personen mehr Hardiness, weil sie nicht den ständigen Belastungen chronischer Erkrankungen ausgesetzt sind und nicht umgekehrt  
  • Vorhersage Hardiness Schematishce Darstellung des Haupteffektmodells (linke Seite) und Pzffermodell (rechte Seite) ------- Schutzfaktor hoch ausgeprägt - - - - - - Schutzfaktor niedrig ausgeprägt Links: Haupteffektmodell -Risikofaktor unabhängig von Ausprägung eines Schutzfaktors negative Auswirkungen hat auf ein gewähltes Kriterium Rechts: Puffermodell -geht davon aus, dass ein risikofaktor keine oder geringere negative Auswirkungen hat, wenn eine Person über einen Schutzfaktor oder eine hohe Ausprägung eines Schutzfaktors, wie soziale Unterstützung prägt
  • Bewertung und Kritik Krankheit / Persönlichkeit (nach Folie Vorhersage Hardiness und Puffermodell) • Zusammenhang Krankheit / Persönlichkeit bereits im Altertum vermutet • Längsschnittdaten: besser als Querschnitt • fehlen: kontrollierte Therapieexperimente (z.B. Persönlichkeitsveränderung Richtung Typ IV „autonome Persönlichkeit“) • Synergetische Effekte plausibel (z.B. Typ + Dispostion + Risikoverhalten) • Typen = grobe Einschätzung (Information geht verloren) • spezifische Variablen bringen mehr Erklärung • Vermutung Kausalkette Krebs: Stress-> Cortisolausschüttung-> Immunsuppression-> Erkrankung z.T. bestätigt, z.T. widerlegt • Persönlichkeit als eher distaler Faktor • Mediator-Variablen finden
  • Wdhlg.: Andere Variablentypen (Hardiness) Moderatorvariable ändert den Einfluss der UV auf die AV („direkt“) – Kontrollvariable („absichtlich“, z.B. Alter) – Störvariable („unabsichtlich“) Mediatorvariable wenn UV nicht direkt wirkt, sondern vermittelt über bzw. beeinflusst durch eine Drittvariable (z.B. Puffermodelle)
  • Resilienz als Person-Umwelt- Konstellation Kennzeichen Resilienz als Person-Umwelt Konstellation _> Schutzfaktoren keine fixierten innerpsychischen Eigenschaften darstellen, die Person immer für alle Risiken immunisieren -Neben Personenmerkmale auch Umweltfaktoren als protektive Einflüsse betrachtet - Person und Umweltfaktoren gelten als modifizierbar dh es besteht das Potenzial zur Verbesserung der eigenen Lebenssituation und Gesundheit • 1970er Jahre • Kinder- und Jugendpsychopathologie alternatives Resilienzkonzept, von Invulnerabilitätsidee abweicht -Ausgangspunkt war Beobachtung, dass viele Risikokinder, die in schwierigen Verhältnissen aufwachsen oder auffällige Verhaltensweisen aufzeigen, im Erwachsenenalter erwartungswidrig positive Lebensräume aufweisen • Personenmerkmale (z.B. IQ, Selbstkonzept, Ziele, Persönlichkeit,Bewältigungsstrategien) • PLUS • Umweltfaktoren (z.B. soziales Netz, Erziehungsstil, schulische Förderung) ->Modifizierbar = Verbesserungspotential
  • Resilienz als Person-Umwelt- Konstellation • Kriterien erfolgreicher Anpassung • Ressourcen • Kriterien erfolgreicher Anpassung – z.B. funktionsfähig aber infektanfällig – Schulische Leistung OK, aber psychisch belastet Kriterien erfolgreicher Anpassung als stark betrachtet -Person trotz Belastungen (zB Trennung, familiäre Konflikte) bei Arbeit normal funktionieren und gleichzeitig infektanfällig sein - gezeigt, dass Schulkinder, die unter Stress ihre schulischen Leistungen aufrechterhielten, erhöhte emotionale Probleme aufweisen -psychische Belastungen können zu psychischem Stress führen, die körperliche Gesundheit aber erhalten bleiben • Ressourcen – Veränderung über die Lebensabschnitte – z.B. man profitiert später von durch Krisen erworbene Bewältigunsstrategien psychische, biologische und ökonomische Ressourcen, die zur Anpassung an eine spezifische Risikosituation beitragen, sich über verschiedene Lebensabschnitte oder Situationen hinweg verändern -etw das eine Bedrohung darstellte zb Verlust Bezugsperson wird bei späteren Krisen ein Schutzfaktor zb frühzeitiges Erlernen von Bewältigungsstrategien und Erfahrungen der persönlichen Bewältigungskompetenz
  • Kriterien erfolgreicher Anpassung (Resilienz) • Subjektives WB • Abwesenheit von körperlichen und psychischen Störungen • Körperliche Fitness • Schulische / berufliche Leistungsfähigkeit • Selbständigkeit im Alltag • Aufrechterhaltung funkt. Sozialbeziehungen • Nach Krankheit: Re-Integration in den sozialen und berufl. Alltag Quantifizierung von Risiken -> in letzten Jahr Trend der Resilienzforschung -Wie hoch ist Rückfall nach Brustkrebsbehandlung, wenn in Familie Risiko gehäuft auftritt? -> Kriterien normativ = dh unterliegt nicht der empirischen Bestimmung sondern sozialer Normen -Anpassungsleistungen im Bereich des möglichen -> empirische Forschung kann ein Beitrag leisten zb aufzeigen welche körperlichen und kognitiven Entwicklungsstadien Kinder durchlaufen, welche Funktionsweisen bei motorischen Erkrankungen irreversibel geschädigt sind, welche durch Training wiedererlangt werden können und welche Krankheitsverläufe der empirischen Norm entsprechen -Normen verändern sich im Verlauf der Lebensspanne - jede Bestimmung eines Risikos, sowie Bestimmung Risiko jede Bestimmung eines Schutzfaktors immer an das Kriterium gebunden bleibt, welches wünschenswert erscheint -dabei werden altersgerechte Möglichkeiten und Grenzen betrachtet -gängige gesellschaftliche Normen wie körperliche Fitness nicht von allen Individuen akzeptiert -
  • Resilienz als Person-Umwelt-Konstellation Hauprannahmen: Hauptannahmen: 1. Anfälligkeit für Stress ist kontinuierlich (niemand ist generell stressresistent) 2. Individuelle UND Umweltcharacteristika ->individuelle und Umweltcharakteristiken können gleichermaßen zu Resilienz beitragen, je nach Art des Gesundheitsrisikos und des individuellen Lebenskontextes 3. Resilienz bezieht sich nie auf ALLE Risikofaktoren 4. Veränderungen über die Zeit (was heute protektiv ist, kann u.U. morgen schaden) -> wenn gleicher Risikofaktor vorhanden ist
  • Resilienzforschung und Gesundheitspsychologie Stärkung von individuellen und Umweltressourcen (statt Prävention von Risikofaktoren) -> salutogenetisches Modell
  • Resilienzforschung: Prävention oder Gesundheitsförderung? Gesundheitsförderung wegen salutogenetische Dynamik
  • Resilienzforschung und Gesundheitspsychologie Grundidee: Grundidee: Entwicklungsdefizite, Anpassungsstörungen, Krankheiten müssen nicht notwendigerweise durch Eliminierung von Risikofaktoren erfolgen -auch unbeeinflussbare Faktoren wie genetische Disposition, Alterungsprozesse…"kontern“ durch Ressourcen, Kompensation etc. ->Modelle ergänzen sich genetische Disposition kann man nicht ändern
  • Förderung von Resilienz Tabelle Beispiele von Merkmalen, die zur Fördeurng von Resilienz gestärkt werden -Individuum: -> Selbstwirksamkeit -> Selbstregulation ->problemlösekompetenz -> soziale Kompetenz -> Bewältigungsstrategien ->Information -Individuum-Umwelt: -> Eltern-Kind-Interaktion ->Partnerschaftliche Interaktion -Umwelt: -> Elterlicher Erziehungsstil -> Zugang zu Versorgungsleistungen -> Schulische Förderprogramme
  • aufgehoben sein bei anderen Vertraute haben Hilfe und Zuspruch in Notlagen bekommen und geben Freundschaften… die sozialeepidemiologischen Befunde lassen keinen Zweifel daran, dass soziale Faktoren die Morbidität und Mortalität der Bevölkerung in Deutschland in erheblichem Maße beeinflussen soziale Interaktion
  • Befunde GEDA Befunde GEDA -mit steigendem Alter nimmt Annehmen soziale Unterstützung ab -bei geringer soziale Unterstützung -> mehr psychosoziale Belastungen, die nicht bewältigt werden können - leichtere Bewältigung bei Risikofaktoren durch soziale Unterstützung -untere Schicht erhält häufiger soziale UNterstützung als obere Schicht -geringe soziale Unterstützung ind Rhein-Land-Pfalz und Hessen
  • Soziale Unterstützung (SU) • zusammenfassender Begriff • unterschiedliche Bedeutungen 1. Forschung zum Thema, incl. Soziale Integration (SU i. w. S.) 2. Qualitativer Aspekt von Unterstützungstransaktionen (SU i. e. S) • Abzugrenzen von „Sozialer Integration“ Abgrenzung soziale Integration und soziale Unterstützung -soz Unterst = zusammenfassender Begriff für verschiedene soziale Phänomene, die genauer spezifiziert  werden müssen -soziale Unterstützung hat unterschiedliche Bedeutungen -> einmal bezeichnet den gesamten Komplex der Forschung zu diesem Thema und umfasst auch soziale Integration -> zum anderen den etwas genauer definierten qualitativen Aspekt von Unterstützungstransaktionen dh soziale Unterstützung im engeren Sinne
  • Soziale Integration soziale Integration - geht um strukturelle Netzwerkaspekte, nicht um Qualität der damit verbundenen Beziehungen • Ausmaß der Einbettung in ein soziales Netzwerk • Gegenpol Soziale Isolation • vorwiegend strukturelle Aspekte • Indikatoren->  soziales Netzwerk von verschiedenen Indikatoren gemessen -häufigster Indikator ist Familienstand – Familienstand (Einfluss auf Lebensstil, Mortalitätsrisiko) – Häufigkeit von Kontakten – Multiplexität – Dauer – Reziprozität
  • Kriterien zur Beschreibung sozialer Netzwerke 1. Größe / Spanne-> Anzahl der Personen 2. Dichte ->Verbindungen untereinander 3. Verpflichtetheit-> traditionelle Gruppenstrukturen innerhalb des Netzwerkes (z.B. verwandtschaftlich, beruflich, nachbarschaftlich) 4. Homogenität ->Ausmaß der Ähnlichkeit von Netzwerkangehörigen
  • Soziale Unterstützung (2) • Interaktionsanteile zwischen 2 oder mehr Personen, bei denen es darum geht „einen Problemzustand, der […] Leid auslöst, zu verändern, oder zumindest das Ertragen dieses Zustandes zu erleichtern, wenn sich objektiv nichts ändern lässt“ • vorwiegend qualitative / funktionale Aspekte
  • Soziale Unterstützung -erhaltene Unterstützung -wahrgenommene Unterstützung können deutlich auseinander klaffen • erhaltene Unterstützung: – retrospektiv erfasst – typ. vom Rezipienten berichtet – Von Umweltfaktoren beeinflusst "Die Person hat mir das gefühl gegeben, wertvoll und wichtig zu sein" • wahrgenommene Unterstützung: – prospektiv erfasst – Was wird für verfügbar gehalten – von personalen Faktoren beeinflusst (generalisierte Erwartungen) Individuum in seinem sozialen Netzwerk für verfügbar hält im Gegensatz zur tatsächlich erhaltenen Unterstützung, die von den Leistungen des Netzwerks abhängig sein sollte, ist die wahrgenommene Unterstützung weniger von Umweltfaktoren als von personalen Faktoren beeinflusst -entspricht dann einer stabilen Erwartungshaltung, wenn sie als Gefühl der Akzeptanz verstanden und erhoebn wird -hier schließt die Forschung zur sozialen Unterstützung also nicht nur soziale Interaktionen sondern auch stabile Personenvariablen im Sinne generalisierter Erwartungen ein - Bsp für die Erfassung wahrgenommener Unterstützung sieht so aus "Es gibt Menschen, die mich gern haben" kaum Überlappung wahrgenommene mit tatsächlich erhaltener Unterstützung - wahrgenommene und erhaltene Unterstützung in Stressituationen ziemlich weit voneinander entfernt sein können -> unterschiedliche Bewertungen der Effizienz von erhaltener Unterstützung kommen, die sich auf das Wohlbefinden der Betroffenen auswirken
  • Funktionen sozialer Unterstützung 1. Instrumentell (z.B. Hilfsmaßnahmen bei zu erledigenden Aufgaben) -> Hilfeleistungen wie Bereitstellung finanzieller Ressourcen -> "Diese Person hat viel für mich erledigt" 2. Emotionale Unterstützung (z.B. Wärme, Trost, Mitleid) ->typisches Item: "Diese Bezugsperson hat mich getröstet, wenn es mir schlecht ging" 3. Informationelle Unterstützung (Informationen, Ratschläge) -> "Diese Bezugsperson schlug mir Tätigkeiten vor, die mich etwas ablenken könnte" 4. Bewertungsunterstützung (kommunizierte Übereinstimmung)->  dem Selbstwert des Empfängers dienlich ->kommunizierte Übereinstimmung oder die Angemessenheit von Werten oder Standpunkten zum Beispiel könnte zwischen Unterstützungsquelle und -empfänger die Übereinstimmung von Bewertungen in einer Herausforderungssituation kommuniziert werden --> Zufriedenheit mit der Unterstützung (Qualität erhaltener Unterstützung -> weniger Funktion als vielmehr ein Kriterium von sozialer Unterstützung
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  • Unterstützungsmodell (Dunkel-Schetter et al., 1992) Quelle +/- Empfänger Empfäger +/- Beobachter Beobachter +/- Quelle  Alle zusammen +/-  Beobachter = zb gesellschaftliche Normen Empfänger = Priorität Perspektive dreier Parteien darin übereinstimmen, dass Unterstützungsinteraktion stattgefunden hat  ->a.) Perspektive des Unterstützungsempfängers -> b.) Quelle ->c.) Beobachter -Boebachter: zb gesellsschaftliche Normen über Qualitäten von Unterstützungsakten repräsentieren ->Forderung Übereinstimmung der drei Perspektiven nicht erfüllt => durch geringe statistische Überlappung zwischen Berichten desjenigen, der HIlfe bietet und desjenigen der sie empfängt -> deutlich in eigenen Daten der Varianz von angebotener und tatsächlicher Unterstützung von befreundeteten Medizinstudenten, die sich in Examen befanden ->Varianzüberlappung der UNterstützungsdyaden = 50% -> man muss zwischen Empfänger und Quelle rechnen bei Unterstützung, dass es zu Fehlbewertungen kommt -wo Unterstützungsleistung festmachen? ->Dunkel und Schetter umgehen Perspektivenüberlappung, indem sie Sicht des Empfängers Priorität einräumen ->wirksame Unterstützungstransaktion => beruht auf Empfängerdeutung als wirksam und hilfreich -> wirksame Unterstützungsinteraktion ausschließlich im bewusstsein des Empfängers abspielen und erfordert nicht eine selbstlose Tat des Helfenden -> die dritte Variable als Beobachter soll die Kognitionen der anderen Parteien im Unterstützungstrio einschließen um zu entscheiden ob es sich um Unterstützungsversuch oder um erfolgreiche Unterstützungsleistung handelt
  • Berliner Social Support Skalen (BSSS) 1. Perceived Available Support->  1. Perceived Available Support  (emotional) 1.     Es gibt Menschen, die mich wirklich gern haben  (instrumental) 5.     Ich habe Menschen, auf die ich mich immer verlassen kann. 2. Need for Support ->  2. Need for Support  1.     Wenn ich niedergeschlagen bin, dann brauche ich jemanden, der mich wieder aufbaut 3. Support Seeking->  1.     Wenn es kritisch wird, hole ich mir gerne Rat von anderen 4. Actually Received Support, Provider ->  4. Actually Received Support, Provider - For a Male Patient -  Denken Sie nun bitte an den Patienten. Wie haben Sie sich in der letzten Woche ihm gegenüber verhalten? (Note: Negative Items have been eliminated from the 2001 Cancer Surgery Study.)  1. 1. Ich habe ihm gezeigt, daß ich ihn mag und akzeptiere. (EMO)  2. 2. Ich war für ihn da, wenn er mich gebraucht hat. (INST)  3. 3. Ich habe ihn getröstet, wenn es ihm schlecht ging. (EMO) 4. 4. Ich habe ihn allein gelassen. (–) (EMO) 5. 1. Ich habe wenig Verständnis für ihn gehabt. (–) (EMO)  6. 2. Ich habe etwas an ihm auszusetzen gehabt. (–) (EMO)  7. 3. Ich habe viel für ihn erledigt. (INST)  8. 4. Ich habe ihm das Gefühl gegeben, wertvoll und wichtig zu sein. (EMO)  9. 5. Ich habe meine Sorge um sein Befinden ausgedrückt. (EMO)  10. 6. Ich habe ihm das Gefühl gegeben, dass er sich auf mich verlassen kann. (EMO)  11. 7. Ich half ihm, seiner Situation etwas Positives abzugewinnen. (INF)  12. 8. Ich schlug ihm eine Tätigkeit vor, die ihn etwas ablenken könnte. (INF)  13. 9. Ich machte ihm Mut, sich nicht aufzugeben. (EMO) 14. 10. Ich kümmerte mich um seine Angelegenheiten, die er nicht alleine erledigen konnte. (INST)  15.EMO = emotional support 16.INST = instrumental support 17.INF = informational support  5. Actually Received Support, Recipient ->  5. Actually Received Support, Recipient Denken Sie nun bitte an Ihre engste Bezugsperson wie (Ehe-)Partner/in, Kind, Freund/in usw. Wie hat sie sich in der letzten Woche Ihnen gegenüber verhalten?      1.     Diese Bezugsperson hat mir gezeigt, daß sie mich mag und akzeptiert. (EMO)  2.     Diese Bezugsperson war für mich da, wenn ich sie gebraucht habe. (INST)  3.     Diese Bezugsperson hat mich getröstet, wenn es mir schlecht ging. (EMO)  4.     Diese Bezugsperson hat mich allein gelassen. (–) (EMO) 5.     Diese Bezugsperson hat wenig Verständnis für mich gehabt. (–) (EMO)  6.     Diese Bezugsperson hat etwas an mir auszusetzen gehabt. (–) (EMO) 7.     Diese Bezugsperson hat viel für mich erledigt. (INST)  8.   Diese Bezugsperson hat mir das Gefühl gegeben, wertvoll und wichtig zu sein. (EMO) 9.     Diese Bezugsperson hat ihre Sorge um mein Befinden ausgedrückt. (EMO)  10.  Diese Bezugsperson hat mir das Gefühl gegeben, dass ich mich auf sie verlassen kann. (EMO) 11.  Diese Bezugsperson half mir, meiner Situation etwas Positives abzugewinnen. (INF)  12.  Diese Bezugsperson schlug mir eine Tätigkeit, vor, die mich etwas ablenken könnte. (INF)  13.  Diese Bezugsperson machte mir Mut, mich nicht aufzugeben. (EMO) 14.  Diese Bezugsperson kümmerte sich um meine Angelegenheiten, die ich nicht alleine erledigen konnte. (INST)  15.  Mit dem Verhalten dieser Bezugsperson bin ich insgesamt sehr zufrieden. (SAT) EMO = emotional support INST = instrumentel support INF = informational support SAT = satisfaction with support  6. Protective Buffering Scale - Support Provider/Support Recipient ->  6. Protective Buffering Scale - Support Provider/Support Recipient 1. Ich habe schlechte Nachrichten von ihm (dem Patienten) ferngehalten. 2. Ich habe alles vermieden, was ihn aufregen könnte. 3. Ich habe in seiner Gegenwart Stärke gezeigt.  4. Ich habe mir nicht anmerken lassen, wie verstimmt und niedergeschlagen ich war. 5. Ich habe jegliche Kritik vermieden. 6. Ich habe so getan, als ob ich sehr stark wäre, obwohl ich mich ganz anders fühlte. Erfassung der Perspektiven sozialer Unterstützung S 153 ff
  • Objektive Messung sozialer Unterstützung • Bypasspatienten • AV: prä- und postoperative Anpassung • UV: Anzahl der Krankenhausbesuche • Ergebnis: verheiratete Patienten, die viele Besuche erhielten – weniger Schmerzmittel – schnellere Erholungszeit als verh. Pat. mit wenig Besuchen • Unverheiratete Pat.: Zwischenposition umstritten -Untersuchung Einfluss erhaltener Krankenhausbesuche auf die prä und postoperative Anpassung von bypasspatienten -generell: Genesung bie verheirateten Patienten mit vielen besuchen schneller fortschreiten als bei unverheirateten -Bei Unverheiratete: wenig Besuch -> schnellere genesung  -Kulik und Mahler Vorgehen Krankenhausbesuche problematisch