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MedienKE (Subject) / V_7z2 (Lesson)
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- wodurch gibt es Nachinformationseffekte Suggestive Fragen Falsche Nachinformationen (z.B. in anderen Zeugenaussagen, in Medienberichten, durch die Polizei...) Erzwungene Aussagen
- Zwei Erklärungsansätze für Nachinformationseffekte: Die Originalinformation wird durch die Nachinformation überschrieben Beide Informationen koexistieren, es fehlen nur die geeigneten Abrufhinweise, um die Originalinformation zu erinnern
- Ist der Nachinformationseffekt unumkehrbar? Testdias bei Loftus et al. (1978) erscheinen in zufälliger Reihenfolge Fehlt deshalb der Kontext der Geschichtsgrammatik als Abrufhinweis, um dieOriginalinformation zu erinnern? Kontextuelle Ähnlichkeit zwischen Lern- und Testepisode verbessert die Erinnerung, so dass die Anzahl % korrekten Entscheidungen in der Inkonsistenten Bedingung mit der Anzahl % korrekten Entscheidungen in der Konsisten Bedingung überein stimmt
- Ursachen für Nachinformationseffekte Nachinformationseffekte haben vermutlich verschiedene Ursachen Vertrautheitsvorteil der Nachinformation fehlendes Quellengedächtnis Blockierung des Abrufs der Originalinformation Demand characteristics: Stammt die Nachinformtion aus einer vertrauenswürdigen Quelle (z.B. Polizei), wird sie eher im Test berichtet
- Gegenmaßnahmen gegen Nachinformationsefekte Fehlinformationseffekt lässt sich durch Maßnahmen reduzieren, die den Abruf der ursprünglichen Information erleichtern (z.B. über Aktivation des ursprünglichen Kontexts, in dem die ursprüngliche Information gelernt wurde) das Quellenmonitoring erhöhen, zB durch Instruktion, Warnung
- Erklärungsansätze -- warum Suggestive Fragen Erinnerungen beeinflussen können Urteilsverzerrung: Im Sinne der Ankerheuristik (Tversky & Kahnemann, 1974) man zieht die informationen, die man aus der Fragestellung entnommen hat in das Urteil mit ein, ohne dass die eigentliche Erinnerung dabei beeinflussst wird. --> Also nur das Urteil wird beeinflusst Retroaktive Interferenz: Im Sinne einer Veränderung der Originalerinnerung (Loftus)
- suggestive Fragen -- Loftus-Studien -- subtile suggestionen Experiment 1 u 2 Zeugen sehen Lehrfilme, 5-30 Sekunden lang. Pbn sollen Aussage darüber treffen, wie schnell die Autos gefahren sind. Befund: Probanden können das nur sehr schlecht: Geschätzte Gechwindigkeit von 20km/h schnellen Autos varriierte zwischen 16 u 80 km/h Frage: inwieweit kommt es durch subtile suggestive Fragen zu einer Verzerrung der Erinnerung an diese Geschwindigkeit? 1. About how fast were the cars going when they [...] each other? smashed into collided with bumped into hit contacted Y-Achse_Geschwindigkeitsschätzung um zu Belegen, dass es hier tatsächlich zu einer echten Verzerrung der Erinnerung kommt: Eine Woche später Experiment 2: 2. Eine Woche später --> Did you see any broken glass? smashed into hit Kontrolle About how fast were the cars going when they [...] each other? y-Achse: % Ja-Antworten Es wurde aber nicht überprüft, inwieweit die Nachinformationen nach einer Woche noch erinnert wurden,. Also es ist unklar, ob die Pbn diese Nachinformationen nicht noch wussten und dann nutzten, diese Erinnrungen zu rekonstruieren, o ob sie sich wirklich ganz lebhaft an zersplittertes Glas erinnerten.
- Suggestive Fragen -- Loftus Studien -- Nachinformation Studie Loftus u Studie zur Alternativerklärung Loftus: Phase 1: Unfallszene aus 30 Dias Phase 2: Fragebogen mit kritischem Item Konsistent Did another car pass the red Datsun while it stopped at the stop sign? Inkonsisten Did another car pass the red Datsun while it stopped at the yield sign? --> Umgekehrte Bedingungskombination wurde auch realisiert Phase 3: 2AFC-Rekognitionstest Test: Rekognition statt freie Reproduktion Wiedererkennen als sensibleres Verfahren, um eventuell noch vorhandene Originalinformation hervorzuholen Übereinstimmung des Präsentationsformats von Originalinformation und Test (im Gegensatz zu Nachinformation und Test) sollte die Erinnerung an die Originalinformation fördern Ergebnis: Suggestive Fragen: Stop versus Yield y-Achse -- % korrekte Entscheidungen x-Achse -- Konsistent (75%) , Inkonsistent (40%, signifikant unter Rateniveau) Ist der Effekt umkehrbar? Testdias bei Loftus et al. (1978) erscheinen in zufälliger Reihenfolge Fehlt deshalb der Kontext der Geschichtsgrammatik als Abrufhinweis, um die Originalinformation zu erinnern? Bekerian and Bowers (1983) Phase 1: Unfallszene aus 30 Dias Phase 2: Fragebogen mit kritischem Item Phase 3: 2AFC-Rekognitionstest Chronologische Reihenfolge Zufällige Reihenfolge Ergebnisse: Zufällige Abfolge der Testdias Repliziert Loftus et al. (1978) Sequenzielle Abfolge der Testdias hebt Nachinformationseffekt auf Kontextuelle Ähnlichkeit zwischen Lern- und Testepisode verbessert die Erinnerung
- Falsche Nachinformation -- Studie zu möglichen Gegenmaßnahmen Phase 1: Video einer Autofahrt, bei der eine Frau beinahe einen Jungen auf einem Fahrrad überfährt Phase 2: Lesen eines Berichts zum Vorfall, der falsche Nachinformation enthält Tom und Mary waren an dem Tag sehr unruhig und spielten mit einem Teddybär. Sie konnte nicht ausweichen, weil ihnen auf der Gegenfahrbahn ein blaues Auto entgegen kam. Phase 3, Nachträgliche Warnungen, 3 Bedingungen: Explizites Quellenmonitoring: Die Beschreibung des Videos enthielt einige Details, die nicht im Video vorkamen. Bitte antworten Sie nur mit ja, wenn Sie das Item im Video gesehen haben und mit nein,wenn Sie das Item nur in der Beschreibung gelesen haben. Soziale Warnung: Die Beschreibung des Unfalls basierte auf einem verbalen Bericht von Betty, der unaufmerksamen Fahrerin. keine nachträgliche Warnung Ergebnisse:y-Zustimmungx-korrekte, suggerierte Informationen, sonstige hohe Zustimmung zu den korrekten infos in allen drei bedingungen keine Warnung: typischer NI-Effekt für die suggerierten informationen (hoher grad an Zustimmung --> 40%) Aber NI-Effekte können durch Warnungen deutlich reduziert werden! (20%)
- Nachinformationseffekte -- Ursachen Nachinformationseffekte haben vermutlich verschiedene Ursachen Vertrautheitsvorteil der Nachinformation fehlendes Quellengedächtnis Blockierung des Abrufs der Originalinformation Demand characteristics: Stammt die Nachinformtion aus einer vertrauenswürdigen Quelle (z.B. Polizei), wird sie eher im Test berichtet
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- Zwei Erklärungsansätze was beim NI-Effekt passiert Die Originalinformation wird durch die Nachinformation überschrieben Beide Informationen koexistieren, es fehlen nur die geeigneten Abrufhinweise, um die Originalinformation zu erinnern -- siehe auch multinominales Verarbeitungsbaummodell
- Gegenmaßnahmen -- NI-Effekt Fehlinformationseffekt lässt sich durch Maßnahmen reduzieren, die den Abruf der ursprünglichen Information erleichtern (z.B. über Aktivation des ursprünglichen Kontexts, in dem die ursprüngliche Information gelernt wurde) das Quellenmonitoring erhöhen (z.B.Instruktionen, Warnung)
- NI-Efekt -- andere Bezeichnung Fehlinformationseffekt
- Erzwungene Aussagen -- Falsche Aussagen aufgrund von Täuschung (falscher Evidenz) sozialem Druck Ermunterung zu raten Hypnose
- Erzwungene Aussagen -- Studie Phase 1: Probanden sehen einen Film von einem Pfadfinderlager. In einer Szene schleichen sich zwei Pfadfinderführer nachts aus dem Camp. Am nächsten Tag werden sie dafür bestraft. Phase 2: Befragung mit oder ohne erzwungene Konfabulation Am Ende schleichen sich die beiden Pfadfinder-führer aus dem Camp. Wohingehen sie und was tun sie, dass sie am nächsten Tag bestraft werden? Phase 3: 1 Woche später: Rekognitionstest mit oder ohne Warnung Warnung: Es wurde nach Ereignissen gefragt, die im Film nicht vorkamen. Frage nach von den Probanden selbst generierten (konfabulierten) Ereignissen Haben Sie im Film gesehen, dass die beiden Pfadfinderführer mit den Mädchen im Mädchencamp Alkohol getrunken haben? Phase 4: 8 Wochen später: Freie Reproduktion ohne weitere Beeinflussung Ergebnisse Zustimmung bei Rekognitiony-Achse: % Zustimmungx-Achse: keine Warnung, Warnung, je für EG u KGNach 1 Woche können die Fehlerinnerung noch durch Warnung reduziert werden Freie Reproduktion nach 8 Wocheny-Achse: % Reproduziertx-Achse: Zustimmung bei Rekognitionstest vs Zurückweisung bei Rekognitionstest, je für Eg u KG,Nach 8 Wochen reproduzieren selbst die gewarnten Probanden die falsche Information
- Falsche Erinnerungen Falsche Erinnerungen sind oft nur schwer von echten zu unterscheiden Grad der Detailliertheit Emotionalität zeitliche Verbundenheit
- Empfehlungen für gute Zeugenbefragungen Vorsicht bei der Befragung von Zeugen:Vermeidung von Beeinflussung durch suggestive Fragen, sozialem Druck, positivem oder negativem Feedback, Ermunterung zu raten Dokumentation der ersten Befragen Aufklärung von Zeugen, Ermittlern, Richtern und Geschworenen