18

MedienKE (Subject) / V_7z1 (Lesson)

7z1

This lesson was created by Voluptas.

Learn lesson

This lesson is not released for learning.

Advertisement
  • Innocence Project US-amerikanische Non-Profit-Organisation, die sich um die Aufklärung von Justizirrtümern bemüht Aufklärung von > 250 Fehlurteilen aufgrund von DNS-Analysen, die zum Zeitpunkt der Verurteilung nicht zur Verfügung standen
  • Ursachen für Fehlurteile, Graphik innocence-project y-achse: Prozent x-Achse: Falsche Identifikation durch Augenzeugen 75%Falsche forensische Beweise 50%Falsches Geständnis 22%Belastung durch Informanten 18% Falsche Augenzeugenberichte sind die häufigste Ursache für Fehlurteile
  • Vertrauen in Zeugenaussagen Korrektheit von Augenzeugenberichten wird vermutlich stark überschätzt (Human memory works like a video camera Memory does not change Testimony of one confident eyewitness should be enough evidence to convict a defendant of a crime.)
  • Fehlerquellen bei Zeugenaussagen Waffenfokus Kognitive Verzerrungen Quellenkonfusionen Nachinformationseffekte
  • Waffenfokus -- studiendesign -- Loftus, Loftus & Messo (1987) Präsentation einer Diasequenz • Eine Person richtet eine Waffe auf eine Kassiererin und erhält Geld von ihr• Kontrolle: Eine Person hält der Kassiererin einen Scheck hin und erhält Geld von ihr Aufgabe: Identifikation der Person, Erinnerung an verschiedene Details
  • Erklärungsansätze für Waffenfokus Erregungs-/Bedrohungs-hypothese Seltenheits/ Erwartungs-verletzungshypothese
  • Erregungs-/Bedrohungs-hypothese Waffe erhöht physiologisches Erregungsniveau Verengung der Aufmerksamkeit auf Ursache der Erregung, reduzierte Aufmerksamkeit für sonstige Details
  • Seltenheits/ Erwartungs-verletzungshypothese Szene aktiviert Schema, Details werden auf Passung zum Schema überprüft Erhöhter Ressourcenaufwand, um die Inkongruenz zwischen Objekt (Waffe) und Schema aufzulösen, fehlende Ressourcen für sonstige Details
  • Waffenfokus. Studie zum Test der Erregungs-/Bedrohungs-hypothese versus Seltenheits/ Erwartungs-verletzungshypothese Präsentation einer Diasequenz Bedrohlich: Eine Person richtet eine Waffe auf eine Kassiererin und erhält Geld von ihr Ungewöhnlich: Eine Person zieht einen Staubwedel aus der Jacke Kontrolle: Eine Person hält der Kassiererin einen Scheck hin und erhält Geld von ihr Zweitaufgabe: Auf ungerade Zahlen per Tastendruckreagieren
  • Waffenfokus. Studie zum Test der Erregungs-/Bedrohungs-hypothese versus Seltenheits/ Erwartungs-verletzungshypothese ----- Ergebnisse ------ 4 graphiken Y-Achse(1) -- RZ in zweitaufgabe (ms, 0-1600) Y-Achse(2) -- Details die über Aussehen der Person erinnert werden (0-8)-- Auch ungewöhnliche Objekte erzeugen einen Weapon Effekt --Y-Achse(3) -- Erinnerung an das kritische Objekt (%)Y-Achse(4) -- Details, die über das Objekt erinnert werden (0-4)-- Der „Weapon Focus“ fällt bei bedrohlichen Objekten stärker aus. -- x-Achse: Waffe, Staubwedel, Geldbörse
  • Advertisement
  • Einfluss von Stereotypen Eine Zielperson wird als blond, grünäugig und hellhäutig beschrieben Von den 93%, die die Haarfarbe richtig erinnern,erinnert fast die Hälfte blaue Augen Erinnerte Information wird genutzt, um restliche Details mittels vorhandener Stereotype abzuleiten Hollin (1980)
  • Stereotype und Effekte auf Zeugenaussagen Altersschätzungen tendieren zur Mitte: Junge Täter werden überschätzt, ältere unterschätzt Zeugen nutzen ihre eigenen Körpermaße als Anker, um Größe und Gewicht anderer  Personen zu beschreiben (relative Urteile) Schätzungen der Körpermaße werden schemakonsistent durch irrelevante Zusatzinformation über den Täter verzerrt (z.B. LKW-Fahrer vs. Tänzer) Schätzungen der Körpergröße werden durch die Herkunft des Täters verzerrt (ethnische Stereotype)
  • Einfluss von Stereotype -- Studie 4 Bedingungen                           Original -  DistraktorAngreifer weiß,Opfer schwarz Angreifer weiß,Opfer weiß Ergebnisse:Angreifer korrekt erinnertAngreifer und Opfer vertauscht y-Achse: Antworten im Rekognitionstest in Prozent je für Angreifer weiß, Opfer schwarz (40% vs 60%)vsAngreifer weiß, Opfer weiß (80% vs 20%)
  • Quellengedächtnis Wo wurde das Gesicht des Verdächtigen gesehen? Tatort andere Zeugen Medien (Zeitung, Fernsehen, Internet...) Ermittler (Verbtecherkartei der Polizei, frühere Gegenüberstellungen...
  • Quellengedächtnis studie experiment 1 y-Achse: % Korrekt x-Achse: Identifikation als alt (95%) vs Quellengedächtnis (Raum) (58%)
  • Quellengedächtnis -- Metaanalyse Betrachten von Verbrecherfotos reduziert die korrekten Identifikationen und erhöht die falschen Identifikationen in nachfolgenden Gegenüberstellungen Die Identifikationen verschlechtern sich nur, wenn die Gegenüberstellung mindestens ein Gesicht aus der Verbrecherkartei enthält Effekt basiert vor allem auf Anstieg der falschen Alarme Besonders gefährdet sind Unschuldige, die auf Fotos als Täter identifiziert wurden Der Effekt ist größer, wenn nur wenige Fotos betrachtet werden Auch unbeteiligte Dritte, die am Tatort waren, werden fälschlicherweise als Täter identifiziert
  • Quellengedächtnis und Gegnüberstellungen -- Experiment 1 Phase 1: 2 Gruppen von 5 „Tätern“ werden vorgeführt Phase 2 (2-3 Tage später): „Verbrecherkartei“, die Fotos von Täter und Unschuldigen enthält Phase 3 (1 Woche später): Gegenüberstellung y-Achse: % Identifiziert x-Achse:5 Täter aus Phase 1 (50%)4 Täter aus Phase 1 und der Verbrecherkartei (65%)4 Personen aus der Verbrecherkartei (20%)5 neue Personen (8%)
  • Quellengedächtnis -- Gegenüberstellungen -- Experiment 2 Phase 1: „Täter“ teilen Klausur aus Phase 2 (2-3 Tage später): „Verbrecherkartei“, die Fotos von Tätern und Unschuldigen enthält Phase 3 (1 Woche später): Gegenüberstellung Y-Achse % Identifiziert X-Achse: 1 Täter aus Phase 1 -- (25%)1 Täter aus Phase 1 und der Verbrecherkartei -- (45%)1 Person aus der Verbrecherkartei (30%)1 neue Person -- (20%)