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Gesundheitspsychologie (Subject) / 3 KS 9-12 (Lesson)
Modelle des Gesundheitsverhaltens 2
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- Die IntentionsVerhaltens-Lücke • Intention als wichtigster Prädiktor für Verhalten, z.B. Intention in TRA1, TPB2, PMT(Schutzmotivation = Intention) Intentionen reichen nicht aus Verhalten zu ändern -
- Die IntentionsVerhaltens-Lücke • Intentionen reichen allerdings nicht aus, um Verhalten dauerhaft zu ändern • Metaanalysen: 20-30% Varianzerklärung des Verhaltens durch Intention • 70-80% unerklärt
- Vierfeldertafel nach Orgel & Sheerin -Modell: PMT -Krebsvorsorgeuntersuchung Zervix-Abstrich -Studie an n = 166 schottischen Frauen -Decomposition of intention-behaviour consistency over time amongst Time 1 behavioral abstainers (adapted from McBroom & Reid, 1992) Aufnahme Test/verzichten = Frauen die noch nicht getestet wurden = geneigt zum testen Aufnahme Test /verzichten = Frauen die noch nicht getestet wurden = abgeneigt zum testen getestet/geneigt = Aktor geneigt nicht getestet/geneigt = geneigt zu verzichten getestet/abgeneigt zum testen= abgeneigter Aktor nicht getestet/abgeneigt zum testen = abgeneigter Verzichter
- Vierfeldertafel nach Orbell & Sheeran (1998) Nachfolgendes Verhalten/Intention gehandelt/Intention positiv: Intention und gehandelt gehandelt/Intention negativ: Keine INtention,aber trotzdem gehandelt nicht gehandelt/Intention positiv: Intention aber nicht gehandelt nicht gehandelt/Intention negativ: Keine Intention und nicht gehandelt hohen vs niedrigen Intentionen x verhalten vs kein Verhalten - 4 Gruppen -> 1.Personen haben keine Intention und nicht handeln -> 2 Personen haben Intention und handeln => beide Gruppen handeln genau nach ihren INtentionen und können somit keine Intentions-Verhaltenslücke verursachen -> 3 Person hat keine Intention und handelt auch nicht -> Person hat Intention aber handelt nicht = letzten beiden Gruppen gefundene Diskrepanz zwischen Intention und Verhalten verantwortlich sein Diskrepanz auf die Personen, die positive Intentionen haben aber nicht handeln - Anzahl Personen steigt bei negativer Intention und handeln trotzdem - Personen die verhalten vornehmen aber nicht handeln -> unmotiviert als Personen die nach ihrer intention handeln - INtentionsverhaltenslücke basiert nicht anch motivatoinalen Schwierigkeiten basiert -> also Bildung einer Intention -> gründet eher auf volitionale Probleme -> Probleme bei der Umsetzung der Intention in Verhalten
- Rubikon-Modell 1. Motivation: prädesizional, abwägen -> 1 Person 2 Person -> 3 Person X S Interaktion ----> Intentionsbildung 2.Volition: postdesizional -> Planen ----> Intentionsinitiierung 3. Volition: aktional -> handeln -> 4. Handlung ----> Intentionsdeaktivierung 4. Motivation: postaktional -> Bewerten -> 5. Ergebnis ---> 6. Folgen
- Volition …die bewusste, willentliche Umsetzung von Zielen und Motiven in Resultate (Ergebnisse) durch zielgerichtetes Handeln. Dieser Prozess der Selbststeuerung erfordert die Überwindung von Handlungsbarrieren durch Willenskraft. Im Rubikonmodell werden die Phasen des Planens und des Handelns als volitionale Phasen bezeichnet. Motivation: beeinflusst die Zielsetzung Volition: treibende Kraft auf die Zielsetzung hin Motivational: alles was mit Bildung einer Intention geschieht ist motivational - mit Intentionsbildung überschreitet Person den Rubikon und befindet sich in Volitionsphase - Volitionsphase: Intention wird in Tat umgesetzt -nicht ausreichend Personen bei Intentionsbildung zu fördern, um Verhalten zu ändern - stattdessen Beachtung volitionale Variablen um Hilfestellung bei Verhaltensänderung zu bekommen
- Volitionale Variablen z.B.: • Handlungskontrolle (Kuhl) • Selbstbeobachtung (Baumeister) • Planung (Gollwitzer Selbstregulationsstrategie
- Planung (Gollwitzer, 1993, 1999) Gollwitzer (1993; 1999) nennt die Handlungsplanung Implementierungs- oder Ausführungsintention da postintentional: • Ausführungsplanung • Handlungsplanung Bestätigung Planung Handlungsumsetzung erleichtert -Handlungsplanung = postintentionales Konstrukt, also etw das erst passiert wenn Person schon über eine hinreichende Intention verfügt
- Ausführungsplanung • wann-wo-wie-Pläne Bsp.: „Wenn ich heute abend nach Hause komme, dann ziehe ich sofort meine Jogging-Sachen an und laufe los.“ – nach Zielintention z.B. „fit sein“; „regelmäßig laufen“ Ausführungsplanung - Person legt fest wann, wo, wie sie ihr Verhalten ausführen möchte - Bsp Ausführungsplan: Am Abend um 18 Uhr gehe ich in den Park eine halbe Stunde joggen - Ausführungspläne den Zielintentionen nachgeschaltet und unterscheiden sich von ihnen in der Struktur -Zielintentionen nur welchen Zustand (zb körperliche Fitness) oder welches Verhalten (zb regelmäßig joggen) eine Person ein bestimmtes Verhalten (Wie-Komponente zb eine halbe Stunde joggen gehen,mit einer Situation (wann-Wo-Komponente zb montagabends um 18 Uhr) verknüpft -dadurch entsteht mentale Repräsentation der Verknüpfung von Situationen und Verhalten - das Verhalten wird an situationsspezifische Hinweisreize geknüpft und bei Auftreten Hinweisreize automatisch ausgelöst ohne darüber nachzuudenken - Vermittlung des Effekts der Planung durch aufmerksamkeits, wahrnehmungs-, und gedächtnisspezifische Prozesse - Ergebnis: personen die planen -> häufiger und schneller im Sinne ihrer Zileintention handeln als nur wenn man Zielintention bildet • Ausführungsplanung: konkrete und bestimmte Situations-Verhaltens- Verknüpfung wenn-dann – Verhalten an Hinweisreize geknüpft, fast automatisch – Handlung häufiger & schneller im Sinne der Zielintention Ausführungsplanung: Befunde - Brustselbstuntersuchung, körperliche Aktivität, gesunde Ernährung bestätigt -Ausführungsplanung auch bei Theorie der Schutzmotivation und Theorie des geplanten Verhaltens eingesetzt -> Aufgabe Intention der stärkste Prädiktor ist und in Studien Trennung zwischen motivationaler und volitionaler Ohase vorgenommen - Studie Untersuchung Ernährungsverhalten und Theorie des geplanten Verhaltens zugrunde gelegt -Teilnehmer ernährten (Ernährungsverhalten zu planen) sich gesünder als Kontrollteilnehmer • Ergänzung: Bewältigungsplanung – Hindernisse antizipieren, planen, wie diese zu bewältigen sind (z.B. Sniehotta et al., 2005) Bewältigungsplanung -Personen ihr persönlichen Schwierigkeiten antizipieren und planen wie mit dieser Schwierigkeit verfahren wird -Bsp: person die anfangen möchte regelmäßig Sport zu treiben, aber Antriebsprobleme hat, Bewältigungsplan aufstellen: -> Wenn ich Lust habe, schwimmen zu gehen, dann bitte ich meine Frau, mich an meine guten Vorsätze zu erinnern - Bewältigungsplanung unterscheidet sich von Ausführungsplanung, dass Personen individuelle Risikosituationen voraussehen und sich Bewältigungsstrategien zurechtlegen, um in diesen Risikosituationen trotzdem im Sinne ihrer Intention zu handeln - empirisch ließ sich der positive Effekt der Bewältigungsplanung auf die Aufrechterhaltung von körperlicher Aktivität zb in Studien mit krdiologischen Rehabilitationspatienten nachweisen - diese Studie legte das Prozessmodell gesundheitlichen Handelns von Schwarzer zugrunde, das im Folgenden vorgestellt werden soll
- Untersuchung der Ausführungsintention Studie von Verplanken & Faes (1999) • Grundlage: TPB • N= 102 Studierende • FB zu den 5 Bereichen • EG: Ernährungsverhalten der kommenden Woche planen (was? wann? wird gegessen?) • KG ohne Planung • EG ernährte sich gesünder. Erneut keine Motivationsunterschiede
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- Health Action Process Approach HAPA (Schwarzer, 2008) • beeinflusst von Heckhausens Rubikon-Modell • „Hybridmodell“ • einerseits kontinuierlich – vermittelnde Prozesse zwischen Intention und Verhalten • andererseits zwei Stadien – motivationale Phase – volitionale Phase sozial kognitive Prozessmodell gesundheitlichen Handelns (HAPA) - angelehnt an Handlungsphasen oder Rubikon -dynamische Stadienmodell 1.) wählen sie ein noch heute nicht behandeltes gesundheitspsychologisches Modell aus-> HAPA 2.) Konstruieren Fallbeispiel: a.) Verbesserung einer gesundheitsrelevanten Verhaltensweise (Zb Ernährung, Bewegung) -> Herr F. ist übergewichtig, ganze Familie übergewichtig -> Arzt: Gewicht ist gesundheitsschädlich, Herz-Kreislauf-Krankheiten begünstigt -> weist darauf hin, dass Mutter an Herz-Kreislauf-Krankheiten verstorben ->Arzt rät ihm zu mehr Bewegung b.) Verminderung von risikoverhalten (Nikotinkonsum, Alkoholkonsum) 3.) Interpretieren Fallbeispiele anhand Modell und leiten modellbezogene sinvvolle Interventionen ab -> Risikowahrnehmung: Vulnerabilität u (Familie, Arzt sagt dass es ihm treffen kann, erhöht Risikowahrnehmung durch Info von Arzt) ->Handlungsergebniserwartung, Motivation gestärkt -> Vorteil: Laufen nicmt ab, Nachteil: Laufen mit Übergewicht seine Knie schädigt durch laufen -> er kann sich bewegen, da er früher ein begeisterter Fußballspieler( rest der SWE, leichter aktivieren, als wenn er Muffel wäre) ->Motivation:ich gehe laufen um abzunehmen, Gedanke noch in motivationale Phase -> er bewegt sich hin auf eine INtention, -Intervention: Planung wie er es duchführt, was wäre wenn soll ausgeschlossen werden, Barrieren vermindern -> auch an Ernährung arbeitet, kann aber auch überfordern -> konkret plant und Verhalten initiiert-> bsp Schwimmen oder Rudern besser als laufen
- Health Action Process Approach HAPA (Schwarzer, 2008) Modell Risikowahrnehmung ->Handlungsergebniserwartung -> Selbstwirksamkeit -> alle drei führen zur Intention -> Planung -> Initiierung -> Aufrechterhaltung -> Wiederherstellung -> Initiierung (Initiierung, Aufrechterhaltung und Wiederherstellung ist die Handlung) Barrieren und Ressourcen führen ebenfalls zur Handlung Selbstwirksamkeit wirkt dierekt auf alle Prozesse ab Intention Risikowahrnehmung wirkt direkt auf Intention Motivationale bis nach Intention Volitionale Phase vor Planung Phasen des HAPA -motivationale oder präintentionale Phase geht der volitionalen Phase voraus -volitionale Phase aufgliedern in postintentional-präaktionale Phase (dh anch Intentionsbildung, aber vor Handlung) ->geplant wird hier und die postintentional-aktionale Phase in der die Handlung ausgeführt wird und aufrechterhalten wird - letzte volitionale Phase ist die postintentionale-postaktionale Phase, in der es nach möglichen Rückfällen zu Wiederherstellung des Verhaltens kommt oder zur Zielbildung - HAPA liegt Schwerpunkt auf volitionale Phase, die in anderen Theorien vernachlässigt wird
- HAPA Fallbeispiel Gesundheitsapp Gesundheits-App: „Rauchfrei Pro“-APP - Einschätzung gesundheitspsychologisch: Unterstützung Rauchen aufgeben, Ziele einsetzen mit Meilensteine, genauste Angabe von Nikotin, teer... - Du hast vor 20 min das letzt mal geraucht: schon 20 Minuten, Kohlenmonoxid gehalt sinkt noch 10 Stunden bis komplett abgebaut ist - >immer wenn ich rauchen wollte, habe ich an mein Smartphone kombiniert, anstatt rauchen, Smartphone - > es wird auf negative Punktehingewiesen - >GP-Sicht:erhöht die SWE-Erwartung, dadurch daass man liest, ich halte durch, ich will nicht dass ich eklig rieche - > esunterstützt Aufrechterhaltung: jetzt habe ich es 10 Stunden geschafft, wäre blöd anzufangen - > hat Gesundheitsziele erreicht - > man nimmt die Entscheidung nicht ab aufhören zu rauchen - > postintentional - > SWE fördern - auf Kontinuum: Risikowahrnehmung eröhen - > APP:dein Nikotinspiegel ist hoch, und es muss senken: ich nehme Risiko wahr - > negative Risiken -> Risikowahrnehmung - > du kannst es teilen -> soziale Unterstützung, Hwe: wenn ich weniger rauche, dann finden alle Leute toll und bekomme positives Feedback und likes -> Klausurfrage!!!!
- Motivationale Phase des HAPA • Risikowahrnehmung (Verwundbarkeit, Schweregrad) geringer Zus.-hang mit Intention ------------> Konsequenzen +/- Handlungsergebniserwartungen ->SWE -> INTENTION motivationale phase -ZUr Prädiktion der Intention im HAPA werden folgende Konstrukte herangezogen: Selbstwirksamkeitserwrtung, Handlungsergebniserwartung und Risikowahrnehmung -> letztere ist im HAPA als subjektive Einschätzung der eigenen Verwundbarkeit und Einschätzung des Schweregrads von Erkrankung definiert - Risikowahrnehmung gibt Anstoß für Prozess der Intentionsbildung -> empirisch zeigt aber nur geringe Zusammenhänge mit Intention - nimmt Person Risiko wahr, wird sie nach HAPA gegeneinander abwägen zu positiven und negatoven KOnsequenzen einer Verhaltensänderung (Handlungsergebniserwartung) -> andererseits wird sie überprüfen ob sie ausreichende Selbstwirksamkeit verfügt, um iNtention zu bilden, ihr Verhalten zu ändern -> hat Person nun eine Intention gebildet zb weniger Alkohol trinken tritt sie in volitionale Phase ein -> Phasen sind als distinkt und qualitativ unterschiedlich zu verstehen -> erst nach Abschluss der motivationalen Phase kann volitionale Phase erreicht werden
- Volitionale Phase Nach der Intention: -Planung (postintentional – präaktionale Phase) -HANDLUNG (aktionale Phase) ->einmalig (z.B. Impfung) -langfristige Aufrechterhaltung (z.B. körperliche Aktivität) Aufrechtserhaltungs-SWE -Wiederherstellung nach Pause oder Rückfall ->Wiederherstellungs-SWE volitionale Phase -Umsetzung der vorhandenen Intention in Verhalten -HAPA sieht explizit die PLanung zb Ausführungspläne, als Zwischenschritt zwischen Intention und Verhalten vor - Planung wird in postintentional-präaktionalen Phase eingeordnet -Mit Initiierung Handlung beginnt aktionale Phase -bei überschaubaren Einzelhandlungen zb Impfung, ist Handlungsinitiierung identisch mit erfolgreichen Umsetzung des Verhaltens - in GP wird untersucht von langfristig aufrechterhaltenden Verhaltensweisen zb regelmäßige körperl Aktivität - Personen müssen also Verhalten nicht nur initiieren sondern auch aufrechterhalten oder von Rückschlägen erholen
- Health Action Process Approach HAPA (Schwarzer, 2008) SWE1 SWE2 SWE3 SWE1: SWE, Intention, Planung SWE2: Aufrechterhaltung SWE3:Wiederherstellung - Handlungskontrolle als nützlich erwiesen -> Bewusstsein der eigenen Intention oder SElbstbeobachtung und SElbstwirksamkeit hier wichtig - SWE in motivationale Phase und in volitionale Phase wichtige Rolle - präaktionale SWE (motivationale Phase) und Aufrechterhaltungs-Wiederherstellungs-Selbstwirksamkeit (volitionale Phase) HAPA eingesetzt bei körperlicher Aktivität, Ernährung, Compliance,Vorsorgeuntersuhcung - HAPA 2 bis 4 Stadien
- Transtheoretical Model TTM (Prochaska & Di Clemente, 1983) • Das am häufigsten angewendete Stadienmodell • ursprünglich: Raucherentwöhnung • 6 Stadien bzw. Stufen • hierarchisch • nacheinander zu absolvieren 1. Präkontemplation 2.Kontemplation 3.Vorbereitung 4.Handlung 5.Aufrechterhaltung 6.Termination
- Stadien des TTM wie bei allen Stadienmodellen wird angenommen, dass sechs Stufen sich qualitativ voneinander unterscheiden und dass eine Person immer erst eine vorangegangene Stufe abgeschlossen haben muss, um in die nächste eintreten zu können - Zuordnung Stadien erflgt aufgrund der motivationalen Ausgangslage, der Absicht, zukünftiges Verhalten auszuführen und aufgrund des vergangenen Verhaltens einer Person 1. Präkontemplation: nicht über Verhaltensänderung in den nächsten 6 Monaten nachdenken, fehlendes Problembewusstsein -> Präkontemplation - gar nicht darüber nachdenken Verhalten zu ändern -sind sich auch nicht über Problematik ihres Verhaltensbewusst und sehen keine Veranlassung ihr Verhalten zu ändern 2. Kontemplation:Verhaltensänderung in 2-6 Monaten geplant KOntemplation -über Verhaltensänderung nachdenken -Raucher wägt Vor und Nachteile des Aufhörens gegenseitig ab - hat noch keine INtention gebildet mit Rauchen in nächsten MOnaten aufzuhören 3. Vorbereitung: Im nächsten Monat etwas ändern oder erfolgloser Versuch im Vorjahr; erste Versuche Vorbereitung -Versuch unternommen Verhalten zu ändern - Intention wird gebildet - bestimmtes Kriterium noch nicht erreicht zB gar keine Zigaretten mehr zu rauchen - sie unternehmen Versuche sich dem Verhalten anzunähern zb Reduzierung der Anzahl der täglich gerauchten Zigaretten 4. Handlung:z.B. mit dem Rauchen aufgehört (erste 6 Monate) Handlung -Verhalten ihrer Intention gemäß zb gar nicht mehr rauchen und strengen sich an dieses Verhalten aufrechtzuerhalten - Zielkriterien:die ersten 6 Monaten einer erfolgreichen Verhaltensänderung der Handlung zugeordnet 5. Aufrechterhaltung: z.B. länger als 6 Monate nicht geraucht, aber weniger als 5 Jahre Aufrechterhaltung -Verhaltensänderung zu stabilisieren und Rückfälle aktiv zu vermeiden - personen müssen sich hier weniger anstrengen das Verhalten aufrechtzuerhalten als bei Handlung - 5 Jahre in diesem Stadium wenn sie nicht raucht 6. Termination: > 5 Jahre gewünschtes Verhalten, hohe SWE, keine Versuchung mehr => Gewohnheit hat sich gebildet Termination - 5 Jahre lang Verhalten erfolgreich geändert -> hohe SWE und verspürt keine Versuchung - Aufrechterhaltung in diesem Stadium keine selbstregulative Anstrengung sondern gewohnheit - da wie bei Lernprozess es normal ist Fehler zu machen wie Rückschläge -> man kann in Stadien zurückfallen - nicht zwangsläufig in nächstes Stadium zu wehcseln -> zb jahrelange KOntemplation da Fehler im Lernprozess vorkommen können: spiralförmiger Veränderungsprozess
- Transtheoretical Model TTM • strenge Zeitkriterien • Stadienwechsel kann, muss aber nicht erfolgen (z.B. jahrelange Kontemplation) • In Studien: Stadienalgorithmus per FB, Studie - täglich 5 Portionen Obst/Gemüse essen erklärt - danach Frage wie viele Portionen essen sie normalerweise am Tag? -> bei weniger -> Antwortmöglichkeiten 1. nein, habe noch keine Gedanken gemacht (Präkontemplation). 2. nein, habe nicht vor damit zu beginnen (Präkontemplation), 3. Ja, ich habe vor auf lange Sicht damit zu beginnen (Kontemplation) und 4. Ja, ich habe vor in der nächsten Zeit damit zu beginnen in den 30 Tagen (Vorbereitung) - 62% in Präkontemplation , 20% in Kontemplation, 9% Vorbereitung, 1% Handlung, 8% Aufrechterhaltung BSP: 1. „Nein, ich will mein Verhalten nicht ändern und habe mir bis jetzt auch noch keine Gedanken gemacht.“Präkontemplation 2. „Ja, ich habe vor, auf lange Sicht (ca. in den nächsten 6 Mon.) damit zu beginnen.“Kontemplation 3. „Ja, ich habe vor, in der nächsten Zeit (ca. in den nächsten 30 Tagen) damit zu beginnen.“Vorbereitung
- Transtheoretical Model TTM (Prochaska & Di Clemente, 1983) Kritk Kritik • willkürliche Zeitkriterien willkürl = warum 6 MOnate handlung? -günstiger psychologische Kriterien anzusetzen - weitere wichtige Variablen der TTM ist SWE,Entscheidungsbalance, versuchung, Prozesse der Verhaltensänderung SWE: SWE -wahrgenommene Kompetenz, Risikosituationen die gewohnte Verhalten wie Rauchen entgegen der Intention auslösen, erfolgreich umgehen - SWE zeigt in meisten Studien einen linearen Anstieg über Stadien hinweg - in Präkontemplation geringste SWE -in Aufrechterhaltung höchste SWE -> widerspricht dass Stadien um diskrete, qualitativ unterschiedliche Phasen der Verhaltensänderung – Risikosituationen umgehen – linearer Anstieg über die Stadien (widerspricht qualitativer Phasenannahme) Stufen der Verhaltensänderung - andere wichtige Konstrukte der Verhaltensänderung sind die SWE, die Entscheidungsbalance und die Versuchung -> verschiedene Konstrukte aus anderen Theorien -> deshalb transtheoretisch • Entscheidungsbalance – wie Handlungsergebniserwartungen bei Bandura Entscheidungsbalance -gegeneinander abzuwägenden positiven und negativen Handlungsergebniserwartungen aus sozial-kognitiven Theorie Bandura -> konnte gezeigt werden, dass in präintentionalen Phasen der TTM die negativen Konsequenzerwartungen einer Verhaltensänderung überwiegen - kurz vor Übergang Handlungsphase umzukehren -> positive Handlungsergebniserwartung eine größere Rolle spielt • Versuchung – bisher kaum untersucht Versuchung -in wenigen Studien erfasst - Def: wahrgenommene Dringlichkeit mit Person in einer schwierigen Situation ihrer Gewohnheit wie Zigarette zu rauchen nachgeben möchte
- Transtheoretical Model TTM 10 Prozesse der Verhaltensänderung 5 kognitiv-affektive Prozesse (Erhöhung des (Problem)-Bewusstseins, Neubewertung der eigenen Person & der Umwelt, emotionale Relevanz, soziale Befreiung) präaktionale Phase 5 verhaltensorientiere Prozesse (Kontingenzmanagement, Beziehungen, Gegenkonditionierung, Selbstbefreiung, Stimuluskontrolle)aktionale Phase Abfolge passt gut bei Raucherentwöhnung, bei Bewegung oder Ernährung zeigen sich andere Muster
- Transtheoretical Model TTM 10 Prozesse der Verhaltensänderung 5 kognitiv-affektive Prozesse (Erhöhung des (Problem)-Bewusstseins, Neubewertung der eigenen Person & der Umwelt, emotionale Relevanz, soziale Befreiung) präaktionale Phase 5 verhaltensorientiere Prozesse (Kontingenzmanagement, Beziehungen, Gegenkonditionierung, Selbstbefreiung, Stimuluskontrolle)aktionale Phase Abfolge passt gut bei Raucherentwöhnung, bei Bewegung oder Ernährung zeigen sich andere Muster Prozesse der Verhaltensänderung - kognitiv-affektiev Prozesse in präaktiobnale Phasen hilfreich -verhaltensorientierte Prozesse in aktionale Phase - Metaanalyse Abfolge bei Rauchentwöhnung zutrifft
- Precaution Adoption Process Model PAPM (Weinstein, 1988) • Bedeutung einer gesundheitlichen Gefahr für die Verhaltensänderung • keine zeitlichen Kriterien • Rückschritte möglich, jedoch nicht auf Stufe 1 Stufe 1: Unkenntnis (neu) Stufe 2: in Kenntnis aber ohne Bezug Stufe 3: Entscheidung Stufe 4: Entscheidung nicht zu handeln Stufe 5: Entscheidung zu handeln Stufe 6: Handlung Stufe 7: Aufrechterhaltung S.60
- Precaution Adoption Process Model PAPM (Weinstein, 1988) (3) • Viele Studien querschnittlich (ähnlich TTM) • Gemäß der Annahme der Stadienmodelle: – Interventionen nur dann effektiv, wenn auf die Bedürfnisse zugeschnitten (tailored interventions) Bsp. Rauchen: Warnhinweise: Stufe 1-> 2 Unkenntnis zu Kenntnis aber ohne Bezig Hilfe bei der Initiierung der Entwöhnung: Stufe 5 -> 6 Entscheidung zu Handlung präintentionale vs. postintentionale Stufen unterscheiden, alle 7 Stufen bisher nicht zus. untersucht Fallbeispiel: -Raucher -Gewicht 110 KG -wenig Sport, Sessel -Frau rät auf Gesundheit beachten -Schmerzen Brust -Angina-Anfall: beschließt sein Leben zu ändern und an Frau zu hören -> PAPM: Stufe 5: Entscheidung zu handeln -> vorher auf Stufe 2 oder 3, wusste von Problem aber wollte nicht handeln -> jetzt, da er Angina hatte, entscheidet sich zu handeln aber hat noch nicht gehandelt ->Stufe 2: wusste dass er übergewichtig ist, da Frau es ihm gesagt hat dass es gesundheitsgefährdend ist, aber er wollte auch nicht handeln schwierig da Interpretationssache, deshalb eher Stufe 2 vorher (in Kenntnis bare ohne Bezug), da stand nicht lass die Alte doch reden -> jetzt durch Anfall ist ihm klar geworden, dass er sein Verhalten ändern soll -> jetzt ist er irgendwie auf Entscheidungsstufe gekommen (Stufe 3), dann beschloss er auf Frau zu hören (Stufe 4: Entscheidung zu handeln) - Intervention: Nächste Schritt auf Stufe 6 der Handlung zu kommen, - > Frau könnte ihn anleiten zum Arzt zu gehen, oder gemeinsam Sport zu treiben und von Frau unterstützen zu lassen - > er muss auf nächste Stufe kommen - > er könnte Schnupperkurs in Sportverein machen, sodass er was macht Wie kann man aufrechterhalten: sieht dass er die ersten Erfolge(SWE ich kann das) macht und das auch sieht, Verpflichtung seiner Frau, sie trennt sich von ihm , Regelmäßigkeit implementiert
- Radongas Studie Radongas-Studie: -radioaktives Gas - entsteht im boden -hohe Radongas-Konzentration im Haus zweithäufigste grund für Lungekrebs - durch Test Radongas unproblematisch zu messen - Studie ob PAPM bestätigt - 1000 Personen in 4 Gruppen aufgeteilt -> 1. Kontrollgruppe -> keine INtervention 2.Gruppe, hohe Wahrscheinlichkeit einer erhöhten Radonkonzentration im Haus informiert wurde 3.Gruppe ein Bestelllformular für Test geschickt, um Aufwand des Bestellens zu verringern 4.Gruppe die beide Interventionen erhielt (hohe Wahrscheinlichkeit und geringer Aufwand) -Mehrzahl der Personen (70%) in fünfte Stufe befand (entschlossen zu handeln) - Rets 28% auf dritte Stufe (unentschlossen) -hohe Wahrscheinlichkeit-Intervention mehr Personen von der dritten Stufe in die fünfte Stufe vorrücken ließ als von fünfte in STufe der Handlung - durch geringen Aufwand mehr Personen von Stufe 5 in Stufe 6 als aus Stufe 3 in 5 oder 6