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Psychologie und Kulturelle Vielfalt (Subject) / Fachbegriffe (Lesson)
Grundlagen
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- Diversität lat. diversitas, menschliche Vielfalt
- Diversity Management Konzept, das vornehmlich in der Unternehmensführung benutzt wird. Zentraler Grundgedanke ist, dass heterogene Arbeitsgruppen homogenen Gruppen bei der Generierung von neuen, innovativen Ideen überlegen sein können. Voraussetzung ist interkulturelle Kompetenz. Durch effektive Kommunikation und Koorperation entsteht ein Gefühl der Wertschätzung trotz Unterschiedlichkeit.
- Gleichberechtigungsgesetz Ausdifferenzierung der in Art. 3 des GG verankerten Grundrechte. Es gibt vier Gleichbehandlungsrichtlinien: 1. Gleichbehandlung verschiedener Gruppen im Beruf 2. Antirassismus 3. Gleichbehandlung der Geschlechter in der Arbeitswelt 4. Gleichbehandlung der Geschlechter außerhalb der Arbeistwelt
- Dimensionen von Diversität primäre Dimension = angeboren sekundäre Dimension = erworben Daniels and Mcdonald (2005): 1. social category diversity (= primäre D.) 2. informational diversity (= sekundäre D.) 3. value diversity = Unterschiede bezüglich Überzeugungen, Werten und Einstellungen
- kulturelle Werte = innerhalb einer Kultur als erstrebenswert erachtete Zustände oder übergeordnete Ziele, unterscheiden sich in Valenz und Intensität
- Überzeugungen = persönliche Ansicht darüber, ob etwas "wahr" oder "nicht wahr" ist, kann innerhalb einer Kultur oder zwischen verschiedenen Kulturen variieren, sie können peripher (individuelle Vorlieben, Ideen, Erwartungen) oder zentral (grundlegende Lehren innerhalb der Kultur wie Welt funktioniert) sein
- Einstellungen = subjektive Bewertung eines Objekts, kann positiv oder negativ und unterschiedlich stark sein, Einstellungsobjekt kann vieles sein wie z.B. Verhaltensweisen, soziale Stimuli, abstrakte Begriffe
- Kultur = ist sozial vermittelt, relativ zeitstabil und bezieht sich sozial geteilte Überzeugungen, Werte, Praktiken, Ideen und Gewohnheiten
- Individualismus = kulturelle Orientierung, Weltanschauung, die ein Bündel an kulturell vorherrschenden und sozial geteilten Meinungen, Überzeugungen und Werten repräsentiert Im Individualismus steht das Individuum und dessen Unabhängigkeit im Mittelpunkt, das Soziale sowie die soziale Verpflichtung am Rande der Aufmerksamkeit. Individualistische Kulturen: anglo-amerikanische, zentral- und nordeuropäische
- Kollektivismus = Weltanschauung und Gegenteil des Individualismus Im Kollektivismus steht das Individuum in Beziehung zur Gruppe sowie die sich daraus ergebene soziale Verpflichtung im Mittelpunkt der Sichtweise. Das Personal ist lediglich eine Komponente des Sozialen und die Eigengruppe zentraler, sozialer Referenzpunkt. Kollektivistische Kulturen: konfuzianisch-asiatisch, sub-sahara-afrikansich, arabisch
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- 4 Systemebenen nach Oyserman (sozial kontextualisiertes Modell) 1. distale Ebene (Gesellschaft) 2. proximale Ebene (Werte vermittelnde Instituationen) 3. individuelle Ebene (Denken, Fühlen, Handeln des Individuums) 4. situationale Ebene (spezielle soziale, kulturelle Situation) Alle Ebenen stehen in Wechselwirkung. Kultur gibt jeder sozialen Situation einen Rahmen und beeinflusst sie.
- Vorurteile = positive oder negative Bewertung einer sozialen Gruppe und ihren Mitgliedern
- Einstellungen = individulle Meinungen, häufig gestützt durch Stereotype/ Vorurteile
- Stereotyp = sozial geteilte Überzeugungen innerhalb einer sozialen Gruppe/Kultur über Verhalten, Attribute, Eigenschaften von Mitgliedern der eigenen oder anderer sozialer Gruppen/Kulturen
- Sozialer Identitätsansatz Es wird davon ausgegangen, dass die kulturelle Zugehörigkeit das Selbstkonzept prägt. Das Selbst ist dabei eine relativ flexible Form der Selbst-Defintion, die mit dem kulturellen Kontext variiert. Es wird unterschieden in zwei soziale Identitäten: 1. personale/ individuelle Identität = Ich vs. Ihr 2. soziale/ kulturelle Identität = Wir vs. Sie