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Schulpädagogik (Subject) / Erziehung und pädagogische Anthropologie (Lesson)

Fragen+Antworten

This lesson was created by Claudio1.

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  • Worin unterscheidet sich »sozial machen« und »sozial werden«? Enkulturation – Erwerb kultureller Basisfähigkeiten Sozialisation – sozial werden Erziehung – sozial machen Individuation -- einzigartiges Individuum werden
  • Welches anthropologische Argument führt zu der Annahme, der Mensch müsse ›erzogen‹ werden? Mensch ist: ·          ein ›instinktreduziertes Mängelwesen‹, ·          eine ›physiologische Frühgeburt‹ bzw. ein ›sekundärer Nesthocker‹ ·          Allerdings bedarf es über diese ›Natur‹ hinweg eines kulturellen Überbaus –                nur dann wird der Mensch zum Mensch und damit gerät die Erziehung zum                humanisierenden Auftrag.
  • Was bedeutet es, wenn Werte und Normen für Erziehung unerlässlich sind? Erziehung ist immer mit Werten und Normen: ·          Werte: oberste Prinzipien und Grundüberzeugungen mit verhaltenslenkender               Wirkung, sind allgemein als wünschenswert in einer Gesellschaft anerkannt               (z.B. Toleranz, Gerechtigkeit) ·          Normen: gesellschaftliche Verbindlichkeiten, konkrete Vorschriften für                          Verhalten, z.B. durch Gesetze gesichert (z.B. Schutz von Privateigentum). ·          Erziehungsprozesse sind immer Aushandlungsprozesse ·          Erziehung „riecht“ nach Fremdbestimmung            Erziehung ist normativ und spielt sich in gesellschaftlichen Kontexten                          ab. Erziehung kann daher nicht primär der Anpassung und                                          Unterdrückung dienen.
  • Was ist unter ›intentionaler Erziehung‹ zu verstehen? Intentionale Erziehung: bewusst planend gesetzte Erziehungsmaßnahmen,  geleitet von Wertvorstellungen, planvoll auf andere Menschen einwirken Persönlichkeiten fördern ·Helmut Fend zwei Begriffen: ‚Sozialwerdung’ (Enkulturation und der Sozialisation) und‚Sozialmachung’ (Erziehung/persönlichkeitsbildende Prozess) des Individuums
  • Welche Erziehungsstile lassen sich nach Lewin et al. (1939) unterscheiden? Lewin/ Lippitt/ White (1939): autoritär, demokratisch, laissez-faire Hurrelmann (1992): autoritär, permissiv (nachsichtig), vernachlässigend, überbehütet Tausch/ Tausch (1991): sozial-integrativ vs. autokratisch
  • Wie lässt sich der autoritativ-partizipative Erziehungsstil nach Hurrelmann (2002) charakterisieren? ·          Hurrelmann (1992): autoritär, autoritär-partizipativ, permissiv (nachsichtig),                  vernachlässigend, überbehütet Autoritativ-partizipativer Erziehungsstil:   Berücks.kindl.Bedürfnisse niedrig + Einsatz elt. Autorität niedrig ⇒vernachlässigender Erziehungsstil  Berücks.kindl.Bedürfnisse niedrig + Einsatz elt. Autorität hoch                                   ⇒autoritärer Erziehungsstil       Berücks.kindl.Bedürfnisse hoch+ Einsatz elt. Autorität hoch                                        ⇒überbehüteter Erziehungsstil Berücks.kindl.Bedürfnisse hoch+ Einsatz elt. Autorität niedrig                                     ⇒permissiver Erziehungsstil
  • Was ist der Gegenstand der ›pädagogischen Anthropologie‹? Im Rahmen der Pädagogischen Anthropologie geht es um den Menschen aus pädagogischer Sicht – um den lernenden und zu erziehenden und sich entwickelnden Menschen. Beispiel: Wilde Kinder
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