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Wissenschaftliches Arbeiten (Subject) / Fragekatalog (Lesson)
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- Was verstehen sie unter Entdeckungs-, Begründungs- und Verwertungszusammenhang als forschungslogische Einordnung? 1)Entdeckungszusammenhang: explorative Sammlung relevanter Fragestellungen und Themen Mind Mapping Strukturierung der Fragestellung (zB. im Problembaum) Einengung der Fragestellung (ceter paribus) Ziel der Untersuchung, Motivation, Auftrag (!steht nicht im Skript!) 2)Begründungszusammenhang: Fragestellung Indikatorenbildung Hypothesenformulierung Theorieneinbindung Festlegung empirischer Methoden Bearbeitungstiefe vs. Breite 3)Verwertungszusammenhang: Kommunikation der Ergebnisse schriftl: wissen. Publikation, mündl:Vortrag, Anleitung, Training Lernerfahrung
- Induktion und Deduktion 1)Induktion: Vom Besonderen/Einzelgedanke zum Allgemeinen/Hauptgedanke induktives Vorgehen basiert auf der Erfahrungsmethode bzw. empirische Methode Erfahrungsmethode=Beobachten ->Hypothese->Gesetz 2)Deduktion: vom Allgemeinen/Hauptgedanke zum Besonderen/Einzelgedanke aus allgemeinen Theorien werden Einzelerkenntnisse gewonnen und Schlußfolgerungen abgeleitet Bsp. :Winkelsumme im Dreiecken 180°, lässt sich mit vorausgegangenen Sätzen über Winkel an Geraden beweisen.
- Welchen Anforderungen unterliegt empirische Forschung? Objektivität: Erfassen gesellschaftlicher Daten muss intersubjektiv nachvollziehbar sein. Reliabilität: Es muss so gemessen werden, dass bei einer Wiederholung der Messung unter gleichen Bedingungen identische Ergebnisse erziehlt werden. Validität: Das Messinstrument muss auch messen, was es messen soll
- Was sind die wesentl. Charakteristika einer wissenschaftlichen Hypothese? drückt eine kausale Beziehung oder eine Ursachen-Wirkungs-Relation aus sind falzifizierbar; dh. sie lassen sich mit empirischen Befunden testen und als richtig oder falsch beurteilen sind mit Forschungsfragen und Theorien logisch verknüpft haben mind. 2 Variablen lassen Vorhersagen zu
- Differenzieren sie zwischen Zielen der explorativen, beschreibenden und erklärenden Forschung! Explorativ: Vertrautmachen mit grundlegenden Fakten, Menschen und anstehenden Problemen Realität fundiert mental abbilden Ideen dokumentieren und vorläufige Hypothesen und Theorien ableiten Durchführbarkeit zusätzlicher Forschungen abklären Fragen formulieren und Problemkomplexe strukturieren zur weiteren systhematischen Datenerhebung Thrend für künftige Forschungen skizzieren Beschreibend: exaktes Profil einer Gruppe erstellen Prozess, Mechanismus oder Relation beschreiben verbales o. zahlenmäßiges Bild entwickeln Informationen finden, um neue Erklärungen zu stimulieren wesentliche Hintergrundinformationen oder einen Kontext präsentieren eine Kategoriengruppe oder Typen ermitteln Informationen dokumentieren, die früheren Meinungen zu einem Thema widersprechen Erklärende: Genauigkeit eines Prinzips oder einer Theorie ermitteln konkurrierende Erklärungen gegeneinander abwägen Wissen über Prozessabläufe komplettieren Synthese von Problemen oder Themen in einem übergeordneten Themenkomplex eine Theorie weiterentwickeln Theorien oder Modelle in neu Wissensgebiete ausweiten Theorien oder Annahmen stützen oder widerlegen
- Charakteristika von Forschung anhand von Fallstudien Fallstudie ist keine konkrete Erhebungstechnik, sondern eine Verbindung mehrerer Methoden ->Forschungsansatz Methoden: Fragebogen, Intervie, Beobachtung, Gruppendiskussion Verwendung vor allem in der empirischen Sozialforschung Fallvergleichende Analsyse und Interpretation
- Zeitplanung für die Stufen wissenschaftlichen Arbeitens Erhalt des Themas Themenreflexion Gedankensammlung Grobgliederung Stoffsammlung / Materialsuche Dateigliederung / Materialauswertung Ausarbeitung Abgabe der Arbeit
- Axiomatisches Denken höchste Ziel philosophier Bemühungen = Finden des absoluten Anfangs des Denkens, Nullpunkt von dem man durch Anwendung von Denkregeln zu kompliziertesten aussagen gelangt erster und bekanntester Versuch zum Aufbau eines derartiges Denksystem = Axiomatik; man ging von s.g. Axiomenen aus "Axiom" grich. = Würde, Ansehen Axiom = Satz der hohes Ansehen in der Wissenschaft besitzt, weil er nicht bezweifelt werden soll und (durch Vereinbarung mit den ihn Benutzenden) somit nicht widerlegbar ist
- Kritischer Rationalismus Basis: "Logik der Forschung", 1935 von POPPER veröffentlichtes Buch Negation der absolut sicheren Erkenntnis; Gegensatz zum Rationalismus, es ist nicht Möglich sicheres Wissen zu erreichen Falsifikationprinzip = Forscher muss versuchen Hypothese zu widerlegen Vorraussetzung = Nachprüfbarkeit muss intersubjektiv möglich sein
- Differenzierung zw. analytischen und nicht-analytischen Forschungsmethoden 1)analytisch: Def. = in seine Bestandteile zerlegend Forschungsgegenstand in einzelne Bestandteile aufgelöst Betrachtung der Beziehung der einzelnen Bestandteile untereinander 2)nicht-analytisch: Forschungsgegenstand als Ganzes erfasst und interpretiert so arbeiten: Phänomenologie, Hermeneutik und Dialektik
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- Hermeneutik nicht-analytische Forschungsmethode Methode: Lebenssituationen als solche verstehend erfassen in der Lebenssituation steht von vorneherein selbst der positivistische Wissenschaftler als Privatperson (Wissenschaftler selbst wird einbezogen!) Lehre von dem, was wir immer schon vorfinden hermeneutischer Zirkel: Was wir wissen wollen, müssen wir schon wissen. Die historischen Zeugnisse erhellen sich gegenseitig. Bsp.: Geschichtsforschung; Quelle kann nur durch eine bereits bekannte beurteilt werden. Tatsachenerhebung und Interpretation greifen ineinander (Keine Hypothesenformulierung) (eigene Aufzeichnung)
- Aktionsforschung methodische Vorgehensweise, die der Kritischen Theorie entspricht Forscher bleibt in Bezug auf das Forschungsobjekt nicht außen vor Forscher mischt sich in Aktion ein, ist aber auch Beobachter; führt nach Meinung konventioneller Wissenschaft zum unüberbrückbaren Konflikt Offenlegung von Interessen ist von besonderer Bedeutung hoher moralischer Anspruch
- Oral History Produktion, Analyse und Interpretation mündlicher Quellen Gegenstand: Alltagsgeschichte und -kultur der "kleinen Leute" persönliche Erinnerungen und Erfahrungen Keine Rekonstruktion von Wirklichkeit möglich ablesbar, wie Erfahrenes verarbeitet und unter Umständen auch einer gesellschaftlichen Umdeutung unterworfen wurde
- Die wissenschaftliche Versuchsplanung erfordert die Definition der Versuchsfrage und die Ableitung der wissenschaftlichen Zielsetzung. Welche 5 grundsätzlichen Aufgaben sind danach zu lösen? Wahl der geeigneten Versuchsobjekte Festlegung der Prüfglieder Bestimmung des Aussagebereichs der Versuchsergebenisse (Versuchstyp, Wirkungsgefüge des Versuchs) Festlegung der Prüfungsmerkmale (Wirkungsmessung der geprüften Faktoren) Die Art der Ermittlung der Merkmalswerte
- Die Varianten des Versuchs werden als Prüfglieder (Behandlungen) bezeichnet. Welche Funktionen haben dabei s. g. Nullvarianten oder auch Standartvarianten zu erfüllen? Kontrollpprüfglieder - keine spezielle Behandlung des Versuchsobjektes Gegenüberstellung, Verlgeich mit speziell behandelten Versuchsobjekten
- Die biometrische Versuchsplanung verlangt eine Präzisierung der Versuchsfrage, des -ziel und der -planung. Welche 5 Grundsätze der Versuchsplanung und -durchführung sind hierbei zu bachten? definieren des zu testenden Bereiches der Versuchsvariante (Prüfglieder) begrenzen des Experiementes auf wenige Versuchsvarianten (Prüfglieder) randomisieren der Versuchsvarianten (Prüfglieder) wiederholen der Versuchsvarianten erfassen aller geplanten und durchgeführten Aktivitäten für den Feldversuch
- Welche systematischen Störgrößen können in der Feldversuchsanlage auftreten? 1)Positionseffekt: Bodenvariation Windeinfluss Hanglage Schaderregerrichtung 2)Personaleffekt: Pflanzung Messwerterfassung 3)Termineffekte: Verzögerung der Versuchsmaßnahmen 4)Techn. Effekte: Veränderung von Einwirkungen 5)Genet. Effekte: versch. Genotypen
- Beschreiben sie eine randomisierte vollständige Blockanlage mit innerer und äußerer Struktur. Grundsatz: zufällige Zuordnung der Varianten zu den Versuchseinheiten jedes Prüfglied muss gleiche Chancen haben, einem bestimmten Teilstück zugeordnet zu werden Bildung von Blockanlagen: vollständige Blöcke enthalten alle Prüfglieder unvollständige Blöcke nicht Äußere Blockstruktur: Anordnung der Blöcke zueinander Innere Blockstruktur: Anordnung der Teilstücke im Block randomisierte vollständige Blockanlage: äußere und innere Struktur frei gestalltbar, Wachstumsbedingungen möglichst weitgehend homogen
- Warum müssen die Prüfglieder (Behandlungen) eines waldbaulichen Feldversuchs in mehreren Wiederholungen angelegt werden? Zufällige Fehler durch Wdh. der selben Varianten eingeschrenkt!
- Warum sind alle geplanten und durchgeführten AKtivitäten, sowie Beobachtungen bezüglich des waldbaulichen Feldversuchs zu erfassen? sorgfältige Dokumentation = Grundlage für Vorbereitung, Durchführung, Auswertung und Interpretation des Feldversuchs Auswertung und Interpretation sind wichtige Größen um überhaupt Aussagen treffen zu können um zu einem Ergebnis zu kommen
- Warum bezeichnet man die Varianzanalyse mit dem F-Test als grundlegendes Auswertungsverfahren von Feldversuchen? Liefert allgemeine Aussagen über die Wirkung des geprüften Faktors.
- Worin besteht der Unterschied zwischen quantitativer und qualitativer Sozialforschung? Qualitativ: Erhebung nicht standartisierter Daten (in Form von offenen Interviews pder Dokumenten wie Tagebüchern) deren interpretative, sinnverstehende und hermeneutische Analyse Quantitativ: alle Vorgehensweisen zur numerischen Darstellung empirischer Sachverhalte die Methoden betreffen die Stichprobenauswahl, Datenerhebung (Messung) und Datenanalyse, z.B. Untersuchung des Wahlverhaltens, Konsumverhaltens, Heiratsverhaltens oder Migration Unterschied beider liegt in den angewandten Methoden!
- Schildern sie bitte kurz die Vor- und Nachteile mündlicher und schriftlicher Befragungen! 1) Schriftlich: Vorteile niedrige Kosten, geringer Zeitaufwand flächendeckende Befragun kein Einfluss des Interviewers Befragter kann Fragestellung besser durchdenken höhere Bereitschaft durch variablen Beantwortungszeitraum Nachteile geringere Rücklaufquoten keine Klärung von Verständnisproblemen unkontrollierbarkeit der Erhebungssituation Unkenntnis über Ausfallgründe 2) Mündlich: Vorteile genaue detaillierte Information Flexibilität spez. Eingehen auf Befragten subjektbezogene indiv. Inhalte Nachteile hohe Kosten, hoher Zeitaufwand gewonnene Daten schlecht für allgemeingültige Aussagen vorwendbar
- Welche Objekte können einer Inhaltsanalyse unterzogen werden? Texte, Bilder und Filme Schwerpunkt liegt auf der Analyse von Texten
- Welche Probleme können auftreten, wenn Waldbesucher im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung beobachtet werden sollen? großes Beobachtungsfeld Erholungssuchende meist "schnell" unterwegs Konflikt: Beobachter kann als Störenfried empfunden werden Information und Einverständnis im voraus notwendig (z.B. bei Kindergruppen) Neutralität muss gewahrt bleiben Persönlichkeitsschutz, Datenschutz, Anonymität + Risikoaufklärung berücksichtigen generelle Informationspflicht über Ziele und Methoden der Untersuchung Respektieren der Perönlichkeitsrechte
- Warum kann die Tätigkeit als wissenschaftlicher Beobachter zu sog. "Rollenkonflikten" führen? ethisch-moralisch bedingt eventuell Verletzung der Privatsphäre, aber notwendig um Ergebnis nicht zu verfälschen Beobachter eher passiv - muss einzelne Handlungen unbewertet lassen bei teilnehmender Beobachtung Rollenkonflikt zwischen Beobachter (Distanz) und Teilnehmer (Identifikation) Konflickt = Distanz vs. Identifikation
- Welche Vor- und Nachteile sind mit der Verwendung von offenen Fragen in Fragebögen verbunden? Vorteile: persönliche Meinung kommt zum Ausdruck ganze Bandbreite an Variabilität Aufforderung zu inhaltlicher und persönlicher Beteiligung Nachteile: Verständnisprobleme erschwerte und aufwendige Auswertung keine allgemeingültige Aussage möglich
- Was versteht man unter "sozialer Erwünschtheit" (social desirability)? Störfaktor bei Befragung in Sozialwissenschaft und Marktforschung sogenannte Verzerrung Liegt vor, wenn Befragte Antworten geben, von denen sie glauben, sie träfen eher auf Zustimmung, als die korrekte Antwort, bei der sie soziale Ablehnung befürchten 2 Arten: kultrurelle und situationale Ausmaß der Verzerrung auch abhängig vom Thema der Befragung Besonders betroffen heikle oder peinliche Fragen