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Spezielle Krankheitslehre Chirurgie (Subject) / 2. LK (Lesson)
- ACG nach Tossy
- SG-Luxationen
- UA-Frakturen
- distale Radiusfrakt.
- Schenkelhalsfrakt.s
- KG-Verletzungen:
- dist. Fem.
- prox. Tibia
- Bandverletzungen
- Unhappy triad
- Sprunggelenksfrakt.s
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- ACG Acromioclavicular-Gelenk = Schultereckgelenlk/äußeres Schultergel. - gehalten von 2 Bändern: Lig. acromioclaviculare Lig. coracoclaviculare
- ACG-Verletzungen Ursachen: direkt: Sturz auf Schulter (Hand-, Fußballer, Radfahrer,...) indirekt (selten): Sturz auf ausgestreckten Arm Einteilung nach Tossy/ Rockwood in Grade (I-III) Diagnostik: Röntg.panoramaaufnahme (-> zum Ausschluss Knoch.verletz.s) - Patient Gewichte in Hände -> Röntgen gesunder & betr. Seite Sonographie (-> zum Ausschluss Weichteilverletz.s)
- Einteilung Rockwood/Tossy 1. Grad: Distorsion - Verstauchung/ Verzerrung 2. Grad: Subluxation - unvollst. Ausrenkung 3. Grad: Luxation - vollst. Ausrenkung (= vollst. Kontaktverlust gelenkbildender Knochenenden)
- Rockwood/Tossy GRAD 1 Distorsion - "Verstauchung"/"Verzerrung" = Bandapparat gedehnt, nicht ruptiert Sympt.s: Überdehnung Bänder DOLOR, TUMOR, uU Hämatom anatom. richtige Stellung
- Rockwood/Tossy GRAD 2 Subluxation - "unvollst. Ausrenkung" = Lig. acromioclaviculare ruptiert; Lig. coracoclaviculare überdehnt Sympt.s: DOLOR, TUMOR, Hämatom evtl. kl. Stufe zw. Acromium & Clavicula Bew.einschränkung
- Rockwood/Tossy GRAD 3 Luxation - "vollst. Ausrenkung" = Ligg. acromioclaviculare et coracoclaviculare ruptiert Caput claviculare springt aus Acromiumpfanne Sympt.s: DOLOR, TUMOR, Hämatom lat. Clavicula-Hochstand auf betroffener Seite durch: Muskelzug des M. sternocleidomastoideus Bewegungsunfähigkeit Arm ABD max. 60° Klaviertastenphänomen: Clavicula federt beim nach unten Drücken wieder hoch
- Rockwood/Tossy THERAPIE Grad 1 Desault-/Gilchristverband (Arm angewickelt an Körper fixiert -> Ruhigstellung Schulter gürtel an betroffener Seite Grad 2 häufig wie Grad 1 -> Vernarbung des ruptierten Bands Grad 3 OPERATIV Reposition Retension: Verplattung/Zuggurtung zur Festigung knöchernder Strukturen Bandnaht (beider), uU Bandplastik Fixierung Desault-/ Gilchristverband - nach Heilung Entfernung Platten/ Drähte
- Schultergelenk Articulatio humeroscapularis Problem: Verhältnis G.kopf - G.pfanne = 4 : 1 -> für Beweglichkeit
- Luxation des SG - häufigste, wg. Verhältnis Kopf : Pfanne Ursache: indirektes Traumata: Rotationsbewegungen in Schulter (Skifahren, Festnahmegriff Polizei, Motorradunfälle direktes Tramata: Sturz auf Schulter habituelle SG-Luxation (Habitus->vorliegender Körperbau): angeborene BG-Schwäche
- Verletzungen des Schultergelenks Unterteilung nach Luxationsrichtung: ventral: Kopf vor ACG dorsal: Kopf hinter lateralem Scapula kranial: Kopf über Gelenkpfanne (i.V. mit Acromion-Fraktur -> Abrissfraktur vom Acromion kaudal: Kopf unter Gelenkpfanne
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- Symptome SG-Luxation DOLOR spürbar leere Gelenkpfanne Deformität Schulterbereich (abh. von Richtung) Schonhaltung (Arm tragen -> Schulter hoch gedrückt) Bew. unmöglich - passiv & aktiv
- Komplikationen Verletzung SG Mitverletzungen Armnervengeflecht - Plexus brachialis (Sensibilitätsstörungen (u.a. Parästhesien), periphere (/schlaffe) Lähmung Gefäßverletzungen - Hämarthros, Hämatom Band-/Kapselverletzungen -> verstärkter Schmerz & Gelenkinstabilität Schädigung hyalinen Knorpels, durch Aufeinanderreiben der Knochen -> Gefahr frühzeitiger Omarthrose Degenerative Erkrankungen des SG und Strukturen herum PHS - Periarthropathie humeroscapulares starke Rezidivneigung
- Diagnose SG-Lux Inspektion & Palpation Anamnese -> Unfallhergang? nach schnellstmgler Relux. im Akutzustand: uU Röntgen (-> Abrissfraktur?) Arthroskopie
- Therapie SG-Verletzung - Ruhigstellung in Abspreizsschien ca. 3-6 Wochen Humerus in ca. 60° ABD fixiert -> Kopf opt. in Pfanne gedrückt - Gipsversorgung bei Mitverletzungen -> intensive Mobili. durch Physiotherap. (Abspr. Arzt)
- Unterarmfakturen -> antebrachiale Frakturen Monteggia Galeazzi Kombi.frakt.s -> Membrana interossea immer mit verletzt -> immer Radius u/o Ulna frakturiert -> Urs.: direkt: Schlag indirekt: Sturz
- Monteggia-Fraktur = Ulnaschaft-Frakt. + Lux. Radiusköpfchen (schiebt sich aus prox. Radioulnargelenk -> schiebt sich vor dist. Ende Ulna)
- Sympt./Diag. Unterarmfraktur Sympt.: DOLOR TUMOR FUNCTIO LAESA (Bew.einschr.s + SUP/PRON.) Bewegl. außerhalb Arthros, Dislokation, sichtb. Frag.s, Krepitaion Mitverletzung aller Nerven mgl.: N. ulnare -> Sensi.st. Klein-Finger-Seite N. medialis -> Sensi.st. palmarer Bereich, mehr daumenwärts N. radialis -> Sensi.st. dorsalen Bereich, mehr daumenwärts Diag.: Röntgen
- Therapie Unterarmfrakt. kons.: -> wenn keine Mitverletzung & geschl. Fraktur Reposi. bei Kombifrakt.s + Re-Lux. Mont./Galea. Retension: Unterarmgips ( mit Handgelenk) + Schulter bei Monteggia ( zu Ruhigstellung prox. Gel.) -> nach 24h zirkulärer Gips operat.: -> bei Mitverletzungen FLOP & Osteosyntheseverf. (Verplattung) Naht Membrana interossea Vorteil: nach Abheilung Wunde -> ü.s.
- distale Radiusfraktur -> häufigste Fraktur am menschl. Skelett Urs.: - Sturz auf Hand (dors.EXT, volar FLX) - Schlag auf Handgelenk -> 2 Unfallmechas: nach Colles: dorsal Extension nach Smith: volar Flex
- d.R. nach SMITH -> Sturz auf volar flexierte Hand -> Radius bricht im Bereich der distalen Epiphyse -> meist ohne Disloki.
- d.R. nach COLLES -> Sturz auf dorsal extendierte Hand; >90% dieser Unf.mech. -> Dislokis: Fourchette-& Bajonettstellung ↓ - distales Radiusfragment in Richtung palmar "nach oben" - Vorsprung unterhalb Daum Richtung H.innenfläche ↓ - distales Radiusfrag. nach lateral (zum Daumen)
- Symptome und Diagnose der distalen Radiusfraktur Symptome: DOLOR TUMOR FUNCTIO LAESA (in alle Richtungen, alle Bewegungen Colles: tast- u/o sichtbare Disloki Sensistör. durch MV. N.radialis Diag.: Röntgen
- Therapie und Komplikas dist. Radiusfraktur kons.: - SMITH, da kaum Disloki - teilweise COLLES -> nach erfolgreicher Reposi. Gips-Retension operativ: - FLOP mit Reposi. - Retens mit Osteosyntheseverfahren: kleinere Radiusfragmente mit Kirschner-Drähten Plattenosteosynth. Komplikas: mglw. MORBUS SUDECK
- Schenkelhalsfrakturen mediale SHF-> F.L. innerhalb Gelenkkapsel- Kapsel rel. stabil, hält Femurkopf laterale SHF-> F.L. außerhalb Kapsel- instabil subtrochantäre-> unterhalb Trochanter major u. minor- sehr instabil
- Schenkelhalsfrakturen U./S./D./T. - ADD - Trauma (meist) -> Bein in ADD + Sturz auf Hüfte- ABD - Traume -> wegrutschen, wenn Bein in ABD Sympt.s: Prellmarke (bei Add-Tr.) Leistenschmerz Belastungsunmgl. betr. Bein: in AR & scheinbar verkürzt Diag.: Sichtbefund, Röntgen (Loki F.L.) Therap.: 99% op., 1% kons. (Jugend.& wo keine OP mgl.) dyn. HG-Schraube (in Fem.kopf & Verschr. im HG)-> Bew. im HG mgl.-> ABD/ADD eingeschränkt, damit Druck F.L. klein 95% Entfernung Schraube nach knöch. Heilung
- Kniegelenksverletzungen Distale Femurfrakt.s Bandverletzungen Meniskusläsion Patellafrakt. & -luxation Prox. Tibiafrakt.s
- Bandverletzungen UNHAPPY TRIAD Ruptur Lig. cruciatum anterior Ruptur Lig. collaterale medial Meniskusläsion Urs.: Skifahren Tritt ins Knie des Standbeins (Fußball)=> "Flexions-Valgus-Außenrotationsverletzungen"
- Symptome UNHAPPY TRIAD DOLOR -> Genus medial, stechend im Bereich Ligg. TUMOR -> KG-Erguss FUNCTIO LAESA -> eingeschränkte Beweglichkeit "Tanzende Patella" selten Einblutungen ( eher bei Ruptur hinteres Kreuzband -> Mitverletzung A. poplitea) hintere Schublade mediales Klaffen
- Diagnose UNHAPPY TRIAD - Röntgen -> auch schon bei Verdacht zum Ausschluss knöcherner Verletzungen ↓ Punktion KG ↓ Arthroskopie ↓ Schubladentest vord. Kreuzband ↓ Lachmanntest bei 30° Flexion im Knie
- Therapie UNHAPPY TRIAD Band- & Meniskusnaht Knorpelglättung abh. Schwere Verletzung/Vorschädigungen -> Band-, Menisciplastik Ruhigstellung in Orthese -> KG-Manchette hält Knie gestreckt - bis 3 Wochen, bei Intensivtherap. kürzer
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- Folge der UNHAPPY TRIAD Bandverletzung führt immer zu Knie-Instabilität -> intensive Muskelmantelschulung
- Sprunggelenksfrakturen Unfallmechanismen Supination- und Pronationstrauma Sprungtraumata (auch schon bei geringer Höhe mgl. bei Vorverletzungen/-schädigungen - Osteoporose) Einteilung nach Weber Orientierung an Syndesmose Malleolengabel auf Talus -> Malleolengabel zusammengehalten durch Syndesmose (-> vorrangig kollag. Fasern & elast. BG)
- Weber A = komplette Fraktur des Malleolus lateralis unterhalb Syndesmose Syndesmose intakt (Fib. hält auch ohne distales Stück an Tibia) Funktionalität M.gabel gstört
- Weber B = Frakur distaler Fibula mit gedehnter/teilruptierte Syndesmose durch stärkeres Trauma
- Syndesmose = Bandhaft
- Weber C = Fraktur Fib. oberhalb Syndesmose Syndesmose ruptiert Sprengung der Malleolengabel -> Talus rutscht zwischen Tibia und Fibula
- bimalleoläre Fraktur = bimalleoläre Fraktur nach Weber A/B/C-> beide Malleolen (Knöchel) frakturiert
- trimalleoläre Fraktur bimalleoläre Fraktur nach Weber A/B/C mit Talusfraktur
- Symptome Sprunggelenksfraktur DOLOR TUMOR (meist schnell und massiv) FUNCTIO LAESA (keine Bew., kein Stand auf Fuß mgl. -> DOLOR!!) Fehlstellung des betroffenen Fußes Luxation des oberen Sprunggelenks
- Diagnose Sprunggelenksfraktur sicher: Röntgen
- Therapie Sprunggelenksfraktur - konservativ -> wenn Syndsmose unverletzt - Weber A,B - ca. 6 Wo. Ruhigstellung in Unterschenkelfußgips, Orthese (-> Antipronations/-supinationsschuh)
- operative Therap. Sprunggelenksfraktur -> wenn Syndesmose mitverletzt Reposi Retension (Osteosynth.: Verschraubung, Verplattung) Bandnaht der Syndesmose -> in Schalengips bis Wundheilung √-> anschl. orthetische Versorgung (Pro-/Supinationsschuh)-> abh. von Shwere: 6-12 Wo. ü.s. -> KEINE Belastung
- volar Handinnenfläche