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Datenerhebung (Subject) / VL 2 (Lesson)
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- Falsifikationismus: Grundidee: Wissenschaft muss hypothesenprüfend vorgehen • Versuch, Gesetze zu falsifizieren
- Die drei Phasen einer psychologischen Untersuchung: Theoretische Phase (Fragestellung, Theoretische Einbettung, Ableitung von Hypothesen, Operationalisierung, Untersuchungsplanung) Empirische Phase (Datenerhebung, Datenaufbereitung und Datenanalyse) Entscheidungsphase (Interpretation, Präsentation und/ oder Publikation)
- Theorie (altgr. theoria: Anschauung, Einsicht): Eine Theorie ist ein System von logisch miteinander verbundenen und widerspruchsfreien Aussagen, welches bestimmte Ausschnitte der Realität beschreibt und erklärt. Sie enthält eine Reihe unabhängiger Aussagen oder Axiome, aus denen weitere Aussagen, nämlich Gesetze und Prognosen, mit Hilfe logischer Regeln abgeleitet werden können.
- Kriterien (psychologischer) Theorien • Logische Widerspruchsfreiheit, interne Konsistenz • Begriffliche Klarheit • Überprüfbarkeit • Sparsamkeit (Ockhams Rasiermesser) • Verträglichkeit mit anderen, bewährten Theorien • Möglichst extensiv (weiter Gegenstandsbereich)
- Methoden (altgr. methodos: Weg zu etwas hin) Verfahren zur Erreichung des Ziels --> dem Ziel untergeordnet Zugleich aber auch: zentrales Charakteristikum wissenschaftlichen Arbeitens
- Theorien sind nicht wissenschaftlich, wenn sie: • in sich widersprüchlich sind • unklare Begriffe verwenden • nicht empirisch überprüfbar sind bzw. keinen empirischen Gehalt haben
- Ockhams Rasiermesser (lex parsimoniae) Entia non sunt multiplicanda praeter necessitatem. Entitäten sollte man nicht über das Notwendige hinaus vermehren. Von zwei Theorien, die unter allen anderen Gesichtspunkten gleich gut sind, ist diejenige vorzuziehen, die weniger Annahmen (über die Anzahl/Komplexität der involvierten Mechanismen und Entitäten) macht.
- Deduktion: Allgemeine Gesetze/ Theorien --> Deduktion --> Einzelne Tatsachen • ist apodiktisch/zwingend, notwendigerweise wahr --> Sicher, risikolos • wahrheitsbewahrend, konservativ: bring nichts neues
- Induktion Einzelne Tatsachen --> Induktion --> Allgemeine Gesetze / Theorien • Schlussfolgerung wahrscheinlich, aber nicht notwendigerweise wahr --> mit Unsicherheit behaftet • Potenziell wahrheitserweiternd: bringt etwas neues
- Abduktion: • Schlussfolgerung möglich, aber nicht wahrscheinlich; kein Belegfall --> spekulativ, hohe Unsicherheit --> muss überprüft werden • Innovativ, wahrheitserzeugend --> Entwicklung neuer Theorien Bsp: (A) Alle Kater sind schwarz. (B) Felix ist schwarz. (C) Felix ist ein Kater.
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- Deduktiv-nomologisches Erklärungsmodell (Hempel-Oppenheim-Schema): Nomologisch: gr. nomos = Gesetz Deduktiv: Erklärungsleistung durch eine Deduktion Gesetze (Wenn-dann) G1, G2, G3,… Explanans Randbedingungen A1, A2, A3,… ------------------------------------------- Erklärender Sachverhalt E Explanandum Bsp. Frustrations-Aggressions-Hypothese • Erklärungsschema: Erklärung eines Sachverhaltes = Subsumtion unter ein Gesetz • Prognoseschema: Gesetze & Randbedingungen --> Prognose v. Sachverhalten
- Wie kommen wir nun zu wissenschaftlicher Erkenntnis? Vorherrschend: Der Forschungsprozess aus quantitativer Sicht 3 Zentrale Elemente Zentrale Elemente Das deduktive Vorgehen Erklärung durch Subsumtion unter allg. Gesetze - Ableitung von Prognosen/Hypothesen über Sachverhalte Die Überprüfung von Hypothesen
- Karl Popper und die schwarzen Schwäne Was ist die Induktivistische Sichtweise? Welche Kritik und von wem? Induktivistische Sichtweise: Wir sammeln Belege für Theorie • Schluss von einzelnen Beobachtungen auf allg. Gesetze (Induktion) • Je mehr Belege, desto bewährter ist Gesetz Kritik von David Hume / Karl Popper: Ein allgemeines Gesetz ist niemals beweisbar/bestätigbar (Induktionsproblem) - nur widerlegbar. Bsp. „Alle Schwäne sind weiß.“ • Sichtung eines weißen Schwans beweist nichts • Wir können nie alle Schwäne sichten, Gesetz nie endgültig beweisen • Aber: Sichtung eines schwarzer Schwans widerlegt Gesetz