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Nutztier Hauptstdudium (Subject) / schwein 6 (Lesson)
Haltung, Auslauf
Freilandhaltung
Ferkelerzeugung
große Würfe
This lesson was created by Vendeen.
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- Wie viel Platz muss der Stall/Auslauf bieten für: Wartende Sau Sauen mit Ferkel Mast zwischen 85 und 110 kg Wartende Sau: 2,5/1,9m² Sau mit Ferkeln: 7,5/2,5m² Masttier bis 110kg: 1,3/1m²
- Wie sollte der Auslauf gestaltet sein? obligatorisch für alle Schweine, sofern es der physische Zustand der Tiere und die Witterung es erlauben kann teilweise überdacht sein, 100% unüberdacht sind aber erwünscht Wühlmöglichlkeit muss vorhanden sein Dusche und Raufuttergabe
- Was für Bereiche/Eigenschaften hat ein Artgeerechtes Haltungssystem? mehrere Klimazonen Möglichkeit zur Bewegung und Beschäftigung Bereiche, die als Kotplatz prädistiniert sind eine Saubere, weiche Liegefläche
- Wie kann man Schweine Anregen in den Aslauf zu koten? Tränke dort Platzieren Gitterstäbe: Kontakt zur Nachbargruppe geschlossene Wände im Stall passende Besatzdichte im STall
- Was sind die Vor- und Nachteile bei Gruppenhaltung? + geringere Anzahl an Abferkelbuchten nötig + gut in Altgebäude integrierbar + effiziente Nutzung der Fläche im Auslauf + weniger MMA + tiergerechteres System - hoher Anspruch ans Management - Umgang mit Problemsauen - Leistungseinbußen durch Fremdbesaugung
- Was sind die Vor- und Nachteile von EInzelhaktung? + klassische Haltungsform + gute Leistung + kein Verdrängen + kein Fremdbesaugen - Bioverordung erlaubt das nicht - hoher Platzbedarf - Auslaufpflicht von 2,5m² pro Sau: wie gestalte ich das? - Große Anzahl Abferkelbuchten wegen Mindestsäugezeit - Absetzstress wird erhöht, da die Tiere erst nach dem Absetzten das erste mal aufeinander treffen - entspricht nicht dem natürlichen Verhalten der Schweine
- Was sind die Mindestfaktoren für eine Gruppensäugen das klappt? Wurfalter: maximal 5 Tage auseinander Zeitpunkt der Gruppenzusammenführung: Nach 10 Tagen Prägephase Synchrones Säugen muss pronlemlos möglich sein Gruppengröße: 2-5, denn wenn zu viele: Fremdbesaugung Stallfläche: mindestens 3,5 m² Liegefläche
- Was benötigt ein Auslauf? Jaucheabfluss unproblematischer Zugang überdachung (?) Auslaufpflege funktionstüchtige Tore Sonnenschutz (sollte) dusche (kann) Tränken
- Anforderungen an die Freilandhaltung bei über 150 Sauen und generell? Schild: Schweinebestand- unbefugtes Betreten Verboten Absonderungsmöglichkeit: in Form von Quarantänegehege mit Umzäunung Futter und Einstreu müssen wildschweinsicher gelagert werden Reinigen und Desinfektion: Vorrichtung für Schuhe und Reifen für Fahrzeuge bei Zu- und Abfahrt von dem Gelände und Umkleideraum Zweifacher Zaun Gesicherte Zugänge zum Gelände Betriebsfremde nur mit Schutzkleidung Kadaverbehäklter: geschlossen, Möglichkeit zum Reinigen und Desinfizieren, von Ausserhalb der Anlage anfahrbar
- Was sind die Anforderungen an den Zaun? Außenzaun: fester, stabiler Zaun, mindestens 1,5 m hoch Maschendrahtzaun, Bauzaun im unteren Bereich engmaschig Unterwühlschutz: Steine, Beton Innenzaun: mindestens 2m Abstand zum Außenzaun fester Zaun oder Ekeltrozaun mit hoher Spannung Abferkelbereich auf ca 30 cm höhe Litze
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- Wieso gibt es in Deutschland (Im Vergleich zu Bspl. England) so wenig Freilandhaltung? Welche Vorteile bietet die Freilandhaltung? kontinental geprägtes Klima, starke Schwankungen häufig zu schwere Böden (Verschlammung) hohe Ferkelevrluste möglich dichte Wildtierpopulationen, regional Schweinepestgefahr (tierseuchenrecthliche Bestimmungen) schwierigere Tierkontrolle (Krankheiten) Geringe Investition geringer Krankheitsdruck im Prinzip ein tiergerechtes System
- Was für Anforderungen muss das Gelände haben um Freilandhaltung zu ermöglichen? keine Schweinepestgegend, wenig Wildschweine nicht zu hängig nicht z steinig leichte Böden gute Bodenbedeckung geringe, gleichzeitig verteilter Niederschlag gute Übersicht der Flächen gute Erreichbarkeit mit Maschinen
- Was für Anforderungen muss die Fläche haben für Freilanhaltung? Flächenwechesel 1-2x im Jahr In eine Fruchtfolge eingliedern: Kleegras, nach 1 Jahr Schwein 2-3 Jahre Ackerbau Abferkelnde Sau immer in neues Areal
- Anforderungen an die Tiere Freilandhaltung Sauenherkunft: mindestens ein Elternteil pigmentiert (Duroc...) gute Mensch-Tier-Beziehung für Stressarme Bewirtschaftung gutes Fundament
- Vor- und Nachteile von Freilandhaltung auf Tier bezogen Vorteile: weinger Verletzungen weniger Absetztstress weniger Lahmheiten bessere Fruchtbarkeit tiergerechtere Haltung weniger Atemwegserkrankungen weniger Keimdruck Nachteile: Endoparasiten Sommerunfruchtbarkeit Stress durch lange kalte, feuchte Wetterperioden Beutegreifer Sonnenbrand Mangelnde Desinfektion Seuchenproblem durch WIldtiere
- Vor und Nachteile der Freilandhaltung auf Finanzen bezogen Vorteile: Geringere Investitionskosten längere Nutzungsdauer geringere Tierarztkosten geringere Energiekosten Nachteile: Höhere Arbeitskosten Höhere Aufwand für Eber, Transport und Flächen höherer Futterverbrauch geringerer Schlachterlös
- Vor und Nachteile der Freilandhaltung für Umwelt und Arbeitswirtschaftlich Vorteile: Integration in Fruchtfolge keine Entmistung Nachteile: Nährstoffeintrag in Luft und Boden Bodenverdichtung (?) höhere Rüstzeiten Mehraufwand bei Behandlungen Arbeitsspitzen bei Flächenwechesel schlechte Witterung erschwert die Arbeit
- Was muss man beim Abferkeln im Freiland beachten? Feste Mutter-Kind Bindung (10-14 Tage) Fremdsaugen vermeiden Anfüttern der Ferkel Gruppen oder Einzelhaltung, aber immer mit Einzelhütten Sau: Fütterung ad libitum
- Allgemeine Empfehlungen für Ferkelaufzucht keine Zugluft 20°C 0,2m² Ligefläche pro Ferkel Ruhe- oder Liegekiste mit Heizmöglichkeit (Lampe, Bodenheizung)
- Was ist grob wichtig für das handeling großer Würfe? Hohe Saunegesundheit gewährleisten Ferkelversetzen möglich machen optimale Haltung Vitale Ferkel fördern
- Wie kann man die Sauengesundheit fördern? Hygiene Impfen (Parvo und Rotlauf immer!) gutes Endoparasitenmanagement (entwumen 14 Tage vor einstallen in Abferkelbucht, Räudebehandlung, vor dem Umstallen in den Abferkelbereich die Sau waschen MMA vermeiden: richtige, bedarfgerechte Mehrphasenfütterung, schon vor dem Umstallen in den Abferkelbereich das Futter umstellen, Fieber messen, Evtl. Fieber richtig behandeln
- Wie die Ferkel versetzen? 12-48 Stunden nach Geburt Sauen sollten maximal 12 Ferkel haben ältere Sauen: alle 2 Würfe verlust einer Zitze -> beachten!
- wie kann man die Vitalität der Ferkel fördern? Kolostrumversorgung -> schwache Tiere füttern, ältere Tiere kurz wegsperren damit die jungen ungestört trinken können Beitränken für die Ferkel: nach 1,5 Tagen: Elektrolyt-Drink, dann nach 3 Tagen Wasser, außer die Tiere trinken ungewöhnlich viel: dann besser Milchaustauscher