Klinische Psychologie (Def.)
Klinische Psychologie ist diejenige Teildisziplin der Psychologie, die sich mit psychischen Störungen und den psychischen Aspekten somatischer Störungen und Krankheiten in der Forschung, der Diagnostik und Therapie beschäftigt. Dazu gehören u. a. die Themen: Ätiologie und Bedingungsanalyse; Klassifikation und Diagnostik; Prävention, Psychotherapie und Rehabilitation; Epidemiologie, Gesundheitsversorgung Evaluation. Klinische Psychologie umfasst die Erforschung, Diagnostik und Therapie der Gesamtheit psychischer Störungen bei Menschen aller Altersstufen. Aufbauend auf
Psychotherapie (Def.)
Psychotherapie, als ein Teilgebiet der Klinischen Psychologie und lässt sich definieren als: ein bewusster und geplanter interaktionaler Prozess zur Beeinflussung von Verhaltensstörungen und Leidens zuständen, die in einem Konsensus (möglichst zwischen Patient, Therapeut und Bezugsgruppe) für behandlungsbedürftig gehalten werden, mit psychologischen Mitteln (durch Kommunikation) meist verbal, aber auch averbal, in Richtung auf ein definiertes, nach Möglichkeit gemeinsam erarbeitetes Ziel (Symptomminimalisierung und/oder Strukturänderung der Persönlichkeit) mittels lehrbarer Techniken auf der Basis einer Theorie des normalen und pathologischen Ver-haltens. In der Regel ist dazu eine tragfähige emotionale Bindung notwendig.
Verhaltenstherapie (Def.)
Die Verhaltenstherapie ist eine auf der empirischen Psychologie basierende psychotherapeutische Grundorientierung. Sie umfasst störungsspezifische und -unspezifische Therapieverfahren, ...die aufgrund von möglichst hinreichend überprüftem Störungswissen und psychologischem Änderungswissen ...eine systematische Besserung der zu behandelnden Problematik anstreben. Die Maßnahmen verfolgen konkrete und operationalisierte Ziele auf den verschiedenen Ebenen des Verhaltens und Erlebens, ...leiten sich aus einer Störungsdiagnostik und individuellen Problemanalyse ab ...und setzten an prädisponierenden, auslösenden und/oder aufrechterhaltenden Problemänderungen an. Die in ständiger Entwicklung befindliche Verhaltenstherapie hat den Anspruch, ihre Effektivität empirisch abzusichern
Intervention (Def.)
Intervention Im breiteren Sinne = psychologische Maßnahmen, die Veränderungen im Erleben und Verhalten bewirken sollen. Klinisch-psychologische Intervention = sämtliche Formen professioneller psychologischer Unterstützung bei der Bewältigung vorwiegend psychischer, aber auch sozialer und körperlicher Beeinträchtigungen und Störungen. Dazu zählen die Durchführung von Maßnahmen zur Prävention, Beratung, Krisenintervention, Selbsthilfe, Psychotherapie, Rehabilitation etc. Ebenen der klinisch-psychologischen Intervention: Ebene der psychischen Funktionen Ebene der Funktionsmuster Interpersonelle Ebene Klinisch-psychologischen Interventionsfunktionen: Prävention / Gesundheitsförderung = Maßnahmen, die versuchen, das Entstehen pathopsychologischer Zustände und körperlicher Erkrankungen zu verhindern Behandlung / Therapie = Behandlung bereits aufgetretener psychischer Beeinträchtigungen Rehabilitation = Beschäftigung mit d. sozialen / beruflichen Wiederherstellung psychisch / körperlich beeinträchtigter Personen Ziel = Bestmögliche soziale Integration / Lebensqualität
Therapie (Def.)
Gegenstand der Therapie im klinisch-psychologischen Kontext sind: psychischen Erkrankungen somatischen Erkrankungen, bei denen psychische Aspekte eine Rolle spielen, psychischen Extremsituationen psychischen Folgen akuter Belastungen, Entwicklungskrisen psychischen Krisen, nsbesondere mit krankheitswertigen Zustandsbildern. Die Therapie geht im Regelfall von einer vorausgehenden diagnostischen Klärung (klinisch-psychologische Diagnostik) aus. Sie kann in unterschiedlichen Settings stattfinden und orientiert sich an empirisch fundierten Erklärungsansätzen und Modellen der gesamten Psychologie. Die Bandbreite klinisch-psychologischer Interventionen reicht von der Behandlung einzelner Symptome und Funktionen - z. B. in Form von Gedächtnistrainings, kognitiven Trainings - bis zu komplexen Behandlungsprogrammen, die verschiedene Aspekte eines Störungsbildes - kognitive, emotionale, verhaltensbezogene, soziale - erfassen. Apparativer Unterstützung (z.B. Biofeedback, computergestützes kognitives Training) und psychoedukativen Ansätzen, die motivierende, unterstützende und übende Funktion haben, kommt ebenso Bedeutung zu, wie dem integrativen Einsatz verschiedener psychologischer Interventionstechniken, die in der Beratung, Behandlung und Psychotherapie Anwendung finden können.
Beratung
Bei der psychologischen Beratung handelt es sich um die Vermittlung psychologischen Fachwissens, um die Klärung anhand psychologischer Modelle und psychologischen Hintergrundwissens in Bezug auf... Störungsbilder, aufrechterhaltende Bedingungen von psychischen Störungen, Veränderungsmöglichkeiten mögliche Ansätze der klinisch-psychologischen und der psychotherapeutischen Behandlung. Psychologische Beratung kann unterschiedliche Zielrichtungen haben und sich verschiedener Beratungstechniken bedienen: Informationsvermittlung, lösungsorientierte Beratung, Konfliktgespräch etc.
Prävention
= Zielgerichtete Maßnahmen / Aktivitäten / Verhinderung / Verzögerung v. gesundheitlichen Schädigungen Arten der Prävention: Primordiale Prävention = Verhindern des Auftretens von Risikofaktoren für Krankheiten bei gesunden Personen Primäre Prävention = Verhütung einer akuten Erkrankung der gesunden Person bei vorhandenen Risikofaktoren Sekundäre Prävention = Verhindern, dass sich aus einer akuten Erkrankung einer Person chronische Erkrankung entwickelt (= Identifikation von Krankheiten im Frühstadium) Tertiäre Prävention (Rehabilitation) = Folgeschäden chronischer Erkrankungen sollen für betroffene Personen so gut wie möglich vermieden / der Zustand stabil gehalten werden
Rehabilitation
= Bei einer erworbenen Schädigung wird mit Rehabilitationsmaßnahmen eine völlige Wiederherstellung der körperlichen / kognitiven / psychischen / sozialen Funktionen u. Fertigkeiten zu erreichen versucht Wenn das nicht möglich ist / bei angeborenen Schäden, wird ein weitgehender Ausgleich des körperlichen / psychischen Handicaps angestrebt und die soziale / berufliche Eingliederung unterstützt → subjektiv empfundene Lebensqualität spielt eine wichtige Rolle!! - Ziel = Fortschreiten (Progression) so gut als möglich hintan zu halten