Hypnotika = Antiinsomnia (schlaffördernde Substanzen), Indikation
sollen im Idealfall den physiologischen Schlaf nicht verändern, kein Abhängigkeitspotential haben und bei Überdosierung nicht zur Lähmung des Atemzentrums beitragen. Indikation Schlafstörung (Einschlaf-, Durchschlafstörung, Früherwachen, nicht erholsamer Schlaf)
Hypnotika = Antiinsomnia (schlaffördernde Substanzen), Indikation
sollen im Idealfall den physiologischen Schlaf nicht verändern, kein Abhängigkeitspotential haben und bei Überdosierung nicht zur Lähmung des Atemzentrums beitragen. Indikation Schlafstörung (Einschlaf-, Durchschlafstörung, Früherwachen, nicht erholsamer Schlaf)
Substanzgruppen der Hypnotika (10)
BENZODIAZEPINE: wichtigste Substanzgruppe unter den Hypnotika NON-BENZODIAZEPIN-HYPNOTIKA (CYCLOPYRROLONE, z.B. Ximovan, Stilnox, Sonata) unterscheiden sich chemisch von B., haben aber ähnliche Angriffspunkte (GABA-Rezeptoren) und sedierende Wirkung. => geringes Abhängigkeitspotential, selteren Hangover-Effekt, seltenere Rebound-Phänomene als klassische B. SEDIERENDE ANTIDEPRESSIVA (Amitriptilin/ SAROTEN, Doxepin/ APONAL, Trimipramin/ STANGYL) Mittel der 1. Wahl bei abhängigkeitsgefährdeten Patienten NIEDRIGPOTENTE ANTIPSYCHOTIKA (Quetiapin/ SEROQUEL, Olanzapin/ ZYPREXA) können ebenfalls eingesetzt werden. 2. Mittel der Abhängigkeitsgefahr. ANTIHISTAMINIKA: haben ebenfalls einen leicht sedierenden Effekt und rezeptfrei erhältlich. PFLANZLICHE PRÄPERATE: Hopfen und Baldrian, weniger schlaffördernd, mehr beruhigend. BARBITURATE: gute hypnotische Wirkung, hohe Toxizität, geringe therapeutische Breite, hohes Abhängigkeitspotential, potentielle Möglichkeit der Selbsttötung, BtmG => heute kaum noch verordnet., illegaler Markt MELATONIN: ein von der Zirbeldrüse freigesetztes Hormon, kann beim Überwinden des Jetlags helfen CLOMETHIAZOL (DISTRANEURIN): selten und nur im stationären Setting, wird beim Alkoholentzug verwendet, hohes Abhängigkeitspotential, sedierend, antikonvulsiv, hypnotisch CHLORALHYDRAT (CHLORALDURAT): wird noch selterer wegen seiner Abhängigkeitsgefahr eingesetzt
Anwendung und UAW von Hypnotika
Anwendung: Schlafstörungen sollten ursächlich nicht symptomatisch behandelt werden. Schlafmittel sollten nie länger als vier Wochen veordnet werden. Bei intermittierneden Schlafstörungen: eine Einnahme von in 4-6 Nächten pro Monat vertretbar Sollte mit niedriger Dosis begonnen werden. Verschiedene Hypnotika sollten nicht kombiniert werden. UAW: Abhängigkeits- und Missbrauchspotential (Bz, NBz) verminderte psychomotorische Leistungsfähigkeit und Reaktionsbereitschaft (eingeschränkte Verkehrstüchtigkeit) Müdigkeit, Schwindel, Koordinationsstörungen bei langfristiger Anwendung: Antriebsstörungen, emotionale Abstumpfung, Interessensverlust