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Tierpfleger (Subject) / LF 7 (Lesson)

Moderhinke

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  • Auslöser der Moderhinke bakterieller Erreger -> (hoch ansteckend, schnelle Verbreitung -> Herdenkrankheit)-> befindet sich im Erdboden, überall dort, wo sich infizierte Tiere aufhalten/aufgehalten haben
  • Was ist die Moderhinke? -> weltweit verbreitete, entzündliche Klauenerkrankung bei Schaf und Ziege, aber auch Wildwiederkäuern (Muffelwild, Gämsen, Steinböcke)
  • Moderhinke: Überlebensdauer des Erregers außerhalb des Tierkörpers: etwa 2 Tage -> verlängert sich unter günstigen Bedingungen: feuchte, warme, sauerstoffarme Umgebung im Boden feuchter Weiden/kotverschmiertem, feuchtem Einstreu: 2-4 Wochen (bis zu 6 Monate) in Schrunden und Hornspalten erkrankter Tiere 1-3 Jahre
  • Moderhinke: günstige Bedingungen für den Erreger feuchte, warme, sauerstoffarme Umgebung
  • Moderhinke: begünstigende Faktoren Umwelt: feuchte Böden bei milden Temperaturen begünstigen die Erkrankung (Herbst und Frühling) fehlende/mangelhafte Klauenpflege begünstigen den Ausbruch und die Verbreitung schlechtes Herdenmanagement: zu hohe Besatzdichte schlechtes Weidenmanagement: Weiden immer wieder wechseln und regenerieren lassen schlechte Fütterung: Vitamin A-Mangel und Eiweißmangel raue, scharfkantige Böden: können zu kleinsten Verletzungen des Zwischenklauenspaltes führen -> Bakterien können leichter eindringen Erkrankungen, die eine Schwächung des Allgemeinbefindens und des Immunsystems zur Folge haben, führen zu einem erhöhten Infektionsrisiko
  • Moderhinke: Einschleppung in die Herde Einstellen infizierter Tiere, die nicht sichtbar erkrankt sind (Inkubationszeit 1-3 Wochen) Beweidung infizierter Böden Benutzung verseuchter Triebwege
  • Moderhinke: Krankheitsverlauf oberflächliche Hautveränderungen im Zwischenklauenspalt: obere Hautschicht ist mit schmierigen, grau-weißen Belägen überzogen; modrig-süßlicher Geruch Haut im Kronsaum- und Ballenbereich gerötet, geschwollen und vermehrt warm Hornschuh wird unterwandert und abgelöst Stützbeinlahmheit mit Kopfnicken "knieen" auf dem Voderfußwurzelgelenk (Karpalgelenk) widerwilliges Bewegen, Absonderung von der Gruppe Futteraufnahme sinkt -> Abmagerung
  • Moderhinke: frühzeitige Erkennung Lahmheit Klauenkontrolle
  • Moderhinke: Faktorenkrankheit Ausbruch der Moderhinke wird durch eine Vielzahl von Faktoren ausgelöst.
  • Moderhinke: Behandlung Trennung gesunder und kranker Tiere Reinigung der Klauen, Klauenpflege, Behandlung: Entfernung des gesamten kranken Gewebes, Desinfizierung, evtl. Schutzverbände, Klauenbad)-> erfolgt auf Folie/Plane Stall misten und desinfizieren, ebenso die Gerätschaften Klauenbäder im Abstand von 14 Tagen : Formalinlösung, Kupfersulfat, Zinksulfat-> zuvor: Klauenpflege und Untersuchung
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  • Moderhinke: Vorbeugung (Prophylaxe) Klauenbäder Impfung (i.d.R. gegen Viruserkrankungen) Klauenpflege
  • Moderhinke: Inkubationszeit 10 Tage (1-3 Wochen)
  • Moderhinke: Optimierung des Geheges Erhöhung des Klauenabriebes: rauer Untergrund bei stark frequentierten Bereichen) Minimierung der Bodenfeuchtigkeit: Trockenlegung durch Schotter/Drainage, Auszäunen mehrere Futter- und Tränkeplätze saugfähiges Einstreu, regelmäßig wechseln keine scharfen Kanten
  • Moderhinke: Herden- und Gesundheitsmanagement mind. 14 Tage Quarantäne neuer Tiere Gesundheitskontrollen Klauenbad (vor Eingliederung, evtl. regelmäßig) Besatzdichte kontrollieren evtl. minimieren tägliche Lahmheitskontrollen regelmäßige Klauenpflege (alle 3-4 Monate)
  • Moderhinke: Weidenmanagement regelmäßiges Umweiden von anderen Herden genutze Flächen mind. 2-4 Wochen leer stehen lassen Lenkung auf trockene Flächen z.B. durch mobile Futterplätze evtl. Brandkalk: mind. 3 Wochen unbeweidet lassen
  • Moderhinke: Hygienemanagement täglich Kot absammeln (= Nährboden für Erreger) Desinfektionswannen/-matten vor Eingängen Gerätschaften reinigen und desinfzieren regelmäßig misten
  • Hangbeinlahmheit -> Knieschmerzenerkennbar: Tier schwenkt das Bein nach außen und nach vorne, Knie wird entlastet, leichter Bogen in der Bewegung
  • Stützbeinlahmheit -> Huf-/Klauenschmerzerkennbar: humpeln, fällt auf das gesunde Bein, nickt mit dem Kopf in Richtung des gesunden Beines, verletztes Bein wird entlastet