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Organisationspsychologie (Subject) / Formelle und informelle Strukturen und Prozesse (Lesson)

Begriffe, Indikatoren und Beeinflussung

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  • Definition formeller und informeller Gruppen Formelle Gruppen: Eine durch Organsiationplan (Organigramm) oder Aufgabenbeschreibung festgelegte Gruppe Aktivitäten der Mitglieder entsprechen dem Plan Informelle Grppen: entsprechen weder in ihrer Zusammensetzung noch in ihren Aktivitäten dem Geplanten. Sind besonders organisationspsychologisch interessant, da sie die Abweichung der beobachteten Realität vom Plan widerspiegeln. Z.B. ist die Bidlung verschiedener kleiner Gruppen dort, woe eine einzige Einheit vorgesehen war möglicherweise ein Signal dafür, dass diese soziale Einheit zu groß war, dass sie in der Organisation räumlich falsch untergebracht wurde oder dass die auszuführenden Aktivitäten für eine Kooperation ungeeignet waren und deuten auf ein Strukturproblem hin und erfordern möglicherweise Veränderungsmaßnahmen (entweder die Veränderun des Organisatinsplans oder die Veränderung der sozialen Realität)z.B. :   Konfliktlösung zwischen den Gruppen, Job Rotation, Übertragung von Aufgaben, die nur durch die Kooperation bearbeitet werden können Modifizieren der Interaktionswahrscheinlichkeiten (nach dem Prinzip "Kontakt schafft Sympthie") z.B. durch regelmäßig Besprechungen zwischen den Mitgliedern der gleichen Organisationseinheit Räumliche Umestaltung, damit weit voneinander sitzende Mitgleider der gleichen Organisationseinheit mehr Interaktion haben
  • Indikatoren der Gruppenbildung in Organisationen Die Beurteilung der Gruppenbildung in Organisationen kann theoretisch mittels verschiedener soziometrischer Vefahren durchgeführt werden. Die erhaltenen Ergebnisse können als Soziogramm dargestellt werden. Z.B. fragt man alle Mitarbeiter einer im Plan vorgesehenen sozialen Einheit "Mit wem möchten Sie besonders gern zusammenarbeiten?" und "MIt wem würden Sie besonders ungern zusammenarbeiten?". Anschließend stellt man die positiven und die negativen Wahlen farbig dar und kann auf diese Weise die Struktur der Gruppe veranschaulichen und zugleich auf Gruppenprozesse schließen. Es werden beispielsweise zentrale Personen, Außenseiter, Polarisierungen innerhalb der Gruppe sichtbar. Man kann aber mit solchen soziometrischen Verfahren innerhalb eines Betriebes nicht arbeiten, da keine Beantwortungsbereitschaft der Befragten vorliegen wird. Viel geegneter sind teilnehmende Beobachtungen mit einer anschließenden Datenanalyse und Rückmeldung an die Mitarbeiter → dadurch wird den Mitarbeitern bewusst, ob die angestrebte Gruppenbildung tatsächlich gelungen ist, ob es Personen gibt, die nicht integriert wurden, ob es sich voneinander abschottende Untergruppen gibt etc. Die Indikatoren für die Gruppenbildung können dabei sein: Interaktionsdichte Wir-Gefühl spontane Kooperation Sitzordnung in der Kantine Kontakthäufigkeit außerhalb der Arbeitszeit etc.