Fitnesstrainer B-Lizenz (Subject) / Kraft (Lesson)
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Arbeitsweisen und Erscheinungsformen
This lesson was created by Gwen.
- Definiere die motorische Fähigkeit Kraft aus trainingswissenschaftlicher Sicht! Kraftfähigkeit ist die konditionelle Basis für Muskelleistungen mit Krafteinsätzen, deren Werte über ca. 30% der jeweils individuell realisierbaren Maxima liegen.
- Nenne und beschreibe drei Arbeitsweisen der Skelettmuskulatur! konzentrischen (positiv-dynamisch bzw. überwindende) Arbeitsweise: Ein Widerstand ist zu überwinden, so dass sich der Muskel verkürzt; Ansatz und Ursprung des Muskels nähern sich an. exzentrische (negativ-dynamische bzw. nachgebende) Arbeitsweise: Der Muskel muss einem Widerstand nachgebend entgegenwirken, d. h. der Muskel wird entgegen seiner Kontraktionsrichtung gedehnt. Ansatz und Ursprung entfernen sich voneinander. statische (haltende) Arbeitsweise: Der Muskel kontrahiert sich gegen einen Widerstand ohne dass sich Ansatz und Ursprung des Muskels annähern.
- Nenne und beschreibe die drei Kontraktionsformen (vs. Arbeitsweisen) der Skelettmuskulatur! isotonisch (spannungsgleich): Die Muskelspannung bleibt gleich, die Muskellänge verändert sich. > gibts nicht! isometrisch (längengleich): Die Muskellänge bleibt gleich, die Muskelspannung verändert sich. > statische Arbeitsweise auxotonisch (spannungsveränderlich): Gleichzeitige Veränderung der Muskellänge und der Muskelspannung. > bei fast allen Körperbewegungen
- Definiere den Begriff 'Maximalkraft'! Die Maximalkraft ist die höchstmögliche realisierbare Kraft, die das Nerv-Muskel-System bei maximaler willkürlicher Kontraktion auszuüben vermag.
- Nenne relevante Einflussfaktoren auf die Maximalkraft! (Wovon ist die MK abhängig?) Die maximale Krafthöhe ist entscheidend von der Muskelarbeitsweise bzw. der Muskelspannung abhängig. Die Höhe der zu bewältigenden Gewichtslast ist bei konzentrischer Arbeitsweise niedriger als bei statischer, diese wiederum ist niedriger als bei exzentrischer Arbeitsweise. Weitere Einflussfaktoren physiologischer Muskelquerschnitt Struktur des Muskels (gefiedert, spindelförmig) Muskellänge (in Ruhe od. Vordehnung) intramuskuläre Koordination (willkürliche Aktivierungsfähigkeit) intermuskuläre Koordination (Ausprägung der korrekten Bewegungstechnik) Muskelfaserverteilung Motivation des Sportlers Bei der Entwicklung der Maximalkraft kommt es darauf an, möglichst viele Muskelfasern bzw. motorische Einheiten innerhalb eines Muskels zu aktivieren (Rekrutierung, intramuskuläre Koordination). Je größer dabei der Querschnitt des Muskels und je höher der Anteil der Typ-II-Fasern, desto höher ist die zu realisierende Muskelkraft.
- Nenne relevante Anpassungserscheinungen an ein Maximalkrafttraining! Anpassungserscheinungen an ein Maximalkrafttraining Vergrößerung des physiologischen Muskelquerschnitts (Hypertrophie) Erhöhung des Maximalkraftniveaus verbesserte Rekrutierung und Frequenzierung der motorischen Einheiten (intramuskuläre Koordination) Erhöhung des Energiepotenzials der phosphagenen Speicher (ATP, KrP) Erhöhung der Festigkeit von Knochen, Sehnen und Bindegewebe erhöhte Alltagsbelastbarkeit überwiegender Einsatz von Typ-II-Muskelfasern
- Definiere den Begriff 'Kraftausdauer'! Die Kraftausdauer charakterisiert die Widerstandsfähigkeit gegen Ermüdung bei statischer und dynamischer Arbeitsweise der Muskulatur gegen höhere Lasten (mehr als 30% der Maximalkraft). Die Kraftausdauer kennzeichnet damit die Fähigkeit, den Kraftverlust bei einer bestimmten Wiederholungszahl von Kraftstößen innerhalb eines bestimmten Zeitraums möglichst gering zu halten.
- Nenne die relevanten Einflussfaktoren auf die Kraftausdauer! Wesentliche Komponenten, die die Kraftausdauerleistung beeinflussen, sind zum einen die Höhe der eingesetzten Kraft und damit der prozentuale Anteil der Maximalkraft, zum anderen die Dauer der Lastbewältigung und damit die daraus resultierenden Anforderungen an den Muskelstoffwechsel. Man spricht nur dann von einem Kraftverhalten, wenn Krafteinsätze realisiert werden, die größer sind als ein Drittel (ca. 30 %) der individuellen Maximalkraft. Wird die Bewegung durch wiederholte Krafteinsätze geleistet, die kleiner sind als 30 % der Maximalkraft, dann spricht man von lokaler Muskelausdauer.
- Nenne die relevanten Anpassungserscheinungen an ein Kraftausdauertraining! Training der Kraftausdauer nur geringe Vergrößerung des physiologischen Muskelquerschnitts (Hypertrophie) Verbesserung vorwiegend des anaerob-laktaziden Stoffwechsels Verbesserung der Regenerationsfähigkeit nach solchen Belastungen Erhöhung der Muskelglykogenspeicher Erhöhung der Ermüdungswiderstandsfähigkeit verbesserte Stoffwechselsituation von Knorpel, Binde- und Sehnengewebe überwiegender Einsatz von Typ-I-Muskelfasern
- Nenne relevante präventive und rehabilitative Ziele eines gesundheitsorientierten Krafttrainings! präventiv Erhalt und Verbesserung der Leistungsfähigkeit und der Belastbarkeit des Stütz- und Bewegungssystems Verringerung des Verletzungs- und Verschleißrisikos im Alltag, bei der Arbeit und im Sport Stabilisierung der Bindegewebsstrukturen des Bewegungssystems - Erhöhung der Festigkeit und Belastbarkeit von Sehnen, Bändern, Knorpeln und Knochen Vorbeugung gegen Rückenschmerzen, Haltungsschwächen, Osteoporose, arthrotische Veränderungen, muskuläre Dysbalancen, Beschwerden am Bewegungssystem Unterstützung einer Gewichtsreduktion und Vorbeugung gegen Übergewicht rehabilitativ Beschleunigung der Rehabilitation nach Verletzungen Verringerung bzw. Beseitigung von Beschwerden und funktionellen Einbußen bei chronischen Beschwerden am Bewegungssystem Rascher Wiederaufbau der Leistungsfähigkeit nach krankheits- oder verletzungsbedingten Ruhepausen therapieunterstützende Wirkung bei fast allen körperlichen und psychischen Beschwerdebildern
