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E-Commerce (Subject) / 7. eProcurement (Elektronischer Einkauf) (Lesson)
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- eBusiness-relevanter Standards • Auf der niedrigsten Komplexitätsebene sind Standards zur Produktidentifikationanzusiedeln. In handelsnahen Bereichen hat sich in diesem Bereich die EAN (EuropeanArticle Number) sowie der UPC (Universal Product Code) durchgesetzt.• Standards zur Klassifizierung und Beschreibung von Produktdaten bauen auf denIdentifikationsstandards auf und bieten die Möglichkeit, Informationen zu spezifizieren,die über die Angabe einer eindeutigen Identifikationsnummer hinausgehen. DerartigeStandards sind beispielsweise eCl@ss oder UN/SPCS.• Katalogaustauschformate setzen auf Standards zur Produktbeschreibung und erweiterndiese um Möglichkeiten des Austauschs von Produktdaten oder ganzen Produktkatalogen.Hierzu zählen beispielsweise das XML-basierte BMEcat-Format, cXML oderPRICAT und PROCAT.• Bei Transaktionsstandards geht es um die Modellierung von Geschäftsdokumenten,welche Transaktionen zwischen den Geschäftspartnern anstoßen. Hierzu zählen beispielsweiseEDIFACT und cXML.• Die höchste Komplexität weisen Standards zur Modellierung ganzer Geschäftsprozesseauf. Hierbei geht es nicht nur darum, dass einzelne Nachrichten oder Dokumente repräsentiertwerden, sondern auch um die Festlegung von Sequenzen von Nachrichten als komplexeAbläufe. Hierzu werden als Standard die Datenformate Biztalk und ebXML verwendet.
- Multi Supplier Product Catalogue und seine zentralen Anforderungen Das Online-Katalogmanagement umfasst alle Funktionen, die für den Betrieb und die Nutzungdes Online-Produktkataloges benötigt werden. Hierbei handelt es sich in erster Linie umdie Darstellung des Produktsortiments sowie um Funktionen für die Aktualisierung bzw.Übermittlung der Kataloge. Für die Darstellung von Katalogen und deren Austausch zwischenUnternehmen werden zunehmend XML-Standards verwendet. Ein wesentliches Element vielerSystemlösungen im eProcurement ist der Multi Supplier Product Catalogue (MSPC). Ineinem derartigen Katalog sind die Artikel verschiedener Lieferanten zusammengeführt, um dieAuswahl der gewünschten Produkte und Lieferanten für die Mitarbeiter zu vereinfachen. Umdie Mitarbeiter bei ihrer Sourcing-Entscheidung zu unterstützen, stellen MSPC unterschiedlicheSuchfunktionen zur Verfügung: das hierarchische Browsen entlang einer Produkthierarchie,eine Stichwortsuche oder eine parametrische Suche in einem bestimmten Preisbereich.Zur Sicherstellung derartiger Funktionen müssen die Daten im Katalog entsprechend strukturiertund aufgearbeitet werden (Dolmetsch 2000).
- Folgende zwei zentrale Anforderungen müssen die MSPC erfüllen (Kollmann 2011): • Die Konsolidierung stellt sicher, dass die verschiedenen Lieferantenkataloge in einer einheitlichenMetastruktur zusammengeführt sind. Quer durch die Lieferantenkataloge wirddabei eine Clusterung von Produkten nach wesentlichen Produktmerkmalen vorgenommen.Vergleichbare Produkte verschiedener Anbieter werden so derselben beispielsweiseProduktgruppe zugeordnet.• Ziel der Rationalisierung ist es, eine Vergleichbarkeit der Produkte auf der Ebene derProdukt- und Produktstrukturdaten zu ermöglichen, also die einzelnen Produkte anhandihrer spezifischen Eigenschaften vergleichbar zu machen. Somit bedeutet Rationalisierung,dass eine syntaktische und semantische Vergleichbarkeit der Wertebereiche mitHilfe eines standardisierten Beschreibungsvokabulars stattfindet. Dies illustriert auch dienachfolgende Abbildung.
- Folgende Vorteile bietet die Sell-Side-Lösung (Meier/Stormer 2008): • Konfiguration von komplexen Produkten,• keine Investitionskosten für ein Bestellsystem,• Betriebskosten zur Unterhaltung von aktuellen Produktlisten und Preisen entfallen,• kurze Lieferzeiten durch direkte Eingabe der Bestellung ins System des Lieferanten,• Abfrage aktueller Verfügbarkeiten und Preise.
- Als Nachteile der Sell-Side-Lösung können aufgeführt werden: • keine Möglichkeit von automatischen Produktvergleichen,• beschränkte Unterstützung des Beschaffungsprozesses beim Einkäufer,• Bedarfsträger bzw. Bestellanforderer muss für jeden Anbieter ein anderes Informationssystembedienen,• beschränkte Integration des Beschaffungsprozesses in die operativen Informationssystemedes Kunden.
- Beim Buy-Side-Marktmodell Beim Buy-Side-Marktmodell muss der Einkäufer die entsprechende Software, samt Auszugdes Produktkatalogs bei sich betreiben und unterhalten. In selbst definierten Katalogen könnenArtikel verschiedener Lieferanten zu einem Multilieferantenkatalog verdichtet werden.
- Beim Buy-Side-Marktmodell Beim Buy-Side-Marktmodell muss der Einkäufer die entsprechende Software, samt Auszugdes Produktkatalogs bei sich betreiben und unterhalten. In selbst definierten Katalogen könnenArtikel verschiedener Lieferanten zu einem Multilieferantenkatalog verdichtet werden.
- Desktop-Purchasing-Systeme (DPS). Sie sind am Arbeitsplatz des Bedarfsträgers respektive-anforderers angesiedelt und auf den Prozess des beschaffenden Unternehmens ausgerichtet.Sie bieten eine einheitliche Benutzeroberfläche, können unternehmensspezifische Standardsberücksichtigen und sind in der Regel gut in die operativen Informationssysteme des Unternehmensintegriert.
- Folgende Vorteile bietet die Buy-Side-Lösung • Der Beschaffungsprozess kann unternehmensspezifisch gestaltet werden.• Die internen Berechtigungs- und Genehmigungsverfahren werden gut unterstützt.• Die Prozessdurchlaufzeiten können reduziert werden.• Die Lagerbestände lassen sich klein halten.• Die zentrale Administration von verhandelten Produkten ist gegeben.• Der Bedarfsträger/-anforderer kann das System selbst bedienen.• Das System hat eine einheitliche Benutzerführung
- Als Nachteile dieser Systemlösung können aufgeführt werden: • Komplexe Produkte werden in der Regel nicht unterstützt.• Ausschreibungen sind nicht vorgesehen• Die Investitionskosten für Informationssysteme liegen beim beschaffenden Unternehmen.• Die Betriebskosten für das Content Management System sind zu erbringen.• Nicht alle Lieferanten haben einen elektronischen Produktkatalog.• Die Abstimmung des Austauschformates zwischen Beschaffer und Lieferant muss selbsterfolgen.
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- Als Nachteile der Buy-Side-Lösung • Komplexe Produkte werden in der Regel nicht unterstützt.• Ausschreibungen sind nicht vorgesehen• Die Investitionskosten für Informationssysteme liegen beim beschaffenden Unternehmen.• Die Betriebskosten für das Content Management System sind zu erbringen.• Nicht alle Lieferanten haben einen elektronischen Produktkatalog.• Die Abstimmung des Austauschformates zwischen Beschaffer und Lieferant muss selbsterfolgen.
- Vertikale Marktplätze Vertikale Marktplätze fokussieren eine Spezialisierung oder Branchenlösung. SämtlicheFunktionen des eMarketplace sind voll auf die Nutzergruppe zugeschnitten (z. B. dignewtron.net), sodass eine spezifische, meistens nach Regeln (z. B. Lieferkonditionen) ablaufendeZusammenführung von Angebot und Nachfrage branchenintern erfolgt. (Kollmann 2000).Im Zentrum der vertikalen Marktplätze steht deshalb die Identifikation und Lösung gruppenoderbranchenspezifischer Probleme, wozu eine genaue Kenntnis der Sachprobleme unabdingbarist (Simon 2000).
- Horizontale Marktplätze (wie beispielsweise resale.de) haben im Gegensatz zu den vertikalenkeinen Branchenfokus. Sie konzentrieren sich dagegen auf eine bestimmte Produktgruppe,wie beispielsweise Bücher oder Computerausrüstung oder bestimmte Funktionen und Prozesse, denen in den jeweiligen Branchen ein hoher Stellenwert zukommt (z. B. Bestellwesen).Alle Funktionen auf dem horizontalen Marktplatz sind hier voll auf die Vermittlung dieserObjekte bzw. spezifischer Prozesse zugeschnitten, sodass eine eher branchenübergreifendeZusammenführung von Angebot und Nachfrage erfolgt. Horizontale Marktplätze richten sichdabei auf eine bestimmte Stufe in der Wertschöpfung aus, an der möglichst viele Mitgliederaus unterschiedlichen Branchen teilnehmen sollen (Kollmann 2000).
- Aufgabenspektrum des Intermediärs Beim eMarketplace wird grundsätzlich eine Plattform geschaffen, die von einem Intermediärbetrieben wird. Dieser hat die Aufgabe, Informationen bzw. Produkte zu bündeln und aufseiner Plattform bereitzustellen. Er konsolidiert die Angebote der Anbieter und liefert denNachfragern vergleichbare Produktangebote. Gleichzeitig schafft er Kontakte zwischen Anbieternund Nachfragern und führt je nach Bedarf auch Beschaffungstransaktionen im Namen desUnternehmens (Einkäuferseite) durch.
- Intermediäre bieten aus drei Aspekten ihre Dienste an: • Das Internet basiert auf einem offenen Standard, was zu einer Vielzahl von Lösungenführt, die zwar alle auf der Internettechnologie basieren, untereinander aber nicht einheitlichsein müssen. Für beschaffende Unternehmen ergibt sich somit das Problem der mangelndenVergleichbarkeit von Produkten (Preis, Qualität, Verfügbarkeit). Der Intermediärübernimmt diese Dienstleistung und erhält hierfür eine monetäre Leistung.• Des Weiteren führt der Intermediär Angebot und Nachfrage zusammen. Er kann eineVielzahl von Anbietern sowie von beschaffenden Unternehmen auf seiner Plattformenvereinen und damit die Suchaufwendungen der Marktteilnehmer erheblich reduzieren.• Als dritter Aspekt ist die Unabhängigkeit vom Ort zu nennen. Die damit einhergehendeAnonymisierung birgt für das beschaffende Unternehmen das Risiko der Geschäftstransaktion.Die Versicherung für eine erfolgreiche Transaktion wird vom Intermediär wahrgenommen,wofür er sich entschädigen lässt. Auf Wunsch führt der Intermediär unterWahrung der Anonymität die Geschäftstransaktionen durch.
- Folgende Vorteile bietet die Marktplatz-Lösung (Meier/Stormer 2008): • die Verkürzung von Suchzeiten,• die Darstellung von aktuellen und detaillierten Marktangeboten,• effiziente Transaktionen,• die Vergleichbarkeit von verschiedenen Angeboten,• eine anonyme Beschaffungsmöglichkeit,• die Bündelung von Angebot und Nachfrage zur Erzielung besserer Konditionen.
- Nachteile der Marktplatz-Lösung • Es liegt eine mangelnde Integration in die ERP-Systeme des beschaffenden Unternehmensvor.• Die Intermediäre decken gewöhnlich nur einen schmalen Produktionsbereich in ausreichenderTiefe ab.• Häufig kann ein großes Unternehmen mit dem Anbieter/Hersteller direkt bessere Preiseverhandeln.
- Bei den Desktop-Purchasing-Systemen (DPS) handelt es sich um eine auf der Internet-Technologie basierenden .... Client-Server-Architektur
- Die Kommunikation zwischen Server und Clients erfolgt über Standards des TCP/IP-Protokolls
- Die Desktop-Purchasing-Systeme bestehen in der Regel aus drei verschiedenen Arten von Server-Komponenten (Dolmetsch 2002): • Komponenten für Prozesse und Workflows enthalten die Logik zur Verwaltung vonBestellanforderungen und zur Ausführung von Bestellungen durch die Bedarfsträger. Siegreifen auf Datenbanken zu, in denen konfigurierte Warenkörbe, Bestellanforderungenund Bestellungen gespeichert werden.• Komponenten für den Produktkatalog und das Content Management enthalten dieLogik zur Suche, Sourcing und Produktkonfiguration durch die Bedarfsträger sowie zurPflege der Katalogdaten durch die Einkaufsabteilung, die Dienstleister oder die Lieferanten.Alle greifen direkt auf den MSPC zu.• Komponenten zur Systemadministration werden in der Regel von der Einkaufsabteilunggenutzt, um Benutzerprofile, Genehmigungsregeln und Lieferantenprofile zu verwaltenund in einer entsprechenden Datenbank abzulegen.
- Die Kommunikation zwischen den einzelnen Komponenten sowie die Integration zu internen Informationssystemen wird durch s.g. Application Programming Interfaces (APIs) sichergestellt