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E-Commerce (Subject) / 1. Digitale Güter, Informationsgüter und Netzwerkgüter (Lesson)

1. Digitale Güter, Informationsgüter und Netzwerkgüter

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  • Elektronische Märkte sind durch Merkmale gekennzeichnet, die auf traditionellen Märkten zu Marktversagen oder zumindest zu..... führen würden. ineffizienten Marktergebnissen
  • Eigenschaften elektronischer Märkte Kostenstruktur: Öffentliches Gut: Netzwerkgut: Switching Costs (Wechselkosten):
  • Eigenschaften elektronischer Märkte - Eigenschaften elektronischer Märkte Informations- und digitale Güter haben eine besondere Kostenstruktur, die traditionellePreisbildungsstrategien erschweren bzw. unmöglich machen. Hohe Fixkosten (First CopyCosts) erfordern eine sorgfältige Marktanalyse, da Fehlplanungen zur Unwiederbringlichkeitder eingesetzten Mittel führen können. Grenzkosten von Null machen sogar das Verschenkenvon Gütern möglich. Angesichts nahezu unbegrenzter Informationen wird dasErlangen von Aufmerksamkeit in dieser „Überflussökonomie“ zur wichtigsten Ressource
  • Eigenschaften elektronischer Märkte - Öffentliches Gut: Informations- und digitale Güter weisen häufig die Eigenschaft eines öffentlichen Gutesauf, bei dem keine Rivalität in der Verwendung besteht und ein Ausschluss von der Nutzungnicht möglich oder zu teuer ist. Digitale Güter nutzen sich nicht ab, sondern stehenweiteren Nutzern in unverändertem Umfang sowie gleicher Qualität zur Verfügung. AuchInformationsgüter können nahezu kostenlos dupliziert werden und zahlungsunwilligeKunden sind nur schwer von der Nutzung auszuschließen. Unter marktwirtschaftlichenBedingungen wäre dann mit einem Unterangebot an Informationen zu rechnen. Erkennbarist allerdings das Gegenteil – ein sog. Informations-Overload. Die unüberschaubareVitalität von Märkten für Informationsgüter sollte allerdings nicht zu dem Fehlschlussverleiten, dass Anbieter von Informationsgütern das potenzielle Marktversagen bei öffentlichenGütern ignorieren können. Sie müssen spezielle Wettbewerbsstrategien entwickeln,um wirtschaftliche Erträge aus der Bereitstellung von Informationsgütern zu erzielen.
  • Eigenschaften elektronischer Märkte - Netzwerkgut: Informationsgüter sind zwangsläufig in Netzwerke eingebunden. Der Nutzen solcherGüter für Konsumenten hängt auch davon ab, wie viele weitere Konsumenten das Gutbereits besitzen. Die klassischen Beispiele sind das Telefon, Fax oder mobile Endgerät,die keinerlei Nutzen für den Besitzer haben, wenn nicht wenigstens eine weitere Personein derartiges Gut besitzt. Es entstehen Netzeffekte, da jeder zusätzliche Teilnehmer imNetz den Nutzen aller Beteiligten erhöht. Da er dafür keine Kompensation erhält, liegen zudem positive Externalitäten vor. Ein Start-up-Problem für Netzwerke und darauf aufbauendeMärkte ist gegeben, wenn nicht bestimmte Schwellwerte oder kritische Massenbei der Anzahl der Nutzer erreicht werden.
  • Digitale Güter zeichnen sich gegenüber physischen Gütern durch spezielle Eigenschaften aus. Hierzu zählen Aspekte • der Produktion,• der Logistik,• der Änder- und Reproduzierbarkeit,• der Verschleißfreiheit,• des Systemwettbewerbs und• der unsicheren Zahlungsbereitschaft.
  • Sachgüter: Sie zeichnen sich dadurch aus, dass ihre Qualität dem Nachfrager bereits vor demKauf bekannt ist. Dies kann durch verbindliche Qualitätsstandards gewährleistet werden.
  • Erfahrungsgüter: Die Qualität kann hierbei erst nach dem Kauf festgestellt werden.
  • Vertrauensgüter: Sie haben die Eigenschaft, dass ihre Qualität auch nach dem Kauf nichtüberprüfbar ist. Dies kann für Dienstleistungen wie eine ärztliche Beratung gelten
  • Verschleißfreiheit bedingt, dasskeine Qualitätsunterschiedezwischen neuenund gebrauchtendigitalen Güternbestehen.
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  • Informationsgüter sind Erlebnisgüter: Damit ein potenzieller Konsument feststellen kann, welchen Inhalt ein Informationsguthat und ob es den eigenen Erwartungen und Bedürfnissen entspricht, muss er es zunächstkonsumieren (Informationsparadoxon). Die Beurteilung ist daher erst nach dem Konsummöglich (Erfahrungscharakter). Dieser Sachverhalt erschwert die Ermittlung von Zahlungsbereitschaftender Konsumenten. Mögliche Lösungen sind Previews von Teilen einesGutes, Besprechungen und Kritiken durch Experten oder Vertrauen in die Reputationdes Produzenten.
  • Informationsgüter haben Eigenschaften wie öffentliche Güter: Durch die geringen Reproduktionskosten besteht bei der Nutzung von Informationsgüterin der Regel keine Rivalität. So wird durch das Abspielen einer DVD der Film daraufnicht zerstört und steht somit anderen Personen weiter zur Verfügung. Die Ausschließbarkeitist von den rechtlichen Rahmenbedingungen und deren Überwachung abhängig.Ohne Urheberrechte könnte jeder, der technisch in der Lage ist, eine Kopie des Informationsgutesherstellen und diese weitergeben.
  • Informationsgüter haben eine hohe Entwertungsgeschwindigkeit: Die Lagerfähigkeit von Informationsprodukten ist weniger eine technologische, sonderneine ökonomische Fragestellung: Wer benötigt z. B. nicht mehr aktuelle Informationen?Durch die geringen Reproduktionskosten besteht bei der Nutzung von Informationsgüterin der Regel keine Rivalität.
  • Digitale Dienstleistungen, wie z. B. die Erstellung von Internetseiten oder Onlineshops, dieBe- und Verarbeitung von Daten, die Bereitstellung individueller physischer Güter etc., unterscheidensich von digitalen Gütern insbesondere durch die direkte oder indirekte Integrationdes Nutzers als externen Faktor in den Leistungserstellungsprozess. Die Individualisierung derLeistung beinhaltet somit einen nachfragerseitigen Transfer von Produktionsfaktoren zumAnbieter. Bei der Nachfrage von digitalen Gütern wird der Leistungserstellungsprozess durchexterne Faktoren nur angestoßen, alle weiteren Prozesse vollziehen sich automatisch und damitweitgehend autonom. Des Weiteren stellen diese Güter bereits produzierte Leistungen dar, dievom Nachfrager einzeln oder als Produktbündel abgerufen und als Ganzes oder stückweisetransferiert werden.