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Biologische Psychologie (Subject) / Sehen III (Lesson)

SS15

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  • Veridisches Sehen (2Punkte) Bildet Umwelt ab, ist eine Mischung vieler visueller Infos von der Netzhaut und endogenen Faktoren  unbewusst oder mit bewusster Abbildung
  • Nicht-Veridisches Sehen (3 Punkte) Sehen ohne visuelle Information von außen, nur mit bewusster Abbildung zugänglich,  endogen oder exogen verursacht
  • Phosphene unterscheidet man nach Auslöser und nach Erscheinung. Welche Formen gibt es? Art: Mechano-, Elektro, Magnetophosphene Erscheinung: Lichterscheinungen, Farberscheinungen (Chromatophosphene), bewegte Phosphene, komplexe Phosphene 
  • Von welchen 3 Faktoren hängt die Erscheinung eines Phosphens ab? 1) Auslöser 2) Individuum 3) Reizort
  • Was verursacht bewegte Phosphene? Reizung des Bewegungsareals hMT+ 
  • einfache Phosphene bewirkt Reizung mittels implantierter Elektronen bei Stimulation früher V1 gebiete 
  • einfach Strukturierte Phosphene bewirkt Reizung im hinteren Temporalllappen
  • komplexe multimodale Phosphene bewirkt Reizunh im vorderen Temporallappen
  • Womit lässt sich der Zusammenhang von Erscheinung und Reiz-/Erregungsort am besten bestimmen? Mit intracelebraler Stimulation am besten 
  • Was wiesen Penfield und im Anschluss Wieder anhand von intracelebraler Stimulation nach? Beziehung zwischen Komplexität der Erscheinung und Reizort entlang des ventralen Stroms 
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  • Gesichtsfelderscheinungen können auch ... durch .... entstehen. Sie sind Folge von .... . Gesichtsfelderscheinungen können auch spontan durch lokale Erregung entstehen. Sie sind Folge von visueller Deprivation.
  • Wie nennt man Gesichtsfelderscheinungen noch? Und was Muss dafür gegeben sein? Wenn Betroffener sich über den halluzinativen Charakter im Klaren ist, kann man Gesichtsfelderscheinungen auch Pseudo-Halluzinationen nennen. 
  • Was wurde bei der fMRT-Untersuchung zum Charles-Bonnet-Syndrom sichtbar? Erblindete haben häufig Gesichtsfelderscheinungen. Hierbei wurden Aktivierungen in Sehrindengebieten gesehen, deren Neurone präferentiell auf Reize antworten, die zur Erscheinung passen. 
  • Charles-Bonnet-Syndrom Alle Arten von Phosphenen und Halluzinationen sind möglich, wenn Erblindung durch pathologische Veränderungen an den Augen oder Sehnerven stattfindet. 
  • Welche Gesichtsfelderscheinungen kommen bei Rindenbränden vor? Farbig strukturierte Muster, bewegte Phosphene und komplexe Halluzinationen 
  • In welchen Bereichen können halluzinierte Elemente bewegen? Sie können raus aus dem blinden Bereich und sich in das sehende Halbfeld bewegen. 
  • Wann spricht man von Aura? Personenbezogene Synästhesie (bekannte oder unbekannte Menschen), - häufige Zusatzwahrnehmung: visuelle ein- oder mehrfarbige, strukturierte oder markante Farbflecken.
  • wie sehen deprivationsbedingte Gesichtsfelderscheinungen aus? eher idiosynkratisch gestaltend (von Betroffenem zu Betroffenem sehr unterschiedlich)
  • Was entsteht durch Migräne? Eine stereotype Aura aus flackernden, hellen, sich ausbreitenden, kristallartig strukturierten Erscheinung, die das veridische Bild überdeckt 
  • Untersuchungsverfahren von willkürlich induzierter Form nicht-veridischen Sehens (Bildliche Vorstellungen): 1) FRAGEBÖGEN  2) Vorstellungsaufgaben - Bild generieren, projizieren, mental bearbeiten, Wege zurücklegen oder Größe schätzen 3) Wahrnehmungsleistung in Abhängigkeit von zu erbringender Vorstellungsleistung messen
  • Was ist die Hypothese bzgl. Wahrnehmungsleistung und Vorstellungsleistung? Vorstellung interferiert mit der Wahrnehmung oder fördert sie. 
  • Wie findet man heraus, welche Teile des Sehsystems am Vorstellen beteiligt sind? a) Neuropsychologie (Geschätzte Vorstellungsfelder prä-Op und post-Op vergleichen) b) funktionelle Bildgebung 
  • Vorstellung und Wahrnehmung können.... zusammen aber auch getrennt einzeln gestört sein (Achromatopsie, Rindenblindheit, Neglect) 
  • Welche der beiden "Seh-Arten" sind bewusst, welche unbewusst? non-Veridische: immer bewusst veridische: sowohl bewusst, als auch unbewusst. 
  • Um zu unterscheiden, wie sich die Prozesse, die bewusstes Sehen vermitteln, unterscheiden, muss man ... bewusstes und unbewusstes Sehen herstellen und hinsichtlich seiner neuronalen Basis vergleichen. 
  • Welche Untersuchungsmöglichkeiten gibt es, wenn man Prozesse des bewussten Sehens vergleichen will? (Anhand wessen? Welche Methoden? 1) Mit normalsichtigen Probanden (Reizbedingung oder Proband manipulieren) 2) Mit sehgestörten/blinden Probanden (Untersuchung der Sehfunktionen ohne bewusste Abbildung)  Neuronale Basis: Einzelzellableitungen, EEF/MEG, funktionelle Bildgebung
  • Reizbedingungen manipulieren bei normalsichtigen Probanden: Erkenntnis zum Binokularen Wettstreit gewonnen. Ergebnisse: - Menschen und Affen können derzeit sichtbare Bewegungsrichtung angeben, - haben vergleichbare Dominanzperioden  - nur das jeweils sichtbare Muster löst die langsame Phase des optokinetischen Nystagmus aus. 
  • Möglichkeit Probanden zu manipulieren: Unterdrückung der Erkennung oder Entdeckung eines Reizes durch TMS 
  • Läsionen an sehgestörten Probanden, die die BEWUSSTE ABBILDUNG zerstören, betreffen? Primäre Sehbahn (Auge, N.Opticus, Tractus Opticus, CGL, Radiatio Optica, V1/V2). 
  • Was verursachen Läsionen in den höheren Sehrindengebieten? Ausfälle bestimmter Sehqualitäten wie Farbe, Form, Bewegung. Vollständige Blindheit, wenn frühe Sehrinde von höheren Rindengebieten getrennt. 
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  • Bzgl des unbewussten Sehens kann gesagt werden: je weiter die Läsion vom Auge entfernt ist, ... desto mehr Info gelangt ins System --> Desto mehr Restfunktionen sind gegeben, und Reaktion intakt obwohl keine bewusste Abbildung mehr möglich ist. 
  • Messung unbewusster Sehfunktionen anhand von: Reflexe, indirekte Methoden, Rateaufgaben, Fixationskontrolle
  • Vorteile der Untersuchung von Normalsichtigen Normales System 
  • Nachteile der Untersuchung von Normalsichtigen kurzlebige, unreliable Effekte möglich,  völliges Ausschalten bewussten Sehens schwer herstellbar -> meist nur bestimmte Aspekte des Reizes oder der Reizsequenz vorübergehend nicht bewusst zugänglich 
  • Vorteile der Untersuchung von Sehgestörten lange Zeitkonstante kein bewusstes Sehen 
  • Nachteile der Untersuchung von Probanden mit Sehstörungen lädiertes System
  • Worüber müssten Daten, die normalsichtige oder sehgestörte Patienten testen, Auskunft geben? Welche 2 Arten von Daten? 1. Verhaltensdaten, die zeigen, ob Reize verarbeitet werden oder Verhalten beeinflussen. 2. Subjektive Daten, die anzeigen, ob Reiz bewusst oder eher unbewusst gesehen wird, denn diese wiederum beeinflussen Verhatlten (Priming)
  • Aktuelle Debatten: 1) ventraler (Wer?)-Pfad für bewusstes und dorsaler (Wo?)-Pfad für unbewusstes Sehen?  2) Wird sehen bewusst durch Prozesse in posteriorer Hirnregion (visueller Cortex) oder eher in frontalen Regionenen)  3) Ist nur die Stärke der neuronalen Aktivierung ausschlaggebend?