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Landespflege (Subject) / Abbrauflächen und Deponien (Lesson)
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- a) Bedeutung, Typisierung Bedeutung: in D bisher 0,5 %, Zuwachs 7000 ha pro Jahr, Gewinnung von billigen Massenprodukten (marktnahe und dezentrale Gewinnung → kurze Transportwege)
- Lockergesteinabbau 1. Kies- und Sandgruben 1. der Auen- und Terrassengebiete: Nassabbau bei Flussnähe, Gesteine nach Größe sortiert, allseitig steile Abbauwände, räumliche Konzentration (Rhein) 2. der Moränengebiete: Trockenabbau; Abschnitte in den Hügelflanken, verdichtet, nicht sortiert, viel unbrauchbares Material → Abraumhalden
- Abbau von Festgesteinen 1. Steinbrüche 1. kesselförmig: kein natürlicher Anschnitt der Gesteinsschichten, meist größere Variationsbreite kleinklimatisch unterschiedliche Standorte, Wahrnehmung meist nur aus geringer Entfernung 2. hanganschneidend: abzubauende Gesteinsschichten bereits angeschnitten, dünne Decklagen → natürliche Erschließungsvorteile, Exposition bestimmt das Kleinklima, meist weithin sichtbar
- a) Standortbedingungen Extremstandort mit Eigen- und Mikroklima und sich kleinräumig ändernden Standortfaktoren (Temperatur, Feuchte, Nährstoff- und Kalkgehalt; Kaltluftbildung in Senken) → Standortvielfalt → spezifische Flora und Fauna
- b) Biotoptypen Teillebensräume in Kies-, Sand- und Tongruben: Sims, Berme, Halde, Abbruchwand, Erosionskegel, Felsnase, Steinhaufen, Sohlen, Halde, Tümpel
- Konflikte zwischen Abbauindustrie und Naturschutz Abbau in biologisch wertvollen Bereichen, Eingriff in gewachsene Strukturen des Landschaftsgefüges: Landschaftsbild, Relief, Gestalt und Nutzung, Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts, Wasserhaushalt und -qualität, meist seltene Biotope und Ökosysteme (Felsen, Bergrücken, Steilwände; nährstoffarm, trocken)
- Rekultivierung (§ 1 BNatSchG): natürliche Sukzession, Renaturierung (naturnahe Gestaltung), Rekultivierung
- natürliche Sukzession - der Sukzession überlassene Abbauflächen für Arten- und Biotopschutz sehr bedeutend- sinnvoll, wenn wertvolle Standorte oder Strukturen bereits vorhanden; keine Maßnahmen- Probleme: Prognose über Erreichbarkeit nicht sicher, kein zeitnaher Ausgleich
- Renaturierung (naturnahe Gestaltung) Rückführung in naturnahen Zustand: quasi natürlich, ungestörte Weiterentwicklung, Ausschluss von Nutzungseinflüssen, dient Naturschutzzielen, Ausgleich d. BeeinträchtigungMaßnahmen: Relief und Bodenoberfläche gestalten, initiale Pflanzungen, Sukzession oder Pflege
- Rekultivierung - Wiederherstellung Wiederherstellung des zerstörten Kulturbodens als Kulturpflanzenstandort1. Maßnahmen von Geotechnik, Landespflege, Wasser-, Land- und Waldbau 2. Kulturlandschaft wieder herstellen oder neu schaffen3. Vorbereitung und Gestaltung von Biotopen4. Wiederherstellung einer nutzbaren Landschaft (Land- oder Forstwirtschaft)5. andere Folgenutzungen: Naturschutz, Freizeit, Bebauung
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- Rekultivierung - technische Maßnahmen 1. Reliefgestaltung entsprechend Folgenutzung, oft Verwendung des Abraums2. Auftrag geeigneten Bodens, Humusanreicherung, Verwenden des Oberbodens3. Bodenlockerung, Melioration (Düngen, Kalken)
- Rekultivierung - biologische Maßnahmen 1. Erstbegrünung als Gründünger und Erosionsschutz2. bei Folgenutzung als Forst: Pflanzen v. Vorwaldbaumarten → Überführung in Zielwald3. bei Folgenutzung Ackerbau: Bodenbearbeitung, Einsaaten
- Mülldeponien a) Gefahrenpotenziale bei ungesicherter AblagerungVegetationsschäden, Bodenbelastung, Oberflächen- und Grundwasserbelastung, Geruchsbelästigung, Luftverschmutzungb) vorsorgliche Oberflächenabdichtungc) Rekultivierungsschicht
- Funktionen der Rekultivierungsschicht von Mülldeponien 1. Landschaftspflege: Pflanzenstandort, Landschaftseinbindung2. Schutz: Witterungseinflüsse (Erosion, Frost), Pflanzenwurzeln und Tiere3. Wasserhaushalt: Reduzierung der Absickerung durch natürliche Verdunstung
- Anforderungen an Rekultivierungsschichten von Mülldeponien 2. ausreichend mächtig, gute durchwurzelbar, hohe nutzbare Wasserspeicherkapazität3. standortgerechter Bewuchs, hohe Transpirations- und Interzeptionsleistung
- Zielbestand und Pflegemaßnahmen der Rekultivierungsschicht von Mülldeponien Zielbestand, Deponiewald 3. 2 Baumschichten, Strauchschicht, Krautschicht, Nadelbäume > 20 % Pflegemaßnahmen4. Vorwald obligatorisch, Umbau in Zielwald nach 15 – 20 Jahren5. Wasserhaushaltsfunktion pflegen, alle Altersklassen, Naturverjüngung