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Landespflege (Subject) / Landnutzung II (Lesson)

Landnutzung II

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  • Gliederung des Kleinformenschatzes a) Morphologischen Gesichtspunkten (Höhe, Breite, Neigung), genetischen Gesichtspunkten (Entstehungszeit, Entstehungsbedingungen), Bewuchs und Vegetationsstruktur b) lineare Strukturen als Reste von Abgrenzungen; Zeugnis der Rechtsgeschichte
  • Raine Acker- / Feld-, Breit-, Hoch- und StufenrainÖkoton (Grenzbiotop) mit hoher Artenvielfalt; Verbundelemente für Mobilität Raine wurden zur Offenhaltung, Schattenreduktion und Mäusebekämpfung geflämmt → Förderung von Pflanzen mit Rhizomen und starken Wurzeln
  • Gliederung von Kleinstrukturen/Hecken nach Bewuchs von Bäumen dominierte Strukturen (Eiche, Feldahorn, Esche), Hecken, Gebüsche und Gestrüppe, Magerrasen- und Nitrophytenfluren, Trockenheit bis Feuchte anzeigende Arten
  • Wege a) Gras-, Spur-, Trieb- und (Löss-)Hohl-, Altweg Eigenschaften von Hohlweg: ständig beschattet → geringe Temperaturamplitude, hohe Luftfeuchtigkeit; Erodierbarkeit; Bruthöhlen von Insekten und VögelnBarrierewirkung von Asphaltwegen auf Tiere (v. a. Arthropoden)
  • Wegsäume, Böschungen, Hage und Knicke früher verpflichtende Anlegung von Wallhecken zum Schutz vor WildtierenGehölzaufwuchs der Knicke wurde systematisch durch Feldgraswirtschaft genutzt1. während Ackernutzung Einschränken des Aufwuchses zur Schattenvermeidung, später während Beweidung Aufwuchs zugelassen → Windschutz, Einzäunung
  • Hecken und Lesesteinriegel - Entstehung und Struktur Hecken auf Steinriegeln, Dichte höher bei geringerer durchschnittlicher Parzellengröße reich an basitonen und rankenden sowie an ornitho- und blastochoren Pflanzen Aufbau: Kulturland, Saum, Trauf, Mantel, Zentrum, Oberkrone / Dach
  • Hecken und Lesesteinriegel - Funktionen strukturell: Relais, Nistplatz, Schlafplatz, Sing- und Aussichtswarte, Spähplatz, Deckung, Refugium, Überwinterung, Befestigung für Spinnennetze, Eiablage, Luftplankton trophische: Knospen, Blätter, Blüten, Samen, Früchte, Pflanzensäfte, Totholz, Triebe, Rinde, Wurzeln Auswirkung auf Mikroklima: Verringerung der Windgeschwindigkeit, Evaporation, Niederschlags- und Taumenge Bedeutung für Fauna: Ökoton, Verbundelementendemische Sippen der alten Hecken einzigartig und optimal angepasst
  • Stufenrain Entstehen von Terrassen durch Bodenbearbeitung im Acker- oder Weinbau 1. vorausgesetzt: Hangneigung, Parzellierung quer zum Hang, Feldraine vorhandenDichte von Feld- und Stufenrainen abhängig von Topographie (höher in Hanglagen), Boden oder anstehendem Gestein, Klima und Agrarstruktur
  • Ackerrain nicht bewirtschafteter Grasstreifen entlang von Parzellgrenzen
  • Breitrain (10 – 20 cm ↔): schlechte Böden, Abladeplatz für Unkraut
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  • Hochrain Breitrain mit aufgeschütteten Lesesteinen