19
Biologische Psychologie (Subject) / Funktionelle Methoden: Hirnstimulation (Lesson)
Advertisement
- Man unterscheidet zwischen welchen 2 Arten der Hirnstimulation? Welche Subgruppen hat die 1. Art, welche hat die 2.? Intrakraniell und Transkraniell Intrakraniell: Elektrische Reizung im Gehirn oder auf der Oberfläche --> Kann akut oder chronisch sein Transkraniell: magnetisch oder elektrische Reizung von außen --> kann ein Einzelimpuls sein oder repetitiv
- Intrakranielle Hirnstimulation: wer identifizierte das erste mal die motorische Rinde und wie? Fritsch und Hitzig (1870) durch Reizung der motorischen Rinde, die dann zu Bewegung der Glieder führte.
- Intrakranielle Hirnstimulation: Was hat Penfield gemacht? während ohne Anästhesie durchgeführten neurochirurgischen Eingriffen hat er das offene Gehirn mit Mikroelektroden gereizt, sodass er Empfindungen oder Bewegungen auslösen oder unterdrücken konnte
- intrakranielle Hirnstimulation: Penfield konnte das Sprechen von Patienten während der OP unterdrücken. Wie nennt man dies? Speech arrest
- Intrakranielle Hirnstimulation: Wie ist es möglich, das offene Hirn mit Mikroelektroden zu reizen, ohne dass es schmerzt? Das Hirn ist schmerzfrei
- Anhand von Intrakranieller Hirnstimulation kann man... -Empfindungen und Bewegungnen auslösen und unterdrücken - Gedächtnisspuren aktivieren (Beispiel Kindheitsepisode bei Reizung der Stimulationsorte 8 und 13 des Temporallappen)
- Welche der Arten von Hirnstimulation werden bei der Behandlung von M. Parkinson eingesetzt? Tiefe Hirnstimulation
- Tiefe Hirnstimulation: Was wird genau getan? Prozess tiefliegende Hirnareale, die motorische Funktion steuern, werden elektrisch stimuliert (so wie Herz über Herzschrittmacher? -> Neurostimulator gibt Stimulationssignale - diese Signale werden über Elektroden an Zielpunkte abgegeben (z.B. bei Parkinson zum Nucleus subthalamicus (STN)
- Tiefe Hirnstimulation: Welches Hirnareal ist der Zielpunkt bei Parkinson? Nucleus subthalamicus (STN)
- Transkranielle Magnetstimulation (TMS): Womit arbeitet das TMS? elektromagnetische Induktion anhand einer Achterspule -> Veränderung des Membranpotenzials
- Advertisement
- Transkranielle Magnetstimulation (TMS): Wie stark sind die Magnetfelder, die die Stromimpulse der Spule erzeugen? relativ stark --> Bis zu 2 Tesla
- Transkranielle Magnetstimulation (TMS): Wie fühlt sich die Induktion des Stromimpulses für den Probanden an? abhängig von der Stärke des induzierten Feldes – wie ein leichtes oder starkes Klopfen am Kopf.
- Transkranielle Magnetstimulation (TMS): Klinische Nutzung des TMS - Messung von Leitungszeiten - Behandlung von Depression
- Transkranielle Magnetstimulation (TMS): Effekte (Positive und negative) Virtuelle Läsionen Positive Erscheinungen: Zuckungen bei Reizung über dem motorischen, Lichterscheinungen (Phosphene) bei Reizung über dem visuellen Cortex
- Transkranielle Magnetstimulation (TMS): Nenne ein negatives Phänomen und worauf es Rückschlüsse ziehen lässt Suppression: "Virtuelle und transiente" Läsionen --> auf Zeitpunkt und Ort der Interferenz mit der Signalverarbeitung
- Transkranielle Magnetstimulation (TMS): Negative Phänomene = Suppression
- Transkranielle Magnetstimulation (TMS): Positive Phänomene = Motorik steuern durch Einzelpulsstimulation über dem motorischen Cortex (bilaterale Reizung)
- Transkranielle Magnetstimulation (TMS): VORTEILE (3Punkte) - erlaubt experimentelle Neuropsychologie am intakten und geschädigten Hirn - Beitrag einer Region zu untersuchter Funktion kann beschrieben werden - zeitlich sehr präzise -> Kurze Impulse, die an Reizdarbietung gekoppelt werden können, wodurch unterschiedliche Effekte zu unterschiedl. Zeitpunkten untersuchbar werden
- Transkranielle Magnetstimulation (TMS): Nachteile Beschränkte räumliche Präzision, denn Stimulation ist nie nur auf Zielgewebe begrenzt Möglichkeit, bei repetitiver Reizung epileptische Anfälle auszulösen --> Epilepsie, Implantate im Gehirn sind ein Ausschlusskriterium