Ernährungslehre (Subject) / Diabetes mellitus (Lesson)

There are 8 cards in this lesson

Definiton, Wirkung von Insulin, Gucagon, Adrenalin, Diät

This lesson was created by natschi.

Learn lesson

  • Typ 1 - Diabetes autoimmune Zerstörung der Insulin produzierenden Beta-Zellen der Langerhans-Inseln der Bauchspeicheldrüse Entzündung der Inselzellen führt zu Versiegen der Insulinproduktion. Es kommt zum absoluten Insulinmangel Insulinersatztherapie notwendig! beginnt mit starkem Durst und vermehrtem Wasserlassen, auffälliger Gewichtsabnahme, obwohl durch ein verstärktes Hungergefühl mehr gegessen wird. Trockene, schweißarme Haut, trockene und belegte Zunge, rotes Gesicht
  • Typ II - Diabetes beginnt oft nach dem 40. Lebensjahr 90% der betroffenen sind übergewichtig klinisch manifester D. liegt vor, wenn der Nüchternblutzucker126 mg/dl oder zwei Stunden nach Glucosebelastung 200 mg/dl übersteigt relativer Insulinmangel und Insulinresistenz
  • Hormonelle Regulation Insulinwirkung Senkung des Blutglucosespiegels: I. fördert die Aufnahme von Glucose in die Zellen, dadurch sinkt der Blutglucosespiegel In den Leberzellen fördert I. die Glykogenspeicherun und die Synthese von Fettsäuren FS, gleichzeitig wird die Gluconeogenese und die Ketonkörperbildung gehemmt. Es werden also Energiedepots in Form von Glykogen und Lipiden angelegt. In den Muskelzellen wird der Glykogenaufbau und die Speicherung gesteigert, der Abbau gehemmt. Energiedepots in Form von Glykogen werden angelegt. Lipidaufbau in den Fettzellen, gleichzeitige Hemmung der Lipolyse. Es werden Energiedepots in Form von Lipiden angelegt. Steigerung der Proteinsynthese in den Muskeln Abbau von Insulin in der Leber und in der Niere!
  • Hormonelle Regulation Glukagon wird in den alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet bewirkt, dass zwischen den Mahlzeiten Leberglykogen zur Aufrechterhaltung des Blutglucosespiegels abgebaut wird.
  • Hormonelle Regulation Adrenalin Stresshormon, wird im Nebennierenmark gebildet hemmt Insulinfreisetzung und steigert im Notfall den Blutglucosespiegel (verstärkte Muskelarbeit und Herztätigkeit, dadurch schnelle Reaktion auf Gefahrensituationen) hemmt gleichzeitig Insulinausschüttung
  • Die wichtigsten Kennzeichen von Diabetes mellitus Gewichtsabnahme verstärktes Durstgefühl erhöhter Blutglucosespiegel Ausscheidung von Glucose mit dem Harn ("Durchlauf honigsüßen Urins"erh) vermehrte Ketonkörper in Blut und Harn (diabetisches Koma - Hyperglykämie - durch Überzuckerung, Übersäuerung des Körpers infolge sehr hoher Blut- und Harnzuckerwerte erhöhte FS-Gehalte im Blut verstärkte Stickstoffausscheidung mit dem Harn
  • Stoffwechselveränderungen bei D. m. Muskeln: Abnahme von Muskelmasse, Aminosäurefreisetzung stark erhöht Fettgewebe: Abbau von Depotfett, Fettsäurefreisetzung stark erhöht Leber: gesteigerte Gluconeogenese aus AS und Glyzerin, gesteigerte Ketonkörperbildung aus Fettsäuren Es liegt eine Störung des gesamten SW-Geschehens vor. Der Insulinmangel bewirkt einen Glucosemangel in den Zellen. Die SW-Wege werden wie  im Hunger  auf Gluconeogenese umgestellt.
  • Diät Täglich 6 bis 7 kleine Mahlzeiten Energiezufuhr muss dem Bedarf angepasst werden (Typ I muss evtl. zunehmen, Typ II muss i.d.R. abnehmen)  relativ proteinreiche und fettarme Kost (bei fettreicher Kost können leicht diabetische Spätschäden entstehen) stärkehaltige LM auswählen, da diese langsamer ans Blut abgegeben werden auf ausreichenden Ballaststoffgehalt achten, auch dies führt zu langsameren Blutglucoseanstieg LM mit Glucose, Saccharose und Maltose sind nur begrenzt erlaubt Vitamin- und mineralstoffreiche Kost auf fettarme und vitaminschonende Zubereitung achten Kräuter und Gewürze erlaubt Etwa 50% der Gesamtenergiemenge sollen als KH zugeführt werden Gehalt an verdaulichen KH wird in BE (entspricht 12 g KH) oder KH-Einheiten (entspricht 10 g KH). Sie können gegeneinander ausgetauscht werden und sollen die Zusammenstellung der Mahlzeiten erleichtern. Süßstoffe und Zuckerausstauschstoffe erlaubt, können aber in größeren Mengen zu Verdauungsproblemen führen