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Verbraucher- und Ernährungspolitik (Subject) / Verbraucher- und Ernährungspolitik (Lesson)

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  • Verbraucherpolitik (allgemein) Verbraucherpolitik ist die Gesamtheit aller Ziele von Personen und Institutionen, die in organisierter Form Maßnahmen planen und durchführen, sodass Mitglieder privater Haushalte zu wirkungsvolleren Transformationen ihrer knappen Ressourcen, entweder durch Kommunikation oder durch Setzen von Restriktionen, befähigt und veranlagt werden.
  • Direkte Verbraucherpolitik / Verbraucherpolitik im engeren Sinne Umfasst alle für den Verbraucher relevanten Rechts-, Sicherheits- und Wirtschaftsfragen,unter Einschluss von Fragen des gesundheitlichen Verbraucherschutzes und der Ernährung,hinzu kommen die Themen Verbraucherforschung, Verbraucherinformation und Verbraucherbildung, sowie die Förderung von Verbraucherverbänden und kooperativen Aktionen,um die strukturbedingte Schwäche der Verbraucherseite bei Informationsbeschaffung,Organisationsgrad und Interessenvertretung auszugleichenund die Marktbalance zwischen den Marktteilnehmern herzustellen bzw. zu wahren.
  • Marktbezogene Verbraucherpolitik Setzung eines Rahmens von Rechtssicherheit, Wettbewerbssicherung, Transparenz und klarer Verantwortungszuweisung, innerhalb dessen marktvermittelbare Güter und Dienstleistungen (oder Leistungsbündel) von privaten oder öffentlichen Anbietern in ausreichender Menge, gewünschten Qualitäten und zu bezahlbaren Preisen bereitgestellt werden.
  • Öffentliche Verbraucherpolitik Umfasst die Förderung und Überwachung der Bereitstellung von Gütern in wirtschaftlichen Ausnahmebereichen (natürlichen Monopolen), in denen öffentliche oder staatlich geschützte Alleinanbieter den Markt versorgen, sowie von öffentlichen Dienstleistungen von Behörden.
  • Verbraucherpolitische Konzeption Gedankliches und längerfristig gültiges Leitbild einer anzustrebenden Wirtschaftsgestaltung im Hinblick auf verbraucherpolitische Fragestellungen Konsistentes System von Zielen, ordnungspolitischen Grundsätzen und Methoden, die den wirtschaftspolitischen Entscheidungsträgern als Orientierungsrahmen dienen und rationale Entscheidungen erleichtern--> muss kompatibel mit gesamtwirtschaftlicher Konzeption sein--> muss sowohl historische Entwicklungszusammenhänge als auch Rahmenbedingungen (internationale Verpflichtungen) berücksichtigen Basis für politisches Handeln--> Ziel der Politik: längerfristige und kohärente Orientierung geben, aber zukunftsoffen für Weiterentwicklungen sein
  • Konsumentensouveränität Der Konsument kann im Rahmen der ihm zur Verfügung stehenden Mittel frei, gemäß seiner Präferenzen entscheiden, welche Güter er in welchen Mengen kauft d.h. die Beurteilung des individuellen Nutzenniveaus obliegt den Individuen selbst Kosumentensouveränität bezeichnet somit die Freiheit von Konsumenten, allein zu entscheiden, wie sie ihre individuellen Bedürfnisse befriedigen wollen
  • Konsumfreiheit Das Leitbild der Konsumfreiheit umfasst zwei Freiheitsbegriffe: Die Freiheit, aus mehreren angebotenen Alternativen nach dem Entschluss zu wählen (im Rahmen der durch das verfügbare Einkommen begrenzten finanziellen Mittel) Die Freiheit, von äußeren Zwängen weitgehend unabhängig das Recht auf Selbst- und Mitbestimmung auch im Konsumbereich zu verwirklichen Die Wahlfreiheit der Verbraucher, auf die der Markt reagiert, setzt ebenfalls auf Wettbewerb, berücksichtigt aber auch Beschränkungen der Konsumfreiheit. --> Wechselspiel zwischen Verbraucherbedürfnissen und Herstellerinteressen
  • Beschränkungen der Konsumfreiheit Äußere Beschränkungen: grenzen den Raum ab, in dem der Konsument seine Wahlfreiheit ausüben kann (z.B. ist der Verbraucher den Anbietern auf Grund von Monopolen, Kartellen und Informationsasymmetrie unterlegen) Innere Beschränkungen: liegen im Konsumenten selbst --> d.h. er verfügt über begrenzte Fähigkeiten um die eigenen Bedürfnisse zu erkennen, Informationen über Güter zur Bedürfnisbefriedigung zu gewinnen und diese zu Kaufentscheidungen verarbeiten zu können
  • Produzentensouveränität Unterlegene Stellung der Konsumenten in der marktwirtschaftlichen Ordnung--> Angebote dienen den Interessen der Produzenten Anbieter initiieren "künstliche" Bedürfnisse z.B. durch Werbung--> es herrscht ungleiche Marktverteilung zugunsten der Anbieter Ökonomische Macht und finanzielle Potenz steht einer zersplitterten Verbraucherschaft gegenüber--> Konsumenten haben rein reaktive Rolle (keine Gegenmacht) Forderung: Beteiligung der Verbraucher an den Produktionsentscheidungen (Verbraucherräte) --> ex ante--> Direktsteuerung der zukünftigen Investitionen durch Verbraucherräte--> Feststellung der "echten" Verbraucherbedürfnisse
  • Ordoliberale Konzeption 1940er/1950er JahreLeitbild: Konsumentensouveränität Verbraucher steuert durch sein Nachfrageverhalten die Produktion--> optimale Bedürfnisbefriedigung Menschenleitbild: homo oeconomicus Konzeption vertraut auf die Leistungsfähigkeit des Marktes Ordnungsleitbild: vollkommene Konkurrenz --> Existenz von Marktalternativen für Konsumenten--> Staatliche Eingriffe nur im Hinblick auf Sicherung des Wettbewerbs; weitere Eingriffe überflüssig oder sogar schädlich --> Wettbewerbspolitik als einzige Verbraucherpolitik (Kartell- und Monopolverbot, sowie Verhinderung von Missbrächen)
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  • Kritik an der ordoliberalen Konzeption Unrealistische Prämissen:Annahme des Homo oeconomicus Zunehmende Produktvielfalt und -differenzierung (z.T. bedingt durch Globalisierung) führen zu unüberschaubaren Märkten--> erschwert es Verbrauchern ausreichende Markttransparenz zu erlangen (--> stellt allerdings notwendige Bedingung dar, um informierte Entscheidungen treffen zu können) Zunehmende Komplexität vieler Güter und Dienstleistungen erschwert die Beurteilung des Preis-/Leistungsverhältnisses und der anfallenden Gebrauchs-, Nutzungs- und Entsorgungskosten Die Informationen der Anbieter sind häufig unvollständig und einseitig --> economies of concealment Annahme der vollkommenen Konkurrenz auf Märkten Zunehmende Konzentration auf der Anbieterseite (Fusionen, Globalisierungsstrategien) Hohe mit Exit verbundene Transaktionskosten
  • Liberales Wettbewerbs- und Informationsmodell 1960er JahreLeitbild: Konsumentensouveränität Menschenbild: homo oeconomicus Marktversagen durch Kartelle und Monopole, sowie Informationsdefizite (letztere auf Seiten der Verbraucher höher) --> Verbraucher in unterlegener Posititon Der Verbraucher ist grundsätzlich in der Lage, "mündig" zu sein, wird daran aber durch fehlende Information gehindert --> dem Verbraucher müssen alle relevanten Informationen zugänglich gemacht werden, damit er "mündig" werden kann --> Verbraucherpolitik: Wettbewerbspolitik & Verbraucherinformationspolitik(Marktkontrolle, Informationsrechte der Verbraucher bzw. Informationspflichten der Anbieter)
  • Modell der Wettbewerbs- und Konsumfreiheit 1980er JahreLeitbild: Konsumentensouveränität Interventionsskeptisch und marktoptimistisch Wettbewerb steht im Vordergrund Unterschied zu anderen marktoptimistischen Ansätzen: Kritik am neoklassischen Gleichgewichtsmodell Wettbewerb: evolutionärer Prozess, bei dem temporäre Ungleichgewichte erwünscht sind --> Verbraucherpolitik: Wettbewerbspolitik (Privatisierung, Abbau staatlicher Monopole), Informationspolitik (Ausdehnung von Warentests, privates Angebot von Informatioen), Entbürokratisierung
  • Partizipatorisch-emanzipatorischer Ansatz 1970er JahreLeitbild: Produzentensouveränität --> Herrschaft der Anbieter Marktwirtschaftskritische Konzeption Umgestaltung des marktwirtschaftlichen Systems ex-ante Ansatz setzt auf Diskurs, Verbraucherräte in Betrieben, bürgernahe Planung, Bedürfnisforschung, aber auch direkte Interventionen, Investitionslenkung und Verstaatlichung --> Verbraucherpolitik wird nach Umsetzung unnötig
  • Kritik am partizipatorisch-emanzipatorischen Ansatz Verbrauchererziehung und -bildung Wissensvermittlung im Hinblick auf eigene Bedürfnisse beinhaltet auch immer die Gefahr der Manipulation Durchsetzung einer Bedürfnisskala bedingt die Gefahr der Freiheitseinsschränkung, da individuelle Bedürfnisse nicht von einer, der Mehrheit dienenden, Bedürfnisskala abgedeckt werden können/ müssen Widerspruch: Triebkraft für das Konzept: Abstellung der Manipulation der Bedürfnisse durch die marktwirtschaftliche Ordnung und die Herausarbeitung der "wahren" Verbraucherinteressen <--> gleichzeitig werden die Menschen durch eine von Bedürfnisskalen gesteuerte Produktion bevormundet Lösungen der Koordinationsprobleme bleiben offen hohe Organisationskosten bei diesem basisdemokratischen Ansatz hohes Konfliktpotential
  • Gegenmachtmodell Mittel der 1970er JahreLeitbild: Konsumfreiheit Menschenbild: "mündiger" bzw. "kritischer" Konsument Orientierung am Wettbewerb, aber Erkennen von Mängeln:--> Ungleichgewicht zwischen Produzenten und Konsumenten bezüglich Kompetenz, Information und Macht Neben marktkomplementären auch marktkompensatorische Verbraucherpolitik Machtausgleich (Gegenmacht) für den Verbraucher durch den Staat notwendig: Stärkung der Verbraucher nicht nur als Individuum, sondern auch als Gruppe--> vom Individual- zum Sozialprinzip --> Verbraucherpolitik: Marktkomplementäre Verbraucherpolitik (u.a. Informationspolitik, Wettbewerbspolitik); Marktkompensatorische Verbraucherpolitik (u.a. Stärkung der Verbraucherrechte, Förderung von Verbraucherorganisationen)
  • Modell der Nachhaltigkeit Ende des MilleniumsLeitbild: Nachhaltiger Konsument ethisch verantwortlicher Verbraucher lenkt die Wirtschaft über seine Nachfrage auf ökologische Angebote hin Verbraucher ist Marktteilnehmer und Bürger-Verbraucher (Consumer Citizen)--> Inhaber individueller Rechte--> Gestalter des Gemeinwesens (Verwandlung ökonomischer Macht in politische Macht) Intensive Diskussion um unterschiedliche Konzepte, insbesondere:- Effizienz-Konzept: Beibehaltung des Ziels der Wohlstandsmaximierung und Erhöhung der Ressourceneffizienz- Suffizienz-Konzept: Neben Erhöhung der Ressourceneffizienz auch Konsumverzicht --> Verbraucherpolitik: Gestaltung der Rahmenbedingungen, dass durch die Nachfrage neben individuellen auch gesamtwirtschaftliche Interessen gestützt werden Konsumenten beraten, informieren und motivieren (Effizienz und Suffizienz) Strukturwandel dahingehend beeinflussen, dass Konsumenten Option für suffizientes Handeln ermöglicht wird
  • Ziel der nachhaltigen Verbraucherpolitik Veränderung der Präferenzen der Verbraucher und damit Beitrag zur Erhöhung der Nachfrage der privaten Haushalte nach umwelt-, sozial- und gesundheitsverträglichen Gütern und Dienstleistungen Das veränderte Konsumverhalten löst im Wirtschaftskreislauf einen ökologischen Strukturwandel in Richtung auf eine umweltgerechtere Wirtschaftsentwicklung aus
  • Ursachen des Marktversagens Marktmacht Natürliche Monopole fehlende Markttransparenz Vorliegen öffentlicher Güter Vorliegen externer Effekte
  • Politische Eingriffe bei Marktmacht Abbau der Marktzutrittsschranken Fusionskontrolle Zerschlagen von Monopolen Aufdeckung von Kartellabsprachen Deregulierung
  • Natürliches Monopol das betreffende Gut kann von einem einzigen Unternehmen kostengünstiger hergestellt werden, als von mehreren Anbietern Im natürlichen Monopol ist die Kostenfunktion über den relevanten Bereich subadditiv --> sinkende Durchschnittskosten (DK) über den gesamten Mengenbereich sind hinreichend, aber nicht notwendig für das Vorliegen von Subadditivität hohe Fixkosten, steigende Skalenerträge, sinkende Durchschnittskosten Problem sinkender Durchschnittskosten Wettbewerb zwischen mehreren Unternehmen kaum realisierbar --> jedes Unternehmen wird versuchen, die durch niedrige DK bedingten Größenvorteile auszunutzen, um die Konkurrenten zu unterbieten --> ein Unternehmen bleibt übrig: natürliches Monopol Aus allokativer Sicht macht es keinen Sinn, hohe Fixkosten mehrfach zu tätigen Gefahr einer überhöhten Preisfestsetzung
  • Regulierungsstrategien bei natürlichen Monopolen Tolerierung des Marktversagens: optimal, wenn die gesamtwirtschaftlichen Kosten der Regulierung über den Kosten des Marktversagens liegen Staatliche Eingriffe u.a.:- Verstaatlichung des Monopols (potentielles Problem: Staatsunternehmen operieren häufig nicht effizient, wenig Anreize Kostenzu senken bzw. Innovationen auf den Weg zu bringen)- Preisfestsetzung:--> Monopolist muss zu Grenzkosten anbieten (Differenz zwischen GK und DK wird subventioniert)--> Monopolist muss zu Durchschnittskosten anbieten (Schwierigkeit der Ermittlung)- Vergabe/ Versteigerung von Lizenzen (Gewinner ist jene Firma, die sich bereit erklärt, die nachgefragte Menge zu den niedrigsten Preisen zu verkaufen; Konkurrenz im Bieterverhalten auf das Niveau der DK) Regulierung durch Verringerung der Integrationstiefe und durch Schaffung bestreitbarer Teilmärkte
  • Fehlende Marttransparenz Annahme perfekt funktionierender Märkte: Vorhandensein vollkomener und kostenloser Information --> ist dies nicht der Fall: Marktversagen In Realität kaum/ keine vollkommene Information --> häufig vorliegen assymetrischer Information (eine Marktseite hat mehr Informationen über das Gut, als die andere) kann der Akteur mit Informationsvorteilen diese zu seinen Gunsten ausnutzen = Oppertunistisches Verhalten bei Unsicherheit über die Qualität des Tauschobjekts kommt es zu Marktversagen auf Grund adverser Selektion
  • Lösungen zur Reduktion von Informationsasymmetrie Lösungen des Marktes Screening Signaling Lösungen des Staates/ Verbraucherpolitische Lösungen Ziel: Sicherung von Wettbewerb und Transparenz Abbau der Informationsasymmetrie unter Beibehaltung von Vertragsfreiheit- Staatliche Bereitstellung und Verarbeitung von Informationen (z.B. Stiftung Warentest)- Verpflichtungen zu Mindestinformationen Abbau der Informationsasymmetrie unter Einschränkung der Vertragsfreiheit- Mindeststandards bzw. Genehmigungen
  • Screening Selbstinformation: Beschaffung von Informationen über die Qualität des Gutes Einschaltung von Spezialisten mit Fachkompetenz (--> evtl. neue Marktversagensprobleme bspw. Interessenkonflikt bei Beratung) Anreiz: Verbesserung der Kaufentscheidung Problem: Kosten des Screening, Verfügbarkeit von Informationen, Fähigkeit Informationen zu bewerten
  • Signaling Bereitstellung von glaubhaften Informationen durch die besser informierte Marktseite Anreiz: Produzenten besserer Qualitäten haben ein Interesse daran, dass die Marktgegenseite informiert ist Problem: Glaubwürdigkeit der signalisierten Informationen Lösung: Glaubwürdigmachung von Qualitätsversprechungen- Aufbau von Reputation- Markenartikel/ Marke: Versprechen hoher Qualität- Werbung- Garantieversprechen: Vermindert das Risiko für den Käufer & signalisiert hohe Qualität
  • Öffentliche Güter Sind Güter, die allen betroffenen Konsumenten im selben Ausmaß zur Verfügung gestellt werden müssen und ohne staatliche Eingriffe nicht oder nur in geringem Maße zur Verfügung gestellt werden können. Konsumausschluss nicht möglich & Rivalität nicht gegeben --> effiziente Bereitstellung über den Markt nicht möglich, müssen staatlich angeboten werden hohe Fixkosten; GK für weiteren Nutzer sehr gering --> Fixkosten übersteigen Nutzen für den einzelnen Nutzer --> Einzelner wird Gut nicht bereitstellen Beteiligten sich alle potentiellen Nutzer an den Fixkosten, wäre das für jeden Einzelnen lohnend --> kommt wegen Free-Rider-Problem nicht zustande
  • Effiziente Bereitstellung öffentlicher Güter ein öffentliches Gut wird in effizienter Menge bereitgestellt, wenn der Grenznutzen des Konsums gleich den Grenzkosten der Produktion dieses Gutes ist--> der Grenznutzen wird durch die vertikale Summe der Grenznutzen der einzelnen Verbraucher (Nachfragefunktionen) nach dem öffentlichen Gut ermittelt--> bei gegebener Menge werden die Zahlungsbereitschaften (Grenznutzen) aufsummiert (vertikale Summierung)
  • Free-Rider-Problem Es besteht keine Möglichkeit, einige Güter und Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen, ohne dass alle Verbraucher davon profitieren Für Haushalte besteht kein Anreiz, den Betrag zu zahlen, den der Artikel ihnen wert ist Mangelnde Bereitschaft der Individuen, freiwillig die Bereitstellung öffentlicher Güter zu unterstützen führt dazu, dass der wahre Wert des Gutes/ die wahre Zahlungsbereitschaft nicht sichtbar wird--> Free-Rider zielen darauf ab, die Vorteile eines Gutes zu genießen, ohne dafür zu zahlen (= auf Kosten anderer)
  • Risikobewertung Wissenschaftliche Bewertung von Risiken Grundlagen für den Verbraucherschutz vier Stufen:- Gefahrenermittlung- Gefahrenbeschreibung- Abschätzung des Risikos- Risikobeschreibung
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  • Risikomanagement Umsetzung des Verbraucherschutzes Berücksichtigung der wissenschaftlichen Bewertung Berücksichtigung von politischen Zielen
  • Risikokommunikation Informationen über Risikobewertung und Risikomanagement Stakeholder-Prozess zur Identifizierung eines angemessenen Risikomanagements Ziele:- Information und Aufklärung der Öffentlichkeit- Umgang mit unterschiedlichen Ansichten und Interessen
  • Grenzen der wissenschaftlichen Risikobewertung Die Qualität der Risikobewertung ist abhängig von der Verlässlichkeit der Informationen Multidimensionalität: viele Aspekte zu berücksichtigen, geringe Eindeutigkeit bei der Berücksichtigung unterschiedlicher Dimensionen Wissenschaft führt nicht immer zu eindeutigen Ergebnissen --> wissenschaftliche Unsicherheit Risikobewertung kann keine Sicherheit beweisen Budget und Zeitrestriktionen begrenzen den Umfang der Risikobewertung
  • Vorsorgeprinzip Voraussetzungen: mögliche negative Folgen eines Phänomens, eines Produktes oder eines Verfahrens ermittelt aber, die wissenschaftliche Risikobewertung lässt auf Grund unzureichender, nicht eindeutiger oder ungenauer Daten keine hinreichend genaue Bestimmung des betreffenden Risikos zu Maßnahmen sollten: verhältnismäßig sein und dem angestrebten Schuztniveau entsprechen diskriminierungsfrei anwendbar sein auf bereits getroffene ähnliche Maßnahmen abgestimmt sein daraufhin geprüft worden sein, welche Kosten und welcher Nutzen mit einem Tätigwerden bzw. Nichttätigwerden verbunden sind --> wirtschaftliche Kosten-Nutzen-Analyse überprüft werden, sobald neue wissenschaftliche Daten vorliegen eine Bestimmung derjenigen ermöglichen, welche die für eine umfassende Risikobewertung erforderlichen wissenschaftlichen Beweise beibringen müssen
  • Ampelkennzeichnung Anlass: Übergewicht, steigende Kosten des Gesundheitssystems --> Ampel soll Markttransparenz verbessern Probleme: Interpretation der Informationen/ Wahrnehmung der Verbraucher Vereinfachung der Interpretation Zulässigkeit der Vereinfachung Verallgemeinerung