Sport (Subject) / Instruktor Sportklettern - spez. Bewegungslehre (Lesson)

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spezielle Bewegungslehre beim Sportklettern, Instuktorkurs Breitensport 2015 bei Hannes Hausherr

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  • 6 Aufgabengebiete der Bewegungslehre Untersuchung von Eigenschaften und Prinzipien der Motorik (Ablauf, Steuerung) Erforschung von Bewegungseigenschaften (koordinative Fähigkeiten) Erforschen des motorischen Lernens als Grundlage der Methodik Erforschen der Entwicklung (sensitive Phasen) Möglichkeiten der Bewegungsbeobachtung und -Analyse Entwicklung von Sportmotorischen Tests und Testbatterien
  • Warum kann man mit Kindern nicht wie mit Erwachsenen trainieren? Weil Kinder... andere Körperproportionen haben mehr Umfang als Intensität im Training brauchen vor allem in den Wachstumsphasen viele Pausen brauchen keine logischen Erklärungen verstehen eine kurze Aufmerksamkeitsspanne haben, dafür auch sehr kurze Regenerationszeit spielerische Lernwege brauchen
  • Sensitive Phasen? = besonders gut trainierbare Entwicklungs- Altersstufen. Koordination: 7-13 Beweglichkeit: 10-16 Grundschnelligkeit: 10-13 Maximalschnelligkeit: 13-20 Kraft: ab 20 Ausdauer: aerob ab 13, anaerob ab 20
  • Wie funktioniert motorisches Lernen? Motorisches Lernen und Mentales Lernen sind eng miteinander verknüpft -> Gehirn spielt eine Zentrale Rolle im Lernprozess (nanonaned) 1. Ausprobieren versuchen den nächsten Griff zu erreichen -> Abruf einnes Bewegungsmusters (zB Eindrehen) Bouldern 2. Nachahmung Spiegelneuronen zB Flashklettern 3. logisches Denken Überlegen eines Lösungsweges
  • Was ist Körpertechnik bezieht sich auf die optimale Bewegungsausführung, der jeweiligen Sportart entsprechend
  • Aublauf einer Bewegung Ausgangssituation stabile Position Phase 1: Vorbereitungsphase Zielgriff erkennen Bewegungsmuster abrufen körperliche Vorbereitung Phase 2: Hauptphase Ausführung der Bewegung verschieben des Körperschwerpunktes Greifen Phase 3: Endphase Griff halten stabile Position
  • Wie erlernt man einen Bewegung? Technik zu beginn der Einheit genaues Vorzeigen VENÜ (vormachen - erklären - nachmachen - üben) vom Leichten zum Schweren vom Einfachen zum Komplexen vom Bekannten zum Unbekannten verbale Unterstützung
  • 4 Stufen des Bewegungslernens 1. Unbewusste Inkompetenz du bist deppert und wast es ned amoi 2. bewusste Inkompetenz ich weiß, dass ich es falsch mache 3. bewusste Kompetenz ich schaffs richtig wenn ich mich konzentriere 4. unbewusste Kompetenz ich mache es automatisch richtig
  • Was beeinflusst den Lernerfolg? 1. Bewusstheit Verstehen der Bewegung - warum die Bewegung so sinnvoll ist? Aufmerksames Lernen - Bewegungen mit hoher Konzentration ausführen (Fokus aufs "wie") 2. Entspannung unter Stress kann man nicht (gut) lernen 3. Motivation Bewegungen werden mit Gefühlen abgespeichert positive Emotion: schnell lernen, gerne wiederholen negative Emotion: Lernen schwierig, Ausführung unangenehm 4. Wiederholung mit jeder WH brennt sich die Bewegung tiefer ins Gehirn (Engramme) vom Bewusstsein zum Unterbewusstsein je tiefer eine Bewegung sitzt desto länger bleibt sie bei nichtverwendung erhalten je tiefer eine Bewegung sitzt desto eher wird sie verwendet
  • Was versteht man unter Koordination? Was bringts? allgemein: Zusammenarbeit von Sinnesorganen, Nervensystem und Skelettmuskulatur -> Zeitliche, stärke- und umfangmäßige Abstimmung der Impulse bringt: Risiko- und Gefahrensituationen werden schneller erkannt und besser bewältigt Ökonomisierung der Beweglichkeit durch entspannung unbeteiligter Muskelgruppen Verhindern funktioneller Fehlbelastung Erzeugen ästhetischer Gefühle (Freude, soziales Wohlbefinden)
  • Ausprägungsgrade der Koordination nach Hofmann: Freezing (starre Art des Bewegens; Gelenke fixiert, Mimik und Körperhaltung angespannt Releasing (Lösen der fixieren Gelenke; Bewegungen verschmelzen zu einer Einheit, Entspannung dem Mimik) Exploiting (Könner verbinden Bewegungen; Nutzen von Schwung und Drehmoment) nach Scherer: Grobform Feinform Feinstform (Phase der Festingung und variablen Verfügbarkeit)
  • Was ist Taktik? Beispiele beim Klettern! Taktik = vorausschauendes Handeln, Handlungsalternativen zu haben um auf vorhersehbare und unvorhersehbare Ereignisse vorbereitet zu sein. Weiters, eigene Schwächen zu vermeiden und Stärken zu nutzen. Beispiele fürs Klettern: Wahl der Schuhe Vorbereitungsritual Routenlesen mit Alternativen Schüttelpositionen Klickpositionen Pausen zw. Versuchen (Bouldern) Wahl der Geschwindigkeit (Zeit lassen oder schnell drüber) Lebensstil
  • Welche Analysemethoden gibt es? Funktionell - anatomische Analyse                    1. Plausibilitätsbetrachtung                                   - welche Gelenke?                                   - welche Muskeln?                                   - welche Maßnahmen?                   2. Elektromyographie                                   -Erfassung der muskulären Aktivität Biomechanische Analysen Kinematik  (Raum-Zeit-Charakteristik) Dynamik   (Ursachen der Bewegung; -> Kräfte)  Videoanalyse
  • Bewegungsqualitäten Präzision Ausführungsgenauigkeit Wiederholungsgenauigkeit Zielgenauigkeit Timing Umfang peresönlichen Bewegungsumfang kennen und nutzen Krakenspiel Wahrnehmung äußere Analysatoren innere Analysatoren Tempo Geschwindigkeit der Bewegung im Steilen schnell im Flachen gemütlich Fluss Rhythmus Stil  Stärke
  • Was ist bei Videoanalysen zu beachten? was soll beobachtet werden? Einzelbewegung Technik Vergleich mit anderen Wettkampf Kameraposition senkrecht - frontal überhängend - seitlich Auswertung Trainer: Informationsvorsprung gleich danach Kletterer selbst auswerten lassen -> Kletterintelligenz positive Formulierung Für wen? Anfänger Könner
  • Welche psychologischen Methoden zur Bewegungsoptimierung gibt es? Ritual Visualisierung Atmung Aktivierung durch Schlag auf Brust Autogenes Training PMR (Progressive Muskelrelaxation) Yoga Selbstgesprächssteuerung Konzentrationsübungen
  • Was versteht man unter Sportartanalyse? Leistungsbestimmende Faktoren allgemein speziell WAS soll trainiert werden? Trainingsinhalte Trainingsmethoden