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- Epilepsie - Beratung - Gesundheitsvorsorge - Anfallsvermeidung, Maßnahmen beim Anfall - Meds. - Beobachtungsschwerpunkte --> Wiederholtes Auftreten epileptischer Anfälle Entstehung: exogene Momente (Verletzung, Schlafentzug) und endogene Faktoren (erbliche Veranlagung) 1. genuine (idiopathische) Epilepsie - meist bis 20LJ. 2. symptomatische Epilepsie - ursächliche Hirnschädigung (Tumor, SHT, Schlaganfall, kindl. Hirnschaden) Beratung: Meiden anfallsauslösender Faktoren wie: Schlafentzug, Flackerlicht(Videospiele, Disko) und Alkohol in größeren Mengen regelmäßiger Tagesablauf Führen eines Anfallskalendars (Med.wirkung, Anfallauslöser) Bei sich tragen eines Notfallausweises mit Informationen des soz. Umfeldes Umgang mit Antiepileptika: keine eigenmächtiges Umstellen/Absetzen, wg. Wechselwirkungen Arzt fragen welche Meds. eigenmächtig genommen werden dürfen, Kenntnisse mgl. NW bei neuen Arztkontakten - Info über Erkrankungen Schulungsprogram z.B. modulares Schulungsprogram Epilepsie kein Beruf mit erhöhter Selbst- oder Fremdgefährdung (Kraftfahrer, Dachdecker) oder unregelm. Lebensführung durch Schichtarbeit - PCarbeit mgl. Sportauswahl im Hinblick durch Selbst- oder Fremdgefährdung (nicht zu hoch, nicht zu schnell, nicht alleine ins Wasser/Berge usw.) Führen eines PKWs nur nach Anfallsfreiheit von wenigen Monaten bis 2 Jahren und unauffälligem EEG Familiengründung mgl., bei Frauen mglst. nur geplant und mit RÜ mit Arzt - ggf. Medumstellung regelmäßige Einnahme um Spiegel zu gewährleisten Pflege im Anfall: Arzt sofort benachrichtigen (v.a. bei unklarer Diagnose) Sicherheit des Pat. gewährleisten (scharfkantiges weg, Kopf schützen, kein Gummikeil) vor Unterkühlung schützen Brille absetzen keine Beatmung Orientierung postiktal überprüfen Notarzt wenn: länger als 10 Minuten, Zyanotisch, Verwirrung länger als 30 min keine Flüssigkeiten/Meds oral wg Aspirationsgefahr AM nach AO Pat. nach Anfall bis zur vollst. Wiedererlangung des Bewusstseins in stabile Seitenlage zur Aspirationsprophylaxe nach Erbrechen - Mund auswischen Inkontinenzversorgung, Unterstützung Körperpflege nach GrandMal Kontrolle auf Zungenbiss - Wunde versorgen f.d. Fall eines Status --> Vorbereitung: Flexüle, Meds., Güdel/Tubus, Ambubeutel, Intubationsbesteck, O2 2-6l, BGA, ggf. i.v. Bezos, bei anhaltender Med.resistenz - Barbituratnarkose mit ggf. Beatmung Beobachtung und Doku auf Verlauf, Uhrzeit, Beginn, Terminalschlaf, Ausbreitung, auslösende Faktoren, Nebenbefund wie Einnässen, Aura, tonisch/klonisch Status = lebensbedrohliche Anfallsserie über 20 min. ohne Erholungsphase - muss med. Unterbrochen werden, z.t. keine motorische Aktivität nur noch Nystagmus, Gehirn weiterhin im general. Krampfanfall; Medikamente: Antikonvulsiva - indiziert bei Stati epileptici oder als Prophylaxe bei mehr als 2/JahrMonotherapie vorzuziehen - geringste notwendige Dosis zu AnfallsfreiheitAnsetzen, Umstellungen immer schrittweise mit Spiegelkontrolle (morgens, nüchtern)z.B. Carbamazepin(Tegretal) NW: Magen-Darm-Beschwerden, Hyponatriämie, BB Veränderungen, Ataxie, Doppelbilder, viele WechselwirkungenGabapentin NW: DANI, Schwindel Lacosamid(Vimpat) NW: MD-Beschwerden, Koordinationsbeschwerden, Schwindel, Sehstrg.Lamotrigin NW: Exantheme, Allergien, Kopfschmerzen, AtaxieLevetiracetam(Keppra) NW: emotionale Labilität, Feindseeligkeit kaum WechselwirkungenPhenytoin NW: Gingivahyperplasie, Hypertrichose = verstärkte BehaarungPrägabalin(Lyrica) NW: Ödeme, Gew.zunahme, wie GABAPENTINValproinsäure NW: Gew.zunahme, Haarausfall, Tremor, Coma hepaticum*Beschleunigen Östrogenabbau - Verminderte Wirksamkeit der Pille Beratung zu Medikamenten: Absetzen und Umstellen nur schleichend keine Generika wenn mgl. Medspiegelkontrolle viel Flüssigkeit zum renale Schutz immer zur gleichen Zeit um Spiegel zu halten Bei SS Wunsch: mit Arzt absprechen Monotherapie, geringste Dosis die Anfallsfreiheit gewährleistet i.d.R. mehrere kleine Dosen am Tag als 1 DOsis Antiepileptika schwächen Wirkung von Vitamin K und D Abgleich der Meds mit morgendl. Erbrechen Folsäuresubstitution Anfallshäufigkeit kann sich in SS verändern Kinder auf Boden wickeln, Kinderwagen kein Tragegurt, kein Valproin
- Herzinfarkt - Beobachtung - Meds - Beratung - Energiebillanz - Umsetzungsmgl.keiten --> Myokardinfarkt → Akute, schwere Manifestation der KHK mit umschriebener Nekrose des Myokards infolge länger anhlatender Ischämie. Beratung: Prävention und Gesundheitsberatung: Minimierung aller Risikofaktoren (v.A. Nikotinkarenz) Vermeidung von AP auslösenden Situationen (DM/Hypertonie) Abbau Adipositas Stressreduktion zur RR-Senkung z.B. durch Meditation regelmäßige körperliche Aktivität min. 3x / Woche Erkennen der Warnzeichen von AP Beratung/Anleitung Nitratspray und Aufklärung der nächtl. Nitratpause wg Toleranzentwicklung Rehaaufenthalt zur Förderung einer gesunden Lebensweise und zur psych. Unterstützung Warnzeichen eines Zweitinfarktes Mitführen eines Notfallausweises Selbsthilfegruppen Meds: Beobachtung: Krankheitsbeobachtung und Pflegemaßnahmen: VZ-Kontrolle (Hypotonie?, HRS?, Tachykardie) - Schock, Lungenstauung, resp. Ins., häufig HRST in den ersten Tagen; regelm. Temp. wg postinfarktem hyperthermie - Therapie um O2-Verbrauch zu senken ggf. Monitoring EKG, RR, SPO2 Schmerz? (↑O2-Bedarf) - Analgesie Obstipationsprophylaxe - zum Pressvermeiden - Vorlastsenkung vor Kälte schützen Vigilanz Mobi nur nach AO ggf. Reduktionskost und Cholesterinarme Kost Blähende Speisen vermeiden Psych. Befinden? Ängst und Unruhe ErstmaßnahmenCAVE → keine i.m. Injektionen wg. Labor und Lyse Reanimation wenn nötig Beruhigen, nicht alleine lassen OK hoch beengende Kleidung ex Monitoring / VZ Kontrolle, Atmungskontrolle - Lungenstauung? ZVD lt. AO bei RR >110 mmHg syst. zwei Hübe Nitro anschließend Nitro über Perfusor Flexüle legen Analgesie Morphin langsam i.v., O2 lt. AO, Nitrat, ASS (MONA) Sedierung (Diazepam) → O2-Verbrauch ↓ ASS 500mg i.v. Heparinisierung Schocksymptomatik → Katecholamine BE vorbereiten ITS Verlegung Meds: Medikamentöse Behandlung Low Dose ASS → Hemmung der Thrombozytenaggregation zur MI-Prophylaxe Nitrate (und/oder ß- Blocker und/oder Ca2+-Antagonisten) → Verbesserung der Hämodynamik, symptomatische Therapie WM Nitrate: Vasodilatation mit vorzugsweiser Vorlastsenkung → Abnahme des venösen Rückflusses → (wenig - sowie Nachlastsenkung wg. Arteriendilatation) → Abnahme Herzzeitvolumen (HZV), Herzarbeit, O2-Verbrauch des Herzens CAVE: Toleranzentwicklung mgl. → Vitamin C verlängert Toleranzentwicklung, Intervalltherapie (schwankende Nitratspiegel) NW: Kopfschmerzen, Hypotonie, reflektorische Tachykardie ß-Blocker → negativ chronotrop (Herzfrequenzbeeinflussend) und inotrop(Kontraktionskraftbeeinflussend) WM: → reduziert myokardialen Sauerstoffbedarf durch neg. Chronotropie Therapieziel: Ruhefrequenz 50 - 60/min KI: Asthma, AV-Block, Ca2+-Antagonisten: WM:→ Blockieren L-Kalziumkanäle → Senkung des peripheren Gefäßwiderstandes(der Nachlast) Ind: Reservemittel falls ß-Blocker alleine nicht ausreichen oder kontraindiziert sind Statine → zur LDL-Cholesterin Senkung → Prognoseverbesserung Ernährung: Ziel --> Risikofaktoren minimieren (Blutfettwerte normalisieren, Übergewicht abbauen, Blutdruck normalisieren), Herz entlasten Postakut: Nahrungskarrenz bei N und V; Kostaufbau mit Tee und H2O --> dann Schleim, Suppe --> dann Basisdiät 1 (Zweiback, öfter kleine Mahlzeiten, Ballaststoffarm) Dauerhafte Maßnahmen: Blutfettwerte normalisieren --> Reduktion der Fettmenge! und richtiges Verhältniss von gesättigten zu ungesättigten FS, Minimierung von Transfettsäuren (Flakes, Pommes, Tütensuppen, Süßwaren), ballaststoffreiche Nahrung verwenden (Cellulose, Pektine - binden Giftstoffe und reinigen GIT) Übergewicht abbauen --> viszerales Fett ist Produktionsort für Entzündungsmarker, welche die Entwicklung von Ateriosklerose fördern; weniger Alkohol, ausgeglichene Energiebillanz RR normalisieren --> Sport, Gewicht runter, max. 6g/d NaCl, kein Alkohol, kein Stress (Umsetzung so wirksam wie med. Monotherapie) Energiebillanz: Gesamtenergiebedarf: Grundumsatz(Menge Energie, die der Körper ohne alles verbraucht, Großteil des Energieverbrauches, nimmt im Alter ab) + Leistungsumsatz(Arbeitsumsatz; variiert stark) LU: Berechnung über PAL (physical activity level) z.B. Bettlägerig: PAL 1,2 Bsp: GU*(PAL+sportl. Aktivität=0,3/d) 1kj = ca. 0,25kcal GU: Mann/Frau in kjoule: kg*100/90 eine negative Energiebillanz wird angestrebt um überflüssiges Gewicht zu vermindern, im Krankenhaus schwierig aufgrund Immobilität Tipps: 5x Obst/Gemüse, Ernährungstagebuch, langsam und in Gesellschaft essen, Kcal runter, Bewegung, weniger Fett, gute Fette, Getreideprodukte integrieren, wenig Zucker, Wasser keine Brause/Saft Ernährung bei Herzinsuffizienz: Kochsalz max. 6g/d!!! 2x2x2 (natürlich, industriell, würzen) --> Leitungswasser, selber kochen, wenig Wurst/Käse, keine Fertigprodukte; Salzarm: Milchprodukte, Kartoffeln, Reis, frischer Fisch, Geflügel, Ei, Gemüse/Obst, Mineralwasser mit NaCl unter 100mg Salzreich: Chips, Süßes Gebäck, Käse und Wurst, Speck, Fischkonserven, Oliven und Kapern, Senf, fertige Salatsaucen, Fertigprodukte Herzentlastung durch H2Oretention: Nahrungsmittel mit viel H2O - Berechnung 100% (Gurken, Suppen, Joghurt, Quark); Hälfte: Brei, Pudding, Reis, Kartoffeln, Nudeln
- Niere - Fistelanlage Prä/POP - Beratung zu: - Dialyse - Ernährung Fistelanlage Prä keine Blutentnahme am geplanten Shuntarm Kennzeichnung des zu operierenden Amrs durch die Ärzte Vorhandensein von Anästhesieprotokoll (bei ITN), Aufklärung, Etiketten Entfernen von Zähne, persönlichen Gegenstände wie Uhr, Schmuck, Ketten, Ringe, etc. (bei ITN) Nahrungskarenz (bei ITN) POP Wundverband ausschließlich locker fixierte Kompressen vorrübergehende postoperative Ruhigstellung des Armes ist sinnvoll (Schaumstoffschiene mit Klettverschlüssen) Inspektion auf Rötung, Nachblutung, Schwellung, Hämatome palpieren (schwirren) und/ oder auskultieren (rauschen) des Shunts mit Stethoskop perepherie auf DMS kontrollieren (Stealsyndrom) Shunt-/ Venentraining nach AO (Shunt soll sich "physiologisch" weiten) Beratung Dialyse: cave! Shuntgefäße schonen: keine Blutentnahme und keine Blutdruckkontrolle am Shuntarm keine einschnürende Kleidung keine komprimierenden Verbände (Ausnahme: Shuntblutung und nach Dialyse) kein heben von schweren Lasten keine verletzunggefährliche Tätigkeiten auf Veränderung achten (z.B. Rötung, Schwellung, Hämatom) erlernen von selbständigen palpieren oder u.U. auskultieren des Shunts mit Stethoskop Hautpartie um den Shunt tgl. mit Wasser und Seife reinigen an dialysefreien Tagen den Shunt eincremen ggf. Stuhlkontrollen, da Pat. mit gerinnungshemmenden Meds. behandelt wird Diätberatung Vermittlung an Selbsthilfegruppen (Depressionsprophylaxe, Frage zu z.B. Dialyse und Urlaub) Beratung Ernährung Kalorienzufuhr von tgl. ca. 30-35 kcal/kg 50% Kohlenhydrate auf Grund von Aminosäureverlust wird zu einer eiweißreichen Ernährung geraten (mindestens 1,2g/kg) kalium (sehr hoch: Nüsse, Mandeln, Spinat, Grünkohl, Avocado, Trockenfrüchte, alle Kartoffelfertigprodukte; gering: Zwiebeln, Eisbergsalat, Nudeln, Reis, Cornflakes, Apfel, Birnen)- und phosphararme Kost (sehr hoch: Nüsse, Schockolade, Haferflocken, Emmentaler, Reis, Aal; gering: Apfelsaft, Marmelade, Honig, Butter, Cornflakes, Schweinekotlett) Einschränkung von Natrium richtet sich nach RR, Restdiurese und Durstgefühl Trinkmenge wird so bemessen, dass Pat. im dialysefreien Intervall nicht mehr als 1kg zunimmt
- Ulcus ventriculi et duodeni - Krankheitsbewältigung - Ernährung/Kost - POP Beobachtung - Schmerztherapie - Wunde - Lagerung - Drainagen (MS, ZVK, VZ) durch Verdauungssäfte entstandener Schleimhautdefekt betrifft auch die musculares am häufigsten ulcus ventriculi und duodeni Entstehung liegt Ungleichgewicht zwischen aggressiven und defensiven Faktoren aggressive Faktoren: Helicobacter-pylori Magensäure und Pepsin Gallensäurehaltiger Duodenalsaft AM (z.B. NSAR, Glukokortikoide) Nikotin negative körperliche und psychischer Stress (meist einmaliges Erlebnis im KH) gen. Disposition defensive Faktoren: aktive Bicarbonatsekretion (neutralisiert Magensäure) gut durchblutete Magenschleimhaut ausreichende Bildung von Magenschleim Symptome: Schmerzen im OB: bei Duodeni länger nach den Mahlzeiten, ventriculi direkt bei den Mahlzeiten Übelkeit Appetittlosigkeit Völlegefühl Gewichtsverlust symptomlos Test HP-Nachweis Ureaseschnelltest: Magenbiopsie histologische Sicherung aus Biopsaten (Kultur auf speziellen Nährboden) 13C oder 14C Atemtest, Helicobacter-Stuhl-Antigen-Test Test erst nach 2 Wochen nach Ende einer PPI-Behandlung und erst nach 4 Wochen nach Ende einer AB-Therapie sinnvoll Therapie PPI + 2 AB (Clarythromyzin und Metronidazol) = Helicobacter-Eradikationstherapie für 7 Tage bei negativen HP-Status mehrere Wochen PPI Ulkusbegünstigende Med. absetzen Ernährung: Ulkusdiät nicht erforderlich unverträgliche Spreisen meiden (austesten angesagt) Verzicht auf Alkohl, Nikotin (vermindert die Schleimhautdurchblutung) und Süßspeisen (=Säurelockerer) häufig kleine Mahlzeiten nach den Mahlzeiten nicht hinlegen OP heute eher selten, ansonsten 2/3 Resektion des Magens oder Vagotomie (Äste des nervus vagus werden durchtrennt und so die Sekretion minimiert) POP: VZ, Temp AZ Schmerz (Lagerung zur Entlastung der Bauchdecke) Infusionen, ZVK, Flex Flüssigkeitsbilanz gastrointestinale Sonde = Magensekret: Menge, Farbe, Geruch, Beimengungen (PP überprüft Lage, Perforationsgefhr der Anastomosen!, bleibt bis zur Magentätigkeit liegen ~ 5 Tage) Wunde = Drainagen (Menge und Aussehen des Sekrets), Verbände Abführmaßnahmen nach dem 3 pop Ernährung: Frühdumping (15-30min nach Nahrungsaufnahme): Nahrung geht unverdaut in den Dünndarm -> Durchfall, Schwäche, Schwindel -> kleine Mahlzeiten und hinlegen damit Nahrung länger im Magen verbleibt Spätdumping (1-3h nach dem Essen vor allem bei vielen KH in der Nahrung): unkontrolliere Insulinfreisetzung, da Nahrung zu lange im Magen verbleibt -> Gefahr der Hypoglykämie deshalb nach ca. 3h erneute Kohlenhydratzufuhr 3-5 Tage Nahrungskarenz bei (Magenresektion) -> parenterale Ernährung Gastrografin-Breischluck belegt Dichtigkeit der Anastomose -> Kostaufbau kann beginnen 1 Tag: Tee (keine Früchte- oder Schwarztee) 2 Tag Tee 5 Tassen über den Tag verteilt 3 Tag Tee 5 Tassen, Schleimsuppe und Zwieback 4 Tag passierte Kost 5 LVK viele kleine Mahlzeiten einnehmen (8-10), gut kauen, langsam essen, Kalorienzufuhr um 1/3 erhöhen da schlechte Resorbtion der Nahrung, Verzicht auf Alkohol und Rauchen, tgl. Gewicht, Milch- und Milchprodukte nach Verträglichkeit, bevorzugter Verzehr langsam resorbierbarer KH mit ggf. Quellstoffen -Guar, Pektin- zur Resorptionsverzögerung, lebenslang Vitamin-B12 da intinsic Faktor nicht mehr ausreichend vorhanden ist, keine Säurelockerer (Süßes, Kaffee, Rauchen, Alkohol) Bewältigung vgl. Coping Schmerz
- DarmCa. - Meds! (E153, Glucose) - prof. Team (Stomatante..) - Vorbereitung - Beratungsgespräch - Stomaberatung Entstehung Umweltfaktoren insb. Ernährung (Ballaststoffarm, Fleisch- und Fettreich) genetische Einflüsse Polypen als Präkanzerose Symptome Symptome häufig unspezifisch und spät Wechsel von Stuhlgewohnheiten ohne Ursache - abklären lassen z.B. Wechsel von Diarrhoe und Obstipation Blut im Stuhl Gewichtsabnahme krampfartige Schmerzen Subileus durch Tumorstenose Anämie durch chr. Blutverlust Prävention und Gesundheitsberatung Vermeiden von Übergewicht reichl. Verzehr von Obst und Gemüse ausreichende körperl. Aktivität Nikotinverzicht mäßiger Alkoholkonsum --> Frühtest ab 50 LJ Jahre oder Hämoccult alle 2 Jahre; ab 55LJ Kolo/10Jahre; bei erhöhtem Risiko 10 Jahre vor Diagnose beim Verwandten Kolo Stoma: Indikation: Deviation (Umleitung) Protektion Entfernung nachgeschalteter Abschnitte Unterscheidung Doppelläufiges und Endständiges Stoma Beobachtung Psyche AZ Wundheilung Durchblutung Parastomale Haut keine Creme, von außen nach innen wischen, Haarentfernung, Hautschutz mit spez. Pflegemitteln kein Zellstoff verwenden Komplikationen: Prolaps Hernien Hautirritationen Nekrosen Ödeme Stenosen Blutungen Beratung Beratung zu Hilfsmitteln: (Gürtel, Haltegurt, Klammern, Beutelüberzüge, Lösungen zur Entfernung von Kleberesten, hautfreundliche Reinigungstücher, fettfreie, transparente Hautschutzlotionen) Materialien zur Versorgung - Hautfreundlich, Geruchsfrei, leicht entfernbar, geräuschfrei, einfach in der Handhabung, Problemlos erhältlich sein Basisplatte darf Stoma nicht einengen - keine Haut unbedeckt - Gefahr der Hautirritation - ggf. Stomapaste keine Öle, Salben, Cremes, Lotionen wg. rückfettender Wirkung - Haftung nicht gewährleistet Wundbenzin trocknet Hat aus - Beutel haften zu stark Pflasterentferner und Reinigungslotionen können Allergien auslösen Schwämme und Waschlappen nicht verwenden wg. bakt. Belastung Professionelles Team: Stomaberater, Pflege, Arzt, Sozialdienst Beratung über Versorgung Anpassung der Ernährung Sportliche Aktivitäten Fragen der Sexualität Berufliche Reha (Pat. darf nicht mehr als 10KG heben) beantragen eines schwerbehindertenausweises beantragen einer AHB oder Kur (wg. Tumor) Wirkung von AM (Pille z.b. nicht resorbiert) Qualität nach Entlassung - Pflegebericht für zuhause - Infomaterial mit Stomatantennummer oder Arztnummer bei Fragen, Anschriften von Ambulanten Stomatanten, Bezugsquellen der Pflegemittel usw.
- Pankreas (akute und chronische) - ERCP - Ernährung https://docs.google.com/document/d/1ZFfqRMD79P3MTPqw0j0syGjL7O1HvGgCQEkpkKauW98/edit Die endoskopische retrograde Cholangiopankreatikographie oder kurz ERCP ist ein endoskopisches Verfahren zur Darstellung und Untersuchung der Gallen- und Pankreasgänge. Die Darstellung erfolgt dabei durch lokale Applikation von Kontrastmittel unter Durchleuchtung mit einem Bildwandler. Der Patient wird vor dem Eingriff nüchtern belassen. Vor der ERCP erfolgt eine Sedierung (z.B. mit Benzodiazepinen) und die Gabe eines Spasmolytikums. Mithilfe eines Endoskops wird die Papilla duodeni major im Duodenum aufgesucht. Prä: Nüchternheit Prothesen raus, Toilettengang Labor und Untersuchungsbefunde (Quick, PTT, Thrombos) Flexüle Prämed Einverständnis POP Anzeichen Pankreatitis Nahrungskarrenz Verabreichung Infusion und Kostaufbau lt. AO bis zum Abklingen der lokalen Pharynxanästhesie Nahrungs- und Flüssigkeitskarrenz wg. Aspirationsgefahr Über Verlauf erkundigen VZ kontrollieren (Schmerz, RR, P, Hautfarbe) da größtes Risiko Blutung und Perforation Steckbecken und Rufanlage in Reichweite Stuhlkontrolle auf Teerstuhl erste mal nach Untersuchung nicht alleine aufstehen Chronische Pankreatitis - kontinuierlich oder schubweise fortschreitende Pankreatitis mit prog. Verlust der endo. und exokrine Fkt. Symptome Kolikartige OB-Schmerz h-Tage - gürtelförmig ausstrahlend in Rücken (Auslöser häufig fette Mahlzeiten, Alk) Endstadium - Schmerz verschwindet (Ausbrennen) Gewichtsverlust >90% zerstört -> Fettstühle(Steatorrhoe), Fettunverträglichkeiten, DM, Malassimilation (verminderte Nährstoffausnutzung auf Grund Maldegestion und Malabsorption) Palpation DS im OB Komplikation Pseudozysten mit Kompression der Gallenwege (Ikterus) oder des Duodenums (Obstipation) Abszesse Milzvenethrombose Aszites Diagnostik Endo-/Sonografie CT, MRT MRCP/ERCP Alfaamylase/Lipase Labor (i.d.R. nur im akuten Schub erhöht) Elastase1 im Stuhl bestimmen Therapie akute Schübe wie akute Pankreatitis absolute Alkoholkarrenz Meiden von toxischen Meds. Pankreasenzyme substituieren (z.B. Kreon) DM - Insulintherapie fehlende Vitamine und Spurenelemente substituieren Analgetikagabe Kost KH, EWreich fettarm bei ausreichendem Enzymersatz - normale Fettmenge, ansonsten austarieren der Fettzufuhr bei mehreren kleinen Mahlzeiten (am besten werden Mittelkettige Triglyceride = MCT resorbiert) kleine Mahlzeiten Pflege: Pflege bei Fieber, Pflege bei NGS, Pflege bei parenteraler Ernährung engmaschige VZ Kontrolle ZVD Messung Fl.billanzierung Unterstützung notw. Prophylaxen Stuhlbeobachtung (Subileus?) Bauchdeckenentlastende Lagerung ggf. Kühlen lt. AO Auf Entzugssymptomatik beobachten bei Alkoholinduzierter Nahrungs- und Fl.karrenz -> Parenterale Ernährung mglst. früh enterale Ernährung über MS (niedermolekulare Elementardiät - Zottenbenetzung) nach Abklingen der Akutphase zunehmende Mobi lt. AO angepasster Kostaufbau nach hausinternem Standard (Reizstoffe wie Alkohol oder Kaffee sind tabu günstig - mehrere kleine Mahlzeiten am Tag
- TEP - therap. Team - Schmerz - Beratung - Ernähhrung (Osteoporose) Schmerzen: Schmerzrezeptorreizung(Histamine, Serotonine, Bradykinine steigern Rezeptroempfindlichkeit und werden bei Gewebsschädigung freigesetzt) -> Rückenmark (Substanz P und Glutamat) - Opioidrezeptoren am Nozizeptor im RM können die Menge der Ausschüttung der Leitsubstanzen beeinflussen - --> Thalamus --> Großhirnrinde Transduktion (Entstehung) Transmission Schmerzwahrnehmung Modulation (Gegenantwort) Vorteile von Schmerzassesment Vereinheitlichung und objektivierung adäquate Reaktionsmgl. Dokumentation BM Anordnung orientiert sich daran Verlaufskontrolle NW-Evaluation Über- und Unterdosierung fällt auf Kommunikationssteigerung - Beziehungsaufbau zum Patienten Arzt bezieht sich beim Verordnen darauf Assesmentinstrumente: NRS, VAS, VerbaleRatingSkala, Gesichter-Rating,Skala Einteilung: Nozizeptiver Schmerz, Neuropathischer Schmerz, Psychogener Schmerz Nicht-medikamentöse Maßnahmen: Homöpathie, Akkupunktur/pressur, Achtsamkeitstraining, Ergotherapie, Schröpfen, Thermotherapie, Phytotherapie Pflege bei TEP 6-8 Wochen POP nicht: Flexion über 90°, keine Pro- und Supination, keine Adduktion Seitenlage auf der operierten Seit sofort mgl.; auf der anderen Seite mit Unterpolsterung, dass Adduktion verhindert wird Treppe: am Geländer festhalten, aufwärts erst gesundes Bein dann OP dann Stütze, abwärts erst Gehstütze dann operiertes bein dann Gesundes zum Kleiden hinstzen, Schuhlössel, Strumpf- und Hosenanzieher und Greifzange Autoeinstieg: Sitz nach hinten seitl mit Beine raus hinsetzen - Körper reindrehen und vorrutschen Frage nach Stabilität: Lagerungsstabil - keine Bewebung; Belastungsstabil: Vollbelastung mgl. nicht gegen Widerstände; Übungsstabil: vollachsige Mobilisation aber nicht gegen Widerstände Ernährung bei Osteoporose Calciumreich - zur Minderalisierungsverbesserung der Knochen in Milchprodukten, Bohnen, Brokkoli, Grünkohl, Kohlrabi, Mohrrüben, Spinat, Apfelsinen (aus pflanzl. LM wird Ca++ schlechter aufgenommen) Bedarf: 800-1000mg/d Vitamin D reich - begünstigt die Resorption von Calcium im Darm und aus den Nieren, aktiviert die Kollagensynthese des Knochens und mindert die PTH-Sekretion der Schilddrüse; zur ausreichenden Synthese ist Sonnenlicht notwendig; enthalten in: Hering, Avocado, Champignons, Hühnereiern Vitamin C reich - an der Kollagenbldg. beteiligt und verbessert die bioverfügbarkeit von Ca++; enthalten in: Paprika, Johannisbeeren, Äpfel, Apfelsinen, Rosenkohl, Brokkoli Vitamin K - begünstigt Knochenmineralisierung (grünes Gemüse, Hühnchen, Salat) Vitamin A - Knochenbildung (Karotten, Spinat, Mohrrüben, Tomaten, Brokkoli) Fluorid - steiger Osteoblastenaktivität, hemmt Osteoklasten (Aal, Walnüsse, Butter, Ei) Folsäure - für Osteoblastenaktivität (grünes Gemüse, SPargel, Kohl,, Soya, Erbsen, Vollkorn, Eigelb Vit. B12 - Osteoblastenaktivität (Fleisch, Fisch, Butter, Eier) Verzichtbare Nahrungsmittel: Phosphat - (max 1.5g/d) - verschiebt Ca++-Po4 Gleichgewicht (Schmelzkäse, Haferflocken, Cola, Ei, Schokolade) NaCl - regt die Ca++ Ausscheidung an (Fertigprodukte, Wurst, Käse) Oxalsäure - bindet Ca++ zu Calciumoxalat (Magold, Spinat, Rote Beete, Kakao, Rhabarber) Phytat - bindet Ca++ v.a. bei Vergetariern (Vollkornprodukte) Alkohol - toxisch
- HIV - Angst, Angstbewältigung - Angehörige - Symptomlinderung HIV und AIDS AIDS ist eine Immunschwächekrankheit infolge der Infektion mit dem HIV (humanen immundefizienz Virus) - es wird zwischen zwei subtypen von HIV (HIV-1,2) ,mit jeweils weiteren Subtypen, unterschieden. Symptome: Tage bis Wochen nach Infektion - mononukleoseartige Schmerzen (Grippeähnliche Symptome, Fieber, Lymphadenopathie) nach beschwerefreier Zeit von mehreren Jahren (um die 10 Jahre) - generalisierte Lymphadenopathie HIV-assoziierte Erkrankungen Pneumocystis carinii - häufigste, einzelliger Pilz, S: Fieber, Belastungsdyspnoe, trockener Husten weitere Pilzinfektionen - meistens Soor, später auch Kryptokokken Meningitis oder Aspergillose der Lunge (fast immer) Zytomegalie- und Herpesvirus bakterielle Pneumonien, TBC, atypische Mycobakterien Malignome: Non-Hodgkin-Lymphome, Kaposi Sarkom (HPV 8) ZervixCA NeuroAIDS - direkter Befall des ZNS einhergehend mit chr. entz. atrophen Schädigungen des Gehirns und RMs Pflege Situation: Angst vor Partnerschaftsproblemen, gesellschaftl. Isolierung, langem, einsamen Sterben Pflege: Sozialarbeiter vermitteln - Umschulung usw.; Gesprächsbereitschaft signalisieren; Vermittlung von Psychotherapie oder Seelsorge; Vorbehaltlose Aktzeptanz Mundpflege nach jeder Mahlzeit zur Vorbeugung von Infektionen Temperaturkontrollen, Haut- und Schleimhautkontrollen zur Früherkennung, frühzeitige Hautpflege Vermeidung von Läsionen und Verletzungen wg. erhöhter Blutungsneigung und Infektionsrisikos Vitamin-, Eiweiß und Kcalreiche Kost bei Soorösophagitis - weiche Kost, nichts scharfes/heißes usw.; ggf, Sondennahrung Achten auf ausreichend Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr Regelmäßige Gewichtskontrollen A
- Sucht - Krisenbewältigung - Krankheitserleben - Therapie - Depression Therapie: Ziel - dauerhafte Abstinenz Vorraussetzung: Abhängiger muss hinter dem Entzug stehen Anfangs: Motivationsphase (Motivation durch Beratungsstellen, Ärzte, Freunde und Verwandte, Selbsthilfegruppen, Verhaltenstherapie, Bücher, Broschüren) Pat. motivieren positive sowie negative Effekte des Substanzkonsums zu formulieren, positive Effekte herausstellen (Leistung, Attraktivität, Geld) - Abschreckungen zeigen selten Wirkung Planerstellung wann warum rauchen - Gegenmaßnahmen ergreifen, Alternativmaßnahmen entwickeln wie Entspannungsmaßnahmen , Stressreduktion Pflege ist Begleiter, Bestärker, Ermutiger Veränderungsziele zu entwickeln und Entscheidung für Abstinenz treffen Entgiftungsphase: Aufklärung und Unterstützen bei Entzugssymptomen wie Schlaflosigkeit, Nervosität --> ggf. med. Unterstützen (Gefahr Suchtverschiebung auf Med.) --> Unterstützung und Motivation durch Umfeld Entgiftung stationär ca. 2 Wochen - sehr unangenehm - Angst, Unruhe, unbeherschbares Verlangen, symptome wie sympt. Krampfanfälle, Suizidgefahr keine Konfrontation mit Fehlverhalten (konstruktive Mitarbeit noch nicht mgl.) Umfeldänderung (Freunde usw. miteinbeziehen) Pflege unterstützt, einfühlsam Substitutionstherapien Opiatabhängige - Optionen wie Methadon mgl. (Abhängigkeit bleibt weiter bestehen) - ermöglicht aber soz. Integration, Wegfall der Beschaffungskriminalität, Minderung des Infektrisikos Nachsorge und Resozialisierung Veränderung des Umfeldes Einbezug Partner, Freunde, Arbeitgeber Selbsthilfegruppen - besondere Bedeutung Umgang mit Abhängigen Immer damit rechnen, dass Patient sich seine Droge beschaffen willl Gutgläubigkeit ist fehl am Platz, trotzdem ist Pat. erkrankt und kein willensschwacher Mensch - Mittelweg (zw. Gutgläubigkeit und Verurteilung) empfehlenswert Rückfälle dürfen nicht als Misserfolg gewertet werden, sie sind Teil der Krh. alle an der Therapie Beteiligten müssen an einem Strang ziehen und ein striktes Regime fahren (einheitliches Behandlungskonzept) Krisenbewältigung Krise leitet sich von Crisis ab - Entscheidung, Trennung (neutral) manchmal besteht aufgrund der aussichtslosen Sit. Suizidgefahr - Pat. fühlt sich ausgeliefert, überfordert Modelle der Krisenbewältigung von Schuchardt: Ungwissheit - "Was ist hier los?" Gewissheit - "Das kann doch nicht sein" Aggression - "Warum ich?" Verhandlung - "Wenn ... dann muss aber ...?" Depression - "Wozu... alles ist sinnlos?" Annahme - "Ich erkenne erst jetzt..." Aktivität - "Ich tu das ..." Solidarität - "Wir handeln gemeinsam..." Krise ist ein Lernprozess! Unterstützung durch die Pflege: Annehmen wenn sie die jew. Phase als Teil eines Lernprozesses betrachten - es ist nicht sinnvoll den Pat. aus der Phasen zu holen, er bestimmt den Übertrittszeitpunkt Aufgaben: Da sein, aktives Zuhören, Anleiten und Beraten, vorschnell geäußerte Lösungsansätze fehl am Platz, Krise für den Betroffenen statt mit ihm zusammen zu lösen Angemessene Intervention, Auf Nachfrage Sachinfos, Störung nicht verharmlosen Krankheitserleben -> Verunsichert Menschen da sie aus dem Alltag geworfen werden Verlust der Routine, des Alltags, gewohnten Häuslichkeit verstärkt ohnehin vorhandene Verunsicherung Verlust von sozialen Bindungen Verlust der Unabhängigkeit Konfrontation mit dem Tod Depressionen Ursache: Medikamente Drogen Verlusterlebnis traumatische Ereignisse familäre Probleme Stress Symptome: Antriebslosigkeit Apptitlosigkeit Müdigkeit Kopfschmerzen neg. Zukunftsperpektive innere Leere tiefe Traurigkeit Therapie Medikamente Verhaltenstherapie psychoanalytische Therapie (aufarbeiten von Ergeignis dass zur Depression führte) Lichttherapie bei saisonaler Depression Schlafentzug Elektro-Krampf-Therapie
- Sterben - KüblerRoss - Reha (können Angehörige mit?, Anspruch) - Bezug zu AML/CML ---> AML, CML Nicht-wahrhaben wollen / Isolierung / Denial - Pat. fordert neue Untersuchung , glaubt an Verwechslung, geringe Adhärenz Zorn / Anger - Neid auf alle die leben, Flut negativer Emotionen, Unzufriedenheit, Streit, aggressive Handlungen Verhandeln / Bargaining - meist kurze Phase, Versuch durch Verhandeln mehr Zeit zu bekommen, große Adhärenz, plötzliche religiösität, hoher Grad an Verletzbarkeit Depression - auch Phase der Trauer, überwältigendes Gefühl der Trauer und Leere, hohe Belastung, Lebensphilosophie ändert sich, Aussöhnung, stiller Pat., Rückzug, schmerzlich für Angehörige Zustimmung / Acceptance - ruhige Erwartung des Endes, Pat. hat Frieden mit der Welt geschlossen, frei von Gefühlen, Pat. ist müde und schwach, schläft viel, hohes Ruhebedürfnis, Pat. kriegt seine Umgebung mit! Pflege: Abwarten, Gesprächsbereitschaft signalisieren, ablenkende und ernsthafte Gespräche, auf Signale des Kranken achten, kongruente Antworten geben Äußerungen nicht persönlich nehmen; den Sterbenden aber ggf. auch in seine Schranken weisen, wenn er zu weit geht keine falschen Hoffnungen machen bei der erledigung wichtiger Angelegenheiten unterstützen, Trauer zulassen, ggf. Hilfe (Seelsorge) holen Reha: Bei medizinischer Notwendigkeit übernehmen die Rentenversicherung bzw. die Krankenkassen die Kosten für die Reha-Begleitperson. Andernfalls müssen Sie selbst die Kosten - vergleichbar mit einer Hotelunterkunft - bezahlen. Kinder können bei schweren Erkrankungen und Tumoren mit Angehörigen zur Reha, dies wird von der GKV finanziert (u.U. sogar eine Haushaltshilfe für die Zeit)
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- Rheuma - Therapieunterstützung (Arava) - Strukturlegeplan Entstehung? - Strukturlegeplan Schmerzen - Beratung zu Hilfsmitteln Therapieunterstützung Systemisch-medikamentöse Therapie --> Nichtsteroidale Antirheumatika --> Mittel der Wahl zur kurzfristigen symptomatischen Therapie - kein Einfluss auf Gelenkdestruktion Pflege: Kontrolle Stuhlgang auf Blutungen unter NSAR, Schmerzassesment Lang wirksame Antirheumatika und Biologika --> hemmen das Fortschreiten der Erkrankung Arava (Leflunomid) - hemmt die Pyrimidinsynthese (Nukleinsäurebestandteil) und damit v.a. die Lymphozytenproliferation NW: art. HT, GIT Beschwerden mit Diarrhoe, Haarausfall, Hautausschläge, Leukozytopenien und weitere Hämatotoxik, Hepatotoxik(v.a. ersten 6 Monate und in Kombi mit weiteren hepatotoxischen AM), HWZ: der Metaboliten 1-4 Wochen; WM: hemmt das Enzym DHODH - Antiproliferative Wirkung Pflege: Achtet auf Temp., BB, Nieren, Leberwerte und Ustatus und Entzündungszeichen(Gefahr opportunistischer Infektionen), Kontrolle RR, Beratung zu Empfängnisschutz wg. der terratogenen Wirkung (embryonenschädigend) - bei unbedingtem Kinderwunsch - Auswaschverfahren mit Cholestyramin oder ca 3 Monate für Männer und 2 Jahre für Frauen nach Absetzen, sowie zur Alkoholenthaltsamkeit aufgrund der hepatotixikgefahr, Glukokortikoide --> Aufgrund der ernsten NW einer Langzeittherapie nur bei Kollagenosen und Polymyalgia rheumatica; ansonsten mglst. kurzzeitig zum Abfangen akuter Schübe Physikalische Therapie Kälte- und Wärmeanwendung - hemmt bei vielen Pat. die Entzündung, lindert die Schmerzen und löst Muskelverspannungen - unmittelbar nach Thermotherapie erfolgt Bewegungsübung um die Schmerzfreiheit zu nutzen Physiotherapie Positionsunterstützung - die richtige Lagerung der Gelenke ist die wichtigste passive Maßnahme um Kontrakturgefahr und Schmerzen zu reduzieren Pflege überprüft und korrigiert die Position des Pat. und leitet ihn an, diese selbst vorzunehmen; gelagert wird in: physiologischer Mittelstellung / Neutral-Null-Stellung (entspricht der Körperhaltung des Menschens im Stehen - Arme runter, Daumen nach vorne, Füße parallel Durchbewegen der Gelenke - sehr wichtig ist die Gelenkmobilisation und Kontrakturenprophylaxe mehrmals tgl. v.a. wenn Pat. ihre Gelenke nicht mehr selbstständig mobilisieren können Kräftigung der Muskulatur - da die Muskulatur des Rheumatiker durch die schmerzinduzierte Inaktivität rasch atrophiert (wodurch jegliche Eigenstabilisation wegfällt) muss der Pat. motiviert werden regelmäßige aktive Bewegungsübungen durchzuführen (oder mit Hilfe der PP) - weiterhin mgl. sind elektrische Muskelstimulationsgeräte Ergotherapie - ist v.a. für Pat. geeignet, die unter Einschränkung der Gelenkbeweglichtkeit leiden; mithilfe handwerklicher, sowie künstlerischer Techniken werden Kraft, Geschicklichkeit und Funktion gefördert --> gelenkschonende Bewegungen für den Alltag, Haushaltstraining sollen Selbstständigkeit erhalten Entstehung und Pathomechanismus T-Zell induzierte (fehlgeleitete) Umwandlung von Synovia in knorpelaggressives Pannusgewebe T-Zellen und von ihnen freigesetzte Zytokine steigern die entz. Aktivität Fibroblasten und weiter Zytokine wirken stark Matrixabbauend und verändern die physiologische Nährstoffversorgung des Gelenks wird behindert außerdem werden über Interleukine usw. Osteoklasten aktiviert, welche die Knochenstruktur verändern Aktivierung der synovialen T-Zellen - CD4+-T-Zellen werden durch fehlgeleitete antigenpräsentierende Zellen aktiviert. Diese wiederum aktivieren B-Zellen, von denen einige zu Plasmazellen werden, die Autoantikörper produzieren. In den Gelenken können sich Immunkomplexe bilden, die vermutlich aus Rheumafaktoren (RFs) Antikörpern bestehen, die den Komplementweg aktivieren und die Entzündung verstärken. Auf Veranlassung von T-Effektor-Zellen sezernieren die synovialen Makrophagen und Fibroblasten proinflammatorische Mediatoren, zu denen auch Tumor-Nekrose-Faktor α (TNF-α) gehört. Dieser fördert den Leukozyteneinstrom ins Gelenk. Außerdem stimuliert er die Produktion anderer Entzündungsmediatoren. Neben der Hemmung der Knochenneubildung stimuliert TNF-α die Osteoklastogenese. Beratung Hilfsmittel: Finanzierung von Hilfmitteln: 10% für jedes Hilfsmittel, mindestens 5 € und höchstens 10 €, und nicht mehr als die Kosten des Mittels; bei Hilfsmitteln, die zum Verbrauch bestimmt sind, 10% je Verbrauch Reha: Beantragung alle 4 Jahr mgl.(wenn öfter - Attest Hausarzt) und AHB nach Operationen
- radikale Prostatektomie - POP - Beobachtung - Infusionen (Periplasmal, parenterale Ernährung) und Meds radikale Prostatektomie: führt zur Zeugungsunfähigkeit - trockener Orgasmus Inkontinenz Pflege POP LVK ab Abend 1 POP Tag mobi Kontrolle Durchgängigkeit DK (zur Anastomosensicherung) bis zu 21 Tage bei Ex. Arztinfo - nicht wieder rein Klistiere und Supps gefährden Anastomose Versorgung mit IKM (wg. temporärer Stressinko.) - regelm. Hautpflege, Vermittlung von Kontaktadressen zur Infosammlung PP reagiert sensibel auf Gesprächssignale des Betroffenen (Seuxualität) und Motivieren zu offenem Gespräch mit Arzt und PP AHB sinnvoll Beckenbodengymnastik zum Kontinenztraining auch bei liegendem DK lt. AO psych. Verfassung Infusionen Infusionslösungsarten: nach Osmolarität: isotone Lösung (300 mosmol/l ~ ähnlich Blutplasma)hypotone Lösung (< 300 mosmol/l Beispiel Sterofundin)hypertone Lösung (> 300 mosmol/l Achtung kann Erythrozyten und Gefäßwand schädigen)nach Zusammensetzung: Elektrolytlösung (Trägerlösung für Medikamente, Zufuhr von Flüssigkeit/Elektrolyten)voll - Blutplasmaersatz auf 1l → 140 mmol Na+, 5 mmol Ka+ (Beispiel Ringerlösung) ⅔ - auf 1l → 100 mmol (Beispiel Janostol) halb - Wasserersatz auf 1l → 70 mmol Na+ (Beispiel Normofundin) ⅓ - auf 1l → 40 mmol Na+ (Beispiel Sterufundin G) Konzentration auf 100 ml → 5,85g NaCl, 7,45g KCl (immer auf 500 ml Trägerlösung, 30 Tropfen/Minute) Kohlenhydratlösung (Glucosezufuhr, Trägerlösung für Medikamente)5% (50g auf 100ml), 10% (10g a. 100ml), 20% (20g a. 100ml), 40% (Hyperosmol. Lös.) Aminossäurelösung (Bioproteinsynthesestoffzufuhr)Fettsäurelösung (essentielle Fettsäuren-paraenterale Ernährung, nicht mit anderen Lösungen mischen)natürliche Reaktion: Schüttelfrost Kombinationslösung zur paraenteralen Ernährungkolloidale Plasmaersatzmittel (Volumenersatzmittel)große Makromoleküle diffundieren nicht über Gefäßwand, kein Blutplasmaersatzmittel a) HAES-Lösung, Plasmasteril b) modifizierte Gelantine (tierische Kolagene, kleine Moleküle) c) Dextrane (Polysaccharide → ↑Wasserbindungsfähigkeit → extrazelluläres Wasser ins Blut zurück) d) Humanalbumine (Spenderplasma) korrigierende Lösung - Acidose/Alkalose (gleicht Säure-Base-Haushalt aus)Lösung zur Osmotherapie (bindet Wasser, Hirnoedemtherapie) Anwendungsgebiete von Periplasmal:Parenterale Ernährung und Flüssigkeitszufuhr, wenn eine orale bzw. enterale Zufuhr nicht möglich und eine Aminosäurensubstitution zwingend erforderlichist.Periplasmal 3,5% mit Glucose dient der perivenösen parenteralen Ernährung (Eiweißzufuhr und Basisversorgung mit Kohlenhydraten, Elektrolyten undsupplementierenden parenteralen Ernährung.Im Fall einer parenteralen Langzeiternährung kann zum Zweck der Kalorien- und Fettsäurezugabe eine Fettemulsion zugemischt werden. KI: dekomp. HIns.; Schock, Hyponatriämie, Hyperkaliämie Die Verabreichung von Periplasmal 3,5% mit Glucose zur alleinigen parenteralen Ernährung ist nur dann sinnvoll, wenn die Nahrungskarenz nicht länger als5 Tage dauert. Die maximale Tagesdosis beim Erwachsenen beträgt bis zu 40 ml/kg KG und Tag.
- Asthma bronchiale (akuter Anfall) - medikamentöse Unterstützung - Schulung + DiseaseManagementProgramm - Ernährung bei Adipositas - Beratung Pflegemaßnahmen bei Dyspnoe: Oberkörper hoch und Beine tief bei Herzinsuffizienz Beengende Kleidung ausziehen Fenster öffnen Atemhilfmuskulatur unterstützen durch z.B. Arme leicht vom Thorax abgespreizt auf ein Kissen abstützen → Kutschersitz Patienten zur ökonomischer Atmung anleiten (dosierte Lippenbremse) O2 lt. AO → CAVE pCO2-Anstieg Bronchialsekret absaugen ggf. Intubation vorbereiten Kontrolle auf: Vigilanz Hautfarbe Atmung HF/RR Gesundheitsberatung: vor Eintreten der Symptomatik → Anleitung zur bewussten Wahrnehmung der Atmung (Schulungsprogramme etc.) siehe Christel Bienstein einen allergischen Schnupfen (Heuschnupfen) konsequent behandeln um Etagenwechsel zu verhindern Asthmaschulungsprogramme ambulant/stationär in kleinen Gruppen Ziel: Förderung der Selbstkontrolle und Eigenverantwortung, Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung und persönlichen und famil. Belastungen alle 2 Jahre Inhalte: Ursachen, Auslöser, Symptome Wahrnehmung und Einschätzung der Atmung und der LUFU Peak-Flow-Meter und Ampelschema → Spitzenflussmesser - misst den Exspirationsflow und ermöglicht Therapiekontrolle, Richtwert ist ein individueller Basiswert; Messung ca 1-2x/tgl im Stehen mit aufrechtem Körper Zeiger auf Null stellen Gerät waagerecht vor den Mund, tief einatmen und kurz warten schnell mit aller Kraft ausatmen in einem Stoß Zwei Messungen durchführen und den höheren Wert protokollieren Asthmakontrolle und Tagebuch Medikamente und Notfallmeds. Inhalliergeräte und Techniken Atemtraining mit atemerleichternden Positionen Verhalten beim Status asthmaticus Entspannungstechniken und Sport Arztbesuche Kontaktadressen und Selbsthilfegruppen Raucherentwöhnung Asthmanotfallset mit persönl. Nummern, Notfallmeds. Anzeichen eines Anfalls: Peak-Flow-Meter auf gelb oder rot Steigerung der Dyspnoe besonders nachts oder frühs zunehmender Husten (v.a. nächtl.) Veränderung des Auswurfs Abnahme der Belastbarkeit Zunehmender Verbrauch von Notfallspray Auftreten von Infektanzeichen (Fieber, verfärbter Auswurf usw.) Pflege: im akuten Anfall: beruhigen und einfühlsam sein ß-Sympathomimetika, Theophyllin, Glukokortikoide Vorbereitung für Absaugung, Intubation, Sauerstoffgabe Anwendung von Dosieraerosolen: ohne Spacer (mit Spacer gleich - nur erster Schritt ist Anschluss d. Spacers): schütteln → Schutzkappe ab → tief ausatmen → Mundstück an Mund → beim langsamen tiefen einatmen auf den Kanister drücken → ca. fünf sek. Luft anhalten → langsam über Nase ausatmenbei Glukokortikoiden: immer mit Spacer → da es so in die tiefen Atemwege gelangt und nicht in den oberen verbleibt (Mund/NachsenRachen) vor den Mahlzeiten benutzen Behandlungsstrategie: Bedarfsmedikation→ ß2-Sympathomimetika oder Anticholinergika (Erleichterungsmedikamente, Reliever) --> Theophyllin führt primär zu einer Erschlaffung der glatten Muskulatur der Atemwege und somit zu einer Erweiterung der Bronchien. Zusätzlich steigert dieser Arzneistoff den Abtransport von Fremdstoffen und Schleim durch die Zilien der Lunge, senkt den Druck in den Lungengefäßen und steigert den Atemantrieb sowie die Kontraktionsfähigkeit der Atemmuskulat Akuter Anfall - Medikation → Rasch wirksame ß2-Sympathomimetika inhallativ (z.B. Salbutamol) 2-4 Hübe, ggf. Wiederholung nach 10-15min → Glukokortikoide 25-100mg Predni i.v. oder Inhallativ → O2 2-4l/min → ß2-Sympathomimetika s.c. oder i.v. → Flüssigkeitszufuhr 2-4l/d → keine sedierende Meds. → Bronchoalveolääre Lavage → Intubation und Beatmung bei zunehmendem Anstieg von pCO2/Frequenz oder Abfall von pO2 Antiobstruktive Dauertherapie→ Stufentherapie → Kontrollmedikamente (Controller) → Leukotrienmodifier → Anti-IgE-AK (Omalizumab)
- Demenz (x2) - Umgang mit Dementen - Validation - AMDP - Beratung Angehöriger Pflege von Demenzkranken → Pflege muss immer individuell auf den Patienten abgestimmt sein Anfangs: Orientierungshilfen (ROT = Realitätsorientiertes Training)→ Prophylaxe von Verwirrtheit, Sicherheit bieten, Tagesablauf strukturieren, Hinweise aufhängen, Hilfen immer dem Zustand des Pat. anpassen, Namensschilder, gut sichtbare Uhren Später: Validierendes Arbeiten (nach Naomi Feil)→ Hauptziel bzw. Maßnahme ist das Wertschätzen und Annehmen des Menschen wie er ist Konstante Bezugsperson keine räuml. Veränderung Sichere Umgebung und ausreichende Bewegung Klare Anweisungen in einfachen, kurzen, deutlichen Sätzen Geduld mitbringen! Patienten mit Namen ansprechen Anweisungen b.B. wiederholen und Zeit zum Antworten geben Korrektion vermeiden! Tadeln vermeiden! Nachbohren vermeiden! Ablenkung vermeiden! Herunterspielen vermeiden! einfach Regeln und feste Gewohnheiten etablieren Aktivitäten fördern ohne zu überfordern bei nachlassendem Sprachverständnis über nonverbale Kommunikation kommunizieren Geborgenheit und Wertschätzung signalisieren Richtiges Verhalten loben und mit Mimik und Gestik belohnen, Falsches nicht kritisieren Ernährung und Ausscheidung auf regelmäßige, ausgewogene Ernährung achten Flüssigkeitsbillanz Zubereitungsform berücksichtigen Unterstützung in den ATLs Inkontinenz → Toilettentraining, IKM Tagesgestaltung Beständigkeit und Routine im Tagesablauf, verlässliche Umgebung - keine Sinnesüberforderung leichte Gymnastik tgl. Pflege bei gestörtem Tag-Nacht-Rhythmus nicht überfordernde Beschäftigungen von Früher aufgreifen Psychopharmaka nur bei extrem belastenden Verhaltensweisen und Angstzustände wenn andere Maßnahmen (ASE, Basale Stim.) erfolglos geblieben sind Angehörige beraten und betreuen → meist ruht die Hauptlast auf den Angehörigen frühzeitig Unterstützung und Hilfen für den Angehörigen organisieren (HKP) über Möglichkeiten der Kurzzeitpflege, Tagesstätten und Selbsthilfegruppen aufklären Regelungen und Beratung zu rechtl. Betreuung Austausch mit Angehörigen anderer Erkrankter Überbelastung führt zu Aggressionen und Hektik und schadet dem Erkrankten AMDP https://de.wikipedia.org/wiki/AMDP-System#Bestandteile_des_AMDP-Systems
- Leberzirrhose - Beobachtung - Pflegemaßnahmen - Ernährung - Ösophagusvarizen - Kommunikationsmodell von Thun --> chronisch progrediente Zestörung der Läppchen- und Gefäßstruktur, einhergehend mit knotig, narbigem Umbau der Leber Beobachtung: Haut: 1. Spider naevi (Gefäßsternchen mit roter Erhabenheit in der Mitte) 2. Palmarerythem (gerötete Handinnenflächen) 3. Lackzunge (durch Vit.B12 Mangel, glatte, rote Zunge) 4. Rhagaden (Vit. B12 Mangel) 5. Caput medusae (erweiterte Venen unter der Bauchhaut bei portaler HT. 6. grau fahler atropher Haut wg. portaler HT. 7. Ikterus - bei Gallenstau 8. Bauchglatze Hormonell - mehr Östrogen, weniger Testosteron 1. Bauchglatze (Verlust männl. Sekundärbehaarung durch Hormonelle Strg. 2. Potenzstrg. 3. Gynäkomastie 4. Dysmenorrhoe 5. Pruritus Weitere 1. Aszites (port.HT.) 2. Ödeme aufgrund mangelnder Albuminsynthese und port. HT., 4. Blutungsneigung, 5. Mattigkeit, Leistungsminderung, Gewichtsverlust, Schwitzen, psych. Verstimmung, Druckgefühl im OB, Meteorismen 6. Dupuytren-Kontraktur (unspezifisch) Pflegemaßnahmen: Blutungsinfo - weiche Zahnbürste usw., Pflege bei Juckreiz, Verändertes Selbstbild - Gespräche, Vermittlung an SHG, Pflegemittel bei Rhagaden, Eiweißereiche Ernährung wg. Albuminmangel - bei Dekompensation Eiweißmeidung wg. mangelnder Verarbeitung, Vermittlung an Urologen wg. Potenzstrg., Pflege bei Appettitlosigkeit, Assistenz bei Aszitespunktion usw., Verstimmung nicht pers. nehmen, zur Alkoholabstinenz motivieren Ernährung: bei kompensierter LZ: absolute Alkoholkarrenz Salzreduktion Motto: Alles was sie vertragen - unzureichenden EZ vermeiden ggf. Substitution von VItaminen und Mineralstoffen leichte VK häufig schlecht Vertragen: Hülsenfrüchte, Gurkensalat, fritiertes, Weißkohl, Kohlensäure, Grünkohl, fette Speisen, Paprika, Sauerkraut, Rotkraut, süße und fette Backwaren, Zwiebeln, hartgekochte Eier, frisches Brot, Kaffee, zu heißes und zu kaltes, Milchprodukte besser: Weiß- und Mischbrot,, Osaft, Kartoffeln, Reis, Nudeln, Äpfel, Bananen, Honig, Tomaten, Schnittkäse, Butter mehrere kleine Mahlzeiten fettbewusstes Essen unbekanntes auf Verträglichkeit prüfen Ernährungstagebuch Nikotinkarrenz bei dekompensierter LZ: (bei Ödemen, Aszites, Varizenblutungen, Encephalopathie) Kaliumreiche Kost - hilft beim Wasserausschwemmen (Kartoffeln, Spinat, Avocado, Tomaten, Bananen, Kohl) Eiweißarme Kost - ca 40-60g/d wg anfallender Giftstoffe die Leber nicht entgiften kann, pflanzliche EW bevorzugen - geringere Toxik - lt. Bergt ew-reich bis Enzephalopathie Laktulose - verändert pH-Wert - weniger Ammoniakbildende Bakterien Einsatz v. verzweigtkettigen Aminosäuren (Med.) - gut Verträglich, zur Verhinderung von Mangelzuständen Ausgeglichene Energiebillanz - Mangelernährung schwächt Immunsystem und fördert Muskelatrophie Salzarm - wg. der Ödeme reichl. Ballaststoffe - binden Gifte im Darm, verkürzen Passagezeit der Nahrung Spätmahlzeiten wg. verminderter Glycogenbildung besteh nächtl. Hypoglykämiegefahr - KH deswegen verteilen um Hungerstoffwechsel bei Glucosmangel zu vermeiden bei Varizen - weiche Kost Mittelkettige Triglyceride nutzen da sie ohne Gallenbeteiligung resorbiert werden Substitution von Vit. B1(Funktion des Nervensystems), B6(Pyridoxalphosphat-Aminosäurestoffwechsel und Hämsynthese), B12(Cobalamine - Zellteilung und Blutbildung sowie die Funktion des Nervensystems), Zink (Immunsystem, KH,Fett,EW Stoffwechsel Therapie bei Varizen: Druck im Pfortadergebiet senken - ß-Blocker, Gummibandligaturen, Verschluss durch Häm oder Kunstharz, Ösophaguskompressionssonde, TIPS Transjugulärer intrahepatischer portosystemischer Stent-Shunt nur als Ultima Ratio
- MammaCa. - Chemo (NW) - Brustzentrum - Tumorkonferenz - Schulz v. Thun - Lymphödemprophylaxe Chemotherapie --> chemisch, uneinheitliche Med. welche Wachstum hemmen und neoplastische Zellen vernichten - greifen meist an DNA Synthese an - Apoptose Behandlung in Dauer- oder Zyklustherapie, meist als Kombinationschemotherapie, meist systemisch, auch zuhause oder ambulant mgl. Wichtig! Die Aufklärung der Pat. über mgl. NW v.a. der, die eine ambulante Therapie erhalten um Compliance, Selbstbeobachtung zu sichern Nebenwirkungen Übelkeit und Erbrechen, Appettitlosigkeit (ANE-Syndrom) 24h nach Applikation - wichtig! Prophylaxe wg. Vermeidung von Erbrechen beim 1. mal wg. psychogenem Emesis (Nierenschale griffnähe, Melissentee, Bonbons, Kaugummis, ruhige Entspannung, Atemtechniken, ASE, Wärme oder Kälte nach Wunsch, Wärmflasche, Duftlampe, Geruchsreize weg, Zimmer abdunkeln, Ablenkung, Massage, Angehörige miteinbeziehen, ggf. Benzos, Glukokortikoide) Haarausfall (Perücke Teilkosten GKV) nachwachsen 2-4 Wochen nach Therapie (Resthaarpflege, mildes Shampoo, nicht föhnen/färben/tönen, feuchtigkeitsspendene Hautpflege, Kopfbedeckung, Schminken der Augenbrauen, Schutz der Kopfhaut vor therm. Reizung) Samenzellminderung- Sterilität, Ei/Keimzellschädigend (Verhütung, Sperma einfrieren, Eizellen tiefkühllagern) Kindesfruchtschädigend - keine Schwangerschaft Haut- und Schleimhautveränderungen (greifen schnellteilende Mundzellen an) -> Stomatitis, Ösophagitis, Mundaphten (Mundhygiene, weiche Zahnbürste, kurz nicht zu heiß duschen, hautfreundliche Kosmetika, tragen von Handschuhen bei Kontakt mit Hautreizendem, anästhesiernde Lutschtbl., weiche Ernährung, schwach gewürzt, nichts saures, regelm. Beurteilung der Mucosa, Lippenpflege) Durchfälle Knochenmarkdepression -> Leuko- und Thrombozytopenie (Sanierung kariöser Zähne, weiche Zahnbürste usw., Pat. zur Selbstkontrolle sensibilisieren, Temperatur und Entz.zeichen kontrollieren, Menschenansammlungen meiden - Thrombozp: Verletzungen meiden, Blutungszeichen beobachten, Mund ggf. nur spülen, länger komprimieren nach Injektionen, Vorsicht beim Schneiden von Nägeln usw., kein ASS) Anämie --> ggf. Transfusionstherapie, Unterstützung ATLs, viel Trinken Agranulozytose (<500mikroliter) - Umkehrschutzisolierung und Med. Spätfolgen: Zweitmalignom häufig (v.a. bei Radiotherapie) Polyneuropathie Herz- und Lungenschäden Brustzentrum Voraussetzungen: Angestellte Breast nurse - Pflegeexpertin, unterstützt und begleitet Mammaca. Patienten Alle 3 Jahre Rezertifizierung Hohe Qualitätssicherung Interdisziplinäre Zusammenarbeit und Integration von niedergelassenen Ärzten Effektive Prozessarbeit Individualisierte Therapie und umfassende Diagnostik Modernste diagnostische Technik (MRT, CT …) Praeop. Diagnose min. 24 durch Pathologen bestätigt Tumoradaptive OP-Techniken Plast. Reko, minimalinvasives Lymphknotenstaging Psychooonkologische Betreuung (Sichtzwang) Anschlussheilbehandlung, Selbsthilfegruppe, soz.med. Betreuung Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln Sportgruppe für Brustkrebspatienten Tumorkonferenz --> besprechen einzelne Fälle und weiteres Vorgehen Niedergelassene Onkologen Betroffene Patienten Stationsärzte Radiologen Sozialdienst Strahlenärzte Pathologe Breast nurse Psychoonkologe Lymphödemprophylaxe bei max. 28°C baden Saunaverzicht Sonnenschutz keine Wärmeanwendung Wunschgewicht erreichen um Kompression durch subcutanes Fettgewebe zu verhindern beengende Kleidung (BH, Rucksack, RR, Armband) oder Schmuck abnehmen beim Sport nichts dehnendes, zerrendes und nur bis zur Schmerzgrenze, nichts Monotones nichts schweres Heben und Tragen in kurzen Etappen Fenster putzen und Wäsche hängen nicht lange an einer Tastatur schreiben Vorsicht bei Nagelpflege - Pfalz nicht schneiden vor Insektenstichen und Verletzungen schützen herunterhängen der Extremitäten meiden Wichtig: Bei Entzündungen keine Lymphödemprophylaxe um Keimverschleppung nicht zu provozieren Lymphdrainage durch Physiotherapie Hochlagerung der Extremität Betätigen der Muskelpumpe ausgewogene Ernährung Kochsalzarmes Essen häufiges trinken Tragen eines Armkompressionsstrumpf Bewegungsübungen
- Eisenmangelanämie (x2) - Gastro - POP und Prä Maßnahmen - Beratung (Lebensweise) - Symptome - Maßnahmen zur Symptomlinderung? - Transfusionen - prof. Hilfe bei Pflegebedürftigkeit Gastro - um Blutungsursache oder chronisches Gastritiden zu finden Pflege Prä: Aufklärungsmaterial (Hauptkomplikation Blutung, Infektion, Perforation) bereithalten (Einverständnis, Labor Quick, PTT, INR, Thrombos, Kreuzprobe) venöser Zugang Prämed lt. AO, ggf. Entschäumer (Espumisan) Nüchternheit (6h) Toilette Prothesen raus POP: Info über Untersuchungsbefund, VZ, Verlauf, therapeutischen Maßnahmen, Befinden Bettruhe lt. AO Rufanlage in Reichweite (Urinflasche) VZ, Allg.befinden, Übelkeit, Schmerzen überwachen Aspirationsgefahr bei Pharynxanästhesie!!! Nahrungskarenz lt. AO Pat.info - erste mal mit PP mobi Symptome: Müdigkeit Kopfschmerzen RestlessLegsSyndrom Schwindel Blässe durch reflektorische Vasokonstriktion verminderte Belastbarkeit evtl. Belastungsdyspnoe Tachykardie - reflektorisch zur Kompensation des O2-Mangels Haut- und Schleimhautsymptome: Rillenbildung der Nägel, Hohlnägel (Koilonychie), brüchige Nägel, Haarausfall, trockene Haut, Mundwinkelrhagaden, Pruritus, Schleimhautatrophie mit Zungenbrennen und Dysphagie Beratung: Behandlungsdauer über Monate - Geduld Einnahme mglst. zwischen den Mahlzeiten zur besseren Resorption vorzugsweise H2O zu Medeinnahme und keine Milch da Ca die Eisenresorption vermindert bei schlechter Magenverträglichkeit Einnahme während/nach Mahlzeit Informieren - Stuhlverfärbung/Obstipation durch Eisenpräparate Ernährung: tierisches Eisen (Fleisch, Eier) wird besser als pflanzl. (Kartoffeln, Gemüse, Getreide) resorbiert genügend Vit. C - fördert die Eisenresorption Raucherentwöhnung --> eingeatmetes CO besetzt Hb Teile --> O2 kann weniger am Hb binden Raucherentwöhnung Ziel - dauerhafte Abstinenz; Voraussetzung: Betroffener steht hinter dem Entzug Strukturierte Raucherentwöhnungsprogramme sind sehr sinnvoll Anfangs: Motivationsphase (Motivation durch Beratungsstellen, Ärzte, Freunde und Verwandte, Selbsthilfegruppen, Verhaltenstherapie, Bücher, Broschüren) Pat. motivieren positive sowie negative Effekte des Substanzkonsums zu formulieren, positive Effekte herausstellen (Leistung, Attraktivität, Geld) - Abschreckungen zeigen selten Wirkung Planerstellung wann warum rauchen - Gegenmaßnahmen ergreifen, Alternativmaßnahmen entwickeln wie Entspannungsmaßnahmen , Stressreduktion Pflege ist Begleiter, Bestärker, Ermutiger Veränderungsziele zu entwickeln und Entscheidung für Abstinenz treffen Entgiftungsphase: Aufklärung und Unterstützen bei Entzugssymptomen wie Schlaflosigkeit, Nervosität, Heißhunger --> ggf. med. Unterstützen (Nikotinpflaster) --> Unterstützung und Motivation durch Umfeld keine Konfrontation mit Fehlverhalten (konstruktive Mitarbeit noch nicht mgl.) Umfeldänderung (Freunde usw. miteinbeziehen) Transfusionen --> bei Mangel an bestimmten Blutbestandteilen, hohem Blutverlust Risiken: Transfusionsreaktion (Antigene - es können nicht alle getestet werden, Unterschieden: 1. Allergische 2. Fieberhafte nicht-hämolytische 3. hämolytische 4. transfusionsassozierte Akute Lungeninsuffizienz TRALI; weitere Symptome: Lendenschmerzen, Bronchospasmus, Nierenversagen, Schocksymptomatik) Gefahr der Immunisierung - Erfolg späterer Transfusionen runter Gefahr Infektion Gefahr Übertragung von Erregern (Hepatitis, HIV Restrisiko besteht) Stoffwechselentgleisung (Gerinnungsstörungen durch Hämolyse und Elektrolytentgleisung wie Hyperkaliämie) Gefahr Graft vs. Host Reaktion EK --> bei Zimmertemperatur transfundieren außer bei Kälteantikörper Vorbereitung des Pat. : Toilettengang; Transfusion in 2-6h, Kühlkettenunterbrechung 15 min Anlegen und Einleiten Arztaufgabe (30ml/min; 5-10min Beobachtung) Normal: Einlauf bei ca. 1h Klingel in Reichweite Beobachtung: Befinden? Kribbeln, Schock, Hypotonie, Flush, Quaddelbildung, Erytheme, RR, P, Vigilanz, Unruhe, Beklemmung, Übel, Vomitus, Dyspnoe, Kopf-/Gelenk-/Gliederschmerzen, diffuse Beschwerden, Fieber und Schüttelfrost wg. bakt. Verunreinigung, Kontrolle auf Transfusionssystem und Inspektion der Einstichstelle, Doku aller Befunde im Transfusionsprotokoll Notfallerstmaßnahmen bei Transfusionszwischenfall: Transfusion stoppen, Arztinfo, venösen Zugang mit NaCl offenhalten Transfusionsbeutel und Besteck 24h im Kühlschrank aufbewahren (Nachuntersuchungen bei Spätkomplikationen), Name Datum rauf, Protokoll in Akte QM-Transfusionen: Transfusionsverantwortlicher und -beauftragter und Transfusionskommission (TF-Verantwortlicher, - Beauftragte ergo Ärzte, ärztl. Leiter, kaufm. Direktor, Apotheken- und Laborleitung, MTA der Blutbank, MA PDL zur Erarbeitung von Standards und Leitlinien) bei Akutversorgung oder Spendereinrichtung, Jahresbericht zur TF Qualität Maßnahmen der Pflege zur Symptomlinderung: Haarpflege Nagelpflege Hautpflege Lieblingsessen (Eisenhaltige LM z.B. Fleisch) Abtupfen nicht ABtrockenen VZ Kontrolle weiche Zahnbürste Dekubitusprophylaaxe NAsenpflege Ausscheidungsbeobachtung Beratung über Meds (Färbung, Obstipation) Wärmezufuhr Wohlbefinden steigern
- Amputationen - POP Situation - Med. (Morphine) - Krankheitsbewältigung - Reha POP:Beobachtung: Nachblutung? --> keine frühe Mobilisation wg. Nahtinsuffizienz!!! Wundheilungsstrg. oder Infektion - Inspektion des Stumpfes Stumpfödem/Hämatom? - Hochlagern CAVE Kontraktur Kontrakturen v.a. Hüfte bei OS Amp Hauterkrankungen iim Stumpfgebiet (Furunkel, Pilz) Stumpf-(Prothesendruckstellungen, Neurom, Itis, Durchblutungsstörungen) und Phantomschmerz (Schmerzen im nichtvorhandenen Körperteil; Ursache ungeklärt) Bewusstsein - Pupillenreaktion, Isokorie Schmerz Drainagen - Lage, Funktion, Fixation, Menge d. Sekrets Atmung - Zyanose, Arr. Temperatur - Gefahr Auskühlung, später Resorptionsfieber RR und P Urinausscheidung - nach 8h SU ven. Zugänge POP Med. VW Krankheitsbewältigung: Kontakt Selbsthilfegruppen Seelsorge Besuch der Angehörigen ermgl. Gesprächsoffenheit signalisieren Hilfsmittel organisieren Ways of Coping: Konfrontierendes Coping (aggressives Verhalten zu Änderung der Situation z.B. "ich kämpfe weiter") distanzierendes Coping (Rückzug bzw. Bedeutung eines Stressors minimieren z.B. "Ja und soll ich jetzt alles Hinschmeißen? Nein ich lebe weiter als sei nichts geschehen") Selbstkontrolle (Kontrolle eigener Gefühle z.B. "zusammenreißen und tapfer sein) Suche nach sozialer Unterstützung ("Gibt es Selbsthilfegruppen? Ich will von anderen Betroffenen lernen") Selbstbeschuldigung (Ereignis als Strafe für Fehlverhalten "Das musste ja so kommen") Wunschdenken, Vermeidung (Problem umgehen - Vermeidung "Das ist alles nur ein Traum") geplantes Problem lösen (Annahme es gibt eine Lösung: "Ich löse das Problem und verbessere die Situation") positive Umdeutung (Das gute im Bösen, Alles hat auch sein Gutes "Ich lerne jetzt wirklich was zählt im Leben") Modelle der Krankheitsbewältigung nach Strehler: Informationssuche - selbst entscheiden, welches Maß an Informiertheit der Pat. zu welcher Zeit benötigt Suche nach Sinn und konstruktiven Aktivitäten - Pat. setzen oft neue Schwerpunkte im Leben Suche nach sozialer Unterstützung - Familie, SHG, Freunde, prof. Helfer Willensleistung - Bereitschaft die Beeinträchtiugn auszuhalten, zu meistern, und für sein Leben zu kämpfen Bewältigungsstile nach Muthny: Selbstermutigung Mitwirkung und Arztvertrauen Relativierung durch Vergleiich Regressive Tendenzen Gefühlskontrolle und soz Rückzug Ablenkung und Selbstaufwertung kognitive Vermeidung und bewusste Verheimlichung der Symptome Misstrauen und Pessimismus Religiössität Hedonismus (Genussstreben) Depressive Verarbeitung Problemanalyse und Lösungsverhalten
- Diabetes - Beratung - Ernährung - Meds - Schock und Koma - Verhalten bei Schock und Koma Medikamente: OAD Arcabose (Glucobay) - NW: Bauchschmerzen, Diarrhoe, Meteorismus; Einnahme Beginn der Mahlzeit; Keine Hypoglykämiegefahr, keine Gewichtszunahme! Biguanide (Metformin) - NW: GIT Beschwerden, Lactatazidose, Einnahme nach Mahlzeit; Besonders: 1. Wahl Keine hypoglykämiegefahr! WM: Hemmung der Glucoseresorption im Darm und der Gluconeogenese, Verstärkung der peripheren Insulinwirkung, Appetithemmung Glinide; Sulfonylharnstoffanaloga (Repaglinid, Novonorm) - kurzzeitige Steigerung der Insulinsekretion; NW: Hypoglkämie Einnahme Beginn Mahlzeit, v.a. BZ Senkung postprandial Sulfonylharnstoffe (Glimepirid, Amaryl) - Steigerung der Insulinsekretion, Glimepirid - zusätzl. Hemmung der Gluconeogenese und Verbesserung der Insulinempfindlichkeit, NW: Hypoglykämie, GIT Beschwerden, Allergien; Einnahme 30 min präprandial (zu Therapiebeginn engmaschige BZ Kontrollen); - letzter Wahl da Gewichtsabnahme erschwert wird Inkretinverstärker - Verstärkung der Inkretinwirkung durch Angriff an den gleichen Rezeptoren (Inkretin - Mimentika; Inkretinrezeptoragonisten, GLP-1-Analoga) oder Inkretinabbauhemmung (DPP-4-Hemmer, DPP-4-Inhibitoren) Inkretine=Darmhormone, welche bei KH Aufnahme freigesetzt werden und die Insulinproduktion steigern; Gluconeogenese hemmen, Magenentleerung verzögern, Appettit hemmen z.B. Byetta, Januvia NW: GIT Beschwerden, Zephalgie, Schwindel Insulin-Therapie bei Diabetes mellitus Insulinarten (cave Normalinsulin einzige Insulin i.v.-Gabe möglich, Wirkungseintritt hängt auch von Injektionsort ab): kurz wirksame Insuline 1. Normalinsulin (Altinsulin) z.B. Huminsulin Normal, Actrapid, Insuman Rapid bei akuten Stoffwechselentgleisungen sowie bei intensivierter konventioneller Insulintherapie oder Insulinpumpentherapie: Wirkungseintritt 15-30min, nach 2h Wirkungsgipfel, nach 4-6h Wirkungsende (je höher Dosis, desto länger Dosis) 2. kurz wirksame Insulin-Analoga z.B. Apidra, Humalog, Liprolog, Novo Rapid weitestgehend selbe Anwendungsgebiete wie bei Normalinsulin: durch Austausch weniger Aminosäuren lagern sich Insulinmoleküle im Subkutangewebe nicht zusammen und werden schneller resorbiert; Wirkungseintritt 10-15min, Wirkungsgipfel nach einer Stunde, nach 2-3h Wirkungsabklang Verzögerungsinsuline (Depotinsuline) 1. Intermediärinsuline z.B. Insuman Basal, Huminsulin Basal oder Protaphane eigenen sich zur Nacht und als Bestandteil als Mischinsulin: Wirkungseintritt nach ca. 1h, Wirkungsgipfel nach 4-8h, Wirkungsdauer (Dosisabhängig) von 12-18h 2. Langzeitinsuline (wirken bis zu 30h) z.B. Lantus: zur Deckung des Basalbedarfs, Wirkungseintritt erst nach 3-4h 3. Mischinsuline (Mischung aus kurz wirksamen und Verzögerungsinsulin in diversen Mischverhältnissen: siehe Präparatenamen Actraphane 30/70) z.B. Actraphane, Liprolog Mix: Anwendung bei konventioneller Insulintherapie cave!!! Bei Mischinsulinen Spritz-Ess-Abstand einhalten und Zwischenmahlzeiten erforderlich. Bei kurz wirksamen Insulin-Analoga beides nicht notwendig. Bei Normalinsulin fraglich (Pat. soll durch postprandialen Blutzucker selbst herausfinden was am besten ist). Insulinlagerung Temperatur zwischen 2-8°C (Butter- oder Gemüsefach des Kühlschranks) nicht tieffrieren, nicht direkter Hitze aussetzen (Handschuhfach im Auto) → Insulin flockt aus und ist unwirksam Pens können 3-4 Wochen bei Zimmertemperatur gelagert werden (nicht zurück in den Kühlschrank, Gefahr der Luftblasenbildung) Therapieschemata der Insulintherapie Konventionelle Insulin Therapie (CT) (hauptsächlich bei Typ-2-Diabetiker, bei Typ-1- Diabetiker Notlösung) vor dem Frühstück (zwei Drittel der Gesamtdosis) und vor dem Abendessen (ein Drittel der Gesamtdosis) Injektion von Mischinsulin Vorteil: lediglich 2 Injektionen pro Tag (Übernahme durch ambulante Pflege möglich) Nachteil: Tages- und Essensablauf müssen an das Wirkprofil angepasst sein (BZ- Einstellung selbst dann meist nur befriedigend, i.d.R. werden Zwischenmahlzeiten benötigt) Intensivierte konventionelle Therapie (ICT) nach dem Basis-Bolus-Konzept 1- oder 2-mal täglich Basalrate (Langzeitinsulin) Bolus (kurz wirksames Insulin) zu den Hauptmahlzeiten: richtet sich nach dem gemessenen BZ, den Broteinheiten-Gehalt der Mahlzeit und geplanter körperlicher Aktivität Vorteil: gute Stoffwechsellage, hohe Flexibilität des Pat. bei Aktivität und Essen Nachteil: vor jeder Mahlzeit BZ messen und Insulin injizieren, Berechnung von Dosis und Korrektur der BZ-Schwankung kann nur von gut geschulten Pat. durchgeführt werden Insulinpumpentherapie (continuous subkutane Insulininfusion = CSII) Katheter liegt subkutan, Pumpe außerhalb des Körpers Therapie erfolgt ebenfalls nach Basis-Bolus-Prinzip: o kontinuierliche Basalrate von kurz wirksamen Insulin über 24h o vor den Mahlzeiten Bolus Vorteil: meist bessere Stoffwechseleinstellung, Möglichkeit geringster Insulinmengen, weniger Spritzen Nachteil: ständig liegender Schlauch, bei Defekt rasche Ketoazidoseentwicklung Kombination mit oralen Antidiabetika (bei Typ-2-Diabetikern deren Stoffwechselanpassung trotz umgestellter Ernährung, Bewegung und oraler Antidiabetika unbefriedigend ist) basalunterstütze orale Therapie (BOT): zusätzlich zu oralen Antidiabetika morgens oder abends Langzeitinsulin BOT plus: s.o. und einmal täglich vor einer Hauptmahlzeit die Injektion von kurz wirksamen Insulin hinzu prandialen /supplementären Insulintherapie (SIT): zusätzlich zur oralen Medikation vor jeder Mahlzeit ein kurz wirksames Insulin (feste Dosis bei gleicher Portionsgröße, oder nach Schema aus einer Tabelle Situation des Patienten (Beratungsaspekte) Beruf und Freizeit Günstig: regelmäßige Arbeitszeit und gleichmäßige Belastung (Büro- oder Handwerksberufe) Ungeeignet: Berufe mit Nachtdienst oder Schichtdienst (Ausnahme: gut geschulte, kooperative Pat.), Berufe mit erhöhter Eigen- oder Fremdgefährdung (Hypoglykämie → Unfallrisiko↑) wie z.B. Dachdecker, Lokomotivführer, Taxi- und Busfahrer Kontakt zu Selbsthilfegruppen, Informationsstellen oder spezialisierte Fachpraxen herstellen. Bewegung Typ-1-Diabetiker o prinzipiell Gefahr der Hypoglykämie und der Ketoazidose → Problematisch: Sportarten die in Einsamkeit ausgeübt werden (Klettern in den Bergen ohne Begleitung), nicht unterbrochen werden können (Segeln) oder mit hoher Selbstgefährdung einhergehen (Fallschirmspringen, Tauchen) o je höher die körperliche Anstrengung, desto stärker BZ↓ (cave!!! Sport wirkt bis zu 24h nach) o je ballaststoffreicher die Nahrung, desto konstanter der BZ (einigermaßen) o Richtlinien: kurzzeitige Belastung → Kohlenhydratzufuhr↑ Training länger als 4h → Insulin↓ (z.B. Hälfte vom ganztägige Belastung → Kombination aus beidem Mahlzeiteninsulin) Immer genügend Traubenzucker und/ oder süße Getränke mit sich führen. Begleitpersonen müssen über Erkrankung informiert sein (ggf. Technik der Glukagoninjektion unterrichtet). Bei BZ > 16,7 mmol/l erst Stoffwechsellage korrigieren. Typ-2-Diabetiker o Bewegung↑ (Mangelbewegung mitunter Grund der Erkrankung) o Sportgruppen für Typ-2-Diabetiker (vergleichbar mit Herzsportgruppe) Haut Infektionsgefahr↑ (besonders: Candidosen = Hefepilzinfektion, bakterielle Hautinfektionen) Kleidung locker und atmungsaktiv (keine feuchten Kammern) rückfettende Seifen, nicht täglich den gesamten Körper seifen (trocknet Körper unnötig aus → Hautrisse (= Infektionspforte) Haut (bes. in den Hautfalten) gut abtrocknen und cremen Fußpflege Füße täglich mit körperwarmen Wasser und rückfettender Seife waschen (max. 3 Minuten); Füße und bes. Zehenzwischenräume gut abtrocknen und ggf. cremen (nicht in den Zehenzwischenräumen) Strümpfe sollten trockenes Milieu begünstigen (z.B. Baumwolle, Seide) Füße, Zehen und Ferse auf Druckstellen, Hornhaut, Blasen, Rötungen und Verletzungen inspizieren (ggf. mit Spiegel oder mit Hilfe Angehöriger) Zehennägel gerade schneiden (besser feilen), keine scharfen Werkzeuge verwenden (Verletzungsgefahr↑), bei Hühneraugen oder Hornhaut undeingewachsenen Nägeln Podologen aufsuchen nicht barfuß gehen keine Heizkissen oder Wärmeflaschen an den Füßen verwenden(Verbrennungsgefahr auf Grund der Sensibilitätsstörung) Schuhe regelmäßig auf Falten in der Sohle, eingetretene Nägel oder erhabene Nähte kontrollieren um Druckstellen zu vermeiden, ggf. angepasste Schuhe mit Druckentlastung durch spezielle Einlagen Körpertemperatur bei fieberhaften Infektionen → Gefahr einer hyperglykämischen Stoffwechselentgleisung (regelmäßige Temperatur- und BZ-kontrollen) Ausscheidung erhöhte Urinmenge und starker Durst immer Hinweise auf BZ↑ bei Diabetikern und besonders bei Glukosurie Risiko Harnwegsinfekt↑ (Pat. über Zeichen einer Blasenentzündung schulen), bei diabetischer Polyneuropathie kann durch Blasenentleerungsstörung und daraus resultierender Restharnbildung Risiko nochmals erhöht sein Harn- oder Stuhlinkontinenz, nächtliche Diarrhoen im Wechsel mit Obstipationen (unterschiedliche Nahrungsresorption erschwert Stoffwechseleinstellung) Schlaf Gefahr der nächtlichen Hypoglykämie (meist zwischen 2 und 3 Uhr nachts), Hauptsymptome: unruhiger Schlaf, Angstträume, Schwitzen, veränderte Atemgeräusche, morgendliche Kopfschmerzen) Keine Schlafmittel → verschleiern Symptomatik nächtlicher Stoffwechselentgleisung übergewichtige Typ-2-Diabetiker erhöhtes Risiko Schlafapnoe bei diabetischer Polyneuropathie kann Bettdecke schmerzhaft schwer sein → Bettbogen Diabetes mellitus und Sexualität sexuelle Funktionsstörung nicht selten (verminderte sexuelle Erregbarkeit am häufigsten) Gespräch mit Urologen vermitteln Hilfsmittel (Gleitgel bei Scheidentrockenheit, oder Medikamente bei Erektionsstörungen) Ernährung Ernährung bei Diabetes mellitus entspricht im Wesentlichen einer gesunden Vollwertkost. 1 BE (Broteinheit) oder 1 KE (Kohlenhydrateinheit) = 10-12g KH Glykämischer Index: Maß für die blutzuckersteigernde Wirkung bestimmter Lebensmittel, Glukose wurde mit 100 als Referenzwert genutzt, je niedriger der glykämische Index desto langsamer gehen die Kohlenhydrate in das Blut über bei Typ-2-Diabetiker steht die Reduktionsdiät und langfristige Ernährungsumstellung (Energie- und Kaloriengehalt der Nahrung↓) im Vordergrund bei Insulin spritzenden Diabetikern (meist ältere Pat.) empfiehlt sich die Erstellung Tageskostpläne (gleichmäßige Verteilung der Kohlenhydrate ist so sichergestellt) Pat. mit intensivierten konventionellen Therapie können frei entscheiden, Voraussetzung ist BZ-Kontrolle Trinken reichlich Trinken (empfehlenswert ohne Zucker, oder reichlich verdünnen) Alkoholgenuss in Maßen (bei Therapie mit Insulin oder oralen Antidiabetikern kann es zu einer Hypoglykämie kommen, da Alkohol die Glukoneogenese in der Leber hemmt) Ärztliche Kontrolluntersuchungen (auch bei Beschwerdefreiheit) vierteljährlich behandelnden Arzt halbjährlich Zahnarzt jährlich Augenarzt und Neurologen → Komplikationen rechtzeitig erkennen Diabetikerschulung Vergleiche Beratungsaspekte Koma Diabetisches Koma (Coma diabeticum, hyperglykämisches Koma) cave!!! lebensbedrohliche Akutkomplikation des Diabetes mellitus mit sehr hohen Blutzuckerwerten. Ketoazidotisches Koma: Hyperosmolares Koma o vor allem bei Typ-1-Diabetikern und bei ca. 25% aller Erstmanifestationen des Typ-1-Diabetes o Auslöser: Infekt, Dosierungsfehler, Pumpen- oder Pendefekte o Insulinmangel führt zu Hyperglykämie (BZ meist 17 – 39 mmol/l) und zu einer Lypolyse mit Ketonkörperproduktion und Azidose (infolge Azidose entgleist der Elektrolyt-, v.a. der Kaliumhaushalt) o bei Pat. mit Typ-2-Diabetes als Erstmanifestation, infolge Diätfehlern, vernachlässigter Tabletteneinnahme oder plötzlich erhöhtem Insulinbedarf o extreme BZ↑ (meist > 39 mmol/l) bedingt eine ausgeprägte Glukosurie mit so hohen Flüssigkeits- und Elektrolytverlusten über die Niere → Exsikkose o die vom Körper noch selbst produzierten Insulinmengen reichen aber zur Hemmung der Lipolyse aus → meist keine Azidose Symptome nach einem stunden bis Tage dauernden Stadium mit Polyurie, starkem Durst, Schwäche, Übelkeit und Erbrechen → zunehmende Bewusstseinseintrübung ketoazidotisches Koma (stunden bis Tage): hyperosmolares Koma (Tage bis Wochen): o abdominelle Symptome mit Schmerzen und Abwehrspannung bis zum brettharten Abdomen (Pseudoperitonitis) o vertiefte Atmung (Kussmaul-Atmung) und Azetongeruch in der Atemluft o Zeichen des Volumenmangels: Exsikkose, Tachykardie mit Hypotonie, Haut warm und trocken Diagnose: BZ-Stix Abschätzung der akuten Gefährdung durch: BGA, Elektrolytbestimmung, Serumosmolaritätsbestimmung, Nierenwerte im Blut überprüfen, Ketonkörperbestimmung im Urin, Blutbild (Ausschluss Infektionen) Behandlung (auf Intensivstation) i.v. Volumensubstitution (in den ersten 12 Stunden bis zu 10% des Körpergewichts) i.v. Gabe von Normalinsulin über Perfusor (meist 6-10 I.E./Std.) Kaliumzufuhr, da durch Azidoseausgleich und Insulingabe Kalium vermehrt in die Zellen einströmt (Gefahr von Herzrhythmusstörungen) bei ausgeprägter Azidose Bicarbonatgabe zur Korrektur des Säurebasenhaushalts Bei BZ < 13,8 mmol/l zusätzlich Glukose intravenös, um BZ-Abfall zu verlangsamen Thromboseprophylaxe mit Heparin Pflege Flüssigkeitsbilanzierung (mit stündlicher Bilanz) → DK bei starkem Erbrechen legen einer Magensonde Durchführung aller Prophylaxen o maximale Senkung von 2,7 mmol/l pro Stunde → Gefahr Hirnödem Überwachung Infusionstherapie Pflege venöse Zugänge stündliche Kontrolle von BZ, Kalium, Natrium mindestens alle 4h BGA-Kontrollen regelmäßige Kontrolle von Blutdruck, Puls, Atmung (Aspirationsgefahr), Temperatur, Haut und Bewusstsein Hypoglykämie ab Blutzucker unter 2,8 mmol/l leichte Hypoglykämie vegetative Symptome und eventuelle psychische Veränderungen, Handlungsfähigkeit bleibt erhalten BZ < 2,2 mmol/l → Bewusstseinsstörung, neurologische Ausfälle und Handlungsunfähigkeit Ätiologie Arzneimittelüberdosierung zu späte oder zu geringe Aufnahme von Kohlenhydrate Alkoholgenuss schwere körperliche Anstrengung bei Nicht-Diabetikern o schwere Nieren- oder Leberfunktionsstörungen o Alkoholvergiftung o Insulinom (Insulin-produzierender Tumor der Bauchspeicheldrüse) o Darmerkrankung (M. Crohn oder Zöliakie) besonders ältere Menschen haben geringen Appetit und essen folglich nur wenig, spritzen aber trotzdem verordnete Dosis Insulin bzw. nehmen verordnete Tabletten Symptome entwickeln sich oft weniger Minuten Heißhunger, Zittern, Schwitzen, Angst, Unruhe, Herzklopfen durch die Sympathikusaktivierung mit Adrenalinausschüttung als Folge des Glukosemangels → psychische Veränderungen (Reizbarkeit, Aggressivität, Konzentrationsstörung, Albernheit, Weinen, Verwirrtheit); Bewusstseinstrübung bis zur Bewusstlosigkeit; neurologische Ausfälle; zerebrale Krampfanfälle; im extremen Atem- und Kreislaufregulationsstörungen Behandlung Würfel- oder Traubenzucker sowie zuckerhaltige Getränke (Cola, Apfelsaft) → rascher BZ-Anstieg Pat. nicht mehr ansprechbar → Glukagon Fertigampulle i.m. oder s.c. injizieren (wirkt aber nicht bei alkoholbedingten Hypoglykämien und leeren Glygokenspeicher wirkt ärztliche Behandlung: Glukose 10-40%-ig i.v. Überprüfung der Medikation Pflege Bewusstsein beobachten Puls und RR halbstündlich BZ in den ersten 24h alle 2h bestimmen Beratung Information über Warnsymptome einer Hypoglykämie Bei-sich-Tragen von Traubenzucker: min. 2 BE (4 quadratische Plättchen)
- Herzinsuffizienz - Pflege bei Dyspnoe - Meds - Fl.billanz - Beratung Angehöriger Pflege bei Dyspnoe Oberkörper hoch und Beine tief bei Herzinsuffizienz Beengende Kleidung ausziehen Fenster öffnen Atemhilfmuskulatur unterstützen durch z.B. Arme leicht vom Thorax abgespreizt auf ein Kissen abstützen → Kutschersitz Patienten zur ökonomischer Atmung anleiten (dosierte Lippenbremse) O2 lt. AO → CAVE pCO2-Anstieg Bronchialsekret absaugen ggf. Intubation vorbereiten Kontrolle auf: Vigilanz Hautfarbe Atmung HF/RR Medikamente 1. ACE-Hemmer (prognoseverbessernd)ab Stadium 1, bei Unverträglichkeit wechseln auf SartaneWM: hemmen ACE → kein aktives Angiotensin 2 welches Vasokonstriktiv wirkt → RR↓ → Vor- und Nachlast↓, Bremsen Remodeling im MyokardNW: Husten da Bradykinin nicht mehr durch Angiotensin2 abgebaut wird, Hyperkaliämie, sympt. Hypotonie2. ß-Blocker (prognoseverbessernd)ab Stadium 2, bei MI oder HT StadienunabhängigWM: greift bei Kompensationsmechanismus -Schutz vor Ausschüttung von Katecholaminen → trägt zur Frequenzkontrolle bei, wirkt antiischämisch3. Aldosteron-Antagonisten (prognoseverbessernd) =Kaliumsparende Diuretika (diuretisch so schwach das sie in Kombi mit Thiaziden z.B. HCT gegeben werden) ab Stadium 2, hemmen Wirkung Aldosteron → hemmen Natriumresorbtion → weniger H2O-Rückresorbtion und Kaliumsekretion NW: HyperkaliämieUnterscheidung spez: Spiro und unspez: Eplerenon → weniger hormonelle NW, aber teuer ab Stadium 3: 4. Diuretika (verringern Hospitationsrate und Morbidität)- Schleifendiuretika v.a. bei akuter HI um Vorlast schnell zu senken- Thiazide bei chr. - mittelstarke diuretische Wirkung - hemmen NaCl-Kotransporter am distalen Tubulus daher weniger NaCl rückresorption in der Niere→ mehr NA-Ionen im Urin - ziehen Kalium und H2O nach → Gefahr Hypokaliämie5. Digitalis (verringern Hospitationsrate und Morbidität)/ Herzglykosidehemmen Na-K-ATPase (= Kalium in Zelle, Na aus Zelle raus) → mehr Na in Zelle → normalerweise weiteres Transporterprotein - Na raus Calcium rein hört aber bei Digitalis auf zu arbeiten → weniger Calcium aus Zelle raus → mehr Ca in Zelle → elektromechanische Kopplung besser → Herz kann besser pumpen = pos. Inotropie CAVE kein Calcium iv.; Digoxin nur renale Ausscheidung und Digitoxin renale und hepatische Ausscheidung!!! Beratung Angehöriger bei Dyspnoe nicht alleine lassen, Ruhe und Sicherheit vermitteln Stress minimieren - keine Aufregung Bedarfsmed/Notfallmed OK hoch, Fenster auf Beine tief --> Herzbettlagerung Atemhilfsmuskulatur unterstützen - Kutschersitz beengende Kleidung ex ggf. zu ökonomischer Atmung anleiten (z.B. Dosierte Lippenbremse - dies sollte jedoch im vornherein geschehen) ggf. Notarzt rufen Vigilanz, Hautfarbe, Atmung kontrollieren (wenn Haut blau v.a. Lippen, Atmung sehr schnell/langsam, bei Eintrübung --> Notarzt) Ernährung: Tipps: 5x Obst/Gemüse, Ernährungstagebuch, langsam und in Gesellschaft essen, Kcal runter, Bewegung, weniger Fett, gute Fette, Getreideprodukte integrieren, wenig Zucker, Wasser keine Brause/Saft Kochsalz max. 6g/d!!! (2x2x2 - natürlich, industriell, würzen) --> Leitungswasser, selber kochen, wenig Wurst/Käse, keine Fertigprodukte; Salzarm: Milchprodukte, Kartoffeln, Reis, frischer Fisch, Geflügel, Ei, Gemüse/Obst, Mineralwasser mit NaCl unter 100mg Salzreich: Chips, Süßes Gebäck, Käse und Wurst, Speck, Fischkonserven, Oliven und Kapern, Senf, fertige Salatsaucen, Fertigprodukte Herzentlastung durch H2Oretention: Nahrungsmittel mit viel H2O - Berechnung 100% (Gurken, Suppen, Joghurt, Quark); 50%: Brei, Pudding, Reis, Kartoffeln, Nudeln - je nach TM
- Querschnitt - Behidertenausweis - Umgang Inkontinenz - Therapeutisches Team --> Kombination von Symptomen, die bei der Unterbrechung der Nervenleitung im Rückenmark auftreten... Paraplegie (Inkomplettes Querschnittsyndrom) - teilweiser funktionsausfall des RM auf best. höhe führt zu Rumpf- und Beinmuskulatursplegie und zum Verlust des Empfindungsvermögens auf Schmerz, Temperatur, Berührung; einhergehend mit Blasen-, Darm- und Sexualfunktionsstörung Tetraplegie (Komplettes) Lähmung alles caudal des Halses (bei HWK Schaden - ggf. Atmungsbeeinträchtigung) Ursachen Spinale Ischämie Spinaler Infarkt Spinale Blutung Bandscheibenvorfall Entzündungen Tumor MS Psychogen Iatrogen Symptome spastische oder schlaffe Lähmung Sensibilitätsausfall Reflexausfall Ausfall der Wärmeregulation rest s.o. Therapie konservativ mit Orthesen DekompressionsOP Rehabilitation! seit Sir Ludwig Godman Pflegrisch: Versorgung bei Blasen- und Darmlähmung, Übernahme ATL, Verhinderung von Komplikationen und Folgeschäden (Kontraktur, Thrombose, Dekubitus) Sozial: frühzeitig aktive Einbindung in Rehaprozess, Selbstwertgefühl stärken, Gesundheitskompetenzentwicklung, und Motivation, Selbstständigkeit und Lebensqualität erreichen Beruflich: Physiotherapie, Krankengymnastik, Schwimmen, Ergotherapie, Hilstmittelversorgung, Sozialarbeiter, Psychologen Therapeutisches Team: Pflege, Arzt, Psychologen, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Sozialarbeiter, Sanitätsfachangestellte Pflege anfangs: Lagerung 2 Wochen lang mit Kopf fixiert, keine abrubten Bewegungen, Enbloc Mobi, Pneumonieprophylaxe! Orthostatische Druckproblematik!, Temp.regulation unterstützen alle 2 Tage Abführmaßnahmen - aufgrund Obstipationsgefahr, Thromboseprophylaxe, Beinlagerungskontrolle, Psychische Situation beobachten Behindertenausweis --> Beantragung im Versorgungsamt, Voraussetzung für eine Behinderung ist, dass körperliche Funktionen, geistige Fähigkeiten die für dieses Lebensalter typisch wären, abweichen. Man spricht auch vom Verlust oder Beeinträchtigung von körperlichen und geistigen Funktionen. Körperliche Beeinträchtigung Muss länger als 6 Monate anhalten Beeinträchtigung der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben Ab wann ist ein Mensch schwerbehindert Aus dem § 2 Abs. 2 SGB IX ergibt sich welche Person als schwerbehindert eingestuft wird. Laut dem § 2 Abs. 2 SGB IX ist eine Person schwerbehindert, wenn mindestens ein Grad der Behinderung von 50 vorliegt und / oder in Deutschland arbeiten, ihren Wohnsitz in Deutschland haben. Umgang mit Inkontinenz (Neurogene Inkontinenz - Querschnitt) Blase ausklopfen (unterhalb TH12 autonome Blase, oberhalb Reflexinkontinenz) Selbstkatheterismus - Anleitung Irrigation Supps. digitale Stuhlentleerungsreflexstimulation - anale Stimulation (nicht bei tiefer Lähmung unter s2-s4, bei hoher - Sphinkter zu) Colonmassage durch PP oder selbst Ernährung um Verstopfung zu vermeiden (Flüssigkeit, Ballaststoffreich) gutes Darmmanagement (regelmäßiger Stuhlgang)
- Schlachanfall - BOBATH - Gesprächsführung - Beratung Reha - Rezidivprophylaxe Bobath nur möglich auf Grund der Plastizität des Gehirns Bobath basiert auf der Grundlage der normalen Bewegung (setzt voraus: intakte Sensorik, normaler Haltungstonus) normale Bewegung ist (zikös): zielgerichtet individuell koordiniert ökonomisch situationsgerecht normale Bewegung wird von folgenden Faktoren beeinflusst: Unterstützungsfläche (je kleiner die Fläche z.b. beim Gehen, desto mehr Muskeltonus nötig): Pflegende können zur Entspannung des Pat. auf eine große Untersttzungsfläche achten Schwerkraft (Trinken im Liegen anstrengender als im Sitzen): Pflegekraft setzt Pat. zum Trinken auf Schlüsselpunkte (Körperpunkte mit hoher Dichte von Rezeptoren): Pflegekraft leitet über Schlüsselpunkte Bewegung ein Ziel: Einflussnahme Muskeltonus Förderung der normalen Bewegung Förderung der Wahrnehmung (cave! negect: Akkutphase Ansprache über weniger betroffene Seite, Unterstützung bei Bewegungsübungen über die mehr betroffene Seite) 24. Std.-Konzept im therapeutischen Team Beratung Reha (SGB IX) zentrale Aufgabe ist es, Krankheitsverständnis zu fördern neurophysiologische Pflege beruhend auf Bobath, Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie (basierend auf neurophysiologischer Grundlage) stellen die medizinische Reha (im Krankenhaus) da Pat. hat Anspruch auf Hilfsmittel: Hilfsmittel zur Körperpflege (z.B. Duschstuhl, Badewannenlifter, Anziehhilfen, Toilettenstuhl), im Bereich der Mobilität (z.B. Gehstock, Rollstuhl, Rollator), für die Ernährung: spezielles Geschirr und Besteck bei Pat. die Leistungen der Pflegeversicherung erhalten, haben Möglichkeit bauliche Veränderungen in ihrer Wohnung vorzunehmen: Türschwellen entfernen, Türen verbreitern, barrierefreies Bad Phasen der Reha medizinische Reha - SGB V - (Akutbehandlung im Krankenhaus, stark Personenzentriert, Entlastung von üblichen Anforderungen, ggf. Wiederherstellung der Gesundheit und Rückkehr zur Arbeit) medizinisch-berufliche Reha - SGB IX - (Einrichtungen der medizinisch-beruflichen Reha, mittlere Abhängigkeit, noch immer personenzentriert, Behinderung erfordert Änderungen im Berufsfeld, berufsbezogener Rehaplan) berufliche Reha (mit Ausbildung und Umschulung, neuer Beruf wird erlernt/begonnen - Eingliederung iin Berufsförderungswerken) Bereiche der Reha medizinisch (Blasentraining usw.) beruflich (Hamburger Modell, Umschulung) sozial (Gruppentherapie ...) multiprofessionelles Team bei Reha Rehaarzt (Planung, Koordinierung, Überprüfung) reha Pflege (rehapflege - Anleitung, Beratung, Ressourcenorientierte Pfl., Gesprächsführung) Rehapsychologen (Konfliktbearbeitung, Gruppengespräche) Physio (Beckenbodentraining, Lymphtherapie usw.) Sozialarbeiter (berufl. soziale Reha) Ernährungsberater (gesundheitsfördernde Ernährung) Seelsorger (Sinnfindung, Kräfte aus dem Glauben) Kunsttherapie (Ausdruck der Gefühle) Arten der Reha: Stationär (Klinik), Teilstationär (Tagesklink), Ambulant Finanzierung: GKV aber 10€/d Eigenanteil (max. 2% Jahresbrutto, 1% b. chr. Kranken) - Kinder, Jugendliche, Hausfrauen, Rentner; GRV - für alle im berufsfähigen Alter (Arbeitssuchende, Erwerbsminderungsrentner, Erwerbstätige); Unfallversicherung bei Berufsunfall, PKV usw. Reha vor Rente, Reha so früh wie mgl. (2 Wochen nach E), Reha vor Pflege, ambulant vor stationär Rezidivprophylaxe konsequente Behandlung von Grunderkrankungen (Vorhofflimmern, Thromben in der Herzhöhle, Gefäßdissektion: orale Hemmung der Blutgerinnung; bei nicht vorhandener Indikation für Antikoagulanzien: ASS; RR Senkung bei Hypertonie; Anstreben normoglykämische BZ-Werte; Lipidsenker bei Hyperlipidämie) Beseitigung von Risikofaktoren (Rauchen, Adipositas durch Bewegung und Ernährung, ggf. Ovulationshemmer durch Alternativen wie z.B. die Spirale ersetzen)
- COPD - akuter Dyspnoeanfall - Meds normal und in Akutsituationen - Beratung Lebensführung Pflegemaßnahmen bei Dyspnoe: Oberkörper hoch und Beine tief bei Herzinsuffizienz Beengende Kleidung ausziehen Fenster öffnen Atemhilfmuskulatur unterstützen durch z.B. Arme leicht vom Thorax abgespreizt auf ein Kissen abstützen → Kutschersitz Patienten zur ökonomischer Atmung anleiten (dosierte Lippenbremse) O2 lt. AO → CAVE pCO2-Anstieg Bronchialsekret absaugen ggf. Intubation vorbereiten Kontrolle auf: Vigilanz Hautfarbe Atmung HF/RR Gesundheitsberatung: vor Eintreten der Symptomatik → Anleitung zur bewussten Wahrnehmung der Atmung (Schulungsprogramme etc.) siehe Christel Bienstein Akuter Anfall: im akuten Anfall: beruhigen und einfühlsam sein ß-Sympathomimetika, Theophyllin, Glukokortikoide Vorbereitung für Absaugung, Intubation, Sauerstoffgabe Anwendung von Dosieraerosolen: ohne Spacer (mit Spacer gleich - nur erster Schritt ist Anschluss d. Spacers): schütteln → Schutzkappe ab → tief ausatmen → Mundstück an Mund → beim langsamen tiefen einatmen auf den Kanister drücken → ca. fünf sek. Luft anhalten → langsam über Nase ausatmen bei Glukokortikoiden: immer mit Spacer → da es so in die tiefen Atemwege gelangt und nicht in den oberen verbleibt (Mund/NachsenRachen) vor den Mahlzeiten benutzen Prävention und Gesundheitsberatung: Raucherentwöhnung Meiden Atemverschlechternder Umgebungsfaktoren, besonders Kälte, Nebel, trockene und schadstoffreiche Luft Selbstwahrnehmung der Atmung Atemverhalten Atemunterstützende Maßnahmen keine einengende Kleidung im Brust und Thoraxbereich Reduktion von Übergewicht Meiden blähender Speisen Sportliche Betätigung Vorbeugung von Atemwegsinfektionen (Impfung gegen Pneumokokken, Influenza, Meiden von Kranken, Hygienemaßnahmen) Inhal. und Atemübungen ggf. Umschulung (z.B. bei Lackierer) Disease-Management-Programm bei COPD seit 2005 Therapie: → Nikotinkarenz! außerdem medikamentöser Stufenplan: SchweregradTherapie0 - gefährdete PersonenVermeiden von weiterer Schädigung, Impfung gegen Influenza1- Leichte COPDkurzwirksame Bronchodilatatoren, Patientenschulung2 - Mäßig schwere COPDzusätzlich regelmäßig ein oder mehrere langwirksame Bronchodilatatoren, bei ausbleibender Besserung zusätzlich Theophylline und Reha-Maßnahmen3 - Schwere COPDzusätzlich regelm. inhal. Glukokortikoide 4 - Sehr schwere COPDzusätzlich Langzeittherapie mit O2, chirurg. Maßnahmen prüfen Pflege bei COPD: → Ziel ist es, dem Kranken zu einer ökonomischen Atmung zu verhelfen und eine Symptomlinderung zu erreichen durch: Sekretlösung unterstützen Sekretentleerung fördern Beweglichkeit und Lungenfunktion zu erhalten
- pAVK - pfl. Bypass - Ernährung - Transfusion - Krankheitsbewältigung - chronisch progrediente Stenoisierung der Extremitätenarterien (v.a. Beine, selten Arme) durch Ateriosklerose (oder Vaskulitiden) Ernährung: Fettarme Diät - Verminderung des Fortschreitens der Stenoisierung, mediterane Diät Reduktionskost - negative Energiebillanz Diabetes - BZnormnah einstellen Falithrom - keine spezielle Diät zwingend notwendig - Achten auf Vit. K reiche LM vermeiden (Spinat, Kohl, Sauerkraut, Kalbsleber, Petersilie, Schnittlauch, Champignons, Tomaten, Bohnen, Erbsen) Alternativen: Früchte, Milchprodukte, ggf. Getreide, Kartoffeln (mittlerer Gehalt) insg. abwechslungsreiche, vitaminreiche Ernährung Alkohol und Kaffee weniger - RR-Erhöhung Pflege Bypass Prä: --> Rasur, Labor, Untersuchungsbefunde, Prämed, Nahrungskarrenz, Toilette, Prothesen, Med. lt. Anähstesie POP: Schmerzen? Wundegebiet - Nachblutung? Nahtinsuffizienz Bettruhe lt. AO VZ - RR,P,Atmung,Temp., Drain - wg Schock resp. Ins. usw. flache Lagerung um Abknicken des Bypasses zu vermeidung - Lagerung lt. AO regelm. Fußpulsekontrolle Temperatur und Hautfarbe der Füße auf seitengleichheit - DMS bei Ischämiezeichen --> Arztinfo Ausscheidung Meds. lt. AO Kost wie immer Krankheitsbewältigung Krankheitsbewältigung: Kontakt Selbsthilfegruppen Seelsorge Besuch der Angehörigen ermgl. Gesprächsoffenheit signalisieren Hilfsmittel organisieren Ways of Coping: Konfrontierendes Coping (aggressives Verhalten zu Änderung der Situation z.B. "ich kämpfe weiter") distanzierendes Coping (Rückzug bzw. Bedeutung eines Stressors minimieren z.B. "Ja und soll ich jetzt alles Hinschmeißen? Nein ich lebe weiter als sei nichts geschehen") Selbstkontrolle (Kontrolle eigener Gefühle z.B. "zusammenreißen und tapfer sein) Suche nach sozialer Unterstützung ("Gibt es Selbsthilfegruppen? Ich will von anderen Betroffenen lernen") Selbstbeschuldigung (Ereignis als Strafe für Fehlverhalten "Das musste ja so kommen") Wunschdenken, Vermeidung (Problem umgehen - Vermeidung "Das ist alles nur ein Traum") geplantes Problem lösen (Annahme es gibt eine Lösung: "Ich löse das Problem und verbessere die Situation") positive Umdeutung (Das gute im Bösen, Alles hat auch sein Gutes "Ich lerne jetzt wirklich was zählt im Leben") Modelle der Krankheitsbewältigung nach Strehler: Informationssuche - selbst entscheiden, welches Maß an Informiertheit der Pat. zu welcher Zeit benötigt Suche nach Sinn und konstruktiven Aktivitäten - Pat. setzen oft neue Schwerpunkte im Leben Suche nach sozialer Unterstützung - Familie, SHG, Freunde, prof. Helfer Willensleistung - Bereitschaft die Beeinträchtiugn auszuhalten, zu meistern, und für sein Leben zu kämpfen Bewältigungsstile nach Muthny: Selbstermutigung Mitwirkung und Arztvertrauen Relativierung durch Vergleiich Regressive Tendenzen Gefühlskontrolle und soz Rückzug Ablenkung und Selbstaufwertung kognitive Vermeidung und bewusste Verheimlichung der Symptome Misstrauen und Pessimismus Religiössität Hedonismus (Genussstreben) Depressive Verarbeitung Problemanalyse und Lösungsverhalten Transfusionen --> bei Mangel an bestimmten Blutbestandteilen, hohem Blutverlust Risiken: Transfusionsreaktion (Antigene - es können nicht alle getestet werden, Unterschieden: 1. Allergische 2. Fieberhafte nicht-hämolytische 3. hämolytische 4. transfusionsassozierte Akute Lungeninsuffizienz Gefahr der Immunisierung - Erfolg späterer Transfusionen runter Gefahr Infektion Gefahr Übertragung von Erregern (Hepatitis, HIV Restrisiko besteht) Stoffwechselentgleisung (Gerinnungsstörungen durch Hämolyse und Elektrolytentgleisung wie Hyperkaliämie) Gefahr Graft vs. Host Reaktion EK --> bei Zimmertemperatur transfundieren außer bei Kälteantikörper Vorbereitung des Pat. : Toilettengang Anlegen und Einleiten Arztaufgabe (30ml/min; 5-10min Beobachtung) Normal: Einlauf bei ca. 1h Klingel in Reichweite Beobachtung: Befinden? Kribbeln, Schock, Hypotonie, Flush, Quaddelbildung, Erytheme, RR, P, Vigilanz, Unruhe, Beklemmung, Übel, Vomitus, Dyspnoe, Kopf-/Gelenk-/Gliederschmerzen, diffuse Beschwerden, Fieber und Schüttelfrost wg. bakt. Verunreinigung, Kontrolle auf Transfusionssystem und Inspektion der Einstichstelle, Doku aller Befunde im Transfusionsprotokoll Notfallerstmaßnahmen bei Transfusionszwischenfall: Transfusion stoppen, Arztinfo, venösen Zugang mit NaCl offenhalten Transfusionsbeutel und Besteck 24h im Kühlschrank aufbewahren (Nachuntersuchungen bei Spätkomplikationen), Name Datum rauf, Protokoll in Akte
- entzündliche Herzerkrankungen - Beratung was verändert usw? Vitalzeichen (Temp, Gew., ABX) - Meds. (v.a. ABX) - Infektionsprophylaxe - Beratung Maßnahmen nach Erkrankung (Ruhe usw.) Einteilung InfektiösAbakteriell (Poststreptokokken Endokarditis)→ auf AG-AK-Reaktionen zurückzuführen z.B. endocarditis rheumatica, Libman-Sacks (syst. Lupus erythematodes), Polyarthritis, Chorea minor MischformEndokard-myokardiale Fibrosen → selten, überwiegend in den Tropen, führt zur Behinderung der Ventrikelfüllung, meist AV-Klappen Pharmakoinduzierte Herzklappenveränderungen→ meist durch Dopaminantagonisten (Parkison) oder Ecstasy bzw. MDMA Mit Nekrose (Endokarditis ulcerosa) und thrombotischen Auflagerungen (E. polyposa) einhergehenden bakterielle Entzündung der Herzklappen (häuf. Mitralklappe, Aortenklappen, selten rechtsherz -> eher iatrogen) → häufige Komplikation Klappenvitien Beobachtungsschwerpunkte: Fieber (90%) - Tempkontrolle Herzschmerz/Gelenkschmerz (endocarditis rheumatica mit Polyarthritis) Augen und Visus - wg. Mikroembolien der Retina ZNS - wg. septischer Metastasen (Embolien) und ggf. Hypoxie Gewicht - Ödementwicklung erkennen Flüssigkeitsbillanz - Nierenbeteiligung? Jugularvene angeschwollen? - bei Perikardtamponade rasch angeschwollen VZ - Monitoring --> Herzrhythmusstörungen erkennen Atmung - Dyspnoe bei Perikarderguss erkennen Allg. Krh.symptomatik (Arthralgien - Hautkontrolle, Schwäche, Appetitlosigkeit, Schweißneigung) Kardiale Symptome Gew.verlust - Gew.verlust erkennen Anämie - Verfärbung Haut, Schwäche usw. Herzgeräusche persistierende Tachykardie Zunehmende Herzinsuffizienzzeichen (Ödeme - Hautkontrolle , Aszites, Lungenödem - Dyspnoe) evtl. Klappenperoration oder Klappenabriss Gefahr - Ablösen der thrombotischen Auflagerungen - Embolie - Beobachtung Ausscheidung (Niereninfarkt - RR Kontrolle), Stuhl (Mesenterialinfarkt), Vigilanz (Apoplex) Myokardabszesse EKG: unspezifisch, Blockbilder (AV, Linksschenkel usw.) Kutane Symptomatik - Hautkontrolle Petechien (30%) - Hautkontrolle Osler-Knötchen (Linsengroße, schmerzhafte, rötliche Knoten, bes. an Fingern und Zehen (immunkomplexbedingte Vaskulitis) - Hautkontrolle Trommelschlegelfinger und Uhrglasnägel Janeway-Läsionen (hämorhagische Läsionen im Fußsohlen- und Palmarbereich Nierenbeteiligung - Gewicht und Fl.billanzkontrolle Hämaturie Proteinurie glom. Herdnephritis Niereninfarkt im Rahmen embolischer Ereignisse Splenomegalie Roth’s-Spots (Retinablutungen) - Visuskontrolle wg. sept. Metastasen Infektionsprophylaxe Arzt immer v.a. bei invasiven Eingriffen (Zahnsanierungen, Endoskopie, OP) auf durchgemacht Endokarditis aufmerksam machen - dann prophylaktische ABX Medikamente Antibiotika - Hemmen die bakterielle Zellwandsynthese 4-6 Wochen hochdosiert (bei Vitienbildung oder anderen Komplikationen frühe Intervention notwendig) Resistenzen entstehen infolge von bakterieller DNA-Übertragung und Mutation Therapie kalkulieren - vermuteter Erreger; über ansonsten Resistogramm Pflege --> genaue Einhaltung von Dosierung und Dosierungsintervallen NW: MD-Beschwerden, N und V, Pilzinfektionen der Haut oder der MÖse, bei oraler Behandlung vermindern N und V evtl. die Wirksamkeit, Frauen nach Ausfluss und Juckreiz fragen, auf Allergien achten! v.a. Hautausschläge - Effloreszenzen, auf Itisanzeichen am Zugang achten, auf Wechselwirkungen mit Nahrungen oder Meds. beachten Pflegemaßnahmen strenge Bettruhe (oft über längere Zeit) und 6 Monate kein Sport, Belastung allmählich steigern umd Kardiomopathien vorzubeugen O2 lt AO Herzbettlagerung zur Vorlastsenkung Unterstützung in den ATLs Ernährung wie bei Herzinsuffizienz (Kochsalzarm, Wasserretention) ggf. BK Abnahmen Pfl. bei Fieber, ABX und Herzinsuffizienz Nach rheumatischem Fieber: (nach Streptokokken Infektion - AK Produktion - jedoch AG der Streptokokken ähneln Körpereigenen Proteinen - --> Autoimmung-AG-AK) Die Behandlung folgt drei Grundprinzipien: Elimination lebender Streptokokken (Einschnitt in die Pathogenese) Entzündungshemmung und Analgesie (mit Glucos, NSAR zur Schadensbegrenzung) Verhütung von Rezidiven (regelmäßige i.m.Injektion von Depotpenicillinen) Vorbeugung eines Rezidivs Endokarditisausweis Prophylaxe vor best. Eingriffen (z.B. obere Luftwege) kein Sport bei Erkältung, Grippe o.ä. konsequente Behandlung bakterieller Infektionen mit ABX - ggf. auch viraler Inf. zur Vermeidung von Superinfektion Betreuung beim niedergelassenen Kardiologen
- paranoide Schizophrenie - Meds. - Kommunikation - Stressreduktion schwere Störung Gesamtpersönlichkeit Verlust von Einheit und Ordnung der Wahrnehmung, des Denkes, der Affekte und der Identität (Bezug zur Realität ist gestört, intellektuellen Fähigkeiten bleiben i.d.R. erhalten) hohe Suizidrate 1/3 keine oder wenige Rezidive 1/3 keine Resudien (bleibende Veränderungen) 1/3 ungünstiger Verlauf (dauerhafte Beeinträchtigung) Entstehung genetische Dispostition relevant Geburtstraumen haben Einfluss Medikamente Drogen psychosoziale Faktoren neurobiochemisch wird Störung in Dopamin- und Noradrenalinwirkung im Bereich des lymbischen Systems vermutet (Störung der Informationsverarbeitung = Fliterstörung von wichtigem und unwichtigem) paranoide gekennzeichnet durch Ich-Störung, Wahn und Halluzination Ich-Störung: Depersonalisation (erleben sich selbst als Fremd): Denk- und Willensprozesse werden nicht als eigene erlebt Wahn: Pat. erkennt Halluzinationen nicht als krankheitsbedingt, sondern als Wirklichkeit -> suchen Erklärung für Erleben und konstruieren Wahn Halluzinationen (besonders akustische Halluznationen): kommentierende Stimmen: Verhalten des Kranken wird mit Bemerkung versehen Imperative Stimmen: geben Befehle die oft gefährlich sind Dialogisierende Stimmen: unterhalten sich Gedankenlautwerden: Pat. hört seine eigene Gedanken laut von außen Körperhalluzination ("von außen gemacht": bestrahlt, durchbohrt -leibliche Beeinflusung-) Geschmacks-, Geruchs-, und optische Halluzinationen eher selten Plus- Minussymptome Plussymptome (positive Symptome die bei gesunden Menschen nicht auftreten): Wahn, Halluzination, Ich-Störung, Denkzerfahrenheit Minussymptome (Negativsymptome): Affekt-, Antrieb-, Sprachverarmung, Lustlosigkeit, sozialer Rückzug, Mangel an Körperpflege Medikamente bei Angstzuständen Anxiolytika erste Wahl in der akuten Phase atypische Antipsychotika z.B. Abilify, Seroquel, Risperidon, Clozapin -nur bei Erfolgslosigkeit anderer Medikamente da es zur Agranulozytose kommen kann- (wirken auf ZNS: Gefühle und Denken wird verändert, wirken oft auch bei Therapieresistenz bei typischen Antipsychotika, seltener extrapyramidalmotorische Störungen), NW: schwere Kreislaufstörungen (deshalb niedrigste Dosis unter regelmäßigen RR-Kontrollen), starker Speichelfluss, starke Gewichtszunahme typische Antipsychotika (nach Wirkstärke unterschieden) hochpotente Antisychotika: start antipsychotisch, leicht antriebshemmend, gering beruhigend (z.B. Haloperidol) niederpotente Antipsychotika: gering antipsychotisch und stark sedierend (erwünschte NW starke Müdigkeit mit Arbeitsunfähigkeit), dämpfen Erregungszustände, fördern Nachtschlaf (z.B. Atosil) mittelpotente Antipsychotika: nehmen Mittelstellung ein (z.B. Ciatyl) Unerwünschte NW: Dyskinisien (spontane, unwillkürliche Bewegungen) Frühdyskinisien: Zungen-, Schlund-, Blickkrämpfe oder Krämpfe der Kiefermuskulatur (müssen behandelt werden mit Biperiden, Therapie kann fortgesetzt werden) Spätdyskinisien: unwillkürliche Bewegungen der Mund-, Schlund- und Gesichtsmuskulatur (Schmatz-, oder Kaubewegungen) Akathisie (starker Bewegungsdrang): Dosisreduktion der Neuroleptika angeraten pharmakogene Parkinson-Syndrom (Rigor, Tremor, Hypokinese): Gabe von Biperiden und Umstellung der Medikation Schwitzen Mundtrockenheit Obstipationen Verlust Libido Potenzstörungen Blutdrucksenkung cave! lebensgefährliche maligne neuroleptische Syndrom (Agranulozytose: alle Granulozyten im Blut und teilweise Vorläuferzellen im KM werden zerstört): Fieber mit Schüttelfrost, Akinese, Bewusstseinsstörung, starkem Schwitzen, Tachypnoe, (Mund-)Schleimhautnekrosen, Sepsisgefahr Antipsychotika ggf. als i.m. Injektion bei nicht compliant Meist Langzeittherapie sinnvoll mit Antipsychotikum Kommunikation Zeit geben nicht verneinen, verstärkt den Wahn (PP wird in Wahn miteingebaut), viel mehr "ich kann das selber gerade nicht so sehen) Rückzug ermöglichen (auch von Therapien) auf Gesprächsniveau herablassen (einfache Sätze) ggf. Raum von reizen abschirmen (Bilder o.ä. entfernen, Ruhe von Lärm) auslösende Faktoren analysieren (wann sprechen Stimmen? Wann wird was gesehn?) kein emotionaler Vorwurfsvollerumgangston in der Familie (Studien belegen Rezidive) meiden zu vieler sozialer Kontakte (Reizüberflutung) Pat. ernst nehmen und Sicherheit vermitteln Ironie vermeiden keine vagen Aussagen ("um 09.00 Uhr spielen wir Skat" und nicht "vielleicht spielen wir nachher..." Konflikte erst besprechen wenn postive Symptome abgeklungen sind Fragen die der Pat. mit Ja oder Nein beantworten kann sind wenig Hilfreich ihn in ein Gespräch zu verwickeln Pat. nicht auslachen Pflege: Ziel: Struktur vemittlen und Bezug zur Realität ausgewogenes Verhätnis von Nähe und Distanz (zu viel Nähe wirkt bedrohlich, zu viel Distanz verstärkt Isolation und lässt Kranken mit Angst allein) Therapie und Körperpflege nicht erzwingen = viel Rückzug bieten Betreuung am besten durch gleiche Person Über- und Unterstimulation meiden (Minussymptome durch zu wenig Reize ausgelöst und Plussymptome durch zu viel Reize): Beschäftigungstherapie, Konzentrationstraining, Musiktherapie, bewegungstherapeutische Ansätze Angst vor Vergiftung tolerien (bei genug Flüssigkeit einige Tage tolerierbar, danach z.B. Obst oder OVP-Sachen anbieten) Stimmenhören kann durch folgende Sachen gelindert werden genaue Selbstbeobachtung wodurch Stimmen gefördert werden Lautes Lesen oder sich unterhalten TV sehen und dabei bes. auf das Gesehene und Gehörte achten Musik mit tragbaren Geräten hören oder einen einzelnen Ton summen Pflegeinterventionen stets erklären (z.B. Warum Zwangsmedikation notwendig ist) Grenzen aufzeigen PP darf sich nicht druch Verhalten provozieren lassen eigene Angst ernst nehmen und nicht ignorieren in der Krankheitsphase gesunde Anteile erkennen und fördern: z.B. Spielen fördern (Schach, Skat, etc.) oder Pat. der wieder arbeiten möchte Arbeitstherapie anmelden (nach ausreichender Stabilisierung)
- MS/ED -> Ätiologisch ungeklärte, chronisch-entzündliche ZNS-Erkrankung, welche zu herdförmigen Zerstörung der Markscheiden führt. (Erstmanifestation v.a. 20-40 LJ.) https://docs.google.com/document/d/1fgN-NJ2xCbkG3vreeANn_K8yfitXwQyI200hw7SNGjk/edit