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Dimensionen der Persönlichkeit (Subject) / 7a Fähigkeiten: Strukturmodelle der Intelligenz (Lesson)

Definition, Intelligenzmessung,

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  • Es gibt keine Einheitliche Definition von Intelligenz, gebe Beispiele für Definitionen „Intelligenz ist die zusammengesetzte oder globale Fähigkeit des Individuums, zweckvoll zu handeln, vernünftig zu denken und sich mit seiner Umgebung wirkungsvoll auseinander zu setzen.“ (Wechsler, 1944) „Intelligenz ist das Vermögen, die Bedingungen des Lebens selber umzugestalten und produktive Leistungen zu erbringen.“ (Stern, 1950) „Intelligenz umfasst den individuellen Gesamtwert über alle Fähigkeiten, die innerhalb einer bestimmten Kultur erfolgsrelevant sind.“ (Hofstätter, 1957) „Intelligenz ist das, was der betreffende Intelligenztest misst!“
  • Defineire Persönlichkeit u Grenze es zur Intelligenz (APA-Arbeitsgruppe) ab Persönlichekit: Eigenschaften im engeren Sinne …im weiten Sinne zur Beschreibung interindividueller Unterschiede hinsichtlich typischer charakteristischer Eigenschaften (Persönlichkeitseigenschaften im engeren Sinne), Fähigkeiten und volitionaler Verhaltensdeterminanten (Motive, Ziele, Interessen, Einstellungen, Werte). Intelligenz umfasst die Fähigkeit komplexe Ideen zu verstehen, sich effektiv an die Umwelt anzupassen, aus seinen Erfahrungen zu lernen, vernünftig zu handeln und Probleme zu bewältigen durch Nachdenken.
  • Was ist das Inteligenzalter von Binet? Er bezeichnet das Alter, das für eine bestimmte, im Intelligenztest gemessene mentale Leistungsfähigkeit im Durchschnitt zu erwarten ist.  Intelligenzalter (IA) als Maß für die Intelligenz:  IA = Grundalter + weitere gelöste Aufgaben/5
  • Was kan am Intelligenzalter von Binet Kritisiert werden? Gleichbehandlung der Aufgaben verschiedener Altersgruppen zu einseitige Aufgaben (hohe Sättigung mit verbalen Inhalten)  Gleichbehandlung der Differenz zwischen IA und Lebensalter
  • Wie wird der Intelligenzquotient von Stren Berechnet? das Intelligenzalter und das Lebensalter wird miteinander in Beziehung gesetzen (Intelligenzquotient): IQ= IA / LA x 100 so ergibt seich eine Normalverteilung
  • Was gibt es für Kritik am Intelligenzquotienten von Stren?  Lineare Beziehung zwischen Alter und Intelligenz ist nicht gegeben
  • Welchen Vorschlag zur berechnung der Intelligenz hatte Wechsler? Vorschlag, den Intelligenzquotienten als Abweichungsquotienten in Bezug zum Durchschnitt der Altersgruppe zu berechnen: Abweichungs-IQ = 100 + 15 (x-Mx / SDx) X: Individuelle Testrohwert Mx: empirischer Mittelwert der altersspezifischen Rohwerteverteilung SDx: empirische Standardabweichung der altersspezifischen Rohwerteverteilung
  • Welche Strukturmodelle der Intelligenz gibt es? Die g-Faktorentheorie von Sperman Gruppen-Faktoren Modelle Die 7 Primärfaktoren von Thurstone Das Modell der fluiden und Kristalinen Intelligenz von Cattell Das intelligenzstrukturmodell von Guilford Das Berliner Intelligenzstruturmodell Die Drei-Schichten-Theorie von Carroll
  • Beschriebe die g-Faktoren Therorie von Spearman Spearman ging davon aus, dass Intelligenz auf 2 Faktoren beruht:  dem Generalfaktor (g-Faktor), bei welchem es sich um eine übergeordnete Einheit handelt und verschiedenen aufgabenspezifischen Spezialfaktoren (s-Faktor) Die zentrale Forschungsmethode seines Ansatzes stellt die Faktorenanalyse dar.Er ging demnach davon aus, dass zwischen unterschiedlichen intellektuellen Teilleistungen stets statistische Zusammenhänge bestehen. Diser Ansatz konnte bestätigt werden
  • Beschriebe Gruppen Faktoren Modelle (Vernon) Ausgangslage: Faktor g kann nicht alle Korrelationen zwischen verschiedenen kognitiven Einzeltests erklären Annahme von Gruppenfaktoren zur Erklärung der Restkorrelationen zwischen Einzeltests Gruppenfaktoren sind hierarchisch angeordnet: je höher ein Faktor angesiedelt ist, desto mehr Korrelationen zwischen Tests kann dieser erklären -> Dies konnte nicht bestätigt werden Beispiel Test: Wechsler Intelligenztest
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  • Beschreibe die Theorie der 7 Primärfaktoren von Thurstone Grundannahme: bei der Intelligenz um ein komplexes Bündel mehrerer gemeinsamer Faktoren (7 Primärfaktoren) handelt. Im Gegensatz zu Spearman geht er demnach nicht von einem Generalfaktor aus, sondern von mehreren "primären" Intelligenzfaktoren, die zur erfolgreichen Lösung von Intelligenztestaufgaben beitragen
  • Nenne die 7 Primärfaktoren von Thurstone Wahrnehmungsgeschwindigkeit Rechnen Sprachfluss Sprachverständniss räumliches Vorstellungsvermögen Gedächtnis Schlussfolgerndes Denken
  • Beschreibe das Modell der fluiden u kristalinen Intelligenz von Cattell Cattell vereint in seinem Modell die Ideen von Spearman und Thurstone. Er nimmt somit sowohl einen allgemeinen, übergeordneten g- Faktor an, als auch Primärfaktoren.  Er unterscheidet zwischen der: fluiden Intelligenz und der kristalinen Intelligenz.
  • Was bedeutet fluide und kristaline Intelligenz? Fluide Intelligenz (gf): Allgemeine im wesentlichen veranlagte Fähigkeit, sich neuen Problemen oder Situationen anzupassen. Räumliches Vorstellungsvermögen, problemlösendes Denken und Gedächtnisleistungen repräsentiert Kristalline Intelligenz (gc): Gesamtheit aller kognitiven Fertigkeiten, in denen sich die vorangegangenen Effekte des Lernens kumuliert und verfestigt haben. Sprachverständnis, Satzbildung und Satzergänzung markiert, die im hohen Maße sprach- und kulturspezifische Test-Elemente beinhalten.
  • Beschreibe das Intelligenzstrukturmodell von Guilford Entwicklung eines Modells zur Beschreibung, Klassifizierung und Erklärung intellektueller Prozesse Im Sinne der kognitiven Informationsverarbeitung wird zwischen Input-, Operations-, und Outputvariablen unterschieden Input: figural, symbolisch, semantisch, behavioral Operationen: Kognition, Gedächtnis, Divergente Produktion, Konvergente Produktion, Evaluation Output: Einheiten, Klassen, Beziehungen, Systeme, Transformationen, Implikationen Durch die Kombination aus diesen Variablen ergeben sich 120 Faktoren, die gemäß ihrer Überlappung in den drei Bereichen (Inhalt, Vorgang, Produkte) zugeordnet werden können, jedoch relativ unabhängig sein sollen
  • Welche Kritik gibt es an dem Intellektstrukturmodell von Guilford? 76% aller 48.140 Korrelationskoeffizienten sind positiv → widerspricht postulierter Unabhängigkeit der Faktoren Eine Reduzierbarkeit des Modells auf wenige Faktoren ist wahrscheinlich!
  • Beschreibe das Berliner Intelligenzstrukturmodell Jäger unterschied die intellektuellen Fähigkeitsbereiche in eine operative und eine inhaltsgebundene Facette. Zu den operativen Fähigkeiten zählte Jäger : Verarbeitungskapazität, Gedächtnis, Einfallsreichtum, und Bearbeitungsgeschwindigkeit. Zu den inhaltsgebundenen Fähigkeiten zählen: sprachgebundenes Denken (verbal), zahlengebundenes Denken (numerisch), anschauungsgebundenes Denken (figural-bildhaft).
  • Beschreibe das drei-Schichten Modell von Carroll Empirische Grundlage für die Theorie  bilden sogenannte Re-Analysen (Faktorenanalysen) von mehreren 100 Datensätzen. Carroll geht davon aus, dass auf der obersten Ebene der g-Faktor (generelle Fähigkeit) liegt, auf der zweiten Ebene (breite Faktoren) liegen Faktoren wie kristalline und fluide Intelligenz, akustische Wahrnehmung, Lernen/ Gedächtnis, Einfallsreichtum, Verarbeitungsgeschwindigkeit und visuelle Wahrnehmung . Die zweite Ebene lässt sich weiter untergliedern in spezifische Teilfähigkeiten (3.Ebene). Carrolls-Modell vereint somit die Ansätze von Spearman, Thurstone, Vernon und Cattell. Nachteil des Modells ist, dass es sehr komplex ist, v.a. im I.Stratum (ca. 70 spezifische Fähigkeiten) und deshalb ein IQ-Test nur sehr schwer zu konstruieren ist
  • Fasse die Strukturmodelle der iNtelligenz zusammen Intelligenz ist kein allgemein verbindlich strikt definiertes Konstrukt, es entwickelt seinen Bedeutungsgehalt aus dem verdichtendem Netzwerk empirischer Forschung Allgemeine Fähigkeitswerte werden in der Regel mit IQ-Werten ausgedrückt Spearman stellte positive Korrelationen zwischen verschiedenen Tests fest → g Spezifische Fähigkeiten beschreiben Leistungen in einzelnen Tests besser → Primärfähigkeiten (Thurstone) Empirische Befunde deuten auf eine mehr oder weniger strikt hierarchische Struktur von Fähigkeiten (Cattell) → fluide und kristalline Intelligenz Guilford berücksichtigte kognitive Informationsverarbeitungsprozesse in der Betrachtung der Intelligenzstruktur Jäger integrierte das Beste aus Spearmans, Thurstones und Guilfords Konzeptionen Die Drei-Schichten-Theorie von Carroll vereinheitlicht schließlich alle Intelligenzstrukturmodelle Aus verschiedenen Konzeptionen entwickelten sich sehr reliable und breite Tests zur Erfassung von Intelligenz auf mehreren Abstraktionsebenen