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allg. Ernährungsepidemiologie (Subject) / VL + Fragen (Lesson)

das wichtigste aus der Vorlesung

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  • Def. Epidemiologie Lehre von der Verteilung von Erkrankungen oder physiologischen Tatbeständen in Bevölkerungen und den Faktoren, die diese Verteilung beeinflussen. Wissenschaft von der Verteilung und den Determinanten von Erkrankung und Verletzungen in menschlichen Bevölkerungen
  • Ziele epidemiologischer Forschung 1. Bestimmung des Ausmaßes einer Erkrankung oder anderer gesundheitsbezogener Faktoren in der Bevölkerung 2. Identifizierung der Ätiologie bzw. der Ursache einer Erkrankung und der Faktoren, die das Erkrankungsrisiko erhöhen oder verringern 3. Bewertung präventiver und therapeutischer Maßnahmen 4. Bereitstellung einer Plattform zur Entwicklung gesundheitspolitischer Entscheidungen
  • Abgrenzung Epidemiologie zu Public Health Epidemiologieeine Stufe tiefer bei ernährungswissenschaftlichen Präventionsüberlegungen --> Grundlage für Public healthBiologisch, theoretischEmpirische Daten zu Expositions-Krankheitsbeziehung Public HealthanwendungsorientiertSystematische Analyse des Gesundheitssystems und der KrankheitspräventionEntwicklung von effektiven Präventionsmaßnahmen Ernährungswissenschaftliche Grundlagenforschung --> Ernährungepidemiologie --> Public Health Nutrition
  • Richtungen der Epidemiologie mit zugehörigen Studientypen Deskriptive Epidemiologie --> Fallbeschreibungen, -serien, ökologische Studien, Migrationsstudien, Querschnittstudien Ätiologisch ausgerichtete Epidemiologie Analytisch beobachtend = Fall-Kontroll-Studien, KohortenstudienAnalytisch experimentell = Interventionsstudien Molekulare Epidemiologie
  • Merkmale der deskreptiven Epidemiologie (Querschnittsstudien) Beschreibt das Auftreten einer Erkrankung in einer Bevölkerung mit quantitativen Maßzahlen Krankheitshäufigkeit, Krankheitsverteilung (Ort, Zeit oder Person) Zur Hypothesenformulierung
  • Merkmale der ätiologisch ausgerichteten Epidemiologie (Fall-Kontroll-Studien/Kohortenstudien) Untersucht das Auftreten einer Erkrankung und Einflussfaktoren („Exposition“), d.h.beschreibt Expositions-Krankheitsbeziehungen quantitativ analytisch beobachtend - Fall-Kontroll-Studien, Kohortenstudien analytisch experimentell - Interventionsstudien Analytisch experimentell:- Gezielte Untersuchung unter kontrollierten Bedingungen- Hypothesenprüfung
  • Merkmale der molekularen Epidemiologie Verknüpfung epidemiologischer Forschung mit biochemischer bzw. molekularbiologischer Forschung Aufklärung von Mechanismen der Krankheitsentstehung
  • Welche Frage soll durch die Interpretation von Studien geklärt werden? Welche 4 Sachen müssen bei der Interpretation grundsätzlich mindestens geprüft/berücksichtigt werde? Gibt es eine statistische Assoziation?1. Zufall (Ist die Assoziation zufällig?)2. BIAS = Verzerrung (Kommt die Assoziation durch Verzerrung zustande?)3. Confounding = Störfaktoren (Kommt die Assoziation durch Confounding zustande?)4. Kausalität (Kausalitätskriterien)
  • Was ist unter Kausalität zu verstehen? Wie lauten die Kausalitätskriterien? Beziehung zwischen Ursache und Wirkung Kriterien für Kausalität Starke Assoziation  Plausible biologische Hypothese für die Assoziation Konsistent in vielen Studien gezeigt Plausible Zeitliche Abfolge (Exposition vor Outcome) Hinweise auf eine Dosis-Wirkungs-Beziehung Spezifität der Assoziation Kohärenz Alternative Erklärungsmöglichkeiten (Confounder,Bias, Zufall) Ausschaltung der Exposition (---> Veränderung im Erkrankungsrisiko?) Experiment (möglichst in experimentellen Studien belegt)
  • Unterschied Mortalität und Morbidität Mortalität = TodesfälleMorbidität = Erkrnakungsfälle
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  • Kriterien und Beispiele für epidemiologische Register. Was ist unter einem Erkrankungsregister zu verstehen? Erkrankungsregister = Systematische Sammlung von Diagnosedaten Kriterien:Vollständigkeit in Bezug auf die administrative Einheit (Region, Bundesland u.a.)Geringe Anzahl DCO (Death Cerficate Only) -Fälle Bsp.:Krebregister (klinische und beölkerungsbezogene)HerzinfarktregisterRegister zu meldepflichtige Infektionskrankheiten (Robert-Koch-Institut RKI)
  • Wie bzw. womit werden in der Epidemiologie die untersuchten Krankheiten definiert? Wie kann eine Diagnosestellung erfolgen? ICD (= weltweit anerkannte Diagnoseklassifikationssystem der Medizin), DSM (USA) Diagnosestellung: Histologische Untersuchungen des Gewebes durch Pathologen bei Krebs Klinisch-chemische Kriterien, diagnostische Verfahren bei Diabetes m. ---> Richtlinien/Vereinbarungen von Fachgesellschaften zur Qualitätssicherung
  • Nenne verschiedene Quellen für Erkrankungsdaten Krankenhausdiagnosestatistik Krebsregister Register zu meldepflichtige Infektionskrankheiten (Robert-Koch-Institut RKI) Statistiken der gesetzlichen Renten- und Unfallversicherer (Berufskrankheiten..) Schuleingangsuntersuchungen Gezielte Untersuchung Gesundheitsberichterstattung des Bundes Bundesgesundheitssurveys
  • Was umfasst die Gesundheitsberichterstattung des Bundes? Regelmäßige Berichte veröffentlicht in unterschiedlichen Publikationsformen und einer Themen: Krankheiten, Gesundheitsverhalten,Risikofaktoren, Versorgung und deren Kosten Gesundheitsmonitoring, epidemiologische Studien, amtliche Statistiken, epidemiologische Register, Routinedaten der Sozialversicherungsträger Informationssystem über Onlinedatenbank
  • Was umfasst das Bundesgesundheitssurvey? Befragungen und ärztliche Untersuchungen bei einer repräsentativen Stichprobe in Deutschland Daten zur Häufigkeit von Krankheiten und Beschwerden, subjektiver Gesundheit undLebensqualität, Gesundheitsverhalten, medizinische Versorgung…
  • Unterschied zwischen epidemiologischen und klinischen Krebsregistern Epidemiologische Krebsregister erfassen die Häufigkeit von Krebs Klinische Krebsregister geben Aufschluss über die Versorgung der Krebspatienten
  • Was steckt hinter der Abkürzung GEKID was sind die Aufgaben/Ziele dieser Vereinigung? Gesellschaft der Epidemiologischen Krebsregister In Deutschland e.V. Aufgabe/Ziel:Vereinheitlichung, Vereinfachung, Monitoring...durch deutschlandweite Zusammenarbeit und inhaltiche Standards Zusammenarbeit aller epidemiologischen Krebsregister Deutschlands sowie die im Robert-Koch-Institut angesiedelte Dachdokumentation Krebs bundesweit eine weit gehende methodische Einheitlichkeit durch inhaltliche Standards zu erlangen.
  • Aufgaben der Dachdokumentation Krebs Zusammenführung anonymisierter Daten aller bevölkerungsbezogenen Krebsregister  Überprüfung der Date auf Plausibilität, Vollständigkeit und Vollzähligkeit. Berechnung, Beobachtung und Analyse wichtiger epidemiologischer Kennziffern zu Krebskrankheiten (Bsp.: Schätzung aller auftretenden Krebserkrankungen in Deutschland) Untersuchung regionaler Unterschiede und zeitlicher Entwicklungstrends Vergleich von Indikatoren auf internationaler Ebene Regelmäßige Publikation und Präsentation der Ergebnisse (u.a. Inzidenz, Mortalität, aktuelle Trends, Prävalenz, Überlebensraten, Altersverteilungen) Beratung von Länder- und Bundesbehörden
  • Internationale Datenquellen zu Krebserkrankungen WHO/International Agency for Research on Cancer (IARC) SEER-Cancer Registries
  • Welche Art von Maßzahlen werden in der dekriptiven Epidemiologie verwendet und was charakterisiert diese Art von Zahlen? Nenne Beispiele Quantitative Maßzahlen Zählen der Ereignisse (Erkrankungsfälle) Bezug zur Studienpopulation! Bezug zur Zeit Bsp.: Prävalenz, Inzidenz, Mortalitätsrate
  • Was ist in der deskriptiven Epidemiologie unter dem "Risiko" zu verstehen? Wahrscheinlichkeit, dass eine Person an einer spezifischen Erkrankung erkranken wirdDefinition der Zeitperiode wichtig!
  • Unterschied zwischen Anteil, Prozentanteil und Rate Anteil (Proportion) = Zähler als Bestandteil des Nenners Prozentanteil (Percentage) = Ausdruck von Proportionen Rate (rate) = Information zur Zeit im Nenner
  • Nenne quantitative Maßzahlen zur Morbidität und Mortalität Morbidität---> Prävalenz, Inzidenz Mortalität--> Mortalitätsrate
  • Unterschied zwischen Prävalenz und Inzidenz Prävalenz = momentante Zahl der Erkrankten, Wahrscheinlichkeit---> Zahl der Erkrankten i.d.B. / Zahl aller Personen i.d.B. Inzidenz = Zahl der Neuerkrankungen in einem Zeitraum---> Zahl neuer Erkrankungsfälle in einer Zeitperiode / Zahl der Personen unter Risiko in dieser Zeitperiode
  • Welche zwei verschiedenen Arten der Prävalenz gibt es und wie werden sie berechnet? Punktprävalenz = Anzahl der Erkrankten i.d. Gesamtpopulation zu einem bestimmten Zeitpunkt-->Zahl der Erkrankten i.d. Bevölkerung zu einem Zeitpunkt / Zahl aller Personen i.d. Bevölkerung zu diesem Zeitpunkt Periodenprävalenz = Anzahl der Erkrankten i.d. Gesamtpopulation in einer bestimmten Zeitperiode---> Zahl der Erkrankten i.d. Bevölkerung während einer Zeitperiode / Zahl aller Personen i.d. Bevölkerung in einer Zeitperiode
  • Was versteht man unter der Inzidenz und welche 2 Arten gibt es? Wie werden sie jeweils berechnet? Anzahl neuer Erkrankungen in einer festgelegten Population unter Risiko innerhalb eines Zeitabschnitts Kumulative Inzidenz= Zahl neuer Erkrankungsfälle in einer Zeitperiode / Zahl der Personen unter Risiko indieser ZeitperiodeWerte zwischen 0 und 1 (Wahrscheinlichkeit), einheitslos Inzidenzdichte= Zahl neuer Erkrankungsfälle zu einem bestimmten Zeitpunkt / Zeit unter Risiko für jede Person unter Risiko während der ZeitperiodeWerte von 0 bis unendlich (Invers der Wartezeit), Einheit: 1/Zeit
  • Eigenschaften der kumulativen Inzidenz Werte zwischen 0 und 1 (Wahrscheinlichkeiten) Reflektiert Faktoren, welche mit der Entstehung der Erkrankung zusammen hängen, nicht jedoch mit dem Verlauf oder Überleben Erkrankungsrisiko
  • Was ist für die Berechnung der kumulativen Inzidenz Voraussetzung im Gegensatz zur Inzidenzdichte? Für welche Art von Studien ist die Inzidenzdichte deshalb besser geeigent? Zur Berechnung der kumulativen Inzidenz muss jede Person für die Zeitperiode vollständig beobachtet worden sein Inzidenzdichte für dynamische Studienpopulationen besser geeignet Bsp.: Kohortenstudie, weil ein späteres Eintreten in die Studie oder Ereignisse wie Unfälle und Lost of Follow-Up in der Berechnung berücksichtigt werden.
  • Was ist unter der Inzidenzdichte zu verstehen? Für welche Art von Studienpopulationen ist sie gut geeignet? Rate des Auftretens neuer Fälle relativ zur Größe der Population und zur Zeit unter Risiko für jede Person in der Population Gesamt-Personenzeit unter Risiko für ein Zeitintervall aus der Summe der individuellen Personenzeiten unter Risiko --> dynamische Studienpopulationen wie Kohortenstudien
  • Wozu dient eine Alterstandardisierung? Was ist der Unterschied zwischen rohen, kategorien-spezifischen und standardisierten Raten? Vergleich roher Raten verschiedener Gruppen problematisch, wenn die Gruppen sich in der Alterstruktur unterscheiden Rohe Rate (Crude) = Betrachtung der gesamten Population Kategorien-spezifische Rate (category specific) = für Strata z.B. Geschlecht Standardisierte Rate (standardized) = Referenzpopulation
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  • Wie lässt sich aus einer Tabelle mit kategorie-spezifischen Raten die rohe Rate errechnen? Crude = ∑(kategorie-spezifische Rate x Proportion der Population in dieser Kategorie) Bsp.: Alters-spezifische Rate Anzahl der Personen < 5 Jahre 16.348. Mortalitätsrate(pro 100.000) in dieser Gruppe liegt bei 4,2. Anzahl der Personen von 5-9 Jahren 16.700. Mortalitätsrate (pro 100.000) in dieser Gruppe liegt bei 4,7.--> Crude = (4,2 x 16.348 + 4,7 x 16.700) / 33.048* = 147.151,6 / 33.048 = 4,45 (pro 100.000)* Gesamtpopulation (weil Proportion = Anteil an Gesamtpopulation)
  • Was ist mathematisch unter der Alterstandardisierung zu verstehen? Welche zwei Arten gibt es? Wie unterscheiden sie sich? Gewichtetes Mittel kategorien-spezifischer Raten Direkt Verwendung einer Standardbevölkerung Zeigt die Anzahl der Fälle, wenn die Altersverteilung der Studienpopulation jener der Standardbevölkerung entspräche Berechnung der erwarteten Fälle Indirekt Raten aus einer Standardpopulation werden verwendet, um die Anzahl der Fälle zu berechnen, welche in der Studienpopulation aufgetreten wären, wären die Erkrankungsraten identisch Vergleich erwarteter zu beobachteten Fällen
  • Berechnung der direkten Alterstandardisierung Altersadjustierte Rate= Erwartete Fälle in der Studienpopulation / Gesamtfälle der Standardpopulation
  • Berechnung bei der indirekten Alterstandardisierung Alterstandardisierte Rate= Beobachtete Fälle / Erwartete Fälle aus Standardpopulation (x 100)
  • Beschreibe das Design einer Kohortenstudie Studienpopulation wird in zwei oder mehr Gruppen (= Kohorten) aufgeteilt 1. Exponierte (mit Merkmal)2. nicht Exponierte (ohne Merkmal) darauhin wird festgestellt, wieviele in den jeweiligen Gruppen jeweils erkranken und nicht erkranken (--> Outcome) Dies erfolgt meist prospektiv, kann aber auch retrospektiv erfolgen auch beides gleichzeitig ist möglich (= ambidirectional) Fragestellung: Entwickeln Personen mit einem bestimmten Merkmal eine Erkrankung häufiger bzw. weniger häufig als Personen ohne dieses Merkmal?
  • Ziel einer Kohortenstudie allgemein Das Auftreten einer oder mehrerer spezifischer Krankheiten innerhalb einer Zeitperiode (= follow-up) zu messen, mit dem Ziel die Krankheitsraten in zwei oder mehreren Gruppen (= Kohorten) zu vergleichen
  • Was ist in der Epidemiologie unter Exposition und Outcome zu verstehen? Exposition = unabhängige Größe z.B. Ernährung Outcome = anhängige Größe z.B. Erkrankung
  • Welche Risikoschätzer werden in Kohortenstudien verwendet? meist Risk Ratio (RR) auch Odds Ratio (OR) und Hazard Ratio (HR)
  • Was ist das Risk Ratio bzw. das relative Risiko? Wie wird es berechnet? RR = Risiko Exponierter* / Risiko Nicht-Exponierter** (Vierfeldertafel) Werte von 0 bis unendlich Gibt an, um wie viel höher/niedriger das Erkrankungsrisiko einer Gruppe von Personen mit einem bestimmten Expositionsfaktor ist im Vergleich zu einer Gruppe von Personen, bei denen diese Exposition nicht vorliegt RR = 1 --> Exposition ist nicht mit Erkrankung assoziiertRR > 1 --> RisikoerhöhungRR < 1 --> Risikosenkung * = Exponierte Erkrankte / Exponierte insg. oder Personenzeit der Exponierten ** = Nicht Exponierte Erkrankte / Nicht-Exponierte insg. oder Personenzeit der Nicht-Exponierten
  • Vor- und Nachteile von Kohortenstudien Vorteile:Beste Möglichkeit zur Schätzung der Inzidenz einer ErkrankungGibt beste Schätzung des RisikosWeniger anfällig für Bias als Fall-Kontroll-StudienZeitl. Abfolge von Exposition und Outcome gesichertGeeignet für seltene Expositionen, da gezielt Teilnehmer mit bestimmten Expositionen in die Studie rekrutiert werden können Nachteile:Zeit- und kostenintensivAufwändig in der Organisationproblematisch für seltener ErkrankungenAusscheiden von Teilnehmern kann Studienergebnisse verzerrenLange Latenzperioden zwischen Exposition und Erkrankung können zur Nicht-Identifikation von Fällen führen
  • Welche Arten von Kohortenstudien (im Bezug auf die Mitglieder) lassen sich unterscheiden? Geschlossene Kohortenstudie--> Definierte Anzahl an Mitgliedern, die sich nicht vergrößert Offene Kohortenstudie--> Neue Mitglieder können im Verlauf der Zeit aufgenommen werdenGeneral-population vs special-exposure cohort studies
  • Nenne Möglichkeiten zur Datenerhebung bezüglich der Exposition und des Outcomes Exposition:FragebögenInterviewsMessungenBiol. Materail Outcome:RegisterSelbstangaben + VerifizierungUntersuchungen(Linkage mit Krankenkassen)
  • Welche Eigenschaften sollte eine Kohortenstudie erfüllen Selection-BIAS--> Wurden nur Leute unter Risiko eingeschlossen?, Klare, spezifische und messbare Exposition, Ähnlichkeit der unterschiedlichen Gruppen in allen Punkten außer dem Outcome Information-BIAS--> Klares, spezifisches und messbares Outcome. Wurde das Outcome in allen Gruppen gleich bewertet/gemessen? "Blinde" Beobachter des Outcomes (= wissen nicht wer zu welcher Gruppe gehört) Vollständigkeit des Follow-ups--> Was wurde getan um loss to follow-up zu minimieren? War der loss to follow up in allen Gruppen gleich? Confounding--> Wurden Daten zu Störgrößen erhoben und in den Berechnungen berücksichtigt?
  • Ordne die dir bekannten unterschiedlichen Studientypen nach ihrer Evidenzkraft (von hoch zu gering) Meta-Analysen und systematische ReviewsRandomisierte kontrollierte Doppelblindstudien, InterventionsstudienKohortenstudienFal-Kontroll-StudienQuerschnittsstudienCase-SeriesCase-Reports
  • Welche Zusammenhangsmaße werden bei Studien mit aggregierten Daten (= ökologische Studien, Querschnittsstudien) und welche bei Studien mit Individualdaten (= Kohorten-, Fall-Kontroll-, Interventionsstudien) verwendet? Studien mit aggregierten Daten: Korrelationskoeffizient  Regressionskoeffizient Studien mit Individualdaten: Odds-Ratio (Fall-Kontroll-Studien) Relatives Risiko und Hazard Ratio (Kohorten- und Interventionsstudien)
  • Beschreibe das Design einer Fall-Kontroll-Studie Retrospektiv Studienpopulation wird in Fälle (= Outcome vorhanden) und Kontrollen (Outcome nicht vorhanden) eingeteilt und anschließend kontrolliert, wieviele Personen aus den jeweiligen Gruppen exponiert bzw. nicht exponiert waren. 1. Rekrutierung einer Studienpopulation hinsichtlich ihres Erkrankungsstatus, d.h. Erkrankte (Fälle) und Personen ohne diese Erkrankung (Kontrollen)2. Einteilung der Fälle und Kontrollen nach ihrer in der Vergangenheit liegenden Exposition3. Waren Personen mit der interessierenden Erkrankung häufiger (oder weniger häufig) einer bestimmten Exposition ausgesetzt als Personen ohne diese Erkrankung?
  • Was muss bei der Auswahl der Fälle für eine Fall-Kontroll-Studie beachtet werden? Wo könnten zum Beispiel Fälle rekrutiert/gefunden werden? Fälle sollten ein homogene Gruppe hinsichtlich der Erkrankung bilden Fälle sollten eine repräsentative Stichprobe all derer sein, welche an der Krankheiten leiden---> Falldefinition diagnostischer Kriterien folgend Krankenhäuser, Ärzte
  • Was muss bei der Auswahl der Krontrollen für eine Fall-Kontroll-Studie beachtet werden? Wie erfolgt üblicherweise die Auswahl der Kontroll-Gruppe? Ähnlichkeit mit Fällen (Alter, Geschlecht, Gewohnheiten,...) aber keine Zielerkrankung Gleichzeitig reräsentativ für gesamte Population, aus der die Fälle stammen Auswahl der Kontroll-Gruppe:Zufallsstichprobe aus der Bevölkerung, aus der die Fälle gesammelt wurden---> populationsbezogene Fall-Kontrollstudie Personen, welche aus anderen Gründen als der Zielerkrankung medizinische Hilfe in Anspruch nehmen---> krankenhausbezogene Fall-Kontrollstudie Freunde, Nachbarn
  • Wie wird die Vergleichbarkeit von Fällen und Kontrollen in einer Fall-Kontroll-Studie gewährleistet? Auswahl aus der gleichen Referenzpopulation zur gleichen Zeit Erhebung der Information auf gleiche Art und Weise Vergleichbare Möglichkeiten der Exposition zu anderen Faktoren
  • Welche zwei Arten von Fall-Kontroll-Studien lassen sich anhand der Auswahl der Kontrollen unterscheiden? Populationsbezogene Fall-Kontrollstudie= Kontroll-Gruppe ist Zufallsstichprobe aus der Bevölkerung, aus der die Fälle gesammelt wurden Krankenhausbezogene Fall-Kontrollstudie= Kontroll-Gruppe besteht aus Personen, welche aus anderen Gründen als der Zielerkrankung medizinische Hilfe in Anspruch nehmen