6.1 Selbsterkenntnis
6.1.1 Begriffsbestimmung
Selbst und Selbstwertgefühl: In einem basalen und sozialpsychologischen Sinn bezieht sich der Begriff des Selbst auf die Gesamtheit des Wissens, über das eine Person bezüglich ihrer selbst und ihres Platzes in der sozialen Welt verfügt. Selbstwertgefühl bezeichnet die Bewertung des Selbst auf der Dimension negativ-postiv. Der Begriff "Selbst" wird in der sozialpsy Literatur häufig synonym zum Begriff der "Idendität" verwendet. Dieser Sprachgebrauch reflektiert die Tatsache, dass die sozialpsychologische Forschung zum Selbst v.a. durch zwei unterschiedliche Forschungstraditionen geprägt wurde. Dies ist zum einen die in der sozialen Kognitionsforschung verankerte Selbstkonzeptfoschung nordamerikanischer Prägung. Zum anderen ist dies der Ansatz zur sozialen Idendität, der sich in der europäischen Sozialpsychologie aus der Forschung zu Intergruppenprozessen entwickelt hat. Im Folgenden werden wir uns bei der Verwendung der Begriffe "Selbst" und "Idendität" an der jeweiligen theoretischen Tradition orientieren, deren Annahmen und Forschungsbefunde wir vorstellen.
6.1.2 Quellen selbstbezogenen Wissens
Woher stammt das Wissen, das Menschen über sich selbst haben? anders: Wie kommen Menschen zur Selbsterkenntnis? Die sozialpsychologische Forschung nimmt an, dass die Selbstwahrnehmung einen Spezialfall der Personenwahrnehmung darstellt. Menschen zeihen zur Konstruktion ihres selbst Informationen aus unterschiedlichen Quellen heran; die Integration dieser Informationen wird durch Informationsverarbeitungsprozesse und motivationale Prozesse beeinflusst. Eine zunächst intuitiv plausible Antwort auf die Eingangsfrage könnte lauten, dass Selbsterkenntnis aus der sorgfältigen Analyse eigener Gedanken, Motive, Gefühle, Einstellungen etc. resultiert. Eine solche Introspektion unterliegt allerdings einer Reihe von Einschränkungen. Menschen sind motiviert, einen positiven und konsistenten Eindruck von sich selbst aufzubauen oder aufrechtzuerhalten. Daher tendieren sie dazu, selektiv Eigenschaftenen, Merkmale etc. zu erinnern oder zu betrachten, die diese Funktionen erfüllen während Aspekte der einen Person, die mit diesen Funktionen nicht in Einklang zu bringen sind, ignoriert oder auch verdrängt werden. Zudem sind nicht alle Informationen bezügliche der eigenen Person zu jedem Zeitpunkt zugänglich oder abrufbar (z.B. sind negative oder widersprüchliche selbstbezogene Informationen oft weniger zugänglich) Manche Merkmale einer Person, wie ihre "impliziten" Einstellungen gegenüber bestimmten Personen oder Gruppen, entziehen sich sogar weitgehend dem bewussten Zugang. Sozialpsychologen gehen daher davon aus, dass Introspektion nur in eingeschränktem Maße geeignet ist, zutreffendes Wissen über die eigene Person zu generieren Stattdessen wird angenommen, dass dieser Prozess Individuen v.a. dazu dient, ein subjektiv stimmiges und positives Selbstbil zu entwerfen. Die Selbstwahrnehmungstheorie von Daryl Bem: postuliert, dass Menschen nicht nur in sich "hineinsehen", um Wissen über sich selbst zu erwerben, sondern dass sie unter bestimmten Umständen auch ihr eigenes Verhalten als Informationsquellen für ihre Eigenschaften, Einstellungen etc. heranziehen. Im Einklang mit den von dieser Theorie formulierten Hypothesen zeigen Forschungsergebnisse, dass sich Menschen in Situationen, die neu für sie sind und in denen sie noch keine klare Vorstellung über ihre eigenen Fertigkeiten, Interessen oder Einstellungen ausgebildet haben, tatsächlich wie ein externer Beobachter Verhalten, der auf der Grundlage des beobachtbaren Verhaltens auf seine eigenen individuellen Merkmale und innere Zustände schließt. dieses Vorgehen ist v.a. dann wahrscheinlich, wenn Menschen der Ansicht sind, ihr Verhalten freiwillig auszuführen. Liegen in einer Situation hingegen plausible externale Faktoren für die Erklärung des eigenen Verhaltens vor (z.B. situative Zwänge), dann ist es wahrscheinlicher, dass sie ihr Verhalten auf externale Faktoren attribuieren. Charles Cooley-eine der radikalsten Auffassungen einer sozial bedingten Selbstkonzeption: Menschen bilden ihre Vorstellungen über sich selbst, indem sie sich in ihre sozialen Interaktionspartner hineinversetzen und ihre eigene Person aus deren Sicht definieren und bewerten. Einen wichtigen Anhaltspunkt für die vermuteten Einschätzungen der eigenen Person durch soziale Interaktionspartner liefern deren Reaktionen gegenüber der eigenen Person: Soziale Interaktionen fungieren wie ein sozialer Spiegel, der das Bild der eigenen Person reflektiert. Metapher: looking-glass self: das Spiegel-Selbst Das Selbst bzw. die Idendität einer Person entsteht dieser Auffassung gemäß nicht aus der bloßen Reflektion einer Person über sich selbst, sondern es bedarf der sozialen Interaktion und eines sozialen Gegenübers. Der Soziologe George H. Mead hat dieser Auffassung die Überlegung hinzugefügt, dass es nicht unbedingt eines tatsächlichen Interaktionspartners bedarf, der als Spiegel für die eigene Person fungiert, sondern dass es für die Selbsterkenntnis ausreichend ist, sich selbst aus den Augen eines "generalisierten Anderen" zu betrachten. -einer abstrakten Instanz, die die Vorstellungen und Normen der Gesellschaft repräsentiert eine Kernannahme der sozialpsychologischen Forschung zum Selbst besteht darin, das das Wissen über die eigene Person genuin sozialer Natur ist. Der Einfluss sozialer Interaktion auf die Entwicklung des Selbst und die Idendität ist in der Sozialpsychologie unbestritten. Die empirische Forschung weist allerdings darauf hin, dass Menschen sich selbst typischerweise weniger so sehen, wie sie tatsächlich von anderen Menschen gesehen werden (tatsächlich besteht häufig eine relativ niedrige Korrelation zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung) Stattdessen tendieren sie dazu, sich zu sehen, wie sie glauben, dass andere Personen sie sehen. Weitere Forschungsergebnisse legen nahe, dass die Stärke dieses Einflusses in unterschiedlichen Lebensphasen (oder auch über Personen hinweg) variiert. Während soziale Zuschreibungen im Kindesalter besonders relevant für die Ausbildung des eigenen Selbst sind, ist im Erwachsenenalter v.a. eine weitere Quelle selbstbezogener Information von Bedeutung - der soziale Vergleich mit anderen Personen. Gemäß der Theorie der sozialen Vergleichsprozesse leisten soziale Vergleiche mit anderen Menschen einen wichtigen Beitrag zur Selbsterkenntnis. Diese Theorie basiert auf der Prämisse, dass Menschen ein Bedürfnis danach haben, die Gültigkeit und Akkuratheit ihrer Wahrnehmungen, Einstellungen, Gefühle etc. zu überprüfen. Der Theorie zufolge sollten sich Menschen v.a. dann mit andern bezüglich ihrer individuellen Eigenschaften und Fähigkeiten vergleichen, wenn keine objektiven (z.B: physikalischen) Maßstäbe existieren, an denen sie sich orientieren können, und sie selbst unsicher sind, wie hoch (oder gering) die individuellen Eigenschaften und Fähigkeiten auf dem jeweiligen Gebiet ausgeprägt sind. Eine wichtige Frage, die im Rahmen der Theorie (und der durch diese Theorie inspirierten weiteren Forschung) behandelt wird, bezieht sich darauf, mit wem sich Menschen vergleichen, um die Ausprägung ihrer Fähigkeiten (oder die Gültigkeit eigener Einstellungen) zu bestimmen. Die Forschung verweist hier zum einen auf die Rolle der wahrgenommenen Ähnlichkeiten mit der Vergleichsperson hinsichtlich bestimmter kritischer Attribute. B: Männer vergleichen sich hinsichtlich sportlicher Leistungen typischerweise eher mit anderen Männern als mit Frauen. → Kritische Attribute (da das Geschlecht, ein Attribut ist, das neben der individuellen Fähigkeit einen kritischen Einfluss auf die Ausprägung der Leistung hat. Wenn das Ziel darin besteht, eigene Fertigkeiten oder Fähigkeiten zu verbessern, → aufwärtsgerichtete Vergleiche. (Sie vergleichen sich mit Personen die etwas besser sind als sie selbst = informativ, wie sie ihre eigene Position auf einer bestimmten Dimension steigern können. Wenn Ziel = das eigene Selbstwertgefühl zu stützen/auszubauen → abwärtsgerichtete Vergleiche (Vergleich mit Personen die schlechter abschneiden als sie) abwärtsgerichtete Vergleiche stützen vielleicht das Selbstwertgefühl, können aber einer angemessenen oder akkuraten Selbsteinschätzung im Wege stehen.
6.2 Repräsentation, Struktur und Variabilität des Selbst
6.2.1 Selbstschemata
wie wird das wissen über die eigene Person repräsentiert? Hazel Markus Info bzgl der eigenen Person ebenso wie Infromationen bzgl anderer Personen werden in Form kognitiver Schemata gespeichert. Selbstschemata: Aus vergangenen Erfahrungen abgeleitete kognitive Verallgemeinerungen über das Selbst, welche die Verarbeitung und Erinnerungen der durch Erfahrungen gewonnenen selbstbezogenen Informationen organisieren und steuern. Trotz der Ähnlichkeit der kognitiven Repräsentation von selbstbezogenen Informationen und dem Wissen über andere Personen (Fremdschemata) bestehen eine Reihe systematischer Unterschiede. Selbstschemata sind wesentlich detaillierter als Fremdschemata → Personen wissen mehr über sich als über andere. Zur Organisation selbstbezogener Info bilden Menschen typischerweise eine Vielzahl bereichsspezifischer Teil- oder Subschemata aus. ein Körperselbstschemata, Selbstschemata zu relevanten sozialen Rollen (ich als Partner, ich als Chef) oder Kategorien (ich als Mann, ich als Hundebesitzer) 2. Zweitens sind Selbstschemata auch funktional einflussreicher als Fremdschemata: da sie regulieren, welchen Informationen sich Menschen zuwenden, wie sie sie wie sie sie bewerten, speichern, weiterverarbeiten Konsistente und inkonsistente Info: Studie Markus: konnte zeigen, dass Menschen bei schemakonsistenten Begriffen (Merkmalen die im Einklang mit dem Selbstbild stehen) → schneller entscheiden können, ob diese sie selbst charakterisieren, als bei schemainkonsistenten Begriffen. Soziale Informationsverarbeitung: Zusätzlich zu diesen Reaktionszeitunterschieden weisen Ergebnisse weiterer Studien darauf hin, dass Selbstschemata die Enkodierung und den Abruf schemakongruenter Informationen erleichtern. Informationen, die nicht mit dem eigenen Selbstschemata kongruent sind, werden hingegen mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit enkodiert + lassen sich häufig schwerer aus dem Gedächtnis abrufen und erinnern, und diesbezüglich sind Urteile mit größerer subjektiver Unsicherheit behaftet. Selbstschemata steuern allerdings nicht nur die Wahrnehmung, Enkodierung und den Abruf selbstbezogener Infromationen, sondern auch die Verarbeitung von Informationen über andere Menschen. B: Markus zeigte, dass Männer mit einem ausgeprägten maskulinen Selbstschema, Maskulinität (und damit verbundene Attribute) stärker als Erklärungskonzept für Verhalten anderer Männer heranziehen als Männer, für die Maskulinität im Hinblick auf das eigene Selbstbild von geringerer Bedeutung ist. Diese Ergebnisse sind repräsentativ für eine Vielzahl von Befunden, die demonstrieren, dass das Selbstschema Menschen einen interpretativen Bezugsrahmen zur Erklärung des Verhaltens anderer Personen liefert.
6.2.2 Selbstkomplexität
Patricia Linville: arbeitete heraus, dass Menschen sich im hinblick auf die Komplexität der Repräsentation ihres selbst unterscheiden. Diese Komplexität resultiert aus der Anzahl distinkter und voneinander unabhängiger Selbstaspekte, durch die das Selbst einer Person charakterisiert ist. Der Begriff des Selbstaspekts ist breiter gefasst als der Begriff des Selbstschemas. Während in Selbstschemata relativ zeitstabile und zentrale Infromationen bezüglich der eigenen Person organisiert sind, beziehen sich Selbstaspekte auch auf weniger relevante oder zeitlich flunktuierende Merkmale einer Person. Selbstaspekte: Jede rolle, Beziehung, Aktivität, Eigenschaft, Gruppenzugehörigkeit etc. einer Person, die Bestandteil ihrer Selbstrepräsentation ist, sowie die jeweils dazugehörigen kognitiven Informationen und affektiven Bewertungen. Grad der Selbstkomplexität: Manche dieser Aspekte stehen in einem engen kognitiven Zusammenhang (z.B. Sozialpsychologe und Wissenschaftler) während andere relativ unabhängig voneinander sind (z.B Wissenschaftler und Fußballfan) Der Grad der Selbstkomplexität resultiert aus der Anzahl von relativ voneinander unabhängigen Selbstaspekten. Hohe Selbstkomplexität → liegt vor, wenn das Selbst als eine große Anzahl unabhängiger Selbstaspekte repräsentiert ist; bei niedriger Selbstkomplexität →weist das Selbst einer Person nur relativ wenige und zudem stark miteinander verbundene Aspekte auf. Wie Linville zeigen konnte: Selbstkomplexität spielt im Zusammenhang mit der Emotionsregulation eine wichtige Rolle: in einer experimentellen Studie konfrontierte sie die Versuchspersonen beispielsweise mit negativen oder positiven Rückmeldungen bzgl. ihrer Leistung. Teilnehmer mit einer geringen Selbstkomplexität reagierten mit intensiveren Emotionen auf die Ereignisse: Bei negativer Rückmeldung fühlten sie sich schlechter bei positiver Rückmeldung besser als Personen mit hoher Selbstkomplexität. Erklärung: Dies lässt sich daruf zurückführen, dass es bei niedriger Selbstkomplexität → schneller zu einem "Überspringen" von Gefühlen und Schlussfolgerungen von dem durch die Rückmeldung ursprünglich aktivierten Aspekte auf andere Aspekte des Selbst kommt, da diese relativ eng miteinander verbunden sind. hohe Selbstkomplexität → kann als psychologischer Puffer gegen die selbstwertbedrohlichen Folgen negativer Ereignisse fungieren, da bei Misserfolg oder einer negativen Bewertung eines Selbstaspekts nicht die Bewertung des gesamten Selbst in Mitleidenschaft gezogen wird.
6.2.3 Variabilität des Selbst
Die Selbstkonzeptforschung legt nahe, dass Menschen über einen ganzen Fundus an unterschiedlichen Selbstvarianten verfügen, die ihre Ursprünge in unterschidelichen sozialen Bezeihungen, Rollen etc. haben. Diese Varianten des Selbst können sich in mannigfaltiger Hinsicht unterscheiden: Wie Menschen ihr Selbst im Kontext ihrer Berufsrolle definieren (z.B. selbstsicher, durchsetzungsfähig), kann in vielfacher Hinsicht von ihrem Selbstbild in der Partnerschaft (z.B. unsicher, unabhängig) oder im Freundeskreis abweichen (z.B. zurückhaltend, unabhängig) Allerdings sind nicht alle dieser Selbstvarianten gleichzeitig aktiviert. welche dieser Selbstvarianten gerade aktiviert sind, hängt von ihrer chronischen und kontextspezifischen Zugänglichkeit ab. Arbeitsselbstkonzept: - Markus und Kunda (working self-soncept) Markus und Kunda vertreten die Auffassung, dass im Arbeitsgedächtnis jeweils nur die Teile des Selbstkonzepts aktiviert sind, die für die Verhaltenssteuerung und Informationsverarbeitung in einem bestimmten Kontext notwendig sind. wie ihre und andere Forschungsarbeiten zeigen, spielen für die Aktivierung bestimmter Selbst-Varianten kontextspezifische Primes (aktivierender Reiz) eine wichtige Rolle. diese führen dazu, dass jeweils die Selbst-Variante phänomenologisch in den Vordergrund rückt, die für die Informationsverarbeitung und Verhaltenssteuerung im jeweiligen Kontext relevant ist. In der Sozialpsychologie herrscht weitgehend Einverständnis darüber, dass die Selbstdefinition einer Person keine statische Größe ist, sondern mit dem sozialen Kontext variiert.
6.2.4 Inklusivitätsgrad des Selbst
eine weitere wichtige sozialpsychologische Erkenntnis zum Selbst ist, dass sich Selbstdefinitionen nicht nur auf die eigene Person erstrecken, sondern, dass anderen Personen in Abhängigkeit vom sozialen Kontext in die Definition des Selbst aufgenommen werden. eine der einflussreichsten Forschungsperspektiven zur Untersuchung solcher Inklusionsprozesse ist der soziale Identitätsansatz, der auf der Theorie der sozialen Idendität bzw. ihrer Weiterentwicklung in Form der Selbstkategorisierungstheorie beruht. im Rahmen des sozialen Idenditätsansatzes wird zwischen zwei (idealtypischen) Varianten der Selbstdefinition unterschieden: Selbstdefinition im Sinne personaler (auch individueller) Idendität Selbstdefinition im Sinne sozialer (auch kollektiver) Idendität. Personale vs. soziale Idendität: Der Begriff personale Idendität bezeichnet eine Selbstdefinition als einzigartiges und unverwechselbares Individuum, die auf einer interpersonalen (oder intergruppalen) Differenzierung auf der Basis individueller Merkmale beruht ("ich" vs. "du" oder "ihr") Der Begriff der sozialen Idendität bezieht sich demgegenüber auf eine Selbstdefinition als austauschbares Gruppenmitglied, die aus einer intergruppalen Differenzierung zwischen Eigen- und Fremdgruppe auf der Basis gruppentypischer Merkmale resultiert ("wir" vs. "die") Relativ zur personalen Idendität basiert die soziale Idendität auf einer inklusiveren Selbstdefinition, da die Mitglieder einer Gruppe oder sozialen Kategorie, zu der die Person gehört (einer sog. Eigengruppe oder "Selbst-Kategorie"), in die Selbstdefinition eingeschlossen werden (" Wir Psychologen", "wir Deutschen" etc.) Vertreter des sozialen Idenditätsansatzes nehmen an, dass in dem Maße, in dem sich Menschen im Sinne ihrer sozialen Idendität definieren, das Erleben und Verhalten dieser Person durch die in der entsprechenden Gruppe vorherrschenden Werte, Normen, Einstellungen etc. beeinflusst wird. Menschne können ihre Idendität je nach Kontext auf unterschiedlichen Ebenen sozialer Inklusivität defineren: Selbstdefiniton auf idealtypischen Ebenen sozialer Inklusivität: Ebene der Selbstdef Vergleichsprozess Vergleichsdimensionen Mensch Interspezies Merkmale von Spezies Gruppe Intergruppal Stereotypische Gruppenmerkmale Individuum Interpersonal Individuelle Merkmale wann und welche soziale Idendität erlebens- und verhaltensrelevant wird, hängt a) von der sozial-kontextuellen Passung und b) der Bereitschaft der betreffenden Personen ab, eine entsprechende Idendität zu . übernehmen B: Diskutieren etwa zwei Männer (Max und Kai) mit zwei Kolleginnen (Eva und Lisa) über die Einführung eines Frauenförderprogramms in ihrer Firma, und nehmen erstere gemeinsam eine ablehnende und letztere gemeinsam eine befürwortende Position ein, so ist davon auszugehen, dass aufgrund der sozial kontextuellen Passung, die soziale Idendität als Mann bzw. Frau in das Bewusstsein rückt. In den Hintergrund würde die soziale Idendität dann treten, wenn die beteiligten Personen über ihre jeweiligen individuellen Vorlieben und Abneigungen etwa im Hinblick auf Musik oder Filme diskutieren würden. Darüber hinaus wird die Selbstdefinition im Sinne sozialer Idendität auch davon abhängen, welche Relevanz die Zugehörigkeit zur jeweiligen Geschlechtskategorie für die Person besitzt. Aufgrund individuellen erfahrungen können Menschen in unterschiedlicher Weise dazu prädisponiert sein, sich als Gruppenmitglied zu definieren.
6.2.5 Konstruktion eines konsistenten Selbstbilds
Die Annahme, dass die Selbstdefinition von Menschen situationsspezifisch und kontextabhängig ist, wird durch eine Fülle von Forschungsergebnissen gestützt. Dies wirft die Frage auf: warum Menschen dennoch den Eindruck haben, ihr Selbst sei relativ zeitstabil und in sich konsistent. Tatsächlich haben Menschen ein starkes Bedürfnis nach einer Integration ihrer subjektiven Erfahrungen in ein stabiles und in sich stimmiges Selbstbild ohne diese Wharnehmung (wie z.B. im Fall bestimmter psychisher Erkrankungen) ist die Funktionsfähigkeit des Menschen stark beeinträchtigt. Die sozialpsychologische Forschung legt nahe, dass eine Reihe psychologischer Prozesse die Funktion haben, Stabilität und Konsistenz zu erzeugen. Eingeschränkte Zugänglichkeit: Einen Schlüssel liefert die Konzeption des Arbeitsselbstbildes Wenn eine bestimmte Variante des Selbst phänomenologisch in den Virdergrund rückt, sind andere Aspekte des Selbst weniger zugänglich, was die Wahrscheinlichkeit des Erlebens von Inkonsistenzen reduziert. Selektives Erinnern: Wenn Menschen über ihre Vergangenheit nachdenken, rekonstruieren sie ihre Vergangenheit in einer Art und Weise, die es ihnen erlaubt, autobiographische Erfahrungen als eine stimmige und sinnvolle Lebensgeschichte wahrzunehmen Eine Strategie, um dieses Ziel zu erreichen, ist das selektive Erinnern von Erfahrungen (Verhaltensweisen, Merkmalen), die in dieses subjektive Narrativ passen bzw. das selktive Vergessen von widersprüchlichen und inkonsistenten Informationen. "Wegattribuieren": wie wir in Kap.2 gesehen haben, tendieren Menschen dazu, ihr eigenes Verhalten eher auf situative Faktoren, statt auf stabile Persönlichkeitseigenschaften zurückzuführen (Akteur-Beobachter-Divergenz) Diese Tendenz ist besonders ausgeprägt, wenn es sich um eigene Verhaltensweisen handelt, die man selbst negativ bewertet. Die Attribution eigenen Verhaltens auf situative Faktoren ermöglicht es Personen, inkonsistente Verhaltensweisen, Einstellungen etc. als Resultat von Umwelteinflüssen zu interpretieren, statt es als Beleg für innere Widersprüchlichkeiten anzusehen. Konzentration auf Schlüsseleigenschaften: der Eindruck eines in sich stimmigen und zeitstabilen Selbst resultiert auch daraus, dass sich Menschen, wenn sie über sich selbst nachdenken, häufig auf eine begrenzte Zahl von Schlüsseleigenschaften konzentrieren, die sie von anderen unterscheiden und ihrer Individualität ausmachen Menschen tendieren ferner dazu, Hinweise auf diese Schlüsseleigenschaften in allen möglichen Verhaltensbereichen zu entdecken (Stichwort: selktive Informationssuche) was ihren Eindruck eines stabilen und einzigartigen Selbst untermauert.
6.3 Das Selbst in Aktion
6.3.1 Selbstaufmerksamkeit und Selbstüberwachung
In den vorangegangen Abschnitt wurde wiederholt herausgestellt, dass das Selbst nicht nur das Ergebnis von Umwelteinflüssen ist, sondern dass das Selbst die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt aktiv steuert und reguliert Diese exekutive Funktion des Selbst steht im Mittelpunkt des abschließenden Abschnitts. Selbstaufmerksamkeit und Selbstüberwachung Zielgerichtetes Handeln setzt voraus, dass Menschen ihre Aufmerksamkeit gezielt auf im Selbst repräsentierte Standards, Ideale oder Ziele lenken können. Das Phänomen, dass die menschliche Aufmerksamkeit einer Person entweder nach außen (die Umwelt) oder nach innen (das Selbst) gerichtet sein kann und die draus resultierenden Konsequenzen für das Erleben und Verhalten sond zentraler Gegenstand der Theorie der objektiven Selbstaufmerksamkeit. Objektive Selbstaufmerksamkeit: Der Zustand, in dem die eigene Person das Objekt der eigenen Aufmerksamkeit ist. eine zentrale Hypothese der Selbstaufmerksamkeitstheorie von Duval und Wicklund besagt, dass der Zustand der Selbstaufmerksamkeit die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Menschen negative Diskrepanzen zw ihrem Selbst und bestimmten Idealen und Standards entdecken Die Wahrnehmung dieser Diskrepanzen sollte zu unangenehmen Emotionen uns Selbstwertbedrohung führen. Experimentell lässt sich objektive Selbstaufmerksamkeit z.B. dadurch induzieren, dass Personen mit Reizen konfrontiert werden, die ihre Aufmerksamkeit auf die eigen Person lenken (Spiegel, Kamera, Aufzeichnung der eigenen Stimme etc.) Die Selbstaufmerksamkeitstheorie legt nahe, dass Menschen v.a. zwei Strategien anwenden können, um den durch negative Diskrepanzen ausgelösten, unangenehmen emotionalen Zustand zu regulieren: Verminderung der Selbstaufmerksamkeit durch Aufmerksamkeitslenkung (z.B. gezielte Ablenkung oder Vermeidung entsprechender Auslösereize); Verminderung der negativen Diskrepanz durch den Versuch, durch das eigene Verhalten die entsprechenden Standards oder Ideale zu erreichen. Positive Diskrepanzen: Objektive selbstaufmerksamkeit muss der Theorie zufolge allerdings nicht immer zu unangenehmen Zuständen führen; Liegt eine positive Diskrepanz vor (z.B: wenn durch die eigene Leistung ein gesetzter Standard übertroffen wurde), → entstehen positive Emotionene und gesteigertes Selbstewrtgefühl Schließlich ist darauf hinzuweisen, dass hinsichtlich des Ausmaßes in dem Menschen üblicherweise über sich nachdenken, erhebliche interindividuelle Unterschiede bestehen → eine Persönlichkeitsvariable, die als dispositionelle Selbstaufmerksamkeit bezeichnet wird. Eine mit der Disposition zur Selbstaufmerksamkeit eng zusammenhängende Persönlichkeitsvariable ist die Tendenz zur Selbstüberwachung. Personen mit einer hohen Tendenz zur Selbstüberwachung orientieren sich in sozialen Situationen im Hinblick auf die Regulation ihres eigenen Verhaltens an äußeren Hinweisreizen - sie überwachen ihr Verhalten dergestalt, dass es der sozialen Situation angemessen ist und sie einen günstigen Eindruck auf ihre Interaktionspartner machen. Personen mit geringer Selbstüberwachungstendenz orientieren sich hingegen an inneren Reizen bzw. den Eigenschaften, Persönlichkeitsmerkmalen, Einstellungen, die sie selbst in der gegebenen sozialen Situation als relevant erachten. Forschungsarbeiten zur Selbstüberwachung haben eine Reihe wichtiger Beiträge zur Erklärung interindividueller Unterschiede in sozialen Interaktionen, wie z.B. interindividuelle Unterschiede in der Übereinstimmung zwischen Einstellung und Verhalten.
6.3.2 Selbstregulation
Selbstregulation: Der Prozess der Kontrolle und Lenkung des eigenen Verhaltens, welcher der Erreichung angestrebter Ziele dient. Eine der einflussreichsten Selbstregulationstheorien, die Selbstdiskrepanztheorie von Tory Higgins: befasst sich ganz ähnlich wie die Selbstaufmerksamkeitstheorie - mit der Rolle wahrgenommener Diskrepanzen. zwischen dem tatsächlichen Selbst und bestimmten Standards für die Verhaltensregulation Ein wichtiger Ausgangspunkt der Theorie ist die Unterscheidung zw drei Sebstbildvarianten: das aktuelle Selbst (wie man gegenwärtig ist) das ideale Selbst (wie man gemäß eigener Wünsche und Ideale gerne sein möchte) und das geforderte Selbst (wie man gemäß sozialer Erwartungen und Normen sein sollte) das ideale und geforderte Selbst dienen als Vergleichsstandards für das aktuelle Selbt. Gemäß der Theorie sind Menschen bestrebt, das aktuelle Selbst sowohl mit dem idealen als auch dem geforderten Selbst in Einklang zu bringen. Diskrepanzen zw aktuellem und idealem Selbst signalisieren das Ausbleiben positiver Ergebnisse (Realisierung von Idealen oder Wünschen), was uu Gefühlen wie Traurigkeit, Enttäuschung und Unzufriedenheit führen sollte. Diskrepanzen zw. aktuellem und gefordertem Selbst signalisieren das Eintreten negativer Konsequenzen (Strafe, Kritik), was Gefühle wie Angst, Nervosität oder Unruhe bewirken sollte. Die Hypothesen wurden von Higgins und Mitarbeitern in einer Reihe von Untersuchungen bestätigt. Higgins hat die Perspektive der Selbstdiskrepanztheorie im Rahmen der Theorie des regulatorischen Fokus weiterentwickelt. Zentral ist die Unterscheidung zw. zwei motivationalen Orientierungen: dem Promotionsfokus dem Präventionsfokus. Liegt der fokus auf Promotion ("Vorankommen") → sind Wünsche und ideale die angestrebten Ziele Liegt der Fokus auf Prävention ("Vermeidung"), werden die Ziele durch wahrgenommene Verpflichtungen definiert. Die Theorien des regulatorischen Fokus hat einen weiteren Gültigkeitsbereich als die Selbstdiskrepanztheorie , da Selbstdiskrepanzen zwar als wichtige, aber nicht als einzige Determinanten für die beiden unterschiedlichen motivationalen Orientierungen angesehen werden weitere Determinanten sind z.B: situative Anforderungen, Vorerfahrungen oder Gelegenheiten) In jüngerer Zeit wurden verschiedene Untersuchungen vorgelegt, die belegen, dass Prinzipien der Selbstregulation auch für Gruppenprozesse von Bedeutung sind Shah: demonstriert, dass die Ausrichtung des motivationalen Fokus auf Prävention zu einer erhöhten Nervosität im Intergruppenkontakt und Kontaktvermeidung führt. Schließlich ist daruf hinzuweisen, dass Selbstregulation, Selbstkontrolle und verantwortungsvolles Entscheiden innere Ressourcen verbrauchen - die exekutive Funktion des Selbst unterliegt also bestimmten Restriktionen und kann zur Selbst- Erschöpfung führen. Selbsterschöpfung: Selbstregulation scheint (wie körperliche Aktivität) innere Ressourcehn aufzubrauchen (vergleichbar mit Energie). Als Selbsterschöpfung wird eine vorübergehende Verringerung der Regulationsfähigkeit des Selbst verstanden. Die für die Selbstregulation notwendigen Ressourcen erneuern sich offenbar - Erholung und positiver Affekt spielen hierbei eine wichtige rolle. Allerdings sind die genauen psychologischen Prozesse, die die Regeneration oder Fähigkeit zur Selbstregulation beschleunigen oder beeinträchtigen, bislang noch weitgehend ungeklärt.
6.3.3 Selbstwerterhöhung und Selbstwertschutz
Auf der Grundlage einer umfangreichen Sichtung der Forschungsliteratur kommen Shelley zu dem Schluss, dass Menschen systematisch unrealistisch positive Bilder ihres Selbst konstruieren -z.B. zeigen Menschen häufig schlechtere Erinnerungsleistungen bezüglich von Misserfolgen (während Erfolge gut und sicher erinnert werden) Misserfolge werden auf äußere Umstände attrinuiert (erfolge aber auf eigene Fähigkeiten) sie werten negative Aspekte des Selbst als unwichtige oder allgemeine menschliche Schwäche ab, während positive Aspekte des Selbst als einzigartig und selten aufgewertet werden. Den autoren zufolge handelt es sich bei dieser Selbstsicht um eine positive Illusion: Eine Einschätzung die zwar unrealistisch ist, aber eine wichtige Rolle für die seelische Gesundheit spielt. Tatsächlich zeigen zahlreiche Untersuchungen, dass ein positives Selbstwertgefühl förderlich für das subjektive Wohlbefinden und die erfolgreiche Anpassung an die Umwelt ist. Abraham Tesser: Selbstwerterhaltung unterstreicht in seinem Modell der Selbstwerterhaltung v.a. die Rolle von sozialen Vergleichsprozessen für die Regulation des Selbstwertgefühls. Wenn man sich bezüglich einer Leistung mit anderen vergleicht, kann dies sowohl zur Selbstwertsteigerung als auch zur - minderung führen. Welche dieser Konsequenzen eintritt, ist Tesser zufolge u.a. von der persönlichen Relevanz der Vergleichsdimension sowie der sozialen Nähe zur Vergleichsperson abhängig. B: wenn man von einem eingen Freund (oder einer der eigenen Person ähnlichen Person) in einem Bereich übertroffen wird, der für die eigene Selbstdefinition von hoher Relevanz ist, sollte dies eher zu einer Bedrohung des Selbstwertgefühls führen, als wenn man von einer fremden oder unähnlichen Person in deisem Bereich übertroffen wird. Um nun das Selbstwertgefühl aufrechtzuerhalten, könnte eine Person nun folgende Strategien anwenden: versuchen, ihre eigene Leistung zu verbessern, oder sich von dem Freund distanzieren, oder die subjektive Bedeutung der Vergleichsdimension abwerten. wie andere Autoren herausgearbeitet haben, könnte auch das Vergleichsobjekt wechseln, indem sie sich mit einem anderen und zwar schlechteren Freund vergleicht. Ist die Vergleichsdimension, auf welcher der Freund besser abschneidet, hingegen für die Selbstdefinition nicht relevant, dann führt die Nähe zu dieser Person nicht zur Selbstbedrohung. Im Gegenteil: Die Nähe zu einer erfolgreichen Person birgt sogar das Potenzial zu einer Steigerung des Selbstwertgefühls in sich → weil man sich im glanze der anderen Person sonnen kann. Die sozpsy Forschung hat eine Vielzahl weiterer Strategien identifiziert, durch die Menschen ihr Selbstwertgefühl regulieren, schützen oder auch ausbauen. Selbstbehinderung = eine subtile Strategie: unter Selbstbehinderung wird die Strategie verstanden, bei Antizipation eines selbstwertbedrohlichen Misserfolgs selbst externale Gründe zu schaffen, auf die sich der Misserfolg bei seinem Eintreten attribuieren lässt. B: wenn sich ein Student, der ein schlechtes Abschneiden vor einer Klausur antizipiert, anstatt zu lernen, die Nacht auf einer Party verbringt, um dadurch die Möglichkeit zu haben, die eigene schlechte Leistung auf eine, unter seinen Freundne sozial akzeptierte externe Ursache zu attribuieren. Strategien können der Aufrechterhaltung bzw. des Schutzes des Selbstwertes dem Lernen aus Fehlern und Misserfolgen und damit dem Ausbau eigener Fähig- und Fertigkeiten im Wege stehen. dieser Punkt ist v.a. im schulischen Kontext beobachtet worden. Untersuchungen zeigen z.B. dass v.a. schlechte Schüler im Umgang mit schulischen Misserfolgen Strategien anwenden, die in erster Linie der Regualtion ihres Selbstwerts dienen. Kapitelzusammenfassung: Das Selbst einer Person ist eine komplexe kognitive Struktur, das eine Vielzahl von bereichs- und kontextspezifischen Selbstschemata und unterschiedliche Selbstaspekte umfasst. Das in einem bestimmten Kontext aktivierte Arbeitsselbstkonzept reguliert, welchen Inforamtionen sich Menschen zuwenden, wie sie sie bewerten, speichern und weiterverarbeiten. eine reihe psychologischer Prozesse dienen der Funktion, einen subjektiven Eindruck von Stabilität und Selbstkonsistenz zu erzeugen. Aus sozialpsychologischer Sicht sind zwei (idealtypische) Varianten der Selbstdefinition besonders relevant: Selbstdefinition im sinne personaler Idendität und Selbstdefintion im Sinne sozialer Idendität Sozialpsychologen sehen im Wechsel der Selbstdefinition von personaler zu sozialer Idendität einen entscheidenden pschologischen Prozess für die Erklärung von Gruppenphänomenen Im Rahmen der Selbstregulation wird das aktuelle Selbst mit Formane der Selbstrepräsentation verglichen, die Ideale oder wahrgenommene Verpflichtungen repräsentieren, bei negativen Diskrepanzen resultieren negative Emotionen Um ihr Selbstwertgefühl aufrechtzuerhalten oder zu steigern , verwenden Menschen unterschiedliche Strategien (z.B. abwärtsgerichtetet soziale Vergleiche, Selbstbehinderung)