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Grundkurs BWL (Subject) / Materialwirtschaft (Lesson)
Materialwirtschaft
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- Lagerarten Eingangslager: Eingangslager fangen den Güterzufluss der Umwelt auf, wenn der momentane Bedarf der Fertigung kleiner ist als der Güterzufluss oder der zukünftige Bedarf größer ist als der zukünftige Güterzufluss. Zwischenlager: Zwischenlager entstehen während des Produktionsprozesses und dienen als Puffer zwischen den einzelnen Fertigungsstufen. Fertigwarenlager: Fertigwarenlager entstehen nach Beendigung des Produktionsprozesses, wenn Produktions- und Absatzmengen auseinander fallen.
- Probleme in der Lagerhaltung Für alle drei Stufen gilt, dass die Lagerbestände wegen der Kapitalkosten zu minimieren sind. Je nach Art der Produkte treten Lagerverluste (Zerstörung, Überalterung, Diebstahl usw.) auf. Es stellen sich vor allem folgende Probleme: Eingangslager: dienen zur Versorgung der Fertigung in quantitativer, qualitativer, zeitlicher und örtlicher Hinsicht. Die häufigsten Probleme liegen in der Liefertreue und –Sicherheit sowie in der Qualitätskonstanz. Zwischenlager: Für Zwischenlager gilt das Dilemma der Ablaufplanung, d.h. der Minimierung der Durchlaufzeiten des zu bearbeitenden Materials bei gleichzeitiger Minimierung der Leerzeiten der Potenzialfaktoren. Je stärker das Prinzip der maximalen Kapazitätsauslastung verfolgt wird, desto eher entstehen Zwischenlager. Fertigwarenlager: Bei Fertigwarenlager besteht ein Zielkonflikt zwischen der Befriedigung der Kundenwünsche und möglichst kleinen Lagerbeständen, welche die Kapitalkosten tiefhalten. Eine Optimierung der Lagerhaltung wird zusätzlich durch saisonale und konjunkturelle Schwankungen erschwert. Es stellt sich ferner die Frage nach dem optimalen Standort der Fertigwarenlager: Werden sie in Kundennähe oder nahe der Fertigung positioniert?
- Eingangslager von hoher Relevanz Prinzip der Vorratsbeschaffung Es werden für verschiedene Materialien Eingangslager aufgebaut und somit die Beschaffungsplanung vom Fertigungsablauf entkoppelt.
- Eingangslager von geringer Relevanz Prinzip der fertigungssynchronen Beschaffung (Just-in-time Beschaffung) Es erfolgt ein idealerweise lagerloser Zufluss des Materials von außerhalb des Unternehmens direkt in die Produktion. Prinzip der fallweisen Beschaffung: Der Beschaffungsvorgang wird ausgelöst, wenn ein Materialbedarf festgestellt wird.
- optimale Bestellmenge Die Optimale Bestellmenge ist die Menge, bei der die Gesamtkosten aus Bestellkosten und Lagerhaltungskosten minimal sind.
- Voraussetzung zur Berechnung der optimalen Bestellmenge Bekannter Jahresbedarf Gleichmäßiger Lagerabgan Konstanter Preis Konstanter Lagerhaltungskostensatz Konstante bestellfixe Kosten
- ABC Analyse Sie dient dazu die Beziehung zwischen Verbrauchsmengen und Verbrauchswerten realistisch darzustellen. Sie beruht auf der Erkenntnis, dass desto niedriger der Anteil am Lagerbestand, desto höher der jährliche Verbrauchswert ist. Teilt die Materialarten je nach ihrem Anteil am Gesamtverbrauch in A, B oder C Güter ein. A Güter haben einen hohen Verbrauchstwert mit 70-80%. Aber einen geringen Anteil am Lagerbestand. B Güter haben einen mittleren Verbrauchswert mit 15-25%. haben aber einen höheren Anteil am Lagerbestand als die A Güter. C Güter haben den niedrigsten Verbrauchswert mit unter 5%. Sie haben jedoch den höchsten Anteil am Lagerbestand. Hauptziel ist es die einzelnden Güterarten hinauszufiltern und Kostenersparungen in erster Linie bei A Gütern herbeizuführen. Und die Beschaffungsinstrumente auf die Gütertypen abzustimmen sowie die Beschaffungsplanung zu erleichtern.
- Mängel der ABC Analyse Die ABC-Analyse ist eine statistische Analyse, bei der lediglich der Gesamtverbrauch (mengen- und wertmäßig) für eine bestimmte Planperiode betrachtet wird. Jedoch kann der Verbrauchsverlauf der Materialarten mittels einer ABC-Analyse nicht über eine längere Planperiode betrachtet werden. Somit lässt die ABC-Analyse außer Acht, dass bestimmte Güter einen relativ gleichmäßig verlaufenden Verbrauch aufweisen, während der Verbrauch anderer Güter im Zeitablauf erheblich schwankt.
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