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Gesundheitsmanagement (Subject) / Vorlesung (Lesson)
Fragen zur Vorlesung
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- Definition Gesundheitsmanagement die planvolle Organisation komplexer betrieblicher, gesellschafts- und sozialpolitischer Maßnahmen zum Zweck der Erhaltung und zum Ausbau der Gesundheit von Tierbeständen und der Bevölkerung.
- Wie haben sich die Verantwortlichkeiten in der LM-Sicherheit seit Einführung des neuen EU-LM-Rechts geändert? Verantwortlichkeit liegt zum größten Teil beim Unternehmer (privater Sektor) und nicht mehr beim öffentlichen Sektor während die Anforderungen an die LM-Sicherheit stetig zunimmt. Zunahme der Bedeutung von Public-Private Partnerschaften
- Mögliche Fälle von Ereignissen die zu einer Krise führen könnten Krankheitserreger Mikrobieller Verderb Rückstände (Arzneimittel, Desinfektionsmittel) Fremdkörper ...
- Auslöser für Krisen Naturkatastrophen Tierseuchen Managementfehler kriminelle Handlungen
- Ablauf einer LM-Krise Auftreten eines Problems auf einer Stufe der Lebensmittelkette Berichterstattung in den Medien (Skandalisierung) Reaktion der Verbraucher und Erzeuger Politisches Handeln Entwarnung, Vergessen, Normalisierung
- Merkmale einer LM-Krise Ruf eines Unternehmens ist gefährdet Lieferfähigkeit nicht gewährleistet Produktionsfähigkeit Störung nicht gewährleistet Gesundheit des Verbrauchers ist potentiell oder akut gefährdet Gesundheit des Verbrauchers ist akut in Gefahr durch externe Bedrohung
- Charakteristika einer Krise Krisen... kommen unerwartet entwickeln eine große Eigendynamik sind komplex erfordern sehr schnelles und koordiniertes Handeln erzeugen eine großes Maß an Informationsbedarf sind relativ ignorieren Grenzen
- Definition Krisenmanagement Die Beherrschung der Summe aller Maßnahmen und Aktivitäten, die im Krisenfall dazu beitragen, den Schaden für das Unternehmen zu begrenzen und zu minimieren.Soweit erforderlich, muss durch Krisenmanagement - Maßnahmen ein übergreifender Schaden auf Dritte verhindert oder reduziert werden.
- Wie ist eine Krise im Sinne der LM-Sicherheit definiert? Im Sinne der Lebensmittelsicherheit handelt es sich um eine Krise, wenn von einem Lebensmittel oder Futtermittel ein ernstes unmittelbares oder mittelbares Risiko für die menschliche Gesundheit ausgeht, das nicht durch bereits vorhandene Vorkehrungen verhütet, beseitigt oder auf ein akzeptables Maß gesenkt werden kann.
- Definition Risikomanagement Allgemein: Der planvolle Umgang mit Risiken Genaue Definition nicht möglich, weil es verschiedene konzeptionelle Ansätze gibt Risikomanagement als ganzheitliches Konzept vs. Handhabung verschiedener Risiken
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- Nenne Beispiele für Handlungsfelder der Risikominimierung für landwirtschaftliche Unternehmer Betriebsinterne Strategien: Rücklagenbildung, angepasste Produktion, Diversifizierung der Erzeugung Marktorientierte Strategien: Verträge, Terminmärkte, Versicherungen Diversifikation hin zu nicht-landwirtschaftlichen Tätigkeiten
- Instrumente des Risiko- und Krisenmanagement in Deutschland Privatwirtschaftliche Versicherungsmodelle (Hagelversicherung, Tierseuchenkasse) System der staatl. Ad-hoc Hilfen (Zinsverbilligungen, Finanzierungsschlüssel) System der Tierseuchenkasse Regelungen nach Pflanzenschutzgesetz Staatl. geförderte Agrarversicherung (in anderen Ländern)
- Nenne die Schritte des Prozesses des Risikomanagements Risikoidentifikation Risikoanalyse und -bewertung Risikobewältigung Risikokontrolle
- Nenne internationale Normen zum Risikomanagement. Was beinhalten sie ISO 31000 und ISO 9000 ff Standardisierte internationale Risikomanagementsysteme Möglichkeiten zum Aufbau eines transparenten Systems zur Identifikation, Bewertung und Bewältigung von Risiken Plan-Do-Check-Act-(PCDA-) Konzept Verwirklichung von: Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) Gesetzliche Auflagen zur Arbeitssicherheit und Umweltschutz
- Schritte des Risikomanagements Risikoidentifizierung --> Risiken anhand von z.B. Checklisten identifizieren Risikobewertung --> Risiken anhand von Messgrößen wie Eintrittswahrscheinlichkeit, Schadenshöhe und Gefahrenpotential bewerten --> Bewertungsmatrix erstellen (Gefahrenidentifizierung, Gefahrenbeschreibung, Expositionsabschätzung und Risikobeschreibung) Risikosteuerung --> Ermittlung und Strategien (Akzeptanz, Vemrinderung, Vermeidung) und Ableitung von Maßnahmen Risikoüberwachung und -prävention --> Fortwährende Überwachung des Systems und der festgeschriebenen Präventionsmaßnahmen (Frühwarnsysteme, Definition von Ablaufprozessen)
- Nenne jeweils ein Beispiel für ein internes und ein externes Frühwarn- und Überwachungssystem Intern: HACCP Extern: BfR, EU rapid Alert System for Food and Feed
- Nenne die Stufen der Risikobewertung (risk assesment) durch das BfR Hazard identification = Erkennen der möglichen Gefahrenquelle (Identifizierung des gesundheitgefährdenen Agens) Hazard characterisation = Charkterisierung des Gefährdungspotentials (Beurteilung der gesundheitsschädlichen Wirkung) Exposure Assesment = Abschätzung der Exposition des Menschen (Beurteilung der Aufnahme) Risk charakterisation = Charakterisierung des konkreten Risikos (Einschätzung der Häufigkeit und Schwere der schädlichen Auswirkungen)
- Unterschied zwischen qualitativer und quantitativer Risikobewertung Qualitative Risikobewertung = verbale Beschreibung von Risiken Quantitativ Risikobewertung = Beschreibung von Risiken mittels mathematischer oder statistischer Methoden
- Kriterien für die Bewertung eines Risikos die betroffene Bevölkerung/-sgruppe (z.B. Schwangere, Senioren, Kranke, Kinder), Wahrscheinlichkeit und ggf. Häufigkeit des Schadenseintritts Art, Schwere und Reversibilität der möglichen Schädigung Evidenz (Beweiskraft) für einen Kausalzusammenhang, Art und Qualität der zur Verfügung stehenden Daten einschließlich der Variabilitäten und Unsicherheiten, die Kontrollierbarkeit des Risikos. Es wird berücksichtigt, ob Verbraucher das Risiko minimieren können, z.B. durch Beachtung von Produktinformationen, die eine unschädliche Menge eines Lebensmittels angeben.
- Definition Risikokommunikation Risikokommunikation bezeichnet den zielgerichteten Austausch von Informationen und Meinungen über Risiken zwischen interessierten Beteiligten.
- Wer gehört zu den interessierten Beteiligten in der Risikokommunikation Politik Wissenschaft öffentliche Institutionen Verbände Nichtregierungsorganisationen Medien Bürger
- Wie sollte Risikokommunikation grundsätzlich aussehen? Welche Regeln sollten hierzu beachtet werden? transparent, verständlich und nutzbar Zielgruppenorientierte* Formulierungen in allgemein verständlichem Sprachgebrauch Klare nummerische und einheitliche Formulierung quantitativer Angaben Vermeidung nicht aussagekräftiger, schwammiger Aussagen Verwendung von Schlagworten wenn keine nummerische Angabe möglich ist Angabe der Herkunft der Daten die der Risikobewertung zugrunde liegen Evidenzeinschätzung *Zielgruppen gehen über den ursprünglichen Adressatenkreis der Stellungnahmen hinaus. Sie umfassen insbesondere Politik, Wirtschafts- und Verbraucherverbände und einzelne Bürger
- Wie sollte die Häufigkeit eines Ereignisses in der Risikokommunikation schlagwortartig angegeben werden? häufig gelegentlich selten bisher nicht bekannt geworden
- Wie sollte die Schwere einer gesundheitlichen Beeinträchtigung in der Risikokommunikation schlagwortartig angegeben werden? schwer mittelschwer leicht sehr geringfügig Zusätzlich wird berücksichtigt, ob die Beeinträchtigung chronisch oder akut, reversibel oder irreversibel ist.
- Wie wird die Eintrittwahrscheinlichkeit eines Ereignisses in der Risikokommunikation charaktersisiert gesichert wahrscheinlich möglich unwahrscheinlich praktisch ausgeschlossen Anhaltspunkte zur Interpretation der Begriffe (z.B. „gesichert: in mehr als 99 von 100 Fällen“ oder durch einen Vergleich mit bekannten Eintrittswahrscheinlichkeiten) sollten gegeben werden. Sofern quantitative Abschätzungen vorliegen, sollten diese angegeben werden.
- Wie wird die Evidenz eines Kausalzusammenhangs zwischen der Gefahrenquelle und der gesundheitlichen Beeinträchtigung in der Risikokommunikation charakterisier? ein allgemein anerkannter Nachweis (= Kausalität ist belegt und in der Wissenschaft allgemein akzeptiert)ein durch Tatsachen begründeter Verdacht (= Tatsachen machen die Kausalität plausibel) eine Besorgnis, engl.: „concern“ (= verhältnismäßig vage Anhaltspunkte für ein Risiko) keine Anhaltspunkte für ein Risiko.
- Woher könnten Daten stammen, die einer Risikobewertung zugrunde liegen? das Zulassungsdossier eines Unternehmens nach einer Rechtsvorschrift, wissenschaftliche Veröffentlichungen andere öffentlich zugängliche Informationen Stellungnahmen wissenschaftlicher Gremien oder Experten Ergebnisse aus Monitoringprogrammen Daten aus Verzehrsstudien andere Mitteilungen an das BfR um eigene Erkenntnisse des BfR, z.B. aus experimentellen Untersuchungen.
- Wie erfolgt das Risikoassesment bei Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft 1. Sachlogische und zweckmäßige Analyse potentieller Risiken und Festlegung angemessener Managementmaßnahmen durch das verantwortliche Team Definition möglicher Risiken (Bereiche und Felder) Zusammenstellung des Arbeitsteams (nach Expertise) Priorisierung der Risikobereiche (unternehmensintern, -extern) Rangreihung möglicher Risikofehler (Produkt, Offentlichkeit,Gesetz, etc.) Analyse der Ursachen und Quellen der Risiken Erarbeitung möglicher Managementaktivitäten Erstellung relevanter Lösungsalternativen Begleitung der Umsetzung ausgewählter Lösungen Evaluierung implementierter Lösung Empfehlungen zur Anpassung der Notfallplanung
- Nenne interne und externe Risikoarten in der Lebensmittelwirtschaft Intern: Produktkontamination (Zukauf von Rohware, mangelnde Hygiene, Sabotage) Leistungsausfall (Fehlende Mitarbeiter, Stillstand von Maschinen) Extern: Öffentliche Diffamierung (Kampagne von Mitbewerbern, negative Medien/-Testberichte) Umweltprobleme (Naturkatastrophen, Pandemien) Recht und Politik (Gesetztesänderungen und -verstöße) Ökonomie (Erhöhte Rohstoffpreise, Konkurs von Lieferanten)
- Nenne Risikofelder (Risikoquellen) im Unternehmen im Bereich Produktkontamination Haushaltung und Entsorgung (Müll) Gebäudezustand und Instandhaltungsmaßnahmen Reinigung und sanitäre Einrichtungen Qualitätssicherung, Maßnahmen und Kontrolle Schädlingsbekämpfung und Maßnahmen Hygiene, HAACP, und Kontrollmaßnahmen Kontrolle des Rohmaterials und der Verpackung Produktions- und Qualitätskontrolle Fremdkörperkontamination Produktions- und technische Anlagen Lagerhaltung und Fahrzeuge Allergenkontrolle Produktions- und Betriebssicherheit
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- Nenne nützliche Aufzeichnungen zur Analyse einer Kontaminationsquelle in einem Lebensmittelunternehmen Handbücher zum Hygiene- und Qualitätsmanagementsystem (HACCP- Konzept) Berichte zur Implementierung und Evaluierung zusätzlicher Lebensmittelstandards wie ISO 9000/ 9001 ff./ 22000, IFS Information zum Tracking & Tracing System wie Batch Coding System und Kennzeichnung (Etikettierung) von Eigenprodukten und der Zulieferunternehmen Prüfbereiche der Lebensmittelbehörden (Stichproben-Analyse, Kontaminationsrisiken) Berichte zu durchgeführten Lieferanten Bewertungen (Audits)
- Wie sollte die Risikoanalyse in einem Lebensmittelunternehmen erfolgen? ganzheitlich und mehrstufig Festlegung der größten Risiken für die betriebliche Kontinuität, Ausfall von Produktionsfaktoren: Mensch, Maschine, Infrastruktur, etc. Bildung von Risiko- Clustern gemäß des Zusammenspiels verschiedener Faktoren. Ressourcenausfall: Ursache- Wirkungs-Zusammenhang Einschätzung der Risiken gemäß Szenarien. Möglicher Leistungsausfall und –abfall, Schadenseintritt Im Anschluss folgt die Risikobewertung durch Bewertung von Gefahrenpotential (Schadenshöhe) und Eintrittswahrscheinlichkeit (Auftrittswahrscheinlichkeit). Monetäre Bewertung grundsätzlich nicht immer möglich.
- Was beinhaltet die Risikobewertung in einem Lebensmittelunternehmen Schrittweise Identifizierung, Analyse und Bewertung der Risiken Identifikation von Risikofeldern entlang der Prozesskette Bewertung der Risiken nach Gefahrenpotential, Wahrscheinlichkeit des Eintritts und Möglichkeit zur Steuerung Erstellung eines Risikoprofils für das Unternehmen anhand einer skalierten Risiko-Matrix
- Nenne einige Fragestellungen die der Absicherung der Informationslage bei gesundheitlichen Risiken dienen Gesundheitlicher Sachverhalt (Gesundheitsrisiko) Wie hoch ist das gesundheitliche Risiko für den Verbraucher? Welche Anerkannten Experten, Ärzte stehen zur Verfügung? Welche wissenschaftlichen Daten sind für die Beurteilung des Problems verfügbar? Produktbezogene Informationen (Ursachenklärung, Fehler- Umfang) Hat der Produktfehler eine versehentliche oder vorsätzliche Ursache Wann wurden die Produkte hergestellt? (Hersteller, Lieferant, Charge, Datum)? Sind Rückstellmuster, Gegenproben vorhanden? In welchen anderen Produkten sind Rohwaren, Materialien noch verarbeitet worden Welche mengen sind bereits ausgeliefert und an wen? (Abnehmer, Kunde)
- Was ist unter dem AMOR-Ansatz zu verstehen? Allianzen, Mutual, Organisation, Risikoorientierte Prüfstrategien Riskoorientierter Prüfungsansatz in der Lebensmittelkette mit 2 Dimensionen Zusammenarbeit mit anderen Akteuren der Wertschöpfungskette zum gegenseitigen Nutzen (Bildung von Allianzen) Gemeinsame risikoorientierte Gestaltung der Prüfungen (Umfang der Prüfung angepasst an das Risiko der jeweiligen Produktcharge (für Lebensmittelsicherheit))
- Nenne Gründe dafür, warum zukünftig die erfolgreiche Rekrutierung von Fachkräften an Bedeutung zunimmt Talente werden knapp Mangel an qualifizierten Nachwuchskräften Gesteigerter internationaler Wettbewerbsdruck um geeignete Führungskräfte Ideen für Innovationen stammen bereits heute hauptsächlich von den eigenen Mitarbeitern
- Vor welchen Herausforderungen steht die Lebensmittelbranche in den nächsten Jahren? Konzentrationsprozess innerhalb eines Marktsegments erfordert flexible Unternehmensstrukturen Nachhaltigkeitsdebatte fordert sozialvertragliche und ressourcenschonende Herstellung und Erzeugung von Produkten Rohstoffsicherung wird zum zentralen Thema der Lebensmittelproduzenten verbunden mit den Themen Arbeitsbedingungen sowie Energieverbrauch bei Herstellung und Transport Weltweite gestiegene Nachfrage nach Lebensmitteln verschärft den Preiskampf
- Nenne einige Voraussetzungen und Fähigkeiten, die künftige Führungskräfte mitbringen müssen Fähigkeiten: Entwicklung vom Spezialist zum Generalist mit steigenden Aufgabenprofil und Verantwortung Impulsgeber für Veränderungen Schnittstellenoptimierer zwischen Kunden-Lieferanten und Stakeholdern Früh- und rechtzeitiges Erkennen von Risiken Persönlicheitsmerkmale: Einfühlungsvermögen und Kommunikationsfähigkeit Verhandlungsgeschick Überzeugungskraft konstruktives Durchsetzungsvermögen Teamorientierung
- Nenne einige Anforderungen an Qualitätsmanager sehr gute Kenntnisse der gängigen Qualitätsnormen und -standards perfekte Beherrschung der relevanten Erzeugungs- und Produktionsverfahren gutes organisatorisches und technisches Verständnis diplomatisches Geschick Sozialkompetenz Hartnäckigkeit sehr gute Englischkenntnisse und ggf. gutenKenntnisse einer weiteren Sprache Teamfähigkeit
- Wo entstehen Public-Private-Patnerships? Warum sind Sie von Bedeutung im Bereich Krisenmanagement? an der Schnittstelle von Wirtschaft (Unternehmen und Dienstleister), Verwaltung (Behörden und Regierungsorganisationen) und Wissenschaft (Hochschulen und Nichtregierungs-Organisationen) Zunehmende Bedeutung aufgrund der Verlagerung der Verantwortlichkeit der LM-Sicherheit vom öffentlichen in den privaten Sektor durch Inkrafttreten des neuen LM-Rechts ("General Food Law")
- Nach welchem Modell arbeitet das PPP-Konzept? Plan-Do-Check-Act Plan = Planung des Ablaufs und der Gestaltungselemente von Übungsserien Do = Durchführung von PPP-Krisenübungen und Bereitstellung der Infrastruktur Check = Nach- und Aufbereitung der Übungserfahrungen mithilfe präventiver QM-Methoden (z.B. FMEA*) Act = Wissenstranfer, Ableitung zielgruppenspezifischer Handlungsempfehlungen *Fehlermöglichkeits- und -einflussanalyse = analytische Methoden der Zuverlässigkeitstechnik. Dabei werden mögliche Produktfehler hinsichtlich ihrer Bedeutung für den Kunden, ihrer Auftretenswahrscheinlichkeit und ihrer Entdeckungswahrscheinlichkeit mit jeweils einer Kennzahl bewertet.
- Nenne Schritte zur Bildung des PPP-Konzeptes Bildung von PPP-Allianzen (Experten + Entscheidungsträger aus öffentlichem und privatem Sektor) Krisenmanagementübungen (als Strategie zur Krisen- und Risikoprävention) Entwicklung eines Ablaufplans (nach Vorbild der LÜKEX-Übungen zur zivilen Sicherheit im Katastrophenfall) Einbindung von Universitäten (z.B. Verbundprojekte) PPP-Veranstaltungen Entwicklung eines Kollaborationskonzeptes (4 Elemente erfolgreicher Kollaboration über Landes- und Disziplingrenzen hinweg: Wissensintegration, Informationslogistik, Kommunikation, Koordination)
- Welche 4 Elemente beinhaltet das Konzept zur erfolgreichen Kollaboration über Landes- und Disziplingrenzen hinweg bei der Etablierung von Public-Private-Partnerships 1. Wissensintegration = Zugänglichkeit und systematische Nutzung des Erfahrungswissens Expterenworkshops und Krisenseminare 2. Informationslogistik = Technische Prozesse des Datenaustausches Wissensdatenbank, Schnittstellenpflege, Daten-Austausch-Verfahren 3. Kommunikation = Austausch von Infos und Vorstellungen. Grundlage zur Zusammenarbeit. Motivation zur Kommunikation während gemeinsamer Übungen 4. Koordination = Regelung der Beziehungen zwischen den Beteiligten zur Abstimmung hinsichtlich eines übergeordneten Ziels Etablierung einer Betreibergesellschaft unter gemeinsamer Trägerschaft
- Nenne Möglichkeiten für Unternehmen Talente längerfristig an sich zu binden Emotionale Bindung durch ausgezeichneten/es Teamgeist/Betriebsklima durch eine öffentlich bekannte vorbildliche Unternehmenskultur und Führungspolitik Qualifikationsorientierte Bindung Entwicklungschancen/Perspektiven attraktive und herausfordernde Aufgaben Weiterbildungsmöglichkeiten flexible Arbeitsmodelle sinngebende Tätigkeiten, Ziele und Perspektiven Verantwortungsspielraum und Freiräume Entscheidungs- und Mitgestaltungsmöglichkeiten
- Nenne Beispiele für Standards die im QM-Management verwendet werden IFS* QS ISO 9001 ISO 22000 *International Featured Standards (IFS) bezeichnet eine Reihe von „Lebensmittel-, Produkt- und Servicestandards“, die gewährleisten sollen, dass „gemäß den mit den Kunden vereinbarten Spezifikationen ein konformes Produkt“ produziert wird „bzw. eine Dienstleistung“ erbracht wird
- Nenne Methoden zur Risikoanlayse und -bewertung HACCP (Hazard Analyses and Critical Control Points) FMEA (Fehlermöglichkeits und -einflussanalyse) Risikomatrix Fehlerbaum-Analyse
- Probleme der Agrar- und Ernährungswirtschaft hinsichtlich der Gefahr von Krisen Zunehmende Dynamik der Wertschöpfungskette Vielzahl an Akteuren Komplexe Beziehungen (Kunden - Lieferanten) Informationsmangel bzgl. der Prüfungen und deren Ergebnissen in anderen Stufen der Kette Ineffizienz der Prüfungen in der LM-Kette durch Doppelungen und zusätzliche Prüfungen Globalisierter Handel LM-Kette ist komplex und grenzüberschreiten, während Kontrollen überwiegend auf Sicherheit (nicht Betrug) ausgerichtet ist und einen nationalen Fokus hat ---> Lösungsansatz: AMOR
- Nenne die führenden Fälle des LM-Betrugs Olivenöl Fisch Bio-LM
- Nenne einige Arten (Muster) des LM-Betruges Wichtige Inhaltsstoffe werden durch billige Alternativen ausgetauscht Die gekennzeichnete Tierart passt nicht zum Fleisch Das Gewicht wird falsch angegeben Konventionelle Lebensmittel werden als Bio-LM verkauft Zuchtfische werden als Wildfang gekennzeichnet LM mit abgelaufenem MHD werden „neu“ verpackt
- Nenne Initiativen der EU gegen LM-Betrug OPSON (altgriech. Lebensmittel) Schutz der öffentlichen Gesundheit und Kampf gegen organisierte Kriminalität im Lebensmittelbereich Stärkung internationaler Kooperationen Stärkung von nationalen Kooperationen zwischen den Behörden und Vertiefung der Kooperation mit der LM Industrie Partner: Europol, interpol, LM-Behörden,... AAC-System (Administrative Assistance and Cooperation System) Ergänzung von RASFF* und TRACES** Verbesserung der Kommunikation zwischen Behörden von Mitgliedstaaten und den Dienststellen der Europäischen Kommission zur Bekämpfung von Lebensmittelbetrug *Schnellwarnsystem der EU (Rapid Alert System Food and Feed) zur lückenlosen, schnellen Weitergabe von Informationen zwischen den Mitgliedsstaaten und der Kommission, wenn Produkte entdeckt werden, die eine Gefahr für die Gesundheit darstellen. **TRAde Control and Expert System. Ein von der Europäischen Union (EU) eingeführtes Datenbanksystem, mit dem der gesamte Tierverkehr innerhalb der EU sowie aus der und in die EU erfasst wird