299
Sozialpsychologie (Subject) / Sozialpsychologie (Lesson)
Advertisement
- Was sind drei mögliche Erklärungen / Ursachen für Konformität? Informationaler sozialer Einfluss Normativer sozialer Einfluss Gruppenbezogener informationaler sozialer Einfluss
- Was hat es mit infrmationalem sozialen Einfluss auf sich? Wann orientieren wir uns besonders an informationalem sozialen Einfluss? informationeler sozialer Einfluss Anpassung an Mehrheitsmeinungen, weil wir glauben, dass die Interpretation einer mehrdeutigen Situation (s. Sherif: autokinetischer Effekt) von Anderen zutreffender ist, als unsere eigene Bedürfnis zu wissen "was richtig ist" ⇒ wenn möglich, durch objektive Vergleiche, sonst durch soziale Vergleiche (Festinger, 1954) in neuen Situationen, in uneindeutigen Situationen und in Krisensituation
- Was hat es mit normativem sozialen Einfluss auf sich? Normativer sozialer Einfluss Anpassung an Mehrheitsmeinungen, weil wir gemocht, akzeptiert, sozial annerkannt werden möchten Zurückweisung vermeiden wollen in der Gruppe bleiben wolle⇒ Studien von Asch⇒ normativer Einfluss führt zu oberflächlichen Anpassung, nicht notwendigerweise zur Interalisierung (private Meinung kann bestehen bleiben)
- Was hat es mit gruppenbezogenem sozialen Einfluss auf sich? Gruppenbezogener sozialer Einfluss Kritik an informationalem und normativem Einfluss: Einfluss aufgrund interpersonaler Abhängigkeit⇒ Validierung von Informationen⇒ soziale Zugehörigkeit bei Salienz einer relevanten Gruppenzugehörigkeit passen sich Personen an Gruppennormen an, weil sie Gruppenmitgleider sind, nicht um Informationen zu validieren, oder soziale Anerkennung zu erhalten (Hogg & Turner, 1987) Gruppennormen werden internalisiert ⇒ Anpassung auch in Abwesenheit anderer Gruppenmitglieder⇒ Anpassung an Normen, nicht an Personen
- Welche Kritik kann an Aschs Linienexperiment geübt werden? eigentlich habe Asch Minoritäteneinfluss untersucht (Serge Moscovici) Annahme Asch: Sozialer Einfluss könne nur von einer Mehrheit ausgehen
- Nenne historische Beispiele für Minoritäteneinfluss auf Majoritäten! Anti-AKW-Bewegung in Deutschland (2000: Atomkonsens, 2011: Atomausstieg bis 2022) Homosexuelle (1994: Entkriminalisierung, 2001: eingetragene Lebenspartnerschaft)
- Was besagt der von Serge Moscovici formulierte Konformitätbias? Konformitätbias = sozialer Einfluss wird fälschlicherweise nur als Mehrheitseinfluss verstanden, Innovationen durch Minderheiten werden ignoriert
- Warum hat Asch in seinem Linienexperiment Serge Moscovici (1925 - 2014) zufolge eigentlich Minderheiteneinfluss untersucht? Asch Experiment untersucht Minderheiteneinfluss! (Serge Moscovici (1925-2014) Unsicherheit entsteht, wenn eine offensichtlich korrekte Ansicht in Frage gestellt wird (Länge der Linien) Versuchsperson ist Teil einer Mehrheit (alle Personen mit objektiv richtiger Einschätzung der Linien) Konföderierte sind eine Minderheit Versuchspersonen, die sich nicht überzeugen lassen, handeln konform mit der "wahren" Mehrheit
- Welche drei Arten von sozialem Einfluss bei Konflikten innerhalb von Gruppen gibt es Moscovici, 1976 zufolge? Drei Arten von sozialem Einfluss bei Konflikten innerhalb von Gruppen Konformität: Majoritäteneinfluss Normalisation: Kompromissfindung Innovation: Einfluss durch Minorität
- Wie war der Versuchsaufbau in Moscovici, Lages & Naffrechoux Studie zum Minoritäteneinfluss, 1969? Versuchsaufbau in Moscovici, Lages & Naffrechoux Studie zum Minoritäteneinfluss, 1969 Umkehr des Linienexperiments von Asch (Einschätzung von Farben auf Dias) Minorität: 2 Konföderierte Majorität: 4 Versuchspersonen Bedingung 1: konsistente Minderheit beide Konföderierte benannten bei jedem Durchgang Dias als grün (obwohl sie blau waren) Bedingung 2: inkonsistente Minderheit beide Konföderierte benannten in 25% der Durchgänge die Dias als grün und in 75% der Durchgänge als blau Ergebnisse (s. Abb.):⇒ bei konsistenter Minderheit waren 8,42% der Antworten der Majorität "grün"⇒ Inkonsistente Minderheit hat keinen Einfluss
- Advertisement
- Welche Einflüsse werden in Moscovicis 2-Prozess Modell des Einflusses unterschieden? Einfluss durch Majorität⇒ oberflächliche Anpassung (compliance) ohne Einstellungsänderung (normativer Einfluss) Einfluss durch Minorität⇒ "Validierungsprozess", Argumente werden durchdacht, möglicherweise akzeptiert (Konversion, informativer Einfluss)
- Wie war das Vorgehen bei den Meta-Analysen zum Mehrheitseinfluss und Minderheiteneinfluss von Wood et al., 1994? Was Waren Ergebnisse? Meta-Analysen zum Mehrheitseinfluss und Minderheiteneinfluss von Wood et al., 1994 97 Studien zum Minoritätseinfluss verglichen wurde: Minoritätseinfluss mit Kontrollgruppe Minoritätseinfluss mit Majoritätseinfluss drei Urteilsebenen, au denen Beeinflussung gemessen wurde: öffentlich privat, direkter Bezug zum Einstellungsobjekt privat, indirekter Bezug zum Einstellungsobjekt⇒ Bezug ist Versuchsperson nicht bewusst Minderheit ⇔ Kontrollgruppe(negative Werte zeigen stärkeren Minderheiteneinfluss) öffentlich: d = -,24 (N = 36) privat, direkt: d = -,34 (N = 63) privat, indirekt d = -,58 (N = 23) Minderheit ⇔ Mehrheit (negative Werte zeigen stärkeren Minderheiteneinfluss, positive Werte stärkeren Mehrheitseinfluss) öffentlich: d = +,36 (N = 36) privat, direkt: d = +,28 (N = 63) privat, indirekt d = -,05 (N = 23) Fazit:⇒ 2-Prozess Modell konnte nicht eindeutig bestätigt werden: Mehrheitseinfluss nachweisbar auf direkten privaten Einstellungsmaßen Minderheiteneinfluss nachweisbar auf indirekten, privaten Einstellungsmaßen⇒ Normative Faktoren könnten auch bei Minderheiteneinfluss eine Rolle spielen bspw. Angst sich selbst als deviant wahrzunehmen
- Sowohl Eigengruppenminderheiten, als auch Fremdgruppenminderheiten können Einfluss nehmen, welche nehmen stärker Einfluss? Eigengruppenminderheiten
- Was waren Ausgangspunkte des Milgram Experiments? Was war die Kernfrage? Ausgangspunkt 1 des Milgram Experiments Kritik am Linienexperiment von Asch, 1951 als zu trivial für den Nachweis von konformität:⇒ Experiment zu Konformität und Vergabe von Elektroschocks⇒ Kontrollgruppe nötig, die ohne sozialen Einfluss Elektroschocks vergibt Ausgangspunkt 2des Milgram Experiments: Nationalsozialismus Kernfrage: Wie lange gehorcht ein Mensch in einem Gewissenskonlikt Autorität?
- Schildere den Ablauf des Milgram Experiments! Ablauf des Milgram Experiments zwei Versuchspersonen (davon einer in Wahrheit ein Konföderierter) betreten Labor zur Studie "Erinnerungsvermögen und Lernfähigkeit" Versuchsperson wird "Lehrer", Konföderierter wird "Schüler" Studie: "Auswirkungen von Strafe auf Lernen" "Schüler" kommt in seperaten Raum, Arme werden an den Stuhl gefesselt, Elektrode am Handgelenk ("Lehrer" schaut zu) Lernen von Wortpaaren, bei jedem Fehler:⇒ Elektroschock mit wachsender Stärke
- Beschreibe den Schockgenerator im Milgram Experiment! Schockgenerator im Milgram Experiment 30 Schalter Steigerung von 15 Volt (leichter Schock) bis 450 Volt (XXX)
- Was waren die Reaktionen des Schülers im Milgram Experiment Reaktionen des Schülers im Milgram Experiment bis 75 Volt: keine Reaktion von Unbehagen 150 Volt: "Versuchsleiter, holen Sie mich raus!" 300 Volt: "Ich will bei diesem Experiment nicht länger mitmmachen!" Nach 330 Volt: keine Reaktion mehr zu hören
- Was waren die Anordnungen des Versuchsleiters im Milgram Experiment? Anordnungen des Versuchsleiters im Milgram Experiment"Obwohl die Schocks äußerst schmerzhaft sein können, verursachen sie keine bleibende Gewebeschädigung" Bitte, fahren Sie fort! /Oder: Machen sie weiter Das Experiment erfordert, dass Sie weitermachen! Sie müssen unbedingt weitermachen! Sie haben keine Wahl, Sie müssen weitermachen!⇒ Versuchsperson im Konflikt
- Wie groß war die Abweichung des vorhergesagten Verhaltens von Probanden im Milgram Experiment vom tatsächlichen Verhalten der Probanden? gewaltig! etwa 60% der Versuchsteilnehmer hätten den Konföderierten getötet erwartet wurde, das nur ein sehr geringer "sadistischer" Anteil der Probanden bis zu ~ 255 Volt steigern würde
- Was sind drei Einflussfaktoren auf den Gehorsam der Probanden die in späteren "Milgram Experimenten" variiert wurden? Einflussfaktoren auf Gehorsam Physische Nähe zum Opfer Legitimität der Autoritat Soziale Unterstützung für Ungehorsam
- Welchen Einfluss hatte die Variation der physischen Nähe zum Opfer in Folgeexperimenten des Milgram-Experiments? Was könnte das übertragen auf Methoden der Kriegsführung bedeuten? Variation der physischen Nähe zum Opfer Je näher der "Schüler", desto geringer der Gehorsam Berührungsnähe:durchschnittliche Schockstufe: 18, Gehorsam 30% Moderne Kriegsführung reduziert Nähe zum Opfer:⇒ Bombenabwurf auf Knopfdruck ist leichter als die direkte Konfrontation mit individuellen Feinden Psychologische Nähe zum "Feind" wird oft durch Dehumanisierung (Abschreibung menschlicher Eigenschaften) reduziert, was das töten erleichtern könnte
- Welchen Einfluss hatte die Variation der Legitimität der Autorität des Versuchsleiters in Folgeexperimenten des Milgram-Experiments? Variation der Legitimität der Autorität des Versuchsleiters je geringer der Status des Versuchsleiters / die Wahrnehmung des Versuchsleiters als Experten, desto geringer der Gehorsam
- Welchen Einfluss hatte soziale Unterstützung für Ungehorsam in Folgeexperimenten des Milgram Experiments? wurde Ungehorsam sozial unterstützt (normativer Einfluss), zeigten die Probanden mehr Ungehorsam
- Wie rechtfertigten sich Probanden die am Milgram Experiment teilgenommen hatten? Verantwortungsabgabe:"Ich selber hätte das ja nicht gemacht. Ich habe nur gemacht, was man mir befohlen hat."⇒ Agens-Zustand (Milgram)
- Was beschreibt Milgram als "Agens-Zustand" Agens-Zustand Gehorsam und Abgabe von Verantwortung
- Was ist die Definition von Aggression nach Baron & Richardson, 1994? Aggression Jede Form von Verhalten, die darauf abzielt, einer anderen Person zu schaden oder sie zu verletzen, die motiviert ist diese Behandlung zu vermeiden⇒ Aggression definiert sich über die zugrundeliegende Motivation, nicht die Konsequenz
- Was ist "Gewalt" per Definition? Gewalt = Verhalten mit Schädigungsabsicht, bei dem schwere körperliche Schädigungen zugefügt werden
- Was sind nach Krahé, 2013 Unterkategorien aggressiven Verhaltens? Unterkategorien aggressiven Verhaltens Art der Aggression verbal körperlich Unmittelbarkeit direkt indirekt Sichtbarkeit offen verdeckt Anlass Vergeltung grundlos Ziel hostil instrumentell Art der Schädigung psychisch physisch Konsequenzen kurzzeitig lang andauernd Soziale Einheiten Individuen Gruppen
- Welche Messmethoden gibt es für Aggression? Messmethoden für Aggression Statistiken zu Gewaltdelikten (bspw. Polizeiliche Kriminalstatistik) Natürliche Beobachtung (bspw. Aggression in Schulklassen) Aggression-Questionnaire Selbstberichte/Fremberichte Feldexperimente (bspw. Aggressionen nach Provokation im Straßenverkehr) Laborexperimente
- Wie kann mithilfe des Lehrer-Schüler-Paradigmas Aggression gemessen werden? Was ist ein Problem? Lehrer-Schüler-Paradigma Aggression Machine (vgl. Milgram, 1974) "Lehrer" (Versuchsperson) stellt "Schüler" Aufgabe und straft mit Elektroschocks Variationen mit anderen aversiven Reizen (Hitze, Lärm) möglich Problem: Lernsituation ⇒ evtl. prosoziales Motiv
- Advertisement
- Wie kan mithilfe des Hot-Sauce-Paradigmas nach Liberman et al., 1999 Aggression gemessen werden? Hot-Sauce-Paradigma Versuchsperson "würzt" Getränk oder Suppe für andere Person AV: Menge der scharfen Sauce Gut quantifizierbares Maß Nur kurzfristige Schädigung (ethisch weniger bedenklich, als Elektroschocks oder Lärm) Variabel einsetzbar, für verschiedene Fragestellungen
- Welche Kritik kann an Laborstudien zum Maß von Aggression geübt werden? Kritik an Laborstudien zum Maß von Aggression Mangelne externe Validität? Aggression im Labor zeigt vergleichsweise geringe Schädigung Methodische Einschränkungen⇒ Motivation der Versuchspersonen in einigen Paradigmen unklar (teacher-learner) ⇒ Verhalten ist nicht immer offensichtlich aggressiv⇒ Versuchspersonen können oft nur aggressives Verhalten zeigen⇒ Störvariable: Gehorsamkeit gegenüber dem Versuchsleiter
- Was ergab die Metaanalyse von Anderson & Bushman, 1997 zur Labormessung von Aggression ? Metaanalyse von Anderson & Bushman, 1997 zur Lobormessung von Aggression Laborstudien bilden Effekte/Prozesse individueller und situationaler Faktoren ab wie Studien im Feld: Individuell: bspw. Geschlecht, Trait Aggressiveness Situational: bspw. Provokation, Alkohol, Mediengewalt
- Was sind Bedingungsfaktoren aggressiven Verhaltens? (Individuell & Situational) Bedingungsfaktoren aggressiven Verhaltens Individuelle Unterschiede Persönlichkeit Geschlecht Feindseliger Attributionsstil Situationale Faktoren Alkohol Hitze Mediengewalt Aggressive Hinweisreize
- Was ergaben Laborexperimente zu Mediengewalt und Aggression? Laborexperimente zu Mediengewalt und Aggression⇒ Unmittelbare Effekte⇒ Kinder zeigen nach gewalthaltigem PC-Spiel anschließend mehr aggressives Verhalten (Anderson et al. 2007)
- Was ergaben Längsschnittstudien zu Gewalt und Aggression? Längsschnittstudien zu Gewalt und Aggression (s. Abb.)⇒ Effekte über Zeit⇒ kumulative Effekte wiederholten Gewaltkonsums
- Was war der Versuchsaufbau der 22 jährigen Längsschnittstudie von Lefkowitz et al., 1977 zu Mediengewalt und Aggression? Welche Hypothesen zur interpretation der Ergebnisse gibt es? 22 jährigen Längsschnittstudie von Lefkowitz et al., 1977 zu Mediengewalt und Aggression N = 184 Jungen Längsschnitt über 22 Jahre Ergebnisse:⇒ "Konsum von Fernsehgewalt im Alter von 8" korreliert sign. mit "Aggression im Alter von 8" und "Aggression im Alter von 18"⇒ "Aggression im Alter von 8" korreliert sign. mit "Aggression im Alter von 18" und "Konsum von Fernsehgewalt im Alter von 8"Interpretation: Sozialisationsthese: Medienkonsum ⇒ Aggression Selektionsthese: Aggression ⇒ Medienkonsum
- Warum führt Mediengewalt zu Aggression? Gründe, warum Mediengewalt zu Aggression führt: soziales Lernen, Bandura, 1977⇒ Belohnung medialer Aggression Erhöhte Abrufbarkeit aggressiver Gedanken und Gefühle Langfristige Habituation Normative Akzeptanz von Gewalt
- Warum muuste die Frustrations-Aggressions-Hypothese von Berkowitz & LePage (Menschen zeigen nach Frustration in Anwesenheit einer Waffe mehr Aggression), 1967 relativiert werden? Metaanalyse von Carlson et al. 1990 ⇒ aggressive Hinweisreize erhöhen die Auftretenswahrscheinlichkeit aggressiven Verhaltens auch ohne Frustration!⇒ Aktivierung kognitiver Schemata, die mit Aggression verbunden sind
- Was war der Versuchsaufbau der Studien von Klinesmith et al., 2006 zu Aggressiven Hinweisreizen und biologischen Faktoren? Was waren Ergebnisse? Studien von Klinesmith et al., 2006 zu Aggressiven Hinweisreizen und biologischen Faktoren Testosteron ist mit ehöhter Aggressivität verbunden Challenge Hypothesis:⇒ Testosteronanstieg bei bedrohlichen Hinweisreizen, zur Vorbereitung auf angemessene Raktion bspw. Aggression Annahme: Testosteron wird durch aggressive Hinweisreize erhöht und mediiert den Effekt auf aggressives Verhalten Design:N = 30 Männer (Studierende)UV = Waffe ⇔ KinderspielzeugAV = Testosteron, Hot-Sauce-Paradigma Ergebnis: Annahme bestätigt! aggressive Hinweisreize wirken auf Testosteronausschüttung und so auf aggressives Verhalten
- Was ist "Helfen" per Definition? Helfen = Handlung, die die Absicht verfolgt, die Situation des Hilfeempfängers zu verbessern
- Was ist "Prosoziales Verhalten" per Definition? Prosoziales Verhalten = Hilfe, die nicht aufgrund einer Verpflichtung zur Hilfe gewährt wird
- Was ist "Altruismus" nach Bieroffs Definition, 2002? Altruismus = Prosoziales Verhalten ohne Erwartung extrinsischer Belohnung und mit dem obersten Ziel, der anderen Person zu nützen
- Welche Antworten gibt es im Kontext der Altruismus-Egoismus-Debatte auf die Frage, wie Hilfeverhalten motiviert ist? ⇒ Altruistisch: um anderen zu helfen⇒ Egoistisch: Abbauch negativer Gefühle
- Welche Modelle stehen sich im Kontext der Altruismus-Egoismus-Debatte gegenüber? Empathie-Altruismus-Hypothese nach Batson et al., 1981⇒ Empathie (= Mitgefühl, Fürsorglichkeit für Andere) ruft altruistische Motivation hervor Modell des Abbaus negativer Stimmung nach Cialdini et al, 1987⇒ Personen helfen einander, um negative Gefühle abzubauen und bei Mangel an Alternativen
- Was war der Versuchsaufbau der Studie von Batson et. al., 1981 zu Empathie und altruistischem Verhaten? Studie von Batson et. al., 1981 zu Empathie und altruistischem Verhaten Hilveverhalten gegenüber: UV1: Zielperson ist in Werten und Interessen ähnlich/unähnlich⇒ Empathie UV2: Verlassen der Situation ist einfach/schwierig⇒ Verhaltensalternativen N = 44 Studentinnen Ergebnis:⇒ weniger Hilfe bei unähnlich und einfacher Flucht (s. Abb.)
- Welche tragische Geschichte umschreibt "Der Fall Kitty Genovese"? Wofür ist er exemplarisch? Der Fall Kitty Genovese 1968 in Queens auf dem Weg zu ihrer Wohnung ermordet 38 Zeugen griffen nicht ein⇒ Bystander-Effekt (Verantwortungsdiffusion)
- Was war der Versuchsaufbau des Experiments von Darley & Latané, 1968 zu Bystander Effekt bzw. Verantwortungsdiffusion beim Hilfeverhalten? Was waren Ergebnisse? Experiment von Darley & Latané, 1968 zu Bystander Effekt bzw. Verantwortungsdiffusion beim Hilfeverhalten Annahme: Je mehr Personen Zeuge einer Notsituation sind, desto weniger Verantwortung spürt jeder Einzelne zu helfen Design: Diskussion unter Studierenden über Gegensprechanlage mit 2,3 oder 6 Personen ⇒ eine Person erleidet "epileptischen Anfall" AV: Hilft die Versuchsperson? Ergebnis: Je mehr Personen im anderen Raum vermutet wurden, desto geringer das Hilfeverhalten (s. Abb.)
- Durch welche drei Prozesse wird das Eingreifen von Zuschauern beim Bystander Effekt Latené und Darley zufolge gehemmt? Eingreifen von Zuschauern wird durch drei Prozesse gehemmt Verantwortungsdiffusion beim Hilfeverhalten Pluralistische Ignoranz ("Es ist nichts geschehen") Nosituation ist überraschend ⇒ Zögern Angemessenes Verhalten ⇒ Nichts tun! Wie die anderen Hemmung durch ein Publikum⇒ Bewertungsangst Je mehr Faktoren zusammenkommen, desto geringer die Hilfsbereitschaft der Zuschauer Aber: Umkehrung des Bustande-Effekts wenn die Hilfe vieler Personen benötigt wird! (Greitmeyer & Mügge, 2014)
- Welchen Effekt fanden Greitmeyer & Mügge, 2014 im Kontext des Bystander-Effekts, wenn die Hilfe vieler Personen benötigt wird? ⇒ Umkehrung des Bystander-Effekts!