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Ökologie & Ressourcenschutz (Subject) / Pflanzenökologie (Lesson)

Möseler

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  • Nenne die Eigenschaften von Ökosystemen. Ökosysteme sind von unterschiedlicher Komplexität (einfach/komplex) von unterschiedlicher Hemerobie von unterschiedlicher Viefalt (artenarm/artenreich=
  • Was beschreibt Hemerobie und welche unterschiedlichen Hemerobien gibt es? Beschreibt den Grad der menschlichen Beinflussung ahemerob = natürlich, ohne anthropogene Einflüsse  oligohemerob = naturnah mesohemerob = halbnatürlich euhemerob = naturfern polyhemerob = sehr stark beeinflusst metahemerob = naturfremd, anthropogen 
  • Was bedeutet Ökologie? Lehre von den Beziehungen der Organismen untereinander und zu ihrer Umwelt
  • Was bedeutet Biosphäre/Ökosphäre? Gesamtheit aller Ökosysteme der Erde, der Teil der uns umgebenden Umwelt, der von Organismen besiedelt werden kann
  • Was ist ein Ökosystem? Ein Ökosystem ist ein von Lebewesen und deren anorganischer Umwelt gebildetes Wirkungsgefüge, das sich weitgehend selbst reguliert. Es ist mithin auch als das systemhafte Zusammenspiel zwischen Biozönose und Biotop zu bezeichnen (Ellenberg 1973).
  • Was ist ein Biotop? Der Biotop ist gekennzeichnet durch seine topographischen, edaphischen, hydrischen und lokalklimatischen Eigenheiten, durch die Gesamtheit der örtlichen abiotischen Bedingungen. = Lebensraum einer Biozönose (Kratochwil & Schwabe 2001)
  • Was ist ein Habitat? Lebensstätte eines Organismus innerhalb eines Biotops (z. T. auch Lebensraum)
  • Was ist eine Biozönose?  biotische Teil eines Ökosystems gegenüber dem abiotischen Teil, dem Biotop
  • Was ist ein Ökotyp? standörtlich (ökologisch) vikariierende Taxa
  • Nenne die Grundprinzipien nach Thienemann. Biozönotische Grundprinzip: Je variabler die Lebensbedingungen einer Lebensstätte, desto artenreicher! Biozönotische Grundprinzip: Je mehr sich die Lebensbedingungen eines Biotops vom Normalen/Optimalen entfernen, um so artenärmer/charakteristischer wird die Biozönose und in um so größerem Individuenreichtum treten die einzelnen Arten auf.  Biozönotische Grundprinzip: Je länger sich ein Ökosystem entwickelt, desto artenreicher wird die Biozönose. 
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  • Was sagt der Begriff der Ökologischen Nische aus? Ökologische Nische steht für das System von Wechselbeziehungen zwischen einem Organismus und dessen Umwelt! Er beschreibt die funktionale Einordnung einer Art in ein Ökosystem, einschließlich, aber nicht nur deren topographische Lokalisierung in diesem System.
  • Wie werden die phänologischen Jahreszeiten eingeteilt? Laubentfaltung Blütezeit Fruchtreife Der Beginn der Apfelblüte gilt als der phänologische Frühlingsanfang
  • Nenne die Lebensformen nach Raunkiaer. Therophyten (Kräuter) Überdauerung mittels Samen Geophyten (Stauden)- Zwiebelgeophyten (Lauch-Arten = Allium) Rhizomgeophyten (Wind-Röschen = Anemone) Hemikryptophyten (Stauden) Rosettenpflanzen (Löwenzahn = Taraxacum) Ausläuferpflanzen (Erdbeere = Fragaria) Schaftpflanzen (Brennessel = Urtica) Chamaephyten (Halb- und Zwergsträucher)Spaliersträucher (Besenheide = Calluna) Phanerophyten (Bäume und Sträucher)  Bäume (Roßkastanie = Aesculus) Sträucher (Holunder = Sambucus) 
  • Was bedeutet Vernalisation? Auslösung des Schossens nach der Einwirkung einer längeren Kälteperiode
  • Was bedeutet Stratifikation? künstlicher Bruch der Keimruhe
  • Was sind Ektomykorrhiza? -Endomykorrhiza? -Arbuskuläre Mykrrhiza? Ektomykorrhiza (Ektotrophe Mykorrhiza): Pilzhyphen wachsen nur extrazellulär Endomykorrhiza (Endotrophe Mykorrhiza): Pilzhyphen wachsen sowohl extra-, als auch intrazellulär Arbuskuläre Mykorrhiza (vesikulär-arbuskuläre Mykorrhiz): bilden Arbuskeln in derZell aus --> verbesserte Phosphatversorgung
  • Mit welchen Pflanzen gehen Knöllchenbakterien (Rhizobium) eine Symbiose ein? -Fabaceae – Schmetterlingsblütler, = Kräuter, L. im landwirt. Sinne - Mimosaceae – Mimosengewächse = subtropisch-tropische Gehölze                                  - Caesalpiniaceae – Johannisbrotgew. = subtr.-tropische Gehölze
  • Wodurch werden die Rhizobien von den Fabaceaen angelockt? durch die Wurzel exsudate
  • Wie funktioniert die Stickstofffixierung durch die Knöllchebakterien? • Nitrogenase ist extrem Sauerstoff-empfindlich, die aeroben Bakterien aber benötigen Sauerstoff Stickstoffbindung • nur die Rhizobium-Bakterien besitzen das Stickstoff-bindende Enzym Nitrogenase • die Pflanzenzellen liefern das Sauerstoff-bindende Leg-Hämoglobin, mit diesem wird der Sauerstoff-Gehalt im Symbiosom niedrig gehalten • Leg-Hämoglobin färbt gleichzeitig die Knöllchen rötlich
  • Wie funktioniert der Stoffaustausch bei der Symbiose mit den Knöllchenbakterien? • Bacteroide ernährungsphysiologisch von der Pflanze abhängig                                           • Pflanze liefert als notwendige Energie für die Stickstoff-Fixierung Kohlenstoffverbindungen • deren Abbau liefert den Bacteroiden Energie in Form von ATP und Reduktionsäquivalente • Bacteroide liefern Ammoniak als Produkt der Stickstoff-Fixierung an die Pflanze • In den Pflanzenzellen wird der Ammoniak metabolisch weiter verarbeitet bei der Synthese Stickstoff-haltiger Verbindungen
  • Wieso fangen Insectivore Insekten? Der Beutefang - dient der Kompensation des Stickstoffmangels, und - ermöglicht die Besiedlung sehr nährstoffarmer Standorte
  • Was ist die ökologische Amplitude? -das physiologische Optimum -die ökologische Potenz • Ökologische Amplitude = Toleranzbereich Bereich innerhalb eines Standortgradienten, in dem die Art wachsen kann • Physiologisches Optimum = Optimum Bereich innerhalb der ökologischen Amplitude, in dem die Art ohne Konkurrenz am besten wächst • Ökologische Potenz Bereich(e) innerhalb der ökologischen Amplitude, in dem die Art unter Konkurrenzbedingungen am besten wächst
  • Nenne die Standort beschreibende Eigenschaften von Pflanzenarten. azidophytische Arten = auf sauren Standorten xerophytische Arten = auf trockenwarmen Standorten halophytische Arten = auf salzhaltigen Standorten nitrophytische Arten = auf stickstoffhaltigen Standorten
  • Wie viel Grad Celcius benötigt ein Vegetationstag? mind +5oC
  • Was bedeutet Dormanz? =Samenruhe/Keimruhe
  • Was bedeutet Stratifikation? • Förderung der Samenkeimung durch Kälteeinwirkung                                                          • Samenruhe (= Dormanz) muss vor der Keimung überwunden werden
  • Nenne die Unterschiede zwischen C-3,C-4 und CAM-Pflanzen. C-3-Pflanzen: erste nachweisbare Verbindung nach der CO2-Fixierung=C3-Körper C-4Pflanzen: erste nachweisbare Verbindung nach der CO2-Fixierung=C4-Körper C-4 und CAM (Crassulacean Acid Metabolism) Pflanzen unterscheiden sich in der Aufteilung der primären CO2-Fixierung und des Calvin-Zyklus
  • Von was ist die Strahlungsintensität abhängig? - Breitengrad - Inklination - Exposition
  • Was zeichnet die Zonale, extrazonale und die Azonale Vegetation aus? Zonale Vegetation:Unter dem Einfluss des Makroklimas entwickeln sich auf allen mittleren Standorten charakteristische Vegetationseinheiten. Extrazonale Vegetation Diese Vorkommen von Vegetationseinheiten außerhalb ihres zonalen Areals in anderen Vegetationszonen bezeichnet man als extrazonale Vegetation.  Azonale Vegetation Sind nicht vom Klima einer Vegetationszone, sondern vor von einem dominanten und extremen Standortfaktor geprägt. Diese Vegetation zeigt daher keine oder nur eine sehr schwache Bindung an bestimmte Vegetationszonen.
  • Was ist eine Kurztagpflanze? blühen, wenn die Tage kurz genug sind (Kaffee, Soja)
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  • Was ist eine Langtagpflanze? blühen, wenn die Tage lang genug sind (Weizen,Roggen...)
  • Was sind Tagneutrale Pflanzen? Blühinduktion unabhängig von der Tageslänge (Rispengras, Acker-Hellerkraut
  • In welcher Form liegt Stickstoff in basischer, neutraler, saueren Bodenlösung vor? Bodenlösung basisch⇒ überwiegend Nitrat vorhanden Bodenlösung neutral⇒ Ammonium und Nitrat im Gleichgewicht                                           Bodenlösung sauer ⇒ überwiegend Ammonium vorhanden Bei hohen pH-Werten bilden sich Eisenhydroxide, die nicht pflanzenverfügbar sind ⇒ Eisenmangel Bei extrem niedrigen pH-Werten werden besonders Aluminium-Ionen aus dem Boden gelöst ⇒ toxisch
  • Welche Effekte hat NaCl auf die Pflanhze physiologische Trockenheit: eingeschränkter Wasseraufnahme durch osmotische Effekte im Wurzelbereich und vermehrter Wasserabgabe durch osmotische Effekte an den Oberflächen von Spross und Blättern Ionen-Ungleichgewicht: durch Natrium-Überangebot zu Ungunsten von Kalium, Calcium und Stickstoff Hemmungen im Zellstoffwechsel: vor allem bei der Glycolyse und beim Proteinstoffwechsel Entstehung von Blattrandnekrosen: Gewebszerstörungen durch Cl-Ionen
  • Nenne verschiedene Halophyten. oligohaline = 0,5-5 ‰ niedrige Salzkonzentrationen ertragend mesohaline 5-18 ‰ mittlere Salzkonzentrationen ertragend polyhaline  30 ‰ hohe Salzkonzentrationen ertragend obligate Halophyte: an salzhaltige Standorte gebundene Arten, die nicht auf salzfreien Standorten vorkommen fakultative Halophyte: an salzhaltige Standorte adaptierte Arten, die aber nicht an Salz haltige Substrate gebunden sind halophobe Arte: Pflanzen, die auch bei geringen Salzkonzentrationen nicht überleben = „Glykophyten“
  • Was unterscheidet Holoparasiten von Hemiparasiten? Hemiparasiten:        haben Chlorophyll und sind Photosynthese fähig besitzen eine Wurzel, die zu einem Haustorium umgeformt ist sind immer Xylemparasiten, aber nicht alle Xylemparasiten sind hemiparasitisch ! sind sowohl Sprossparasiten (Viscum div. spec. – diverse Mistel-Arten) als auch Wurzelparasiten (Rhinanthus div. spec. – diverse Klappertopf-Arten)  Holoparasiten: haben kein Chlorophyl und sind nciht Photosynthese fähig besitzen eine Wurzel, die zu einem Haustorium umgeformt ist sind in der Regel Phloemparasiten, sehr selten auch Xylemparasiten (Lathraea squamaria – Schuppenwurz) ! sind sowohl Sprossparasiten(Cuscuta epithymum – auf diversen Thymian-Arten        als auch Wurzelparasiten (Orobanche div. spec. – auf unterschiedliche Wirtarten)
  • Nenne die verschiedenen Bestäubungstypen. Selbstbestäubung = Autogamie = Bestäubung innerhalb der eigenen Blüte     Voraussetzung: zwittrige Blüten und Fehlen von Kompatibilitätsschranken = Bestäubung innerhalb der eigenen Pflanze Fremdbestäubung = Allogamie = Bestäubung zwischen zwei verschiedenen Individuen einer Art Voraussetzung Verfügbarkeit von Pollenvektoren
  • Nenne die verschiedenen Vektoren für Pollentransport. Anemogamie: Wind Hydrogamie: Wasser Zoogamie: Tiere (Insekten(Tagfalter, Fliegen, Bienen, Käfer), Vögel, Säugetiere (Nager, Flugsäuger)
  • Nenne 3 verschiedene Wege Selbstbestäubung zu verhindern. Herkogamie = räumliche Trennung Unterschiedliche Blütentypen innerhalb einer Art verhindern die Selbstbestäubung Heterostylie = Verschiedengriffligkeit bei Primula veris – Wiesen- Schlüsselblume Dichogamie = zeitliche Trennung (Vorweiblichkeit, Vormännlichkeit) Unterschiedliche Blütenphasen innerhalb verhindern Selbstbestäubung
  • Wo siedeln sich Carnivore Pflanzen an? offene, vegetationsarm oliogotroh (nährstoffarm) bis dystooh (sehr sauer, extrem nährstoffarm und reich an Huminstoffen ganzjährig oder wenigstens zeitweise feucht und nass
  • Was haben Phyrophyten gern und wie sind sie angepasst? Sie sind an Feuer angepasst. Dicke Borke & Samen können teils erst nach einem Brand keimen/wachsen.
  • Synonym für Antibiose Parasitismus
  • Synonym für Mutualismus Symbiose
  • Nenne 5 Schwermetalle. Blei, Zink, Kupfer, Chrom, Nickel
  • Wie nennt man Pflanzen die gut mit Schwermetallen zurecht kommen? Chalkophyten=Metallophyten
  • Was versteht man unter anuell, binuell, pluranuell? einjährig, zweijährig, mehrjährig
  • Aus was setzt sich Biosphäre zusammen? Atmosphäre+Litosphäre+Hydrosphäre