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Er un Ver (Subject) / Marktversagen und Marktablehnung (Lesson)
- Definition Marktversagen & Marktablehnung Marktversagen = Beeinträchtigung der Allokationsfunktion des Marktes Marktmacht (Monopole, Kartelle) unvollkommene Markttransparenz Vorliegen öffentlicher Güter externe Effekte Anpassungsmängel des Marktes Marktablehnung = Beeinträchtigung der Distributionsfunktion des Marktes soziale Gerechtigkeit sozialer Frieden soziale Sicherheit
- Unterschiedliche Ursachen des Marktversagens und verbraucherpolitische Konsequenz Marktmacht Monopol (Grafik) Staatliche Regulierung Abbau von Marktzutrittsschranken Fusionskontrolle Zerschlagung von Monopolen Aufdeckung von Kartellabsprachen Deregulierung
- Unterschiedliche Ursachen des Marktversagens und verbraucherpolitische Konsequenz Natürliches Monopol (Was ist es, wie entsteht es, Regulierungsstrategien) Kennzeichen eines natürlichen Monopols ist es, dass das betreffende Gut von einem einzigen Unternehmen kostengünstiger hergestellt werden kann als von mehrerenAnbietern Fallende DK sind von Bedeutung, wenn die Fixkosten der Produktion hoch und die GK relativ niedrig sind Beispiele: Bahnverkehr, Strom, Gas, Glasfasernetze Problem fallender Grenzkosten: Wettbewerb zwischen mehreren Unternehmen kaum realisierbar: Jedes Unternehmen wird versuchen, die durch niedrige Durchschnittskosten bedingten Größenvorteile auszunutzen, um die Konkurrenten zu unterbieten: =>Ein Unternehmen bleibt übrig: Natürliches Monopol. Aus allokativer Sicht macht es keinen Sinn, hohe Fixkosten z.B. für Investitionen in ein Schienennetz mehrfach zu tägigen. Gleichzeitig beinhaltet ein natürliches Monopol die Gefahr einer überhöhten Preisfestsetzung Regulierungsstrategien: Tolerierung des Marktversagens (optimal wenn die volkswirtschaftlichen Kosten der Regulierung über denen des Marktversagens liegen) Staatliche Eingriffe u.a.: Verstaatlichung des Monopols (potentielles Problem: Staatunternehmen operieren häufig nicht effizient; wenig Anreize Kosten zu senken bzw. Innovationen auf den Weg zu bringen) Preisfestsetzung: →Monopolist muss zu Grenzkosten anbieten. Differenz zwischen Grenz- und Durchschnittskosten wird subventioniert →Monopolist muss zu Durchschnittskosten anbieten. (Schwierigkeit der Ermittlung,falsche Anreize). Vergabe/VersteigerungvonLizenzen (Gewinner ist jene Firma, die sich bereit erklärt, die nachgefragten Mengen zu den niedrigsten Preisen zu verkaufen; Konkurrenz im Bieterverhalten auf das Niveau der Durchschnittskosten) Regulierung durch Verringerung der Integrationstiefe (unbundling) und durch Schaffung bestreitbarer Teilmärkte (Netz versus Dienstleistung)
- Unterschiedliche Ursachen des Marktversagens und verbraucherpolitische Konsequens fehlende Markttranzparenz Annahme perfekt funktionierender Märkte ist das Vorhandensein vollkommener und kostenloser Information => ist dies nicht der Fall kommt es zu Marktversagen in der Realität gibt es kaum vollständige Information, es liegt häufig asymmetrische Information vor je nach Produktattributen (Vertrauens- & Glaubensattribute / Credence goods = hohe Informationsasymmetrie) hohe Betrugsrente, sinkende Zahlungsbereitschaft gute Qualität wird nicht mehr am Markt angeboten Marktversagen durch adverse Selektion Verbraucherpolitik: Sicherung von Wettbewerb & Transparenz staatliche Bereitstellung von Informationen Verpflichtung zu Mindestinformationen Mindeststandards bzw. Genehmigungen (Lösung des Marktes: Screening, Signaling & Interessenharmonisierung)
- Unterschiedliche Ursachen des Marktversagens und verbraucherpolitische Konsequens Vorliegen öffentlicher Güter keine Rivalität gegeben, kein Ausschluss möglich (z.B. öffentliche Sicherheit) müssen staatlich angeboten werden, da sie sonst nicht oder nur in unzureichendem Maße zur Verfügung gestellt werden (da Fixkosten hoch, GK einer weiteren Einheit gering) Free-Rider-Problem tritt auf Kosten für eine staatliche Bereitstellung werden durch Steuern/Zwangsbeiträge finanziert öffentliches Gut in effizienter Menge bereitgestellt wenn: GN des Konsums = GK der Produktion Verbraucherpolitik: staatliche Bereitstellung des öffentliches Gutes; Problem bei der bereitzustellenden Menge (wahre Präferenzen der Verbraucher, Trittbrettfahrerproblem)
- Unterschiedliche Ursachen des Marktversagens und verbraucherpolitische Konsequenz externe Effekte Liegen vor, wenn der Konsum der die Produktion eines privaten Gutes das Wohl (den Nutzen/ Gewinn) eines anderen Wirtschaftssubjektes beeinflusst, ohne dass hierfür eine Gegenleistung erbracht oder empfangen wird Das Vorliegen externer Effekte führt zu Fehlallkokation (Marktversagen): Güter, die negative externe Effekte auslösen, werden in zu großer Menge produziert und nachgefragt; Güter, die positive externe Effekte auslösen, werden in zu geringer Menge produziert und nachgefragt (häufig öffentliche Güter) negative externe Effekte = Nutzen der Haushalte oder der Gewinn der Unternehmen wird durch die Aktion Dritter gemindert, ohne, dass eine wirtschaftliche Entschädigung durch den Verursacher erfolgt; z.B. Fluglärm positive externe Effekte = der Nutzen der Haushalte oder der Gewinn der Unternehmen wird durch die Aktion Dritter erhöht, ohne dass eine wirtschaftliche Entschädigung durch den Nutznießer erfolgt; z.B. schöne Vorgärten Verbraucherpolitik: Pigou-Steuer (Abgaben, welche die privaten & sozialen GK zum Ausgleich bringen) Festlegung von Grenzwerten, Einschränkungen der Produktion (z.B. Nachtflugverbot) Auflagen (z.B. Rauchverbot in Gaststätten) Vergabe von (handelbaren) Zertifikaten
- Externe Effekte Coase Theorem (Vorraussetzung, Effizienshypothese und Ivarianzhypothese) Voraussetzungen: Eindeutige Festlegung der „Eigentumsrechte“ an dem Medium, auf das sich der externe Effekt bezieht (sauberes Grundwasser) Es fallen keine Transaktionskosten mit dem Handel an Vollständige Informationen sind gegeben Effizienzhypothese: Bei Vorliegen eines externen Effekts führen private Verhandlungen zwischen Erzeuger und Geschädigten unter obigen Annahmen zu einem pareto-optimalen Ergebnis. Invarianzhypothese: Verteilung der Eigentumsrechte spielt für die optimale Lösung (Allokation) keine Rolle, wohl aber für die Verteilungseffekte.
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