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Anästhesiologie (Subject) / Tag 1 (Lesson)

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  • Maligne Hyperthermie subklinische Myopathie mit Störung der myoplasmatischen Kalziumhomöostase Isolierter Gendefekt: autosomal-dominant, Mutation des Ryanodin-Rezeptors
  • Dantrolen bei maligner Hyperthermie verhindert die Freisetzung von Kalzium aus dem sarkoplasmatischen Retikulum der quergestreiften Muskulatur → Verminderung der MuskelarbeitInteraktionenDantrolen interagiert mit Kalziumantagonisten, was zu unberechenbaren Hyperkaliämien(!) führen kann → HerzrhythmusstörungenVerstärkung der Wirkung von nicht-depolarisierenden Muskelrelaxantien
  • GABA Gamma-Aminobuttersäure
  • Benzodiazepin-ähnliche Substanzen Zolpidem, Zopiclon, Zaleplon
  • Succinylcholin depolarisierendes Muskelrelaxanz wichtigste Triggersubstanz der malignen Hyperthermie
  • Nicht-depolarisierende Muskelrelaxanzien -curium   / -curonium
  • Sugammadex Antidot für Rocuronium
  • Antidot nicht-depolarisierende Muskelrelaxantien Neostigmin Pyridostigmin
  • Propofol-Infusions-Syndrom Schwere metabolische Azidose, Rhabdomyolyse mit möglichem Nierenversagen bei hochdosierter und langer Therapie
  • Barbiturate Thiopental, Methohexital
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  • Diffusionshypoxie Verdünnung des intraalveolären Sauerstoffs durch schnelle Diffusion von N2O aus dem Blut in Alveolarraum → Hypoxiegefahr → Gabe von reinem O2 an Narkoseende
  • Rapid Sequence Induction Crash-Einleitung
  • Sellick-Handgriff Krikoiddruck zur Regurgitationsprophylaxe wird von der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) aufgrund des Risikos, schwerwiegende Nebenwirkungen/Komplikationen (z.B. Ösophagusruptur) zu verursachen, nicht mehr empfohlen!
  • Mendelson-Syndrom Aspirationspneumonie
  • Narkosestadien nach Guedel 1. Analgesiestadium 2. Exzitationsstadium 3. Toleranzstadium 4. Asphyxie, Paralysestadium
  • PONV postoperative Übelkeit und Erbrechen
  • Esmarch-Handgriff Vorziehen des Unterkiefers
  • Magill-Tubus Standardtubus mit genormtem Krümmungsradius Besonderheit: Kann auch ohne Führungsdraht zur orotrachealen Intubation verwendet werden
  • Woodbridge-Tubus Tubus mit integrierter, flexibler Metallspirale zur orotrachealen Intubation mit FührungsstabBesonderheit: Aufgrund der Versteifung kann der Tubus nicht abknicken → Zur Verwendung z.B. bei Operationen in Bauchlage
  • Sichere Intubationszeichen Kapnographie: CO2 in der Ausatemluft über mehrere Minuten oder mittels CO2-Detektor messbar Intubation unter Sicht
  • Torticollis Torticollis bezeichnet eine angeborene oder erworbene Fehlstellung des Kopfes bzw. Halses mit Neigung des Kopfes zur kranken und Blick zur gesunden Seite (siehe auch Torticollis muscularis congenitus und Torticollis spasmodicus).
  • Modifizierte Klassifikation nach Mallampati Abschätzung der Intubationsbedingungen Mallampati I          Uvula und weicher Gaumen komplett einsehbarMallampati II         Die Uvulaspitze wird durch die Zunge verdeckt; weicher Gaumen                                           komplett einsehbarMallampati III         Uvula wird von der Zunge vollständig verdeckt; weicher Gaumen                                         weitestgehend einsehbarMallampati IV        Nur der harte Gaumen ist zu erkennen
  • Modifizierte Klassifikation nach Cormack und Lehane Abschätzung der Intubationsbedingungen während des Intubationsvorgangs Cormack/Lehane I Gesamte Stimmritze ist mit dem Laryngoskop einstellbar und sichtbarCormack/Lehane II Stimmritze ist nur teilweise mit dem Laryngoskop einstellbar und sichtbar (an der hinteren Komissur)Cormack/Lehane III Stimmritze ist mit dem Laryngoskop nicht einstellbar. Es ist nur die Epiglottis zu erkennenCormack/Lehane IV Weder Larynxstrukturen noch die Epiglottis sind einstellbar. Nur weicher Gaumen sichtbar.
  • Fiberoptische Wachintubation Bei der Wachintubation wird zunächst ein Tubus (i.d.R. ein Magill-Tubus) auf ein Fiberendoskop aufgefädelt. Dann wird der Patient leicht sediert und die Würg-, Husten- und Schutzreflexe durch die Gabe von Lokalanästhetika in den Rachen ausgeschaltet. Mittels Fiberendoskop (durch Bildübertragung auf einen Monitor) werden im Anschluss die Stimmlippen aufgesucht. Der Tubus wird schließlich über das Endoskop in die Trachea eingebracht.
  • Tidalvolumen Eingestelltes Volumen, das pro Atemhub appliziert werden soll Lungengesund: 8-12ml/kg KörpergewichtLungenprotektiv: 6-8ml/kg Körpergewicht
  • Fi02 Inspiratorische O2-Fraktion
  • Kapnographie Unauffälliger Kapnographie-Zyklus: Schneller Anstieg der CO2-Konzentration → Plateau → Schneller Abfall der CO2-Konzentration bei Inspiration Kapnographie bei Obstruktion der Atemwege: Langsamer Anstieg der CO2-Konzentration → Kein Plateau → Schneller Abfall der CO2-Konzentration bei Inspiration
  • Bezold-Jarisch-Reflex Sympathikusblockade bei Epidural-/Spinalanästhesie
  • Melkersson-Rosenthal-Syndrom selten, ass. mit MC Trias: Cheilitis granulomatosa, Lingua plicata, periphere Fazialisparese
  • Rhinophym Vergrößerte, knollenartig erscheinende Nase
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  • Demodikose Seltene Erkrankung mit Rosazea-ähnlichem Erscheinungsbild Einseitiges Auftreten von Papeln und Pusteln an Wangen und AugenlidernBefall der Talgdrüsenfollikel durch Demodex-Milben (Demodex folliculorum und Demodex brevis)Reizung, entzündliche Veränderungen
  • Acne conglobata Starke Seborrhoe mit Fistelkomedonen und multiplen, einschmelzenden Knoten♂>♀Insbesondere Rücken und Nacken betroffen
  • Pseudotumor cerebri v.a. junge, adipöse Frauen beklagen beidseitige Gesichtsfeldausfälle, lageunabhängige Kopfschmerzen neurologisch sonst unauffällig, häufig Stauungspapillen
  • Hakim-Trias bei Normaldruckhydrocephalus kleinschrittige Gangstörung, Demenz, Blasenfunktionsstörung
  • Rautek-Griff Schleppgriff zur Patientenrettung
  • Dantrolen ggn Maligne Hyperthermie
  • mittlerer arterieller Druck 85 mmHg
  • Allen-Test Nachweis einer ausreichenden arteriellen Versorgung der Hand
  • Nachweis einer intakten Funktion des N. medianus Aufforderung, gegen Widerstand mit dem Daumen den kleinen Finger zu berühren
  • transfusionsassoziierte akute Lungeninsuffizienz Transfusion Related Acute Lung Injury, TRALI) seltene Komplikation während bzw. nach einer Transfusion von Blutprodukten, welche mit respiratorischer Insuffizienz, Lungenödem und Lungeninfiltration einhergeht. Als Hauptursache werden Antikörper gegen Granulozyten des Empfängers vermutet, welche vor allem mit gefrorenen Frischplasmen (GFP) und Thrombozytenkonzentraten transfundiert werden.
  • Apomorphin Dopamin-D2-Rezeptor-Agonist starkes Brechmittel bei Vergiftungen
  • Dimethylaminophenol bei Cyanidvergiftungen