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Einführung in die Welternährungswirtschaft (Subject) / Angebot sausdehnung durch Verzicht in Industrieländern (Lesson)

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  • Grundidee (2) Grundidee: durch Verzicht in reichen Ländern soll der Hunger in EW-Ländern sinken es sind genug Kalorien vorhanden: 2.800 kcal Nahrungsangebot pro Person/Tag weltweiter durchschnittlicher Kalorienbedarf liegt 2.350 kcal =>Kalorienüberschuss von 450kcal Zusätzlich gehen täglich 900 Kalorien bei der Verarbeitung und durch Verschwendung verloren Weitere 1.000 Kalorien pro Person pro Kopf werden an Tiere verfüttert (Tierische Produkte aber versorgen den Menschen im Durchschnitt mit nur 450 Kalorien pro Tag=> weitere 550 kcal) wenn die USA 10% weniger Fleisch konsumieren würden, könnten 12 Mio. Tonnen Getreide zusätzlich in die NM-Produktion gehen =>60 Mio. hungernde Menschen ernähren aber: freiwerdende Kalorien werden nicht automatisch an die Hungernden gegeben
  • Mechanismen, die theoretisch mögliches Mehrangebot schrumpfen lassen (2 plus Beispielrechnung) Was würde bei vollkommenem Verzicht auf tierische Produkte passieren? (1) Nahrungsangebot auf der Welt ist keine fixe Menge, was die eine Gruppe nicht konsumiert steht nicht automatisch einer anderen zur Verfügung, wenn der Konsum sinkt:=>fallen Preise => konsumieren andere mehr =>Produzenten reagieren mit geringerer Produktion (2) freiwerdende Kalorien werden nicht automatisch den Hungernden zugeteilt  Beispielrechnung:aus 1.700 Kcal pro Tag werden 3-4 kcal pro Tag -tierische Kalorien um 10% reduzieren => ergibt 1.726 Kalorien pro Tag für 60 Mio. - einige verzichten, Preise sinken, Nachfragen anderer steigt =>1.726 : 2 = 863Kcal (Netto-Effekt des reduzierten Konsums Einiger fast zur Hälfte aufgehoben durch Preiseffekte) -Umrechnung tierischer Kcal in pflanzliche:853 Kcal * 3 = 2589 Kcal -Höheres Angebot senkt den Preis; zurückgehende Produktion senkt Menge: 2589 :2 = 1295 -ALLE, nicht nur Hungernde, konsumieren mehr: -1295 * 60 Mio : 4,7 Mrd = 17 Kcal -vollkommener Verzicht (statt nur 10 %) auf tierische Produkte =>120-180 zus. Kcal / day =>laut FAO liegen viele Länder in ihrem Kaloriendefizit jenseits der 200 =>selbst kompletter Verzicht könnte Problem der Unterernährung nicht lösen Rechung auf Seite 6-7
  • Bedeutung von angenommenen Angebotselastizitäten in diesem Kontext Skript Seite 7Angebotselastizität null , undendlich und ganz klein. Was passiert mit Preis und Menge bei Rückgang der Nachfrage???
  • Verzicht auf Fleisch? Schlussfolgerung (4) Einschränkung des Konsums von tierischen Produkten in den entwickelten Ländern leistet nur geringen Beitrag Vollkommener Verzicht auf tierische Produktein reichen Ländern würde 120-180 zusätzliche Kalorien pro Person pro Tag freisetzen Die FAO allerdings listet viele Länder, in denen Kaloriendefizite jenseits der 200 Kalorien liegen Selbst ein kompletter Verzicht könnte Problem der Unterernährungnicht lösen
  • Maßnahmen, die nötig wären, um den tatsächlich Hungernden durch Fleischverzicht zu helfen (was muss in reichen, was in armen Ländern geschehen) (4 grundideen + Fazit und Schlussfolgerung) (1)Übermäßiger Konsum in der entwickelten Welt muss reduziert werden In der Theorie einfach, praktisch kaum zu erreichen Lebensmittelkonsum reagiert auf Einkommens- oder Verkaufssteuer für Lebensmittel=>Allerdings wären enorme Steuern nötig, um Konsum deutlich zu senken (u.a. 45% Aufschlag bei Einkommenssteuer) Sinnvoller wäre eine gezielte Besteuerung des Konsums tier. Prod (2)Produktion muss aufrecht erhalten werden US-Regierung müsste –um Produktion trotz gesunkenen Konsums aufrecht zu erhalten – Lebensmittelkäufe tätigen Kosten eines solchen Programms könnten aus zusätzlichen Steuergeldern finanziert werden Aufkauf von 20% der Farmerzeugnisse würde US-Regierung ca. 50 Mrd. $ kosten (2,5 mal so viel wie derzeitige Programme) Kritik am Buch:Diese 20% beruhen auf (zu) hohen Angebotselastizitäten!=>Sehr teuer (3)Unzureichender Konsum der Unterernährten in Entwicklungsländern muss gesteigert werden Von Regierung aufgekaufte Lebensmittelmüssten an Entwicklungsländer gespendet werden Budget der US Foreign Aid ca. 11 Mrd. $, weniger als die Hälfte geht an Länder mit niedrigem Einkommen Hilfe fürs Ausland müsste beträchtlich erhöht und Fokus auf arme Ländern gelegt werden 4. Alternative zur Marktwirtschaft: zentrale Planwirtschaft oder Selbstversorgung der HH mit LM => beides hat bis jetzt kaum gegen Hunger geholfen Fazit: Lösung des weltweiten Hungerproblems durch Umverteilung praktisch nicht zu erreichen Dennoch können wichtige Erkenntnisse gewonnen werden Vermeidung gefährlicher Schlussfolgerungen:-„Entwicklung und Adaptierung neuer Technologien zur Produktionssteigerung von Lebensmitteln nicht notwendig“-„Ressourcen können geschützt werden, indem die Nahrungsmittel-produktionzurückgefahren wird“ Schlussfolgerungen: Neue Technologien sowie steigende Lebensmittelproduktion müssen Bestandteile einer Lösung des Hungerproblems sein Neue Technologien können auch Ressourcenschutz bei Lebensmittelproduktion vorantreiben Umverteilung alleine keine Lösung, dennoch Programme zur Unterstützung der Armen und Hungrigen notwendig und sinnvoll
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