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Diagnostik 2 (Subject) / BIT II (Lesson)
Berufsbezogener Interessentest
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- Beschreiben Sie den Aufbau des Berufs-Interessen-Test (BIT II)! Der Test folgt keinem theoretischen Modell, im Manual gibt es keine Hinweise auf die Etablierung der verwendeten Berufsfelder (die dazu auch noch veraltet erscheinen) - Ziel des BIT II ist Erfassung berufsbezogener Interessen (Jugendliche ab 14 Jahre, junge Erwachsene) - Der Test kann als Einzel- oder Gruppentest durchgeführt werden 4 Parallelformen des BIT: - AA und AB: Ipsative Messung (zwei Itemsätze mit je 81 Wahlentscheidungen) - BA und BB: Normative Messung (dieselben Itemsätze mit je 81 Präferenzurteilen)
- Nennen Sie die Berufsfelder des Berufs-Interessen-Test (BIT II)! EH Ernährungshandwerk GH Gestaltendes Handwerk TH Technisches Handwerk KB Kaufmännische Berufe LF Land- und forstwirtschaftliche Berufe LG Literarische und geisteswissenschaftliche Berufe TN Technische und naturwissenschaftliche Berufe VB Verwaltende Berufe SE Sozialpflege und Erziehung
- Grenzen Sie das ipsative und das normative Antwortformat des BIT II voneinander ab! Ipsatives vs. normatives Antwortformat des BIT II Probanden stehen bei der Testbearbeitung vor der Frage, ob es um die Wunsch- oder Wirklichkeitskomponente geht. Auf einer Ratingskala (normativ) kreuzen Probanden tendenziell selten „0“ an, sondern interessieren sich für alles „ein bisschen“.--> dies führt zu hohen Interkorrelationen der einzelnen Skalen Ipsatives Antwortformat (misst eher Wirklichkeitskomponente): - Im BIT II haben die Probanden zwischen vier zur Auswahl stehenden Tätigkeiten zu entscheiden, welche ihnen am besten (+) und welche am wenigsten (-) gefällt. Damit soll vermieden werden, dass sich ein Proband für „alles“ in gleich starker Weise interessiert ausgeben kann - Ipsativierung kann auch durch Berechnung erfolgen: Anstatt die absoluten Werte zu betrachten, wird ein individueller Mittelwert gebildet und nur die Abweichungen von diesem Mittelwert werden betrachtet (diese werden also berechnet) - Vorteile: validere Informationen, geringere Interkorrelationen zwischen den Berufsfeldern, Probanden urteilen eher nach der Wirklichkeitskomponente - Nachteil: bei wenigen bestimmten Fragestellungen geben normative Antworten validere Informationen Normatives Antwortformat (misst eher Wunschkomponente): - Im BIT II können Probanden auch Präferenzurteile anhand einer 5-stufigen-Skala abgeben - Da Probanden tendenziell selten „0“ ankreuzen, ergeben sich durch „großzügige“ Bewertungen teilweise hohe positive Interkorrelationen zwischen den Skalen - Vorteile: bei wenigen bestimmten Fragestellungen geben normative Antworten valide Informationen - Nachteile: führt zu hohen Interkorrelationen zwischen den Skalen, die Höhe der Ausprägung an sich enthält wenige valide Informationen, Probanden haben die Tendenz, eher nach der Wunschkomponente zu urteilen
- Geben Sie eine Bewertung des Berufs-Interessen-Test (BIT II) ab! Reliabilität: - Im Manual finden sich hierüber erschreckenderweise keine Informationen - Es wurde aber in Studien von r = .75 berichtet Validität: - ebenfalls kaum Angaben im Manual - Faktorenanalysen ergeben jedoch unterschiedliche Faktorenstrukturen für m/w-Probanden Normierung: - Die Normierungsstichprobe ist von 1984 - Es erfolgt keine Differenzierung nach Altersgruppen - N = 4400, männliche und weibliche Schüler aus verschiedenen Schulen aus 10 Bundesländern (gut!)
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