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Diagnostik 2 (Subject) / Projektive Verfahren (Lesson)
- Beschreiben Sie den theoretischen Hintergrund projektiver Testverfahren! Theoretischer Hintergrund projektiver Testverfahren: - Kontroverse Diskussion ca. 1950 (Verfechter vs. Verächter wie z.B. Eysenck) - Fragwürde Validierungsuntersuchungen: nichtakademische Studien hatten doppelt so viele positiver Befunde wie akademische Studien Projektiven Testverfahren liegt die Annahme zugrunde, dass Testpersonen bei der Vorlage von mehrdeutigem Bildmaterial eigene Eigenschaften in das Testmaterial projizieren.
- Nennen Sie Kritikpunkte an projektiven Testverfahren! - Projektive Testverfahren folgen der Annahme, dass Testpersonen Projektion betreiben (Hörmann) Aber: Es liegen unterschiedliche Theorien darüber vor, wie Projektion funktioniert - Verhältnis Index vs. Indiziertes (welche Dimension wird nun gemessen: Wunschprobe -> Agressivität oder Ästhetik?) - Positiv: Projektive Testverfahren sind schwer zu durchschauen!
- Beschreiben Sie den Aufbau des Thematischen Apperzeptionstests (TAT) und geben Sie eine Bewertung ab! Explizite Instruktion der Testperson ist es, zu vorgelegten Bildern eine Geschichte zu erzählen. Diese sollte beschreiben, was auf dem Bild passiert, die Gedanken und Gefühle der handelten Personen, was zu der Situation geführt hat, sowie das Ergebnis der Szene. Aufbau: - TAT basiert auf Murrays Persönlichkeitstheorie (Verhalten ist stark durch „needs“ und „presses“ determiniert) - 2 einstündige Sitzungen à 10 Bilder - Testleiter protokolliert die Antworten und erinnert bei Bedarf an die Instruktion - Auswertung: Satz für Satz werden evtl. „needs“ und „presses“ kodiert Bewertung: - Reliabilität ist schwer zu bestimmten (keine Parallelform, heterogene Bildtafeln, Erinnerungseffekte) - Eingeschränkte Durchführungsobjektivität (Enge des VL-Testperson-Kontakt) - Eingeschränkte Auswertungsobjektivität (keine hinreichend standardisierte Auswertung) - Einsatz für Exploration ist problematisch (keine vergleichbaren Testwerte) - Problematisch bei Kindern - Validität eingeschränkt (TAT misst auch Intelligenz durch verbale Produktivität)