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Zahnmedizin SoSe 2015 (Subject) / Werkstoffkunde (Lesson)

Biokompatibilität

This lesson was created by Tatiana95.

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  • Biokompatibilität Werkstoffe ohne negativen Einfluss auf Lebewesen /Gewebe in ihrer Umgebung
  • Biotolerant Produkte interagieren innerhalb der geplanten Verwildauer (wenige Monate bis mehrere Jahre) nicht mit körpereigenem Gewebe
  • Bioinert Keine chem./biolog. Interaktion mit umliegenden Gewebe Geben so gut wie keine Bestandteile an die Umgebung ab Weder abgestoßen noch integriert  Einkapselung-> Weiterleitung von Druck,nicht von Zugkraft
  • Bioaktiv Vom Körper derart integriert,dass körpereigene Funktionen übernommen werden können Auch Zugbelastungen werden übertragen
  • Toxizität Giftigkeit Fähigkeit Schaden zuzfügen lokale T.:am Ort der Applikation systematische T.: an einem anderen Ort innerhalb eines Organismus
  • Biomaterial synthetisches,nicht lebendes Material Wechselwirkung mit biologischem System des Körpers beabsichtigt unterliegen dem MPG,sind gekennzeichnet
  • Medizinproduktegesetz nationale Umsetzung europäischer Richtlinien bis 1995 unterschiedliche Richtlinien in den Ländern Für: aktive implantierbare medizinische Geräte Medizinprodukte In-vitro-Diagnostika nicht Arzneimittel
  • Medizinprodukt Behandlung oder Linderung von Krankheiten Hauptwirkung nicht durch pharmakologische,immunologische, metabolisch wirkende Mittel
  • Medizinprodukte in der zahnmedizin Zahnärztliche werkstoffe:Ersatz verloren gegangenen Gewebes->MPG Auch Sonderanfertigungen Folgende Eigenschaften sind zu belegen:Leistung Sicherheit Qualität
  • Klassifizierung von Medizinprodukten nach Zweckbestimmung und Gefährdungspotenzial 3 Klassen,1,2a,2b,3
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  • Konformitätsbewertung Wenn das Produkt den grundlegenden Anforderungen entspricht-> CE-Kennzeichnung Dafür->Klinische Bewertung
  • Gesundheitsschäden:Dentale Werkstoffe Allgemeine Vergiftung (systematische Toxizität): aus allen Werkstoffen werden Substanzen abgegeben,die in den Körper/Blutkreislauf gelangen können Ort der Applikation und Ort der Wirkung sind getrennt Hauptspeicherort Quecksilber:Nieren (Quecksilberbelastung im Urin) akut: bis zu 24 h Exposition subakut: bis zu 3 Monaten Exposition chronisch:Exposition deutlich über 3 Monate lokale reaktionen: an direkt angrenzenden Geweben äußern sich als Entzündung oder Zellnekrose Mögliche Lokalisierung: Gingiva,Mundschleimhaut,Pulpa,Zahnhartsubstanzen,Alveolarknochen allergische Reaktionen: überschießenden Immunantwort dafür muss der Organismus auf den Stoff sensibilisiert worden sein 4 Typen: 1. Sofortreaktion (anaphylaktisch) 2.zytotoxische Reaktion 3.Bildung von Immunkomplexen 4.Spätreaktion sonstige Reaktionen: mutagen:schäden an Genen,werden an nächste Zellgeneration weitergegeben kanzerogen:maligne Tumore teratogen:Schädigung und Missbildung während der Embryonalentwicklung
  • Amalgam Legierung aus Quecksilber,Silber,Kupfer,Zinn,Zink,Indium wichtigster Füllungswerkstoff BRD:kassenleistung bei Füllungen im Seitenzahnbereich gute langzeitergebnisse Versuche Quecksilberfreisetzung zu reduzieren MERKE:Modernes A. ist Gamma 2 frei                Keine Amalgamrestauration in direktem Kontakt mit Edelmetallen kein Beweis für Vergiftung Einsatz wurde trotzdem reduziert Schwangere,Kleinkinder,Niereninsuffizienz,Allergie Quecksilbervergiftungen:akute oder chronisch hohe HG-Belastungen(suizidal oder akzidentell) Chronische/Akzidentelle->Arbeitsplatz (Erzberhüttung,Chlorkalielektrolyse,Zahnärzte) Symptomatik Hg-Vergiftung Schleimhäute :Mund,Darm Nieren Zentralnervensystem ->lokale Reaktionen Risikoabschätzung 2-3,5 mikrogramm Hg/Tag Grenzwerte WHO: 50mikrogramm/Tag Fazit: Mengen unterhalb toxikologischer grenzwerte einzige medizinische Indikation:Amalgamallergie
  • Komposite Hochleistungskunststoffe erhöhte Biokompabilität Ästhetik etabliertes füllungsmaterial Probleme: entstehende Radikale und nicht abgebundene Bestandteile Jahrelanger Austritt von Monomer -> Sensibilisierungen des Immunsystems->Allergien->Zahnarzt,Patient Reaktionen lokal oder systematisch mehr als 80 verschiedene Verbindungen Risikobewertung noch nicht möglich,vorgeschädigter Organismus reagiert empfindlicher auf giftstoffe und Allergene Ziel:Restmonomergehalt immer weiter zu reduzieren und Komposite stabiler zu machen
  • Legierungen in der Mundhöhle unterschiedlich stabil Biokompatibilität:Direkt-Kontakt-Tests alle L. setzten in der Zellkultur Bestandteile(Metalle) frei diese Metalle können zelltoxisch sein Faktoren,die Metallfreisetzung erhöhen: reduzierter Anteil Gold,Platin,Palladium inhomogene Massenverteilung in der Legierung Anwesenheit von Elementen wie:Kupfer,Cadmium,Zink,Nickel
  • Zellkulturmethoden Verhalten von L. in der Zahnmedizin Gesetzmäßigkeiten: meistwerden im Laufe der Zeit weniger Bestandteile abgegeben,die Toxizität sinkt mehrere L. in Kombination können anders reagieren-> z.B wenn sie verlötet sind oder in direktem Kontakt nickelhaltige und goldreduzierte L. höheres Risiko für Korrosion und erhöhte Toxizität Mundhygiene kann Toxizität beeinflussen EM-L. setzen weniger Metalle frei als NEM Fazit:hochgoldhaltige L. : geringstes Risiko der Metallfreisetzung und Toxizität auch andere L. bsp. Kobaldbasisl. zeigen gerine Toxizität Titan hervorragende Eigenschaften;gut für ZE nur solche L. verwenden,die im Einzelnen untersucht worden sind Zahnarzt sollte versuchen die Belastung durch freisetzung von Metallen im Mund zu reduzieren
  • Keramiken neu in der zahnmedizin sehr biokompatibel durch Beständigkeit und Eigenschaften gute Langzeitergebnisse auch bei Allergikern eingesetzt werden ->Implantatoberflächen