Essstörungen (Subject) / Bulimia nervosa (Lesson)
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Was ist Bulimia nervosa Merkmale nach ICD10 Prognose Wie entsteht B. n.
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- Was ist Bulimia nervosa Starke Angst vor Gewichtszunahme einerseits, andererseits Fressanfälle, daher anschließend kompensatiorische Verhaltensweisen, z. b. Erbrechen oder Laxantienmissbrauch (Abführmittel)
- Wer hat B.n. Das Krankheitsbild gibt es seit ca. 70 Jahren überwiegend Frauen, 20-35 Jahre alt Starke Beschäftigung mit dem Essen und Abnehmen Betroffene haben eher Normalgewicht, evtl. leichtes Übergewicht Krankheitseinsicht!!! Betroffene definieren sich ausschließlich über ihren Körper. Sie glauben, mit einer guten Figur die Anerkennung der Umwelt zu bekommen und ziehen daraus ihr Selbstbewusstsein. Oft liegt eine negative Identifikation mit der Mutter vor, die oft besonders attraktiv ist/war
- Diagnose der B.n. nach ICD10 F50.2 1) Häufige Episoden von Fressattacken, innerhalb 3 Monate mind. 2 x wöchentlich 2)Andauernde Beschäfigung mit dem Essen, eine unwiderstehliche Gier oder Zwang zu essen (craving) 3) Betroffene versuchen Gewichtszunahmen entgegenzusteuern durch a) selbstinduziertes Erbrechen b) Missbrauch von Laxantien c) zeitweilige Hungerperioden d) Gebrauch von Appetitzüglern, Diuretika, Schilddrüsenpräparaten 4) Selbstwahrnehmung als zu "fett" mit einer sich aufdrägenden Furcht, zu dick zu werden
- Prognose bei B.n. Chronischer Verlauf 20 % Besserung 30 % Heilung 50 % Mortalität 0,3 %
- Wie entsteht B.n. Aus psychodynamischer sicht suchen Betroffene nach Geborgenheit und Selbstwertgefühl. Sie haben ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl, keine Verleugnungstendenzen. Aus analytischer Sicht handelt es sich um eine orale Grundstörung Auslöser ist oft ein Gefühl innerer Leere u. Langeweile. Betroffene sind ausreichend introspektiv, um gut konfliktaufdeckend therapeutisch arbeiten zu können
- Wie entsteht B.n. Verhaltenstherapeutische Sicht Teufelskreis, der mit einem geringen Selbstwertgefühl beginnt. Dadurch erlangt die Figur eine hohe Bedeutung. Die Frau versucht, durch Diät eine möglichst schlanke Figur zu erreichen, weil sie hofft, sich dadurch wertvoller zu fühlen. Dadurch nimmt ihr Appetit und Hunger zu. Irgendwann kann sie nicht mehr widerstehen und fängt an, zu essen. Sie findet keine Grenze und isst über ihr Sättigungsgefühl hinaus. Wegen des schlechten Gewissens unternimmt sie Komensationshandlungen und versucht wieder, Diät zu halten. Der Teufelskreis schließt sich.
- Beschwerden bei B.n. Karies, Paradontose Vitaminmangel, v. a. Vitamin B3 vergrößerte Speicheldrüsen Sodbrennen
- Wie wird B.n. therapiert 1) ´Kognitive Umstrukturierung, d. h. Veränderung von unangemessenen Gedanken und Überzeugungen 2) Problemlösungstraining: Identifikation und systematisches Lösen von Problemen (Portionsgröße lernen) 3) Stressmanagement, z. B. Entspannungsübungen 4) Aufbau eines gesunden Essverhaltens 5) aufbau positiver Aktivitäten 6) Reaktionsverhinderung, d. h. Patietinnen sollen "unerlaubte" Speisen essen und dürfen nicht brechen. Durch Aushalten der darauf folgenden Angst vor Gewichtszunahme wird diese Angst wieder geringer und verschwindet.
- Essregeln für Bulimikerinnen 3 Hauptmahlzeiten plus 2 Snaks pro Tag Zeit nehmen, mind. 30 Min. pro Hauptmahlzeit Fester Platz beim Essen, schön gedeckter Tisch, nie im Stehen essen Nichts anders tun beim Essen Langsam essen Vorher planen, was und wieviel sie essen will, nicht darüber hinaus essen Vorher überlegen, was sie nachher tun will Keine Vorräte anlegen Vor dem Einkaufen eine Liste machen und nicht mehr Geld mitnehmen
- Schwerwiegende Komplikatinen bei B.n. Störungen des Säure-Basen-Haushaltes Elektrolytstörungen Magen- u. Zwölffingerdarmgeschwüre
