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Einführung in die Welternährungswirtschaft (Subject) / Definitionen (Lesson)

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  • Die 4 Formen der Fehlernährung Überernährung (overnutrition) Überschüssige Kalorienzufuhr durch Überkonsum, zu viel Fett, Zucker und Salz Folgen: Fettleibigkeit, Diabetes, Bluthochdruck, Arteriosklerose, Gelenkschäden Bislang vor allem in Industrieländern, zunehmend auch in Schwellen- und Entwicklungsländern sekundäre Unterernährung (secondary malnutrition) Nicht durch die Ernährung selbst, sondern v.a. durch Krankheiten verursachte Unterernährung Verlust des Appetits(Anorexie) Änderungen der normalen Stoffwechselprozesse, bspw. erhöhter Bedarf an Nährstoffen infolge einer Infektion oder durch Stoffwechselstörungen Störung bei der Verwertung von Nahrung; Nährstoffe können nicht aufgenommen werden, bspw. bei Durchfall, Morbus Crohn, HIV/Aid Zugang zu sauberem Trinkwasser und hygienischen Sanitäranlagen sind wichtige Maßnahmen zur Eindämmung von sekundär verursachter Unternährung Mikronährstoffmangel Big Four (Eisen, Zink, Jod, vit. A) Protein-Kalorien-Unterernährung Schlicht zu geringe Mengen an Nahrung; kann also nur durch den Konsum zusätzlicher Nahrung beseitigt werden Beeinträchtigt Entwicklung, Wachstum, Gesundheit und Aktivität;besonders gravierende Folgen bei Unterernährung im frühen Kindesalter Hauptsächlich in einkommensschwachen Ländern mitweitverbreiteter Armut Sowohl Proteine als auch Kalorien notwendig für gesunde Ernährung,allerdings in unterschiedlicher Weis
  • Wichtige Mikronährstoffmangelkrankheiten, Ursachen Vit A: Betrifft ca. 25% der Vorschulkinder in Entwicklungsländern Erblindung, Krankheitsanfälligkeit und höhere Todesraten Führt jedes Jahr zum Tod von 1-3 Millionen Kindern Jod: Größter einzelner Verursacher von geistiger Behinderung und Gehirnschäden Weltweit 1,9 Milliarden durch Jodmangel gefährdet Jodmangel durch Jodzugabe zu Salz einfach zu verhindern Eisen: Eisenmangel ist weltweit die meist verbreitete Form von Unterernährung und betrifft > 2 Milliarden Menschen. Eisenmangel besonders für Frauen im gebärfähigen Alter und für Kinder ein Problem (Anemie=Blutarmut) Leistungs- und Lernfähigkeit wird beeinträchtigt prinzipiell kann ein Mangel an jedem Nährstoff zu einem ernsten Problem werden relativ leicht zu beheben (Fortifikation, Supplementation, Biofortifikation)
  • Unterschiedliche Definitionen von Nährstoffbedarfen (RDA, EAR, BMR) RDA (recommended daily allowance) gibt Nährstoffmenge an, bei der 97-98% der Gruppe angemessen ernährt wird sinnvoll für Individuen, nicht aber als Durchschnittsmaß oder um Verbreitung von unzureichender Nährstoffzufuhr in einer Gruppe zu schätzen EAR(estimated average requirement) bestimmt tägliche Einnahmemenge, die angemessen für 50% der Individuen einer Gruppe ist (Besseres Maß für Gruppen) BMR Menge an Kalorien, die fürs Überleben nötig ist, wenn der Körper im Ruhezustand ist Minimal benötigter Nährstoffbedarf errechnet durch Multiplikation von BMR mit Konstante (bsp. 1,56 in SixthWorld Food Survey der FAO)
  • Trends in Undernourishment (Calorie-Protein-Malnutrition) nach Kontinenten seit 1970 (5) VL Intro, Seite 11 Außer Sub Sahara eigentlich weltweit ein Rückgang zu beobachten!!! Relativ (% der Bevölkerung) sehr deutlich: von mehr als 33% auf 17% Nicht in jeder Region rückläufige Entwicklung der Zahlen Außerdem: Rückgang stagniert, bzw. zeigt sehr geringe Raten im Vergleich zu den 70/80er Jahren Lebensmittelkrisen von 2007/08 und 2011machen sich ebenfalls negativ bemerkbar
  • Definition Food Security, vier Dimensionen von FS (availability, access, utilization, stability) Definition Food Insecurity Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln, wirtschaftlichen und physische Zugang zu Nahrungsmitteln, Nahrungsverwertung und Stabilität über die Zeit. " 4 Aspekte der Ernährungssicherheit laut FAO: (1)Verfügbarkeit(availability)(2)Zugang(access)(3)Verwertbarkeit(utilisation)(4)Stabilitätvon 1-3 Ein Haushalt ist „food-insecure“, wenn das Einkommen niedriger ist, als nötig wäre, um Food Production Deficit(Differenz zwischen Lebensmittelbedarf und eigener Produktion) zu kompensieren
  • Unterschiede RDA und EAR EAR niedriger als RDA; RDA für Kalorien wird nicht mehr veröffentlicht (Vorbeugung von Überernährung) RDA = EAR + 2σ Siehe auch Seite 14, Skript Def.
  • Malenutrition Undernutrition Undernourishment or chrnic hunger Kalorien vs. Proteinmangel Fehlernährung: Ein unnormaler physischer Zustand ausgelöst durch ungenügende, unausgewogene oder überherhöhte Aufnahme von Makro- und/oder Mikronährstoffen.Beinhalten Unter- und Überernährung als auch Mikronährstoffmangel The outcome of undernourishment, and/or poor absorption and/or poor biological use of nutrients consumed as a result of repeated infectious disease. It includes being underweight for one’s age, too short for one’s age (stunted), dangerously thin for one’s height (wasted) and deficient in vitamins and minerals (micronutrientmalnutrition).” -min ein Jahr ohne ausreichende Nahrungszufuhr. Heißt mehr Engerieverbrauch als Energieaufnahme.Hunger=chronische Unerernährung Proteine sind relativ zu Kohlehydraten und Fetten knapp, deshalb auch teurer –ist somit Proteinmangel das größere Problem für Arme ? Kalorienmangel ist weiter verbreitet und geht oft Hand in Hand mit Proteinmangel; ein Defizit an Proteinen ohne gleichzeitigen Kalorienmangel ist dagegen seltener (v.a. bei armen Haushalten) ABER: Bei Flächenknappheit verdrängen oft proteinarme Nahrungspflanzen (z.B. Cassava oder Kochbananen) die proteinhaltigeren (Getreide, Hülsenfrüchte)
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