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Entwicklungsstörungen von Kindern und Jugendlichen (Donat) (Subject) / Seminarinhalte (Lesson)

Seminarinhalte

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  • Differentialdiagnostik Bestimmung der Beschwerdebilder durch unterschiedliche Techniken und Ausschluss und Vergleich von Symptomen (Krankheitszeichen) und damit Einordnung der Krankheitsbilder für die Therapie
  • 9_Legasthenie_Diagnostische Kriterien ICD-10-Wenn Leseleistunge seit Beginn des Leseunterrichts beeinträchtigt waren und in einem Test deutlich unter dem nach Alter und Intelligenz zu erwartenden Niveau liegen.-Wenn Ausschluss von optischen und akustischen Beeinträchtigungen und von unzureichenden Lernmöglichkeiten-Wenn andere Erkrankungen ausgeschlossen werden können-Das Diskrepanzkriterium IQ wird diskutiert. -Isolierte Rechtschreibstörung wenn nur Rechtschreibschwäche ohne Leseschwäche auftritt Mädchen sind seltener betroffen als Jungen-Begründung: Häufiger sozial-störende Verhaltensweisen in Verbindung mit einer Lernstörung, so dass sie bei einer Erhebung häufiger erfasst werden. Komorbid: Entwicklungsstörungen der motorischen Funktionen, Dyskalkulie, Depression, Angststörungen, Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörungen. Auch Verhaltensauffälligkeiten und soziale Anpassungsstörungen.
  • 9_Legasthenie_Ursachen Bedingungsmodell-Sprachentwicklungsstörungen Ursachen-Schwächen des Kurzzeitgedächtnisses-Hirnphysiologische Anomalien in Arealen die an der Informationsverarbeitung der Sprache und der Schriftssprache beteiligt sind-Erbliche Faktoren spielen eine große Rolle Weitere Bedingungsfaktoren: -zusätzliche Beeinträchtigungen (Aufmerksamkeitsstörungen, Störungen der motorischen Koordination)-Unzureichende Unterstützung durch die Eltern (häufig in sozial schwachen Familien)-Überhöhte Leistungserwartungen der Bezugspersonen -Teufelkreis: Da durch andauernde negative Leistungen Motivationsprobleme auftauchen.
  • Techniken der Methoden Psxchoedukation Entspannung
  • 10_Dyskalkulie_Diagnostische Kriterien ICD-10-Zählen zu Entwicklungsstörungen-Wenn Leistung im Rechnen liegt unter dem erwartbaren Niveau nach Intelligenz, Alter und schulischer Förderung-Wenn Dyskalkulie nicht Folge anderer Erkrankungen ist-Wenn Dyskalkulie in Vernidnung mit Legasthenie dann Bezeichnung als Kombinierte Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten Diagnostik:-Wenn schlechte Schulnoten in Mathe und gute Schulnoten in übrigen Fächern Komorbid mit Aufmerksamkeitsstörungen Tests: -Intelligenz: Hamburg-Wechsler-Intelligenztest für Kinder (HAWIK-4), Kaufmann-Assesment Battery for Children (K-ABC), Adaptive Intelligenztest (AID-2)-Rechenleistung: Heidelberger Rechentest (HRT), Deutscher Mathematiktest (DEMAT)
  • 10_Dyskalkulie_Ursachen Bedingungsmodell-Fehlerhafte Informationsverarbeitung mit einer Ursache in biologischen Reifungsprozessen des ZNS-Hirnregionen: Intraparietalen Sulcus (Visuell Räumliche Verarbeitung), Gyrus Angularis (Sprachliche Verarbeitung), posterior-superior Praietallappen (Durchfürhung arithmetrischer Operationen) Folgen: Erfahrungen des Scheiterns kann zu weiteren Störungen führen: Ängsten, depressiver Entwicklung und Unkonzentriertheit
  • 8_AD(H)S_Diagnostische Kriterien ICD-10-gehört zu den Hyperkinetischen Störungen-werden durch mehrere Merkmale erfasst: wenn charakteristische Verhaltensmerkmale für Unaufmerksamkeit, Überaktivität, Impulsivität, - wenn charakteristsiche Verhaltensmerkmale länger als 6 Monate beobachtet werden- wenn Verhaltensmerkmale vor dem 7 Jahr begonnen haben- wenn abnorme Ausprägung in Bezug auf Alter und Entwicklungsstand- wenn Verhaltensmerkmale in mehr als einer Situation bemerkt (Klasse, Familie, etc.)- wenn Leiden oder Beeinträchtigung dadurch soziale, schulische, berufliche Funktionsfähigkeit des Kindes oder Jugendlichen entsteht- wenn affektive Störungen, Angststörungen, Schizophrenie und tiefgreifende Entwicklungsstörungen ausgeschlossen werden können- es wird unterschieden zwischen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung und hyperkinetischen Störung des Sozialverhaltens (+Störung des Sozialverhaltens) -Aufmerksamkeitsdefizit (-Hyperaktivitäts-)störung ist eine psychische Störung-Zeichnet sich aus durch überdurchschnittliches Maß an Hyperaktivität, Impulsivität und/oder Unaufmerksamkeit Auftreten häufiger bei Jungen als bei Mädchen AD(H)S tritt häufig auch noch im Erwachsenenalter auf. Um Vorliegen von komorbiden Störungen abzuklären bietet sich die Durchführung eines klinischen Interviews an (z.B. Diagnostische Interview bei psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter von Unnewehr) Komorbidität: Störungen des Sozialverhaltens, Legasthenie, Dyskalkulie, Depressionen, Angststörungen
  • 8_AD(H)S_Ursachen -Ursachen sind nicht monokausal sondern multifaktoriell-Neurobiologische Faktoren: Dysfunktionalität im kortikal-straitalen Netzwerk (Frontalhirn und Basalganglien), der Neurotransmitter Dopamin spielt eine wesentliche Rolle. Es wird vermutet, dass Dopamin eine reduzierte Funktionsfähigkeit besitzt - Inhibitionseffekt.-Genetische Faktoren: Hinweis auf genetische Vulnerabilität-Psychologische Faktoren: In der Schule Misserfolgsorientierung, die zu Schwachen Schulleistungen führen kann; Negative Beziehungserfahrungen; Störung der Selbstregulation
  • Vulnerabilität Vulnerabilität ist ein Fremdwort mit der Bedeutung „Verwundbarkeit“ oder „Verletzbarkeit“. Es findet in verschiedenen wissenschaftlichen Fachrichtungen Verwendung.
  • 8_AD(H)S_Therapie -Interventionsmethoden: Psychoedukation (Aufklärung über das Störungsbild, Erarbeitung eines Erklärungsmodells), Selbstinstruktionsstrategien, Selbstmanagement, Elterntraining, Pharmakotherapie -Therapieprogramme: THOP, Training mit aufmerksamkeitsgestörten Kindern, Marburger Konzentrationstraining, Neurofeedback-Training, Training sozialer Kompetenzen -Bei erfolglosen Therapieprogrammen: Medikamentöse Behandlung (mit Nebenwirkungen verminderter Appetit, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Nervosität, Übelkeit)
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  • 7_Training mit aggressiven und dissozialen Kindern_OT_Diagnostische Kriterien Oppositionelles Trotzverhalten ICD-10-ist eine Störung des Sozialverhaltens-wenn mindestens 4 der 8 folgenden Anzeichen: ungewöhnliche häufige und heftige Wutausbrüche, heftiges Streiten mit Erwachsenen, Weigerungen gegenüber Anweisungen und Regeln der Erwachsener, stört oder ärgert andere häufig und anscheindend absichtlich, schiebt anderen häufig die Schuld für eigene Fehler oder Missverhalten zu, ist oft reizbar und leicht von anderen verärgert, ist oft ärgerlich oder ablehnend, ist oft boshaft und rachsüchtig,-wenn Verhaltensweisen müssen deutlich unangemessen für den Entwicklungsstand-wenn wiederkehrendes Muster das seit mindestens 6 Monaten anhält-bei max. 2 schwerwiegenden Verstößen gegen Rechte anderer (z.B. Agressionen gegen Mensch oder Tier, Zerstörung von Eigentum, Betrug oder Raub) oder schwerwiegenden regelverstößen (z.B. Mobbing, Schulschwänzen) können diese auch zur Diagnose von OT herangezogen werden. (Ab mehr als 2 aber Vorrang einer anderen Störung des Sozialverhaltens, z.B. unsozialisierte Verhaltensstörung) Häufiger Jungen als Mädchen Komorbidität: Entwicklungsstörungen, AD(H)S, weitere Störungen des Sozialverhaltens, Hyperkinetische Störunge, Angststörungen, Lernstörungen, Depressionen Diagnostik:Verhaltensanalyse mit Eltern bzw. LehrernDifferentialdiagnose (mittels Interviewsystemen)Testpsychologische UntersuchungenAbklärung der spezifische ProblemsituationenBeobachtungenFamiliäre Bedingungen
  • Psychoedukation Als Psychoedukation wird die Schulung von Menschen bezeichnet, die an einer psychischen Störung leiden.
  • Komorbität Als Komorbidität oder Begleiterkrankung werden in der Medizin ein oder mehrere zusätzlich zu einer Grunderkrankung vorliegende, diagnostisch abgrenzbare Krankheits- oder Störungsbilder bezeichnet
  • 7_Training mit aggressiven und dissozialen Kindern_OT_Ursachen Oppositionelles Trotzverhalten Bedingungsmodell:-Erklärung durch biopsychosoziales Modell (Kernstück: Analyse und Beschreibung des elterlichen Verhaltens) > soziale Komponente (Mangel an prosozialem Einfluss, Erzwingendes Verhalten, Negative Verstärkung)> psychologische Komponente (> biologisch-genetische Komponente
  • 7_Training mit aggressiven und dissozialen Kindern_OT_Therapie Oppositionelles Trotzverhalten -Einzel- und Gruppenberatungen -Eltern-Kind-Interaktion soll umstandslos und direkt verbessert werden-Erlernen konkreter Maßnahmen (z.B. Erlernen kurzer, ünberzeugender Anweisungen)-Hintergrundfaktoren werden zunächst ausgeblendet (z.B. Eheprobleme) Erarbeitung eines Erklärungsmodells Aufbau einer positiven Beziehungsbasis mit dem Kind durch gezielte und positive Zuwendung Einübung von konkreten neuen Verhaltensweisen (Lernen operanter Methoden,Effektive Aufforderungen stellen, Konsequenzen, Einüben des Gelernten) Stukturierende Maßnahmen Durchführung
  • 7_Training mit aggressiven und dissozialen Kindern_SSV_Diagnostische Kriterien ICD-10-Persöhnliche Rechte anderer werden absichtsvoll mit einer Schädigungsintention verletzt und es werden grundlegende soziale Normen missachtet-Psychische Störung-Diagnose je nach Intensität und Stabilität des Problemverhaltens-23 Verhaltenskriterien, die für eine SSV sprechen-Wenn Verhalten wiederholt und persistierend auftritt-Wenn es mindestens 6 Monate anhält-Wenn andere Störungen (dissoziale Persönlichkeitsstörung, Schizophrenie) ausschließbar-Störungen können von Kindheit an oder erst im späten Jugendalter auftreten-SSV werden in Untergruppen eingeteilt: Familiärer Rahmen, bei Fehlenden sozialen Bindungen, bei vorhandenen sozialen Bindungen, mit oppositionellem, aufsässigem Verhalten, Kombinierte Störung des Sozialverhaltens > SSV und der Emotionen (z.B. Depression, Angst) oder Hyperkinetische Störung des SSV -Häufiger Jungen als Mädchen-Hohe zeitliche Stabilität Diagnostilk durch Interviews, Fragebögen und Tests, Aktenstudium, Verhaltensbeobachtungen, Screeningverfahren Komorbidität: Aufmerksamkeitsstörungen, emotionale Störungen
  • 7_Training mit aggressiven und dissozialen Kindern_SSV_Ursachen Bedingungsmodell multifunktionelle Erklärungsmodelle mit drei Bedingungskonstellationen: Aggressive Modelle, Kompetenz- und Performanzdefizite, Soziale Risikofaktoren
  • 7_Training mit aggressiven und dissozialen Kindern_SSV_Therapie -Abgestimmt auf den Einzelfall-bezieht sich auf: Veränderung der sozialen Umwelt Modifikation der Verstärkerbedingungen für aggressives und sozial angemessenes Verhalten Vermittlung von sozialen Kompetenzen
  • 6_Prüfungsangst_Diagnostische Kriterien Ängste bedingen drei Verhaltensweisen: Flucht/Vermeidung, Kampf oder Erstarren.Ängste äußern sich auf drei Ebenen: gedanklich (Ich schaffe das nicht), behavioral (weglaufen),körperlich (Herzrasen) Einordnung nicht einfach, da keine eindeutige Zuordnung bei DSM-IV und ICD-10 wird aber kategoriesiert als-sozialen Phobie: Furcht steht im Vordergrund, Angst vor Leistungssituationen in sozialen Situationen-generalisierter Angststörung: Sorgen stehen im Vordergrund, unkontrollierbare Angst gegenüber AlltagssituationenUnterscheidung normaler und krankhafter Angst durch Intensität, Inhalte/Objekte, Beeinträchtigung der weiteren Entwicklung Eher Mädchen als JungenHäufig mehrere Angststörungen gleichzeitig Komorbidität: Depressionen (Angststörungen gehen Depressionen meist zeitlich voraus)
  • 6_Prüfungsangst_Ursachen X
  • 6_Prüfungsangst_Therapie Cool mit Nic Panda -kognitiv verhaltenstherapeutisch-Kombination aus Entspannung, kognitiven Training im Bereich des Angstabbaus, Aufbau von Selbstkontrolle und Selbstbewußtsein, Informationserwerb zum Thema Angst-SuS ab der 2 Klasse-parallel Elterntraining
  • 5_Soziale Unsicherheit bei Kindern_Diagnostische Kriterien Soziale Unsicherheit ist eine Sammelbezeichnung für ICD-10-Störung mit Trennungsangst (Übermäßiges, wiederholtes Leiden, wenn eine Trennung von wichtigen Bezugspersonen)-Störung mit sozialer Ängstlichkeit (Angst vor sozialen Situationen mit Unbekannten)-Soziale Phobie (Ängste vor sozialen oder Leistungssituationen, Sorge über Angemessenenheit seines Verhaltens)-Generaliserte Angststörung (Nicht auf bestimmte Situationen begrenzt) Symptome:-Vegetativ: Herz-Kreislauf-System, Magen-Darm-Trakt-Irrationale Gedanken: Unbegründete Sorge/Selbstzweifel/Misserfolgserwartungen/ Selbstunsicherheit; Selbstabwertende innere Dialoge-Vermeidungsverhalten: Dadurch entstehen Fertigkeitsdefizite Komorbidität: Hyperaktivität, Depression, Aggression, Sprachentwicklungsstörungen
  • 5_Soziale Unsicherheit bei Kindern_Therapie Mutig sein mit Till Tiger -Wochenreflektion, Selbstbeobachtungsbogen, Rollenspiel, Entspannung (PMR)
  • 4_Stress_Diagnostische Kriterien Keine eindeutige Definition von Stress Stress entsteht in Situationen mit Anpassungsproblemen (z.B. Anpassungszustand verteidigen, Anpassung an veränderte Umwelt, Gestaltung des eigenen Lebens gegen Widerstände) >Organismus-Umwelt-Adaptation Transaktionales Stresskonzept von Lazarus: Beschreibt das Stressgeschehen unter Berücksichtigung kognitiver Prozesse und der Person-Umwelt-Beziehung Risikofaktoren zum Stress-Kindbezogene Faktoren: Geringe Stressbewältigungskompetenz, hohe Selbstsicherheit, wahrgenommene soziale Unterstützung-Umgebungsbezogene Faktoren: Gutes soziales Netzwerk, hohe erhaltene soziale Unterstützung Stressbewältigungsstrategien: GUT: Bagatellisierung, Ablenkung, Situationskontrolle, Reaktionskontrolle, Entspannung, positive Selbstinstruktion, Suche nach sozialer Unterstützung, Leugnen, ErholungUNGÜNSTIG: Vermeidung, Flucht, soziale Abkapselung, gedankliche Weiterbeschäftigung, Resignation, Aggression
  • 4_Stress_Therapie AST-ist ein kognitiv behavioralistisches Interventionsprogramm Varianten-Primärpräventive Maßnahmen-Kurze sekundärpräventive Maßnahmen-Lange sekundärpräventive Maßnahmen Ziele: Stressreduktion, Stressmanagement>verbesserte Wahrnehmung der Stressreaktion>angemessene Sichtweise auf Stressgeschehen>Abbau ungünstiger Verarbeitungsmaßnahmen>Aufbau günstiger Verarbeitungsmaßnahmen Methoden zur Erhöhung der Stressbewältigungskompetenz>Vertrag, Wissensvermittlung, Kognitive Umstrukturierung, Selbstbeobachtung Methoden zum Aufbau günstiger Bewältigungsmaßnahmen>Schrittweise Problemlösen, Erholungsverhalten, Positive Selbstinstruktion, Entspannung, Felxibilisierung, Modelllernen, Transfer, Rückfallprävention, Elternbeteiligung