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Zahnmedizin SoSe 2015 (Subject) / Werkstoffkunde (Lesson)

Die Verblendung metallischer Restaurationen

This lesson was created by Tatiana95.

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  • Vorteile der Materialien Kunststoff: Kosten Elastizitäts-Modul Reperaturfähigkeit ->Herausnehmbarer Zahnersatz Keramik: Langlebigkeit Härte (Abrasionsstabilität) Farbstabilität (Ästhetik) -> Festsitzender Zahnersatz
  • Gerüst vs Verblendung Gerüst: mechanische Festigkeit (Zähigkeit) Verblendung: Härte (Keramik), Zahnform, Zahnfarbe -> marginaler Randschluss     thermische Isolation
  • Wärmeausdehnungskoeffizient versch. Gerüstwerkstoffe Von 17x10-6 K-I  bis 10,5x10-6K-I Goldhaltige aufbrennfähige Legierungen NEM-Legierungen Goldreduzierte aufbrennfähige Legierungen Titan (schwierig zu verblenden,Haftverbund zur Verblendkeramik ist schwierig zu erreichen und i.V. zu anderen Legierungen schwächer Zirkoniumoxid
  • Haftungsmechanismen Keramik-Gerüst Mechanische Bindung 1. mittels Kompression bzw. Druckspannung durch geringeren WAK der Verblendung relativ zum Gerüst ("Aufschrumpfen") 2. durch mikromechan. Verzahnung der Verblendung mit der angerauten Oberfläche des Gerüstes (Bsp:Abstrahlen mit Aluminiumoxid)
  • Strahlen Druck:2bar Material:Al2O3 ("Korund") Korngröße:max. 50 mikrometer
  • Haftungsmechanismen Verblendkeramik-Gerüst Chemische Bindung -mittels Haftoxiden,welche beim Brennen unedler Metalle entstehen Oxide:Korrosionsprodukt -kovalente Ionenbindung über sauerstoffatome des Siliziums der Verblendkeramik mit den oxidierten Metallatomen des Gerüsts 1.Hochgoldhaltige Legierungen Verbund durch dünne Oxidschicht der unedlen bestandteile 2.NEM-Legierungen Verbund durch relativ starke Oxidschicht des unedlen werkstoffes (v.a. durch chrom) 3.Titan/Galvano-Gerüste kein chem. Verbund, zusätzlischer Bonder notwendig Gold:keine Oxidschicht Galvano:99,9% Gold
  • Haftungsmechanismen Verblenkeramik-Gerüst alle Gerüstwerkstoffe bieten nach entsprechender Oberflächenbehandlung einen mikroretentiven (mechanischen) Verbund. Auch das Prinzip des Aufschrumpfens gilt generell Zur Herstellung einer Oxidschicht bei Edelmettalllegierungen ist ein Oxidbrand (bzw. Oxidationsglühen) noctwendig -> nicht bei NEM-Legierungen
  • Keramische Verblendung Prozedere 1. Abstrahlen des Gerüsts mit Al2O3,ggf Oxidbrand 2. Aufbringen einer ersten wässriegen Schicht Grundmasse (Opaker)->bessere Benetzung der Gerüstoberfläche 3.Washbarnd 4.Aufbringen einer zweiten deckenden Schicht Opaker 5.Aufbringen mehrer Schichten Dentinmassen (schwach transluzent,eingefärbt) 6.Mehrfache Biscuitbrände-> nach jedem Brand muss die Schwindung ausgeglichen bzw. von vornherein überdimensioniert aufgetragen werden 7.Aufbringen mehrere Schichten Schmelzmasse (transluzent,schwach eingefärbt) 8.Mehrere Biscuitbrände -> Zwischen den Schichtungen müssen einzelne Bereiche beschliffen werden (Formkorrektur,Entfernung von Oxidschichten) 9.Optische Charakterisierung mit Malfarben und Glasurfarben 10.Glanzbrand
  • Keramische Verblendung Variation:Aufpress-Technik Vorteile,Nachteile Vorteile: Wirtschaftlichkeit (recht schnell,auch mehrere Pfeiler auf einmal) Stabilität (homogenes Stoffgefüge) ->v.a. für Brücken im Seitenzahnbereich Nachteile: Ästhetik nicht optimal (relativ opak, Individualisierung schlecht möglich)->v.a. für Brücken im Seitenzahnbereich
  • Modifikation:Keramische Schulter Rand einer Krone nicht aus Metall,sondern aus Keramik Problem: Schatteneinwirkung des Metalls am Zahnhals bzw. Sulcus auslaufende Keramikschicht sehr opak Schultermassen: besonders standfest erhöhter Anteil Al2O3 Randschluss etwas schlechter als bei Metall
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  • Modifikation: partielle Verblendung Vor/Nachteile Vorteile: weniger Platzbedarf präzisere Gestaltung der Okkl.fläche u.U. kostengünstiger (bei NEM), "Regelversorgung der Krankenkassen" Nachteile: eingeschränkte Ästhetik (Draufsicht UK u.U. kostenintensiver (da keine Materialersparnis bei EM) Frakturgefahr durch Scherkräfte
  • Variation:Teilkrone/Inlay Vorteile: zumindest zum Teil zahnfarben !Nachteile!: sehr opak,da wenig Platz für verblendung Goldrand sichtbar erhöhtes Defektrisiko (Aussprengungen) durch geringe Substanzstärke
  • Keramische Verblendung Klinische Bearbeitung Bearbeitung (einschleifen,Aufpassen) immer mir Wasserkühlung!!!!! Wenn massive Korrekturen notwendig waren,erneuter Glanzbrand,um Porositäten der Oberfläche zu eliminieren -> Prädilektionsstelle für Defekte
  • Defekte Neuanfertigung Glätten der kanten im Mund intraorale Reparatur 1.Kohäsive Fraktur Chipping (Abplatzen der Verblendkeramik) innerhalb der VK 2.Adhäsive Frakturen Delamination (Enthaftung,Ablösen von Schichten in Werkstoffverbunden) an Grenzfläche zum Gerüst Ursachen: Beschleifen ohne Wasserkühlung inadäquates Gerüstdesign unzureichende Passung zu schnelle Abkühlung nache Brand Fehler im Gerüst-Keramik-Verbund Fehler im Gefüge der Verblendung Schichtstärke der Verblendung zu stark oder zu dünn Überbelastung(Bruxismus,Vorkontakte...)
  • Reparatur -Beschleifen o Strahlen, Entfernen von Bruchstücken trockenhalten Ätzen mit Flusssäure (Mikroretention) falls möglich Unterschnitte präparieren (mechan. Haftung) Silanisieren (Chem.Haftvermittlung zw. org. und anorgan. Oberflächen) Bonden (nach lichtinduzierter Härtung mikroretentive und chemische Haftung) ggf Opaker bei freiligendem Metall (Ästhetik) Komposit-Restauration keinen okklusalen Kontakt einstellen (Entlastung) -> Maximal mittelfristige Lösung
  • Haftungsmechanismen Kunststoff-Gerüst PROBLEM: Schaffen eines Verbundes zw. sehr unterschiedlichen Materialien Anorgan. Metall Organ. Kunststoff LÖSUNG 1: Mechanische Reparatur -früher einzige Möglichkeit der Befestigung -Perlen,Netze,Stege -Unterschnitte an den Rändern(Uhrglasfassung) -Mikromechanische Verankerung durch Strahlen oder Ätzen -Polymerisationsschrumpfung LÖSUNG 2:Chemischer Verbund -Reduzierung der Spaltbildung zw. Verblendung und Gerüst(weniger Korrosion,Verfärbung,Absprengung) -erhöhte Scherfestigkeit -vermittelnde Zwischenschicht notwndig -chemische und thermische Verfahren 1. Thermische Verfahren -Silicoater-Verfahren:flammenpyrolytischer Auftrag (in Brenngas wird geeignete Ausgangsverbindung SiO2 zugesetzt) -Silicoater-MD-Verfahren:thermisches Aufbringen Cr3+-dotierter Silane als Lösung u anschließendem Brand 2.Tribochem. Verfahren -Rocatec-Verfahren:Strahlung mit siliziumoxidmodifizierten Korund (Vergrößerung/Aktivierung der Oberfläche und Aufbau chem. Bindungen) -> Ziel aller Verfahren: -Entstehung einer SiO-C Schicht an der Grenzfläche -über bi-funktionelle Gruppen eines Silan-Haftvermittlers wird eine chemische Bindung zum Kunststoff ermöglicht -Silanmoleküle=Zwittermoleküle: können mit Methacrylatgruppen,sowie mit silikatischer Oberfläche reagieren