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Zahnmedizin SoSe 2015 (Subject) / Werkstoffkunde (Lesson)
- Definition Implantate im Körper eingepflanztes künstliches Material, das permanent bzw. für bestimmten Zeitraum dort verbleibt Einteilung: Medizinische I.:ersetzen oder unterstützen Körperfunktionen(implantierte Prothesen) Plastische I.:zum Ersatz von zerstörten Körperteilen bzw. zur Vergrößerung von Körperteilen Funktionelle I.:dienen zur Überwachung von Tieren oder Menschen
- Dentale Implantate -ein im Alveolarknochen eingesetzter Fremdkörper -Implantologie:Teilgebiet,dass sich mit der Insertation(Einsetzen) von Zahnimplantaten in den Kieferknochen befasst Aufbau Implantat: Implantat Verbindungsstück (Abutment,Pfeiler,Pfosten) Fixierschraube (nicht bei allen Systemen) Krone
- Entwicklung der Implantologie 1948 Dahl:Subperiostale Implantate 1969 Per-Ingvar Branemark: Glatte Titanzylinder:Osseointegration
- Osseointegration -direkte strukturelle und funktionelle Verbindung zwischen vitalem Knochen und der Oberfläche eines belasteten Implantats -Abstand Knochen zur implantatoberfläche=100 Angström ->klinisch keine Beweglichkeit (Ankylose) Osseointegration bei Titanimplantaten vs. Bioontegration bei Keramikimplantaten (d.h.direkter Kontakt zum Knochen)
- Implantatmaterialien -bis ca. 1970: Edelstahl, Kobalt-Chrom, Tantallegierungen (keine Osseointegration,subperiostale Implantate) -seit ca. 1970: Titan und Titanlegierungen Ordnungszahl 22, gehört zu den Übergangselementen, Titangruppe, weißlich-metallisch glänzend,leicht,dehnbar,korrosions- und temperaturbeständig -heute: Keramiken Zirkonoxidkeramiken,Al2O3-Keramiken,weiß/zahnfarben,hohe Biokompabilität,"schwierige" mechanische Parameter
- Titan und Titanlegierungen 1. Handelsübliches "Reintitan" (Branemark, ITI-Bonefit) 99,9 % Ti + Sauerstoff,Eisen,Karbon,Wasserstoff,Stickstoff Reinheitsgrad 1 (0,18% O2) bis Reinheitsgrad IV (0,4 % O2) Sauerstoffgehalt und Festigkeit nehmen zu Formbarkeit nimmt ab 2. Titanlegierungen (IMZ) Ti + 6% Aluminium +4% Vanadium (Ti6Al4V) verdoppelte Zugfestigkeit und reduzierte Formbarkeit
- Besonderheiten der Titanoberflächen -beschichtet mit komplexer Mischung anhaftendes Oxide (tiO2,TiO,Ti2O3) es bildet sich eine "passivierende Oxidschicht", ca. 100-200 Angström -nach Beschädigung der Oberfläche: innerhalb weniger Millisekunden bildet siche neue Oxidschicht (Titan als extrem reaktives Metall) -aufgrund der Oxidschicht ist das unedle Titan nahezu innert & korrodiert im Gewebe nicht -Oxidschicht: hauptsächlich Rutil TiO2
- Keramische Implantatmaterialien 1.Aluminiumoxid Al2O3 2.Kalziumphosphatkeramiken Hydroxylapatitkeramiken Ca10(PO4)6(OH)2 Tetrakalziumphosphatkeramiken Ca4(PO4)2O Trikalziumphosphat Ca4(PO4)2 3.Glaskeramiken 4.Zirkonoxidkeramiken extrem hohe Druckfestigkeit geringe Biege/Zugfestigkeit hohe Biokompatibilität
- Titanplasmabeschichtung Edelgas (in Ionen und Elektronen aufgespalten),wird durch brennenden Lichtbogen 20.000° C gepresst Dem Gasstrahl wird Titanpulver mit Argongas zugefügt Titanpartikel werden so mit Grundmaterial verschweißt
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