14
Wirtschaftspolitik & Außenwirtschaft (Subject) / Konjunktur und Stabilitätspolitik (Lesson)
Konjunktur und Stabilitätspolitik
This lesson was created by alemaite.
This lesson is not released for learning.
Advertisement
- Definieren Sie Konjunktur - Auf und Ab der wirtschaftl. Entwicklung über mehrere Jahre hinweg
- Beschreiben Sie alle Arten von Wirtschaftsschwankungen (Konjunkturzyklen). - saisonale Schwankungen (ca. 3 Mo): branchenspezifisch, Wetter - konjunkturelle Schwankungen (3 - 5J): Ungleichgewichte zwischen gesamtwirtschaftl. Nachfrage und Angebot, Hauptaufgabe der WiPo - strukturelle Schwankungen (30 - 60J): Erfindungen (Auto z.B.), tiefgreifende Veränderungen
- Was sind Kondratieff-Zyklen? Schlüsselinnovationen, initiieren neue industrielle und gesellschaftliche Entwicklungsphasen. Es wird massenhaft in eine neue Technik investiert und damit ein Aufschwung hervorgerufen, hat sich die Innovation durchgesetzt, verringern sich die Investitionen drastisch und es kommt zu einem Abschwung. In der Zeit des Abschwungs wird normalerweise schon einer neuen Schlüsselinnovation gearbeitet.
- Zeichnen Sie die Konjunktur und Konjunkturentwicklungen, welche Konjunkturphasen gibt es? Zeichnung Skript - Aufschwung (Expansion) - Hochphase (Boom) - Abschwung (Rezession) - Tiefphase (Depression)
- Erwartungen und Lageeinschätzung in den einzelnen Konjunkturphasen Depression: Erwartungen negativ, Lageeinschätzung negativ Aufschwung: Erwartungen positiv, Lageeinschätzung negativ Boom: Erwartungen positiv, Lageeinschätzung positiv Abschwung: Erwartungen negativ, Lageeinschätzung positiv
- Welche Ursachen für das Existieren von Konjunktur gibt es? (2) - Exogene Erklärung: Impulse kommen von außerhalb, wie z.B. Staatsversagen - Endogene Erklärung: marktwirtschaftliches Ungleichgewicht, Marktversagen, Unterstützung privater Hochschulen vom Staat als Beispiel
- Beschreiben Sie alle Konjunkturindikatoren - Präsensindikatoren: z.B. Produktionsindex für das produzierende Gewerbe - Spätindikatoren: Arbeitsmarkt, reagiert verzögert auf die wirtschaftl. Wechsellagen - Frühindikatoren: Auftragseingänge, Geschäftsklimaindex
- In den 1960er und 1970er Jahren war eine antizyklische Maßnahme üblich um der Rezession entgegenzuwirken. Welche Probleme traten bei der Durchsetzung der Maßnahme auf (3)? Außerdem, welche wirtschaftspolitischen Maßnahmen werden seit Mitte der 1980er Jahre durchgesetzt (4), wie unterscheiden sie sich von denen der 1960er und 1970er? 1960er & 1970er Jahre: Inflationsbekämpfung nach Keynes (nachfrageorientiert): Ziel ⇒ Inflationsbekämpfung (Preisstabilität) und Arbeitslosigkeit vermeiden. Maßnahme: Abschwung ⇒ ↑Arbeitslosigkeit ⇒ deficit Spending (Kreditaufnahme des Staats) ⇒↑Geldmenge durch Kreditaufnahme ⇒ ↑Inflation (teurere Güter) ⇒↑Zinsen durch EZB zur Inflationsbekämpfung ⇒ ↓Investitionen ⇒ ↓Nachfrage ⇒ ↑ Arbeitslosigkeit ⇒ Zyklus fängt von neuem an Die Inflationsbekämpfung nach Keynes war nicht erfolgreich wegen des o.g. künstlichen Zykluses aber auch weil Keynes Vorschläge nicht richtig umgesetzt wurden wie z.B.: Politischer Widerstand gegen Rückzahlungen von Krediten, im Abschwung Kredite aufgenommen, dann im Aufschwung nicht zurückgezahlt Unwirtschaftliche Branchen wurden unterstützt (Stahl/Kohle in D), um die Arbeitslosigkeit zu vermeiden, heutzutage irrelevante Branchen Asymmetrische Anwendung der Fiskalpolitik, in der Krise Erhöhung der Staatsausgaben, keine Rückführung im Boom Seit Mitte der 1980er Jahre wird versucht folgende wirtschaftspolitische Maßnahmen durchzusetzen (angebotsorientiert): Mittelfristiges Konzept, Angebotspolitik (angebotsorientiert) Grundsätze der "Sozialen Marktwirtschaft" Bemühen um europäische und weltwirtschaftliche Kooperation Sozialpolitik mit Gerechtigkeit, Solidarität, Subsidiarität und Finanzierbarkeit
- Einige Beispiele zu nicht-zyklischen Branchen (also Branchen, die nicht von Konjunkturzyklen abhängig sind). Pharma und Gesundheit Nahrungs- und Genussmittel
- Wie lange dauern normalerweise Abschwünge, wie lange Aufschwünge? Aufschwünge durchschnittl. 57 Monate Abschwünge durchschnittl. 10 Monate
- Advertisement
- Definition Aufschwung (4) Langsamen, dann sich beschleunigten Zunahme der Produktion, Verkäufe und Gewinne Arbeitslosigkeit nimmt ab Vertrauen in die wirtschaftl. Lage nimmt zu Bei zunehmender Kapazitätsauslastung nimmt die Investitionstätigkeit zu
- Definition Hochphase (Boom) (3) Beginnende Engpässe Große Investitionstätigkeit Zunehmende Preissteigerungen
- Definition Abschwung (Rezession) Beginnend, sich allmählich verstärkender Rückgang der wirtschaftl. Aktivität Nachfrage, Produktion, Investition, Gewinne und Beschäftigung sinken
- Definition Tiefphase (Depression) Hohe Arbeitslosigkeit Geringe Kapazitätsauslastung Vertrauen in die wirtschaftliche Entwicklung und Bereitschaft zu investieren sind gering