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Corporate Development (Subject) / Signaling (Lesson)
VL 7: Signaling
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- Grundlegendes Problem für potentiellen Arbeitgeber Adverse Selektion: Situation asymmetrisch verteilter Information Talent(e) eines Individuums nicht genau bekannt, da private Information Mitarbeiter hat vor der Einstellung unter Umständen kein Interesse Talent wahrheitsgemäß zu offenbaren Bewerber in vielen Situationen mehr Informationen über sein eigenes Talent besitzen Lösung: Aufdeckung der „privaten“ Information des Bewerbers Bewerber im Auswahlverfahren testen Signale über Talente des Bewerbers identifizieren
- Definition: Adverse Selektion Ein Problem adverser Selektion liegt vor, wenn eine Vertragspartei vor Abschluss eines Vertrages private Information über bestimmte Größen hat, die den Nutzen einer anderen Vertragspartei beeinflussen.
- Einfache Variante des Modells von Spence - Student hat entweder hohes oder niedriges Talent T ∈ (T H , T N ) - Talent ist private Information - Wahrscheinlichkeit für hohes Talent τ - Student entscheidet, ob er schwieriges oder leichtes Studienfach wählt F ∈ (S,L)- Schwieriges Fach mit höherem Arbeitsaufwand verbunden: senkt Nutzen um KH, wenn hohes Talent und sonst um KN, - Student mit hohem Talent fällt schwieriges Fach leichter: KH < KN - Unternehmen zahlen Gehalt (w) in Höhe des erwarteten Talents w=E(T)
- Signaling Spiel Besitzt ein ökonomischer Akteur private Information über bestimmte Größen, die den Nutzen anderer Akteure beeinflussen, und kann er bestimmte Handlungen wählen, die diese Informationen möglicherweise offenbaren, so liegt die Situation eines Signaling‐Spieles vor.
- Ablauf von Signaling Spiel Strategien von talentierten und untalentierten Studenten führen zu Erwartungen des Marktes Erwartungen des Marktes führen zu Lohnangeboten, die von beobachtbaren Handlungen abhängen Optimale Handlung der Studenten wird aber genau davon abhängen
- Kombination von Strategien und Erwartungen bildet Gleichgewicht, wenn 1.) Akteure ihre Strategien optimal wählen gegeben ihre Erwartungen und die Strategien der anderen Akteure 2.) Erwartungen korrekt gebildet werden gegeben die Anfangserwartungen und die Strategien der Akteure
- Eigenschaften Gleichgewichten 1. Trenngleichgewichte: - Unterschiedlichen Typen von Spielern spielen unterschiedliche Strategien FH ≠ FN- Sie sind unterscheidbar - Die private Information wird offenbart - Nur hier funktioniert Signaling 2. Pooling Gleichgewichte: - Die unterschiedlichen Typen von Spielern spielen die selbe Strategie FH = FN. - Die Spielertypen sind daher nicht unterscheidbar. - Die private Information wird nicht offenbar.
- Zentrale Voraussetzung für funktionierendes Signaling: Handlung, die zur Signalisierung gewählt, muss für Typ der niedrigeren „Qualität“ hinreichend teurer sein als für Typ der höheren „Qualität“
- Multiple Gleichgewichte und Grund für unterschiedliche Signalisierungsnormen Ursache für die Koexistenz zweier Gleichgewichte ist, dass ein Gleichgewichte immer eine konsistente Kombination von Strategien & Erwartungen des Marktes sein wird. Je nachdem was der Markt erwartet stellt sich ein Trenn- oder Pooling-GG ein 1. Erwartet Markt, dass keiner signalisiert, so bedeutet Nicht-Signalisieren nicht niedriges Talent. Talentierter bekommt ohne SignalLohn E[T Signal lohnt es sich nicht Keiner signalisiert und Markterwartungen treffen zu 2. Erwartet Markt dass jeder Talentierte signalisiert so bedeutet Nicht-Signalisieren niedrigeres Talent. Talentierter bekäme Lohn TN Hier lohnt es sich Signal Markterwartung treffen zu Grund für unterschiedlicher Signalisierungsnormen (Chemiker mit Promotion, BWLer mit Praktika, ...
- Wenn Wahrscheinlichkeit p, dass Low-Potentials den Test bestehen gilt für das Trenngleichgewicht Das Gehalt E(T) wird umso niedriger, wenn p steigt "Kosten" höher für Low-Potentials Wenn p=0, dann existiert ein Trenngleichgewicht Positive Wirkung auf den Signaling-Effekt
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- Intuition im Gleichgewicht 1. alle signalisieren gilt: - Lohnverlust relativ zu den Kosten für das Signal zu groß. - Selbst für die Low-Potentials lohnt es sich, das Signal zu senden. - Beide Typen wenden Kosten auf, da sie ansonsten für weniger talentiert gehalten werden TH-TN ≥ KN/τ 1. Keiner signalisiert: - Kosten relativ zum Lohnzuwachs zu hoch. - Selbst die High-Potentials entscheiden sich gegen das Signal TH -TN ≤ KH/(1-τ) Trenn-Gleichgewicht: Talentierte von weniger Talentierten unterscheidbar, Fächerwahl als Signal Talentierter ein Interesse hat, schwieriges Fach zu wählen. Nutzen des schweren Fachs ist größer als Nutzen des leichten Fachs Unalentierter kein Interesse hat, schwieriges Fach zu wählen
- Was passiert, wenn die Kosten für beide Sinken? Bsp: Vermittlungsstelle für Praktika Praktikum wird hier Signal darstellen. Das Zentrum erleichtert es allen, (HP Uund LP) zu signalisieren. Dadurch fallen die Kosten c für beide Talente. Je kleiner c, desto näher kommt man dem Pooling-GG, in dem alle signalisieren wollen. Negative Wirkung auf den Signaling-Effekt. Führt dazu, dass Signaling durch Praktikum nicht mehr funktioniert
- Personalökonomische Erklärungen für ein Signal 1. Humankapitaltheorie - Signal (Ausland) erhöht allgemeines Humankapital - Steigert gesellschaftliche Produktivität 2. Signaling-Theorie - nur individueller Vorteil aus Signalfunktion der Ausbildung
- Wirkungen auf Signaling - Wenn Kosten KN steigen → positive Wirkung auf Signaling - Wenn Kosten KH steigen → negative Wirkung auf Signaling - Wenn Kosten K für alle sinken → negative Wirkung auf Signaling - Wenn Lohn TN steigt → positive Wirkung auf Signaling
- Effizienz von Vermittlungstellen, etc. Den Hoch und den Niedrig talentierten entstehen kosten Durch Errichten der Vermittlungsstelle wird jetzt jedem Studenten ein AP vermittelt Für Signalingmodelle bedeuted das: Kosten für beide Typen von Studenten sinken und je kleider diese Kosten, desto mehr nähert man sich dem Pooling-Gleichgewicht an, in dem eben alle das Signal wählen. Sinken die Kosten unterhalt eines kritischen Wertes führt das dazu, dass ein Signaling durch AP nicht mehr funktionieren wird. Arbeitgeber werden anhand des AP nicht mehr erkennen können, ob jemand hohes oder niedriges Potential hat.