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Pflegeforschung (Subject) / HFH Pflegemanagement B.A. (Lesson)

Studienbriefe - Übungsfragen der HFH

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  • 1.1           Nennen Sie vier Grundprinzipien, die Styles (1982) zum Wesen und Zweck der Pflege vorgelegt hat 1.Beruf mit sozialem Nutzen (occupational force) 2.Pflege – in ihrer eigenen Wissenschaft verwurzelten Fachdisziplin 3.Pflege als klinische Praxis 4.Pflege im humanistischem Sinne.
  • 1.2         Nennen und erläutern Sie die paradigmatische Einteilung des Pflegewissens nach Pars Konzeptionelle Differenzierung der Paradigmen der Ganzheitlichkeit und Einheitlichkeit • beide repräsentieren eine Weltanschauung mit der philosophischen Perspektive des Phänomens der Besorgnis • Paradigma der Ganzheitlichkeit (Orem): sieht den Menschen als biologisch, spirituelles, kulturelles und psychosoziales Wesen, das durch das Studium sei-ner Teile verstanden werden kann, aber mehr als die Summe der Teile ist (Synergie!).• Paradigma der Einheitlichkeit (Parse): definiert „ganz“ als „Einheit bildend“, d.h. der sich als Einheit bildende Mensch besitzt Eigenschaften, die sich von Teilen unterscheiden und durch Kenntnis der Teile nicht verstanden werden.• Anliegen der Pflege konzentriert sich unabhängig vom Paradigma auf den Menschen als Gesamtwesen in seiner Umgebung.
  • 1.3         Erläutern Sie, warum die WHO die zweite Ministerkonferenz über Pflege- und Hebammenwesen in München im Jahr 2000 als Meilenstein für die Pflege- und Hebammenberufe betrachtet. Es wurde eine Kurswechsel in der Ausbildung und Praxis von Pflegekräften vorgenommen, um die sich veränderden Anforderungen im Gesundheitswesen und der WHO-Politik „Health for all“ unterstützen zu können. • Konzentration auf primäre Gesundheitsversorgung• Betonung auf Chancengleichheit• Erhaltung und Förderung der Gesundheit• Krankheitsvorbeugung und Selbsthilfe für soziale Gruppen Durch Einsatz von Technologie, Forschung und evidenzbasierter Praxis sektor-und länderübergreifende Zusammenarbeit! Bis dahin eklatante Unterschiede innerhalb der EU in der Grundausbildung.
  • 1.5          Nennen Sie zwei Argumente, warum die Pflegewissenschaft auch Forschungsmethoden aus anderen Disziplinen nutzen sollte. Pflege kann nicht im isolierten Raum stattfinden, Kooperation mit anderen Berufsgruppen sowie mit den Klient(inn)en und ihren Angehörigen ist immer erförderlich. Forschung zur Weiterentwicklung einer Wissenschaft ist auf finanzielle Unterstützung angewiesen erfordert hinreichend geprüfte Forschungsmethoden (aus anderen Disziplinen)
  • Nennen Sie zwei Ziele des WHO-Standards für die Grundausbildung von Pflegekräften und Hebammen (2009) • Meilenstein, um in einem bestimmten Land bzw. einer bestimmten Region das höchstmögliche Ausbildungsniveau zu erreichen. • gerechte und angemessene Position von Pflegekräften und Hebammen in der Gesundheitsversorgung sicherstellen . • Sie könnten der Personalbeschaffung weltweit zugutekommen.
  • 2.3          Erläutern Sie, ob eine Finanzierung einer geplanten Studie in einem Bundesland innerhalb des 7. Rahmenprogramms für Forschung über die EU möglich ist. • Grenzüberschreitende Zusammenarbeit notwendig (nur internationale Studien werden gefördert!)• Keine Finanzierung, da nationale Studie!
  • 2.4           Nennen Sie drei Gruppen in den beteiligten Altenheimen, von denen ggfs. eine Zustimmung für diese Studie einzuholen ist. Personalvertretung (Betriebsrat / Personalrat) Betreuer Heimbeirat Ethikkommission
  • 2.6           Erläutern Sie das in der RN4CAST Studie verwendete Instrument MASLACH BURNOUT INVENTORY (MBI) Am häufigsten verwendetes Instrument zur Messung des tätigkeitbedingten Burnouts. 22 Fragen (Items) Beantwortung per Skala 1-6  1 („Nie“) bis 6 („Jeden Tag“) Erfasst 3 Dimensionen: Emotionale Erschöpfung, Entfremdung (Depersonalisierung), Demotivation, (reduzierte, persönliche Leistungsfähigkeit) Weitestgehend validiert durch multinationale Studie.
  • 2.7          Nennen Sie zwei Gründe, warum es bisher nur wenig deutschsprachige Forschung zum Pflegemanagement gibt. Entwicklung der Pflegewissenschaft erfolgte in Deutschland spät. Pflegewissenschaft wird überwiegend an Fachhochschulen angeboten, Univer-sitäten verfügen jedoch über weitaus größere Forschungsmittel. Daher: wenig Forschungsgelder ==> geringe pflegewissenschaftliche Errungenschaften in Deutschland.
  • 3.1          Erläutern Sie bei folgenden Fragen, welche der beiden Studiendesigns (Interventionsstudie oder Beobachtungsstudie) am ehesten geeignet ist: a)Wirken Hydrogel-Wundverbände bei diabetischen Fußgeschwüren besser als alternative Verbände? [I] b)Wie hoch ist die Dekubitus-Rate bei Patientinnen in deutschen  Krankenhäusern? [B] c)Wie groß ist der Anteil von Bewohnerinnen mit Hörproblemen im Altenheim? [B] d)Welche Auswirkungen auf die Haut von neugeborenen hat die Versorgung mit Einmalmaterial gegenüber der Versorgung mit Baumwollwindeln? [I] e)Warum kommt es beim Einsatz von Desinfektionsmitteln häufig zu Allergien?[I]
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  • 3.3          Ein Instrument der Methode Evidence Based Nursing (EBN) ist das PIKE-Schema. Beschreiben Sie die einzelnenn Bestandteile des PIKE-Schemas. Das PIKE - Schema dient zur Unterstützung bei der Erstellung einer Forschungsfrage. Es eignet sich für Forschungsfragen i. S. von Interventionen. Es hilft, sich eines Problems bewusster zu werden, in dem es von verschiedenen Seiten beleuchtet wird. • P - Pflegebedürftiger• I - Intervention• K - Kontrollintervention• E – Ergebnismaß
  • 3.4          Definieren Sie den Begriff FOREST-PLOT. Graphische Darstellung der Ergebnisse einer Meta-Analyse von mehreren Studien.  IdR ist das zahlenmäßige Ergebnis jeder Einzelstudie als Kästchen auf einer horizontalen Achse repräsentiert (z.B. die durch eine Behandlung erreichte Besse-rungsrate in Prozent.)  Die Größe des Kästchens kann die Power der Studie anzeigen (statistische Aussagekraft) .  Die Streubreite der Meßwerte (Varianz, Konfidenzintervall) kann durch eine horizontale Linie durch das Kästchen angedeutet werden.  Forest plots sind seit den 1970er Jahren üblich. Sie erlauben dem Leser der Metaanalyse eine schnelle visuelle Orientierung über gemeinsame Trends der analysierten Studien.
  • 3.5           Begründen Sie, warum EBN nicht ohne Englischkenntnisse angewandt werden kann. Die meisten Forschungsergebnisse liegen ausschließlich in englischer Sprache vor,  es gibt insgesamt zu wenig Englischkenntnisse bei Pflegenden (Zugangsvoraussetzung: Hauptschule),  keine Akademisierung der Pflege bislang in Deutschland.
  • 3.6           Nennen Sie 5 Gründe für einen mangelnden Transfer von Forschungsergebnissen in die Pflegepraxis. Mangelnder Zugang zu Forschungsergebnissen Mangelndes Vertrauen in den praktischen Nutzen von Forschung Mangelnde Unterstützung durch Kolleg(inn)en und Institutionen Mangelnde organisatorische Unterstützung (Ressourcen zur Umsetzung von Forschungsergebnissen) Die englischsprachigen Forschungsartikel sind für deutschsprechende Pflegepersonen nur schwer verständlich Die Einrichtungen sind auf die Umsetzung nicht eingestellt Pflegende haben den Eindruck, nicht befugt zu sein, die Praxis zu verändern Pflegenden mangelt es an Zeit, umfangreiche Recherchen durchzuführen
  • 3.8          Nennen Sie die 6 Schritte der EBN-Methode. Aufgabenstellung Fragestellung Literaturrecherche Kritische Beurteilung Implementierung und Adaption Evaluation
  • 4.2 Begründen Sie, ob Sie dieser Aussage von Halloran et al. (2010) zustimmen oder ob Sie diese ablehnen: „Evidence basierte Leitlinien tendieren dazu, kritisches Denken sowie die professionelle Verantwortung der Pflegenden zu unterdrücken." Leitlinien sind sinnvoll, können einen Rahmen für die pflegerische Arbeit bieten, bietet Orientierung für Pflegekräfte So können Pflegende auch das Vorgehen im Einzelfall (Bewohner, Patienten) schneller untereinander abstimmen. Als Pflegemanager habe ich andere Möglichkeiten, kritisches Denken bei den Mitarbeitenden zu fördern (z. B. Fallbesprechungen). 
  • 4.3         Die Implementierung neuer Ergebnisse in die Praxis lässt sich mit dem Diffusionsmodell erklären. Nennen Sie vier Bedingungen, unter denen eine Neuerung schneller und besser angenommen wird. 4 Bedingungen, damit Neuerungen in der Praxis angenommen werden (nach dem Difussionsmodell): die Neuerung..... bringt Vorteile, stimmt mit vorhandenen Normen überein  äkann ausprobiert werden  ist transparent ist nicht zu komplex
  • 4.4       Eine erfolgreiche Implementierung von neuem Wissen in bestehende Organisationen, erfordert gute Beziehung zwischen drei Elementen. Nennen Sie die Elemente des PARiHS Frameworks und deren vier Subelemente. Forschung/Beweis (Evidence) 1) Forschung 2) Klinische Erfahrung der Patienten 3) Patientenpräferenzen 4) Lokale Daten  Rahmen (Context) 1) Empfänglichkeit des Umfeldes 2) Kultur 3) Führung 4) Messungen, Evaluation   Unterstützung/Erleichterung (Facilitation)  1) Charakteristik 2) Rolle 3) Stil der Unterstützer 4) Zweck
  • 4.5     Sie üben die Methode EBN an einem konkreten Beispiel der Intensivstation. Die Mitarbeiterinnen streiten sich darüber, ob die Infektionsgefahr an der Einstichstelle eines Venenkatheters mit einem Folienverband höher ist als mit einem Mullverband. Beschreiben Sie anhand dieses Beispiels das Vorgehen bei der Literaturrecherche. Zunächst erfolgt eine Suche, ob bereits eine Leitlinie oder ein Clinical Pathway zu diesem Thema existiert (spezielle Internet-Datenbanken deutsch und englisch). Ist das nicht der Fall, wird nach Synopsen von systematischen Übersichtsarbeiten gesucht (ebenfalls spezielle Internetdatenbanken). Die nächste Stufe ist dann die Suche nach systematischen Übersichtsarbeiten und Metaanalysen in der Cochrane Library. Ergänzt wird die Suche nach Originalarbeiten, in diesem Fall (Vergleich zweiter Methoden) möglichst RCTs in der Cochrane Library und PubMed. Evtl. sind auch Google Scholar oder Medpilot geeignet. Als Suchworte werden „Infektionsgefahr“, „Venenkatheter“, „Folienverband“ und „Mullverband“ in englischsprachiger Übersetzung genutzt.
  • 4.6        Welcher Gruppe von Auslösern für Forschungsarbeiten nach dem IOWA-Modell ist die o.g. Situation zuzuordnen? Problemorientierter Ansatz
  • 4.7           Nach einigen Wochen liegt ein Vorschlag vor, der den bisher verwendeten hausinternen Standard zum Einsatz von Hüftprotektoren verändert und von der Pflegedirektorin genehmigt wird. Erarbeiten Sie einen Vorschlag, wie die Änderung an alle Kollegen kommuniziert werden kann. Kleinere Einrichtung - alle Mitarbeiter(innen) wissen über die Beckenringfraktur der Bewohnerin Bescheid, reicht evtl. ein Hinweis in den Dienstbesprechungen aus. Größere Änderung im bisherigen Standard - evtl. Mikroschulungen in den Wohnbereichen erforderlich, ggfs. durch die Assistentin der Pflegedirektorin, oder Multiplikatoren in den Wohnbereichen.
  • 4.8          Ihre Heimleitung bittet Sie, einen Vorschlag zu erarbeiten, ob und wie die bisherige Praxis (routinemäßiger Einsatz von Hüftprotektoren) zu verändern ist. Sie entschließen sich, das IOWA-Modell zu nutzen. Nennen Sie drei Ebenen, auf denen eine Evaluation der Implementierung erfolgt und ordnen Sie jeweils eine (auf den Fall bezogen) konkrete Evaluationsmaßnahme an. Strukturebene: Nach einem Monat lässt sich anhand von Protokollen zur Dienstbesprechung oder auch anhand der Handzeichen von Mitarbeitenden sehen, wie viele der Mitarbeitenden die neue Fassung des Standards zur Kenntnis genommen haben. Prozessebene: Nach zwei Monaten lässt sich stichprobenartig bei entsprechenden Bewohnern, prüfen, ob und mit welcher Begründung Hüftprotektoren getragen werden oder nicht getragen werden. Ergebnisebene: Das Ergebnis (keine Beckenringfrakturen mit Komplikationen) lässt sich in diesem Fall erst nach längerer Zeit anhand der Dokumentation  prüfen.
  • 5.2           Nennen Sie fünf Anforderungen, die erfüllt sein müssen, um sich als Fachexperte für eine Expertengruppe des DNQP zu bewerben. a
  • 5.4         Nationale Expertenstandards sind in ihrem formalen Aufbau alle gleich. Nennen Sie fünf Überschriften, die sich in allen Expertenstandards finden. Vorstellung der Expertengruppe  präambel überblick Struktur-, Prozess-, Ergebiskriterien MIT Standardaussage zur Zielsetzung  Kommentierung der Standardkriterien literaturstudie inkl. Ausweisung der Suchstrategie mit Einschluss- und Ausschlusskriterien, evidenzhierarchie Erläuterung der gesundheitspolitischen Relevanz  Glossar Literaturübersicht Vorstellung des AUDIT-Instruments Implementierung (Beschreibung)
  • 5.5       Erläutern Sie, welche Chancen Sie bei einer Bewerbung hätten und gleichen Sie Ihre Expertise mit den Anforderungen des DNQP ab. Voraussetzungen: ausgewiesene Fachexpertise zu dem Thema formale fachl. Qualifikation (fachweiterbildung, Akad. Abschluss) qualifizierte praxiserfahrung Mitwirkung an wissenschaftlichen Projekten Mitwirkung an der Einführung wissenschaftl Praxiskonzepte Fachverlffentlichungen und Vorträge
  • 5.6           Nennen Sie Qualifikationsanforderungen des DNQP für die Teilnahme an der Expertenarbeitsgruppe eine ausgewiesene Fachexpertise zum Thema, formale fachliche Qualifikation zum Thema (z. B. Fachweiterbildung, wissen-schaftliche Qualifikation), qualifizierte Praxis in diesem Bereich, Mitwirkung an wissenschaftlichen Projekten, Mitwirkung an der Einführung innovativer Praxiskonzepte, Fachveröffentlichungen und -vorträge.
  • 5.7        Nennen Sie zwei Aufgaben der Expertenarbeitsgruppe beim DNQP bei der Entwicklung eines Expertenstandards Die Bewertung des durch eine Literaturstudie zusammengestellten Erkenntnisstandes zum Thema Die Erarbeitung eines Entwurfes des Expertenstandards
  • 5.8          Skizzieren Sie kurz die Aufgabe der Expertenarbeitsgruppe in Bezug auf die Aktualisierung eines Expertenstandards Einmal pro Jahr werden die Mitglieder der Expertenarbeitsgruppe vom wissenschaftlichen Team angeschrieben und auf Basis eines Rückmeldebogens um Feedback gebeten. Weiterhin können die Mitglieder der Expertenarbeitsgruppe sich jederzeit an das wissenschaftliche Team wenden.
  • 7.1           Inwieweit hat die Arbeitssituation in deutschen Krankenhäusern einen Einfluss auf die Arbeit und das Wohlbefinden des Pflegepersonals? Spiegeln sich Arbeitszufriedenheit und die Personalaufstellung in der Pflege in der Versorgungsqualität wider? Untersuchung durch großangelegte internationale Pflegestudie RN4CAst (Registered Nurse Forecasting) : 1512 Pflegefachkräfte in 49 deutschen Akutkrankenhäusern zu verschiedenen Aspekten ihres Pfle-gealltags befragt. Zusätzlich wurden Patienteninterviews zu ihren Erfahrungen im Kran-kenhaus getätigt sowie Patientenentlassungsdaten erhoben. Insgesamt in 13 europäischen Ländern mehr als 34000 Pflegepersonen aus mehr als 500 Krankenhäusern in die Studie eingeschlossen. RN4Cast  bisher weltweit umfangreichste Studie im Bereich der Pflegepersonalplanung dar.
  • RN4 1.     Beschreiben Sie grob die einzelnen Phasen des Projekts mit den geplanten Aktivitäten 2 Hauptphasen (über 3 Jahre): Phase: Ausarbeitung der Erhebungsinstrumente und Datensammlung (01/09-06/10) Phase: Auswertung der Daten und Zusammenführung im Hinblick auf die Ausarbei-tung von Leitlinien (07/10-12/11) ==> Querschnittserhebung von Daten auf mehreren Ebenen: Krankenhäuser und Pflegestationen (Strukturdaten), Pflegefachkräfte (Arbeitsumgebung, -zufriedenheit) und Patienten (Patientensterblichkeit und –Outcomes) über 4 verschiedene Daten-quellen.
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  • RN4 2.     Warum erfolgte die Studie nur auf internistischen und chirurgischen Stationen in Allgemeinkrankenhäusern? Weil die Verknüpfung der Pflegepraxis (einschließlich der Personalbesetzung) mit der Patientensicherheit und den klinischen Ergebnissen für diese Art von Station am besten dokumentiert ist.
  • RN4 3.     Beschreiben Sie die Stichprobe der teilnehmenden deutschen Krankenhäuser in Bezug auf die Auswahl der Krankenhäuser die Anzahl der teilnehmenden Stationen die Durchführung der Patientenbefragung. Nur Akutkrankenhäuser Mind. 2 Stationen! Allgemeine und chirurgische Pflegestationen Patientenbefragung an einem bestimmten Tag Stichprobe bestand aus allen geeigneten Patienten, die sich am Tag der Befragung auf der Station befanden. alle Pflegekräfte, die im direkten Patienten-Kontakt standen
  • RN4 4.     Welche Instrumente wurden für die Konstruktion des Fragebogens für die Pflegefachkräfte genutzt? Beschreiben Sie die Instrumente genauer. Fragebogen aus 118 Fragen : Arbeitsumgebung, Burnout, Jobzufriedenheit, subjektiv empfundene Qualität der Versorgung, pflegerischen Personalbesetzung und aus einem demografischen Teil. Messung der Arbeitsumgebung durch das PES-NWI („Practice Environment Scale of the Nursing Work“-Index) ==> 32 Fragen mit Antwortmöglichkeiten vom Likert-Typ (trifft überhaupt nicht zu > trifft vollständig zu) mit 5 Teilrubriken.
  • RN4 5.    Wie wurden die Daten der Patient(inn)en erhoben? Ausgabe der Fragebogen durch „Feldmanager“ Zur Berechnung von Patienten-Outcomes: Daten aus Verwaltungsdatenbanken, insbesondere Krankenhausentlassungsdaten ==> wesentliche Informationen über jeden KH-Aufenthalt (bestimmter Zeitraum und Details zur Einstufung der Pflegequalität). Zur Messung der Patientenzufriedenheit wurden zusätzlich Fragen aus dem CAPHS = 27 Fragen verwendet, jedoch ohne Fragen zur Herkunft / Rasse / Zuhause gespro-chenen Sprache.
  • RN4 6.    Beschreiben Sie die Erhebung der Daten der Pflegekräfte in Deutschland. Ausgabe der Fragebogen durch „Feldmanager“ Rücksendung im vorfrankierten Umschlag.
  • RN4 7.    Das Studienprotokoll verweist auch auf den Einbezug verschiedener Interessensverbände. Welche könnten das in Deutschland sein? Interessensverbände in Deutschland: MDS / MDK / Berufsverbände (zB DBfK) / Versicherungsträger /GKV / Politik / Arbeitgeberverbände
  • RN$ 8. 8. Angenommen, Sie wären Pflegedirektor(in) eines der beteiligten deutschen Krankenhäuser und in dieser Funktion „Feldmanager(in)". Was wären Ihre Aufgaben? Hauptansprechpartner intern für alle Studienteilnehmer (Pflegekräfte, Patienten, Verwaltung) und Ausgabe der Fragebogen, ggfs. Erinnerungen und Motivation zu Verbesserung der Rücklaufquote.
  • RN4 9.   Angenommen, Sie wären Stationsleitung auf einer Station in einem der beteiligten deutschen Krankenhäuser. Welche Fragen würden Sie im Vorfeld an das Studienteam stellen? Nennen Sie die Grundparameter für die geplante Befragung! Fragen im Vorfeld an das Studienteam Stichprobe Zeitpunkt und –raum Teilnehmer der Befragung Vertraulichkeit Feedback über Ergebnisse
  • RN4 10.     Wenn Sie als Stationsleitung im Krankenhaus eine ähnliche Studie auf Ihrer Station planen, mit wem müssten Sie im Vorfeld Ihr Vorhaben absprechen? Begründen Sie Ihre Angaben. Ansprechpartner im Vorfeld meines Vorhabens: Direktion (Finanzierung / Ressourcen / etc.), alle Teilnehmenden und Interessengruppen Betriebsrat / Personalvertretung Betreuer ggfs. Ethikkommission
  • RN4 11.     Überlegen Sie, welche Teile der durchgeführten Studie auch in anderen Settings der Pflege durchgeführt werden könnten. Konzentrieren Sie sich dabei auf eine der folgenden Einrichtungen: Altenheim, ambulanter Pflegedienst, stationäres Hospiz, psychiatrisches Fachkrankenhaus. Altenheim: Bewohner (soweit kognitiv in der Lage), Pflegefachkräfte, Bezugspflegekräfte, Einbeziehung der Verwaltung (Strukturdaten) Möglichst Gesamterhebung ==> höhere Stichprobe, höhere Validität.
  • Aus welchen 4 Komponenten besteht die Fragestellung des PIKE-Schemas? Die Beschreibung und Eingruppierung der/des Patienten oder das Problem. („Wie generalisiert man das Problem zu einer Gruppenbeschreibung?“) Die Intervention ist meist die Pflegemaßnahme die mit einer anderen verglichen, überprüft oder neu eingeführt werden soll. („Welche Behandlung erwäge ich vornehmlich?“) Die Kontrollgruppe, der Vergleich oder die Alternative. („Welches ist die andere Möglichkeit?“) Das Ziel oder das Ergebnis muss definiert werden, um den Nutzen einer Handlung messen zu können d.h. ob ein bestimmtes Ergebnis eingetreten ist oder nicht. Sie soll anhand eines festgelegten Indikators erfolgen. („Was möchte ich/der Patient erreichen?“)
  • 2.1 Trägergesellschaft mit bundesweit 40 Altenheimen will vergleichende Studie mit den Instrumenten der RN4CAST-Studie in seinen Altenheimen im Bundesland, in dem auch Ihr Arbeitsplatz sich befindet, durchführen. Nennen Sie die fünf Inhaltskomplexe der Befragung der Pflegefachkräfte der RN4CAST-Studie Fünf Inhaltskomplexe der Befragung der Pflegefachkräfte der RN4CAST-Studie PES-NWI (Practice Environment Scale of the Nursing Work-Index) für Fragen zur Arbeitsumgebung Maslach-Burnout-Inventory (MBI) Fragen zur Qualität der Pflege Fragen zur Arbeitsbelastung und Personalbesetzung Demografische Fragen
  • 2.2 Trägergesellschaft mit bundesweit 40 Altenheimen will vergleichende Studie mit den Instrumenten der RN4CAST-Studie in seinen Altenheimen im Bundesland, in dem auch Ihr Arbeitsplatz sich befindet, durchführen. Erläutern Sie, ob eine Finanzierung der geplanten Studie innerhalb des 7. Rahmenprogramms für Forschung über die EU möglich ist. Finanzierung innerhalb des 7. Rahmenprogramms für Forschung über die EU Das 7. Rahmenprogramm für Forschung der EU hat als Ziel, den Europäischen Forschungsraum zu fördern, daher ist eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwi­schen Forschungspartnern erforderlich. Eine Finanzierung des geplanten Projekts ist nicht möglich, da hier nur in Deutschland, sogar nur in einem Bundesland, geforscht werden soll.
  • 2.3 Trägergesellschaft mit bundesweit 40 Altenheimen will vergleichende Studie mit den Instrumenten der RN4CAST-Studie in seinen Altenheimen im Bundesland, in dem auch Ihr Arbeitsplatz sich befindet, durchführen. Nennen Sie drei Gruppen in den beteiligten Altenheimen, von denen ggf. eine Zustimmung für diese Studie einzuholen ist. Drei Gruppen in den beteiligten Altenheimen, von denen ggf. eine Zustimmung für diese Studie einzuholen ist Betriebsrat bzw. Personalrat Heimbeirat Gesetzliche Betreuer(inn)en
  • 3.1 Erläutern Sie bei folgenden Fragen, welches der beiden Studiendesigns (Interventionsstudie oder Beobachtungsstudie) am ehesten geeignet ist: [I]: Interventionsstudie oder  [B]: Beobachtungsstudie a) Wirken Hydrogel-Wundverbände bei diabetischen Fußgeschwüren besser als alternative Verbände? [I]b) Wie hoch ist die Dekubitusrate bei Patient(inn)en in deutschen Krankenhäusern? [B]c) Wie groß ist der Anteil der Bewohner(innen) mit Hörproblemen im Altenheim? [B]d) Welche Auswirkungen auf die Haut von Neugeborenen hat die Versorgung mit Ein-malmaterial gegenüber der Versorgung mit Baumwollwindeln? [I]e) Warum kommt es beim Einsatz von Desinfektionsmitteln häufig zu Allergien? [B]
  • 3.2 Erklären Sie die Begriffe Selection-Bias und Performance-Bias in Bezug auf RCTs und nennen Sie jeweils eine Gegenmaßnahme. Selection-Bias: Verzerrte Zuweisung in die Kontroll- und Interventionsgruppe führt zu systematischen Unterschieden in der Zusammensetzung der Studiengruppen. Gegenmaßnahme: Randomisierung, Verdeckung der Zuteilungssequenz Performance-Bias: Ungleichbehandlung der Kontroll- und Interventionsgruppe — außerhalb der eigentlichen Intervention — durch Kenntnis der Gruppenzugehörigkeit. Gegenmaßnahme: Weitestgehende Verblindung der in die Studie einbezogenen Personen (Studienteilnehmer(innen), Pflegende, Forscher(innen) gegenüber der Studiengruppenzugehörigkeit
  • 5.1 Erläutern Sie kurz den geschichtlichen Hintergrund zur Gründung des DNQP und der Entwicklung der Expertenstandards. Das DNQP wurde 1992 unter Federführung von Prof. Schiemann als nationales Netzwerk begonnen. Zeitgleich wurde das europäische Netzwerk EuroQuan auf Initiative des Oxforder Institute of Nursing des Royal College of Nursing gegründet. Vorangegangen war der Ab­schluss des WHO-Programms zur Qualitätssicherung in der Patientenversorung. Durch die Gründung des DNQP wurde der Informationsaustausch zum Thema Pflegequalität auf nati­onaler Ebene gefördert, auf internationaler Ebene wurde der Fachaustausch über EuroQuan angestoßen. Als die Ländergesundheitsminister der Bundesrepublik Deutschland sich ab Mitte der 1990er Jahre intensiver mit dem Thema Qualität befassten, konnte auf das DNQP zurück­gegriffen werden. Ab 1999 wurden Expertenstandards befürwortet und das DNQP beauf­tragt, diese zu entwickeln.
  • 1.2 Nach erfolgreichem Studium des Pflegemanagements arbeiten Sie bei einem Berufsverband, der sich für eine Verlagerung der pflegerischen Erstausbildung an die Hochschulen einsetzt. Formulieren Sie zwei Argumente für eine Presseerklärung, welche Vorteile durch die Verlagerung der pflegerischen Erstausbildung an die Hochschulen zu erwarten sind. Wenn mehr Pflegekräfte entsprechend wissenschaftlich ausgebildet sind, können auch mehr pflegewissenschaftliche Ergebnisse in der Praxis berücksichtigt werden. Inzwischen ist durch Studien nachgewiesen, dass durch besser ausgebildetes Pflegepersonal die Sicherheit der Patient(inn)en und die Versorgungsqualität verbessert werden. Die höheren Anforderungen einer hochschulischen Ausbildung machen den Pflegeberuf für potentielle Spitzenkräfte, also für besser vorbereitete Bewerbergruppen, attraktiv.
  • 2.2 Nennen Sie die fünf Inhaltskomplexe des Instruments, das zur Befragung der Pflegefachkräfte in der RN4CAST Studie genutzt wurde. PES-NWI (Practice Environment Scale of the Nursing Work-Index) für Fragen zur Arbeitsumgebung Maslach-Burnout-Inventory Fragen zur Qualität der Pflege Fragen zur Arbeitsbelastung und Personalbesetzung Demografische Fragen
  • 2.3 Erläutern Sie das Vorgehen der Forscher(innen) bei der Übersetzung der Fragebögen in der RN4CAST Studie. Die Befragungsinstrumente in englischer Sprache wurden in die 10 Amtssprachen über­setzt, indem zunächst Übersetzungen und anschließend Rückübersetzungen erstellt wur­den. Es waren keine Änderungen der Vorlage des jeweiligen Hauptfragebogens gestattet. Qualität der Übersetzungen wurde in jedem Land von einem Gremium aus 7 bis 11 zweisprachigen Expert(inn)en geprüft, um Indizes zur Validität des Inhalts für jedes Item separat und für die gesamte Skala zu erhalten.