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Human Resources - Organizational Behavior (Subject) / Kapitel 1 - Aspekte des Organisationsbegriffs 1 - 1.1.1 - 1.1.2 (Lesson)

1. Semester

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  • Was ist Organisation? Institutionaler... Instrumentaler... Funktionaler... ... Organinsationsbegriff Institutionaler Organisationsbegriff:„Die Unternehmung ist eine Organisation”→ verschiedenartigste arbeitsteilige Institutionen (z.B. Behörden, Krankenhäuser, Unternehmungen, Hochschulen)Instrumentaler Organisationsbegriff:„Die Unternehmung hat eine Organisation”→ Organisationsstruktur (Aufbau-/Ablauforganisation), offiziell verkündete und generell gültige Regeln, auf Dauer festgelegte KompetenzenFunktionaler Organisationsbegriff:„Das Unternehmen wird organisiert.“→ Tätigkeit der Organisationsgestaltung, Vermeidung von Chaos
  • 1.1 Organisation als Institution Die institutionale Sicht von Organisationen Worin unterscheidet sich eine 50-köpfige Warteschlange am Fahrkartenschalter des Berliner Hauptbahnhofes von einer Software-Firma mit 50 Mitarbeitern?
  • 1.1 Organisation als Institution Die institutionale Sicht von Organisationen Definition Definition: Organisationen sind alle sozialen Gebilde,die dauerhaft ein Ziel verfolgen und eine formale Struktur aufweisen,um das Verhalten der Mitglieder auf das verfolgte Ziel auszurichten
  • 1.1.1 Merkmale von Organisationen Merkmal „Ziele“ Ziele in Organisationen:→ Persönliche Ziele, Ziele für die Organisation, Wunschvorstellungen Ziele von Organisationen:→ Zielvorstellungen von Mitgliedern werden durch einen formalen, legitimierten Prozess zu offiziellen Organisationszielen→ Meist Zielbündel zum anzustrebenden Zustand Typen von Zielen: Operationalisierte Ziele: Umsatz, Gewinn, Mitarbeiterschulungen etc. Nicht-operationalisierte Ziele: „Kundenzufriedenheit steht an erster Stelle“,„ein gutes Betriebsklima ist uns wichtig“ Ziele sollen Verhalten steuern
  • 1.1.1 Merkmale von Organisationen Merkmal „dauerhaft“ Menschen verfolgen Ziele, die sie allein nicht verwirklichen können,mit der Hilfe Dritter: Zusammenschluss Abgrenzung von anderen sozialen Gebilden:gemeinsames Interesse am Erhalt des Zusammenschlusses Dauerhafter Zusammenschluss: Organisation Allgemeine Ziele weitgehend unabhängig von einzelnen Personen
  • 1.1.1 Merkmale von Organisationen Merkmal „dauerhaft“ Organisationaler Wandel kein Widerspruch zur Dauerhaftigkeit Organisationsumwelten (Markt, Gesellschaft) ändern sich Wandel/Anpassung als Überlebenserfordernis Entscheidend: Dauerhaftigkeit geplant Unternehmenswandelals kontinuierlicher Prozess (siehe Graph Seite 9)
  • 1.1.1 Merkmale von Organisationen Merkmal „Mitglieder“ Grundlegende Unterscheidung: Organisationsmitglieder und Nicht-Mitglieder Gabler Wirtschaftslexikon:Organisationsmitglieder sind „Die in einer Organisation (institutionaler Organisationsbegriff) handelnden, auf das Organisationsziel verpflichteten Personen.“ Wer ist Organisationsmitglied? Mögliche Kriterien wären: Arbeitsstunden Entlohnung Einfluss auf Entscheidungen → Jeweils nicht eindeutig abgrenzbar
  • 1.1.1 Merkmale von Organisationen Merkmal „Mitglieder“ Teil 2 Allgemeines Kriterium in Organisationen: Formale Mitgliedschaft Explizite Bedingungen: Verträge Implizite Bedingungen: kulturell vermittelte Erwartungen derOrganisation (Loyalität, Pflichtgefühl etc.) Verstoß gegen implizite/explizite Bedingungen: Ausschluss Mitgliedschaft als soziale Einbindung: freiwillig vs. unfreiwillig Mitgliedschaft bestimmt Grenzen der Organisation? Durch formale Regeln wird festgelegt, wer ein Organisationsmitglied ist und wer nicht.
  • 1.1.1 Merkmale von Organisationen Merkmal „formale Struktur“ Formale Organisationsstruktur = Alle formalen Regeln zur Festlegung der Arbeitsteilung und der Koordination Funktion Steuerung von Leistung und Verhalten der Organisationsmitglieder Leistungssicherung und Herrschaftssicherung Aber: Nicht alle Regeln werden offiziell festgelegt kollektive Lernprozesse Handlungsmuster persönliche Beziehungen ... ⇒ informelle Strukturen
  • 1.1.1 Merkmale von Organisationen Merkmal „Mitgliederverhalten“ Ein Zweck der Organisation:→ Erzeugung und Förderung regelkonformen Verhaltens Kernfragen der Organisationstheorie: Welches Verhalten unter welchen Bedingungen? Welche Strukturen wirken leistungsfördernd oder leistungshemmend? Dabei Vernachlässigung der Perspektive der Betroffenen:→ Organisationsmitglieder sind Steuerungsobjekt Aber: Vielfältige Rückwirkungen des Mitgliederverhaltens auf die Organisationsstrukturen und Regeln
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  • 1.1.2 Organisationen als soziale Systeme Quiz Typische Beispiele für Organisationen sind ... Ein eingetragener Verein. Die katholische Kirche.
  • 1.1.2 Organisationen als soziale Systeme Reflexion Jedes Unternehmen ...... ist auf Dauer angelegt... verfolgt ein oder mehrere Ziele... hat Mitarbeiter (= Mitglieder)... weist eine formale Struktur (Hierarchie, Regeln) auf... beeinflusst das Verhalten der Mitarbeiter über die formale Struktur... ist eine Organisation! Aber: Jedes Unternehmen ist auch ein soziales System.
  • 1.1.2 Organisationen als soziale Systeme Organisation & Menschen In Organisationen agieren Menschen Menschen sind eine ‚eigenwillige‘ Ressource nur begrenzt rational nur begrenzt steuerbar emotional Bedeutung sozialer Prozesse und Phänomene in Organisationen Freund-, Feind- und Seilschaften Bedürfnisse und Motivation Macht und Kultur Große Relevanz für die Steuerbarkeit von Organisationen
  • Kontrollfragen 1. Wofür steht „organizational behavior“?2. Bitte füllen Sie die folgenden Lücken in betriebswirtschaftlich sinnvoller Weise aus!Eine formale Organisationsstruktur wird beispielsweise definiertüber ______________________________ und dientder ______________________________.Nicht offiziell festgelegte Beziehungen und Handlungsmuster werden als__________________ bezeichnet.3. Warum wird ein Unternehmen als soziales System bezeichnet und welcheRelevanz hat dies für die Steuerbarkeit von Organisationen?4. Ist eine Fußballmannschaft eine Organisation? Begründen Sie Ihre Antwort.